2009-04-08

Wettrennen

Die zu beschreitende Straße durch Neukölln, die mich vom S-Bahnhof zu meiner Docking Station in Tempelhof unterhaltsam begleitet, ist seit einigen Jahren die ewige 30. An einer Stelle – dank Kindergarten und Spielplatz – ist ein Zebrastreifen installiert. Dahinter wurde eine technische Vorrichtung der Tempomessung mit direkter Weitergabe zum Tachometervergleich an den Autofahrer mit Foto-Aufsteller und einem lustig drein blickenden Gör, welches den Tempoverinnerlichten ein fröhliches «Danke!» beiderseits zu ruft, installiert.

Gestern an dem – wie jeder bemerkt haben dürfte – frühlings-sommerhaften (das kriegt Berlin irgendwie nie ordentlich getrennt) lauen Abend führte mich mein Heimweg an eben jener Stelle an einen kleineren Auflauf jüngerer Menschen vorbei, der offensichtlich großen Spaß hatte und von Zeit zu Zeit applaudierte, während wiederum immer einer von ihnen wie von der Tarantel gestochen die Straße ein kurzes Stück hoch rannte.

Offensichtlich galt, wer zu Fuß die 30 km/h-Meldung schafft, hat gewonnen. Einer von ihnen war mit gemessenen 28 km/h nahe dran. Großer Spaß bei den Teilnehmern und Zusehenden also auch mir.

2009-04-06

Warum nur …

ist dieses Meer nie in der Nähe, wenn man es mal braucht?

So ganz nebenbei …

das Arbeitslosengeld I ist tot! Was eine schöne Meldung an sich wäre, nur sind die Gründe keine guten.

2009-04-04

Wow!

Habe gerade per Apple Mail eine Einladung mit Terminangabe im Text erhalten und die ziemlich oberaffenbärentatzenstarke Funktion zu iCal erlebt … das ist doch der Hammer! Alleine dafür muss man doch mal jemanden bei Apple zu Grund und Boden knutschen.

Allerdings waren sie im Ordner-Design vor Leopard deutlich cooler drauf, da haben sie wohl noch komisch Sachen geraucht.

Die wirklich relevanten Tätigkeiten …

eines Mac-Users bei der Neueinrichtung eines Apple-Computers:



Gardinen aufhängen:

2009-04-02

Arbeiten und Geld verdienen

haben ja so ihr Gutes, zum Beispiel darf ich heute (vermutlich, vielleicht, eventuell) das neue kleine, ungemein schnelle Zweit-MacBook Pröchen mit Ganzvorderfront-Beifahrerinspiegel (!) für Nishia abholen. Das ist natürlich bonfortinös. Und Ihr habt ja gar keine Ahnung, wie ich darauf freue! … äh sich Nishia freut.



Arbeiten und Geld verdienen hat aber auch manchmal etwas Schlechtes, zum Beispiel habe ich dieses Jahr nur allerhöchstens diesen heutigen einen Donnerstag, um zur re:publica ‘09 zu gehen. Ich bin sehr gespannt auf die gleichzeitig stattfindende re:health.

2009-03-31

Am 1. April 1978 …

– es war ein Samstag – kamen meine Mum nach einem schönen Tag vom Einkaufen nach Hause und während wir die Tüten auspackten, meine Mum sich einen Kaffee aufgesetzt hatte und wir allerbester fröhlicher Stimmung waren, klingelte das Telefon.

Der Cousin meiner Mum erzählte ihr, dass sich ihre Mama, meine Oma, erhängt hatte. Das ist wie gestern, dieses immer noch spüren, wie meine Mum immer hektischer in den Hörer rief «Lebt sie noch? Lebt sie noch?», dann irgendwann den Hörer auflegte und mit dem schlimmsten Schrei, den ich jemals in meinem Leben vernommen habe, im Wohnzimmer zusammen brach. Höre ihn heute noch. Dieser Gefühlsbruch, wir waren so froh und glücklich an dem Tag, ein Anruf und alles war nur noch schwarz und düster.

