2009-02-17

Deutsche Menschen ...

die nach Mallorca fliegen, sind generell ein wenig merkwuerdig. Sie stellen sich in viel zu frueh in merkwuerdig unmotivierte Schlangen als wuerde das Flugzeug ohne sie fliegen und ueberhaupt ...

Egal, wundervoller Flug, wundervolles Wetter, wundervoll angekommen, wundervollen Kaffee in wundervoller Sonne getrunken, in duenner Jacke und in der Sonne mit Jacke aus, am Hafen spazieren gewesen und grandiosen Fisch in Tomatensugo mit Muscheln und Gambas gegessen. In Palma am Hafen auf der anderen Seite spazieren gewesen, den Sonnenuntergang erleben mit einer bonfortinoesen blauen Stunde.

Beim Anflug kurz Sorge gehabt, in das falsche Flugzeug gestiegen zu sein, die Insel ist komplett gruen und so habe ich sie auch noch nie erlebt. Der Hibiskus blueht, die Bougainville blueht und noch viele andere Pflanzen, keine Spur vom Winter, die Orangen- und Zitronenbaeume haengen voll.

2009-02-16

Heute …

zusammen mit Herrn Micha Frau Antsche in das Flugzeug gesetzt: fünf Monate Australien!

*schnief*

Aber da ich ja einen echte Freundin bin, habe ich Herrn Micha, damit er nicht zu traurig ist, die Katzen und die Wohnung aufs Auge gedrückt: fünf Tage Spanien!

2009-02-15

Tsja Mausi …

dann mal herzlich Willkommen zurück im echten Leben! Ich hoffe, Du kommst damit klar, dass sich von nun an die Menschheit von Dir nicht mehr vor Ekel direkt abwendet.

Wenn's nicht so traurig wäre,

dann wäre es schon verdammt lustig. Also würde ich den Artikel der taz „Die 10 größten Idiotien der Abwrackprämie” über ein anderes Land, eine andere Regierung lesen, könnte ich mir wohl ein schadenfrohes Kichern nicht ganz verkneifen … aber so? Trotzdem ein grandioser Artikel!

Kennt Ihr denn schon …

die lustigen Halbdackel des Monats vom Gorillaschnitzel? Herzallerliebst sage ich Euch!

2009-02-14

Hallo Jungs!

Keine Sorge, ich finde das heutige Google-Logo auch zum Kotzen!

Weibliche Formen

so wie Wikipedia sie definiert:

Es gibt Aussichten …



auf die fahre ich nach Tagen der grauen Winterhimmelbombardements schlicht ab wie Schmitz' Katze. (Sprießende Schneeglöckchen gehören da auch unbedingt zu. Und wenn zum ersten Mal die Kisten mit den Narzissensträußen beim Discounter ausliegen. Um nur einige Beispiele zu nennen …)

2009-02-12

Februar 2009,

morgens um 7 Uhr in Deutschland, Weltwirtschaftskrise, ge… wird immer.

2009-02-11

Neue Gesetzmäßigkeit …

im Leben von creezyline: Je sicherer über die gesamte Wetterkarte des Bundegebietes ein stürmisches Rot gekippt wird – außer über Berlin – desto garantierter hat creezy an dem Tag ein Flugticket in der Tasche und darf mindestens einmal am Tag mitten in eines der roten gekennzeichneten Gebiete mit Sturmwarnung fliegen.

Wir hatten gestern einen Absacker im Luftloch, da hatte sogar das Flugzeug selber hinterher grün im Cockpit ausgesehen.

Aber

was ich nicht verstehe – wenn sich jetzt mittlerweile ganz Deutschland bei diesen gefühlten Milliarden von Castingshows rumtreibt … wer guckt die denn dann überhaupt noch?

Stellt Euch vor,

Ihr habt ein weitestgehend leeres DinA4-Blatt vor Euch liegen und habt bis dato nur an einer Stelle auf dieses Blatt mit Füller und Tinte ein Wort schreiben können …

Wo wird der kleine graue Fellbomber garantiert rauflaufen?

Was …

treibt Menschen dazu, sich für teures Geld Lesehilfen zu kaufen, deren schick horndekorierte breite Bügel von einem innerhalb ihres Designs transparent unterlegten Schriftzug „Chanel” als unübersehbaren beidseitigen Schriftzug durchbrochen, seitlich am eigenen Gesicht den ganzen Tag und das 365 Tage im Jahr an sich zu tragen und sich damit zum – mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit – unbezahlten Werbeträger zu machen?

2009-02-10

Und nu' ratet mal …

wo der kleine graue Fellbomber sitzt?

Neues aus dem Leben mit dem …

Gesundheitsfond.

Leute, Ihr müsst wirklich als zahlende künftige Patienten mündiger und interessierter werden, wenn man vermutet, dass alleine dieses Jahr 20 Kassen bereits regelrecht vorhaben aus diesem Fond „zu profitieren”, fragt Euch, wer das am Ende zahlt.

2009-02-09

Schwingungen

Ich hatte einen einzigen großartigen Moment in meinem Leben mit RTL. Einen an den ich mich jetzt noch nach Jahren erinnern kann. Dieser Moment war vor Bohlen und daher kann ich den Hype um D. auch nicht verstehen. Mein großartiger RTL-Moment war voll Unterhaltung durchtränkt und wer mich hätte beobachten können dabei, der hätte mich extatisch vor dem Fernseher sitzen sehen, vermutlich mit offenem Mund, der sich später vom Anblick der geglotzten Dämlichkeit in die Grimasse eines breiten Grinsens hochgearbeitet hatte.

In RTL Exklusiv (was hatte ich überhaupt um diese Uhrzeit vor dem Fernseher zu suchen?) besuchte das RTL-Exklusiv-Team eine Esoterik-Messe. Dann buchte das RTL-Exklusiv-Team kurzerhand einen Stand auf der Esoterik-Messe. Danach fuhr das RTL-Exklusiv-Team entschlossen in einen Automarkt und kaufte dort ein. Zurück auf der Messe verkauften sie den Besuchern der Esoterik-Messse eine böse Schwingungen vertreibende Behandlung.

Das RTL-Exklusiv-Team legte die willigen Kunden auf eine Liege, sie bereiteten eine güldene Schockdecke aus dem Erste-Hilfe-Kasten über die Patienten aus, sie schlossen das rote Kabel eines Starterhilfekabels an die Decke an und ließen das schwarze Kabel hinter einem Vorhang in die Leere laufen. Dann nahmen sie Geld von ihnen. Ein RTL-Exklusiv-Team interviewte die erfolgreich „therapierten” Kunden nach ihrer Behandlung und bis auf einen, der ehrlich zugab nichts gespürt zu haben (wahrscheinlich wurde er vom RTL-Exklusiv-Team mit Geld dazu gezwungen), gaben alle anderen ehrlich zu, sehr viel gespürt zu haben und sich gleich viel besser, gesünder und vor allem gereinigter zu fühlen.

Seit ich diesen Beitrag gesehen habe, hege ich die manchmal nicht leicht zu kontrollierende Vision mit entmagnetisiertem Kaffee sehr reich und berühmt zu werden. Alleine die Skrupel, die ich gelegentlich habe, halten mich davon noch ab andere Menschen therapeutisch in ihrer unbedingtes Kaffeeglück zu führen.

Ehrlich, seit ich nur noch entmagnetisierten Kaffee trinke, stehe ich morgens auf und gehe abends zu Bett. Esse ich regelmäßig Obst, hat der Zahnarzt nicht mehr gebohrt, taut der Kühlschrank selbstätig ab, färbt die chemische Haarfärbung meine grauen Haare erfolgreich in Goldblond, erreichen mich Krisenmeldung nur noch auf einem Ohr, ist die Telefonrechnung bezahlt und einen Job habe ich auch gefunden.

Möglicherweise ist es aber auch nur die Panik, die mich davon abhält. Die Panik eines Tages erfolgreich zu sein und in der bitteren Konsequenz dann in Steglitz in einer Villa zu sitzen, mein Lebensglück dem Chi der Villa in die Hände zu legen. Die Sorge eines Tages zu glauben, dass nur Duschwasser bei Vollmond dem Hahn entnommen, wirklich reines und gutes Duschwasser sein kann. Überhaupt glauben …

Malte hat mich heute mit dieser großartigen Geschichte an meinen einzigen großartigen RTL-Fernsehmoment erinnert.

2009-02-08

Soviel zur Regel …

wenn oben Veneers, dann besser auch unten Veneers… weile sonste komische aussehene

Berliner Hahn

Es gibt diese ewig wiederkehrenden Wahrscheinlichkeiten: Zum Beispiel die, wenn ich mich auf einer Fete anschicke Nachschub an Getränken zu besorgen, von anderen Gästen Bier nachgeordert wird und ich grundsätzlich zurück frage „welches?” (weil ich kein Bier trinke und wirklich null Ahnung habe von dem Thema, was ich den Leute auch genau so erkläre damit sie sich darüber im Klaren sind, dass sie mir hier am Besten überhaupt gar keine freie Hand beim Einkauf lassen), sagen die trotzdem „och irgendso‘n Pils”, („irgendso'n” gehört in Berlin unbedingt zusammen geschrieben!), dann komme ich wieder mit meinen Einkäufen auf denen „Berlin” und „Pils” steht – als vor Mauerfall geborene Westberlinerin und mit deren Fall ins Exil geschickte Ex-Insulanerin, muss ich schon aus Liebe zur Heimat so auf Berlin fixiert einkaufen – und anstelle eines „Dankeschön!” ernte ich ultralange Fressen (oder Gesichter – je nachdem auf welcher Seite der Umgangssprachregelung man sein Päuschen einlegen mag.) Party gesprengt. Und ich bin wieder schuld.

Berliner Bier kann man eigentlich überhaupt nicht trinken. Berliner Bier eignet sich allenfalls warm zur Nierenspülung. Berliner Bier muss das schlimmste trinkbare Nass auf Erden sein und Berliner Bier würde man nicht einmal dem Hund vom Nachbarn zum trinken geben, obwohl man den hasst wie die Pest, weil der immer die neuen Alufelgen vom Auto anpinkelt. Vermutlich genau deswegen, denn Alufelgenpinkelei ist an sich gar nicht so schlimm. Aber niemand sieht seine Alufelgen gerne mit Berliner Bier blank gestrahlt. Das ist das, was ich in den mehreren Jahrzehnten auf diesem Planeten als Nichtbiertrinkerin gelernt habe, bevor Berliner Bier auf den Tisch kommt: lieber freiwillig auf nichtaromatisiertes stilles Quellwasser umschwenken.

Wiederkäut man wiederum in einem Gespräch mit unbekannten Biertrinkern diese Tatsache sinngemäß als Nullahnung-Inhaberin aber eben Berlingebürtige, damit man bitteschön wenigstens einmal in geselliger Runde so tun kann, als hätte man von irgendwas überhaupt eine Ahnung, gucken die anwesenden – meist zugereisten – Biertrinker auf das unterentwickelte Bierselbstbewußtsein in mir und versuchen ihm liebevoll den Kopf zu tätscheln, indem sie solche Floskeln von sich geben, wie „oooooooch, soooo schlimm ist Berliner Bier doch gar nicht.” (Bei „oooooooch” weiß ich schon sofort, was als Nächstes kommt und was die anwesende trinkende Meute tatsächlich denkt.)

Frage ich dann begeistert zurück (weil doch die Berliner Bierindustrie so tragisch am Boden liegt und unterstützt gehört), ob ich dann jetzt mal eine Runde ordern soll, werden sie indes sofort grün im Gesicht, erscheinen denkbar unentspannt, winken übertrieben hektisch ab und behaupten plötzlich innerhalb der letzten 20 Sekunden zum Sommelier mutiert zu sein und der könne gar kein Bier mehr trinken, wegen irgendwelcher Geschmacksnerven-Paralelluniversendispute zwischen Hopfen und Traube. Unglaublich, was ich im direkten Anschluss an so eine lächerliche Frage alles zu hören bekomme. Damit könnte man glatt ganze Yps-Heftgenerationen füllen. Manchmal sitzte ich dann auch von null auf hundert plötzlich alleine da, mit ungefähr noch 20 halbvollen Biergläsern mit Sorten aus allen anderen Regionen des Bundesgebietes, nur kein Berliner Bier darunter, und das in einer Berliner Ausgeh-Schatulle. Pah!

Weil die Berliner Bierindustrie aber immer noch so tragisch am Boden liegt, habe ich mir eine Möglichkeit überlegt, wie man ihr wieder auf die Füsse verhelfen kann und bin auf eine grandiose Idee gekommen. Dazu gehört der unbedingte Appetit auf eines der leckersten selbstgemachten Brathähnchen, das Ihr jemals gegessen habt und von Euch mit links unglaublich einfach zubereitet wurde. Vertraut mir, auch wenn Eure Kochfähigkeiten bis dato in der Übernahme einer Currywurst am Imbiss bestanden haben. Ihr benötigt:

1 Brathähnchen
Salz, Pfeffer
1-2 Teelöffel milden Paprika
1 Teelöffel Kräuter der Provence
1 Dose Berliner Kindl (und die größte Schwierigkeit dürfte sein, das überhaupt noch in Dosen zu bekommen. Aber eine Lebensmittelkette mit dem großen „K” und dem kleinen „s” am Ende und hier und da mit Öffnungszeiten bis 24:00 Uhr hilft Euch dabei.)
1 Auflaufform mit etwas Wasser gefüllt.

Das Hähnchen wird gewaschen mit der aus den Gewürzen gemixten Mischung eingerieben. Die Dose Berliner Kindl wird aufgemacht, das Hähnchen mit der unteren Öffnung darauf gesetzt, das Bauwerk kommt in die Auflaufform und die wird in den vorgeheizten Ofen (Vorsicht beim Transport, die Dose steht wacklig!) auf die unterste Schiene gestellt und bei (ich habe nur) Gas Stufe 3 – je nach Größe des Gockels – 45-60 Minuten im Ofen gegrillt.



Am Ende habt ihr ein perfektes Brathähnchen mit superknuspriger Haut – und zwar rundherum an allen und ich meine wirklich allen Seiten – und dem zartesten Hähnchenfleisch überhaupt. Es liegt sehr wohl ein bisschen Berliner Bierduft in der Luft aber das Fleisch schmeckt völlig geschmacksneutral nach Huhn.

Nein, das Gericht funktioniert selbstverständlich NICHT mit anderen Biersorten in der Dose! Nicht mit Cola und auch nicht mit nichtaromatisiertem stillen Quellwasser! Wieso bitteschön fragt Ihr mich das überhaupt so unverschämt dreist und blöd?!

Guten Appetit!

wahre Worte


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Gedanken zum Teeallerlei

bei Herrn r|ob, lest ruhig auch in den Kommentaren …