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2024-02-25

Marmor, Marmor, Marmor oder: Die Kathedrale Maria Santissima della Madia von Monopoli

Mein erster Aufenthalt in Monopoli und erst an meinem letzten Tag, hatte ich es dann doch noch in die Kathedrale Maria Santissima della Madia (Basilica minor) geschafft. Als ich dann in ihr stand, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Auf jeden Fall war ich hochgradig von ihr beeindruckt.

Diese Kirche ist der pure Rock 'n' Roll des Barocks!
Benannt ist die Kathedrale nach der wertvollsten Ikone, die in ihr aufbewahrt wird und der oben in der Kathedrale die ganze Cappelone gewidmet ist. Der Geschichte nach wurde diese Ikone der Maria Santissima della Madia am 16. Dezember 1117 mit einem Floß von der gegenüberliegenden Seite der Adria, dem heutigen Albanien, nach Monopoli gebracht.

Hier begegnen sich überladene Schönheit mit stilvoller Einfachheit. Stilbrüche darin, mit welcher fröhlichen Leichtigkeit die Süditaliener mit ihren historischen Schätzen, hier einem denkmalgeschützten Nationaldenkmal umgehen.
Ich weiß nie, wo ich zuerst hingucken soll. Und ich weiß auch nie, wie ich diese völlige Überladenheit, den Mix an Materialien, die Überdominanz des gefärbten Marmors in seiner Gestaltung finden soll. Ich kann sehr gut in Kirchen gehen und sie, losgelöst vom religiösen Habitus, dankbar und interessiert in ihrer Geschichte und Kunstreichtum entdecken. Hier ist alles viel, mir zu viel. Und doch so faszinierend. Ich erlebe diese Kathedrale nicht als einen geeigneten Ort, wo man gegebenenfalls zur Ruhe kommen kann. Wie ich es immer übrigens in der Basilika San Nicola in Bari kann. Die Kathedrale Maria Santissima della Madia fordert den Besucher*innen etwas ab.
Jedes Mal überlege ich seit meinem ersten Besuch, dort eine professionelle Führung zu buchen. Jedes Mal macht mir der Gedanke auch Angst – die Sorge, die nächsten drei Tage kein Tageslicht mehr zu sehen, ist groß. Diese Kirche ist in der Hauptsache: von allem sehr viel! Ihre Eingangstür ist geradezu einfach und zurückgenommen. Für das, was sich dem Betrachter nach ihrem Durchschreiten offenbart.
Sie steht auf historischem Grund im Centro Storico von Monopoli, bei archäologischen Ausgrabungen wurden Zeugnisse aus der Zeit 4500 v. Chr. gefunden. Zeichen deuten darauf hin, dass es schon damals dort einen heidnischen Tempel gegeben haben muss. Ein Merkurtempel folgte; die Sakristei beherbergt heute noch eine griechische Inschrift aus dieser Zeit.

1107 n. Chr. wurde der Grundstein für den Bau einer romanischen Kathedrale gelegt, die erst 1117 fertiggestellt wurde – aber erst 1442 zur Kirche geweiht wurde. Diese wurde über die Jahrtausende immer wieder verändert, es wurde angebaut – und schlussendlich im 18. Jahrhundert – bis auf den damals gerade erst fertig gestellten Glockturm – komplett abgerissen. Der Bau schien nicht mehr sicher, auch war sie für die wachsende Bevölkerung und somit Gläubigen zu klein. Diesen Glockenturm sieht man aus jeder Ecke der Stadt, über den alten Stadtkern Monopolis wachen.
Die barocke Kathedrale, so wie man sie heute sieht, wurde 1772 fertiggestellt. Ihr Grundriss entspricht dem eines lateinischen Kreuzes. Ihre drei Schiffe sind durch mit Marmor ausgekleideten Säulen gegliedert. Ein doppeltes Querschiff mit insgesamt acht Seitenkapellen schließt sich zu beiden Seiten des Mittelschiffes an.
Am Ende der Querschiffe finden sich auf beiden Seiten nochmals vier Kapellen, die teilweise auf der Höhe des Presbyteriums (Altarraum) liegen.
Die Kuppel, die symbolisch über die das Aufeinandertreffen von Kirchenschiff und erstem Querschiff wacht, ist 31 Meter hoch und misst neun Meter im Durchmesser. Ihre Fresken zeigen vier Evangelisten.
Und überall Marmor. Marmorboden, Marmorintarsien an den Säulen. Und es ist nicht nur einfach Marmor. Es sind ganze Bildnisse aus Marmor, wiederkehrend. Beeindruckend! Von den figürlichen Steimetzarbeiten ganz abgesehen.
Auf der Gegenfassade der Chorempore, befindet sich die Orgel aus dem Jahr 1922, die Anfang dieses Jahrtausends restauriert worden ist. Sie arbeitet pneumatisch, mit 30 Registern, untergebracht in einem Holzgehäuse mit zahlreichen klassizistischen Schnitzereien – und viel Gold.
Neumodisch könnte man die Kathedrale als Maisonette bezeichnen, zwei geschwungenen Treppen führen hoch auf eine Empore, die zur in 6,5 Meter höher gelegenen Cappellone führt. Sie enthält die Ikone der Madonna della Madia mit dem segnenden Kind in einem prächtigen Schmuckrahmen.
Auch hier um sie herum ist die farbenprächtige Gestaltung aus kostbarem Marmor ein Ereignis für sich! Gleichfalls die vielen kleinen Details, die (gefühlt) portable kleine Orgel im Schrankkasten, Leuchter, Gemälde – hier kann man eine ganze Weile sich dem Staunen hingeben.
Inzwischen habe ich schon einiges an Zeit in dieser Kathedrale verbracht. Und war dabei noch nicht einmal in der Krypta, die sich unterhalb der Kathedrale befindet und ein Museum beherbergt, in dem die Fundstücke aus den archäologischen Grabungen auf dem Gelände bzw. rund um die Kathedrale gefunden worden sind.
Ihrer Fassade indes sieht man wirklich nicht an, was sich im Inneren für ein Fest an Materialien und Reliquien verbirgt. Und schon gar nicht vermittelt sie die Größe des Bauwerks. Der barocke Einfluss ist klar erkennbar, dennoch wirkt die Fassade einfach, fast ärmlich.
Beeindruckend ist die sie umgebene hohe Schutzmauer auf einer Seite, sie wurde 1786 errichtet, um die Kathedrale vor den Wettereinflüssen, die die Meerlage mit sich bringt.

Kathedrale Maria Santissima della Madia
Largo Cattedrale, 70043 Monopoli BA, Italien

2024-02-21

Orchidays in Mattinata

Oft schon habe ich mich in diesem Blog begeistert über die Flora Apuliens, gerade in den ersten Monaten des Jahres, geäußert. Alles ist grün, treibt und blüht bereits in einer Pracht, Vielfalt und Schönheit, die einen Aufenthalt – egal, wo in dieser schönen Provinz Italiens – beeindruckender, leichter und intensiver erleben lässt, als man Puglia sicherlich schon auch in den Sommermonaten erlebt.
Ende Februar ist die rote Erde zwischen den mächtigen Olivenbäumen grün. Hier blühen jetzt schon die wilden Malven und vor allem der Borretsch leuchtet in riesigen Büschen mit seiner blauen Blüte! Malven denken bei uns frühestens vier Monate später daran, ihre Blüten aufzuschlagen. Einen Ausflug nach Apulien im frühen Frühling, kann ich wirklich nur empfehlen!
Im April gibt es hier ein besonders schönes botanisches Phänomen. Entlang der Küsten von Apulien – egal zu welcher Meeresseite – blühen in den Dünen und auf den Felsküsten Felder voller größeren und kleineren Orchideen und auch die stolzen Strandlilien.
Der wilde Thymian blüht (der hier nach Anis duftet). Aber vor allem die Orchideenblüte ist legendär – so kleine, zarte Orchideen habt ihr vielleicht noch nie gesehen! Es ist eine besondere Zeit in einem äußerst besonderen Ort dieser Erde. Und diese Zeit gilt es zu feiern!
Genau das macht die kleine Küstenstadt Mattinata! Sie gehört zur im Norden