In was für einem Albtraum man zurück bleibt, wenn sich jemand selbstständig aus dem Leben wählt. Heute sehe ich das anders. Habe im nachhinein Verständnis für den Schritt meiner Oma, kann ihn verstehen, bewundere sie im Grunde für ihren Mut. Sie hatte ihr Leben lange genug ohne meinen Opa leben müssen, wollte mit der gesundheitlichen Diagnose – Alzheimer – nicht zugrunde gehen, wie sie es sonst wohl getan hätte, sie war müde und offensichtlich reif zu gehen. Aber damals? Wochenlang sind wir wie durch Nebel gewatet. Meine Mum wurde später sehr krank, verlor ihre Arbeit. So etwas zu verarbeiten, braucht viel viel Zeit.

Oma erhängte sich im Altersheim auf der Toilette. Taktvoll und rücksichtsvoll wie sie war, entschied sie, dass es für einen Mann wohl weniger schlimm wäre, sie zu aufzufinden und so wählte sie dafür die Herrentoilette. Wenn sich jemand erhängt, rät die Gerichtsmedizin sich den Menschen nicht noch einmal anzusehen.

Und trotzdem ist sie mir heute noch in meiner Erinnerung der sprudelnste und lebenslustigste Mensch, denn ich je kannte – neben meiner Mum.

2009-03-30

Großhirn …

an die gesamte versammelte Bagage: «Na, hat doch Mami immer gesagt: „Immer vom Körper weg schneiden!”»
«Und?», mault die Handfläche unter radikalem Schnitteindruck eines scharfen Sägebrotmessers Blut spuckend vor Wut in Richtung Groß-, Klein- und Stammhirn, «warum könnt Ihr Deppen nicht auf Mami hören?»

2009-03-29

Der Dunning-Kruger-Effekt

Der Dunning-Kruger-Effekt[1] (DKE) ist eine populärwissenschaftliche Bezeichnung für den Wesenszug inkompetenter Menschen, häufig ihr Können zu über- und die Leistungen von kompetenteren Personen zu unterschätzen. […]

[…]In einer speziellen Forschungsstudie zum Dunning-Kruger-Effekt fanden sie 1999 heraus, dass bei Fähigkeiten, über die Menschen in höherem oder im geringen Grad verfügen können,

— weniger kompetente Personen dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen,
— weniger kompetente Personen überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen,
— weniger kompetente Personen das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht erkennen können,
— weniger kompetente Personen durch Bildung nicht nur ihre Kompetenz steigern, sondern auch lernen können, sich und andere besser einzuschätzen.

Die Autoren wurden im Jahr 2000 für ihre Studie mit dem satirischen Ig-Nobelpreis im Bereich Psychologie ausgezeichnet.[4]

2009-03-28

Habe ich eben gelacht …

Schreibtischgerangel

Der Monitor, der neue flache sorgt trotz seiner Größe für viel Platz in der Tiefe auf dem Schreibtisch an der Stelle, wo früher ein aufgeklapptes PowerBook stand. Viel Platz von dem X-, Y- und Z gemeinschaftlich glauben, er sei ihrer. Würde mich nicht weiter stören, würden sie endlich mal Nachhilfe bei Mr. Invisible nehmen.

2009-03-27

Schönwetterausflug mit PIN

2009-03-26

Sonne in Köln 2

Wortfolter

Trendpotenzial

2009-03-25

Sonne in Köln

Kaffee mit Keanu, Fisher Z im Ohr.

Stimmt.

Eine sehr kluge Ansage von der Frau. Neulich hatte ich das Vergnügen mit einem Botox- und Nasenlabialeigenfettaufspritz-Opfer zusammentreffen zu dürfen, dessen Nase auch etwas sehr kataloghaftes an sich hatte. Menschen, die so auf sehr natürliche Weise aussehen wie diese Frau auf unnatürliche Weise, haben üblicherweise einen Trisomie-21-Defekt.

2009-03-24

Feststellung des Jahrhunderts!

Schwundsocken und Halbwaisensocken sind gar kein männerspezifisches Problem! Oder aber ich trage zuviel Testosteron in mir.

Ein Essen spenden …

Das kann man nun wirklich machen! Hier sogar recht pfiffig animiert für Kinder in Düsseldorf. Und hier etwas statischer für Kinder in Berlin.

Visitenkarten

ein Sammelsurium einiger exzellenter Visitenkarten. Ich liebe die Rubbel-Karte.

via Mediengestalter-Blog

2009-03-23

Graffitiliebe



Manchmal sind ‘se ja doch ziemlich großartig. Der hier ist ein Mallorquiner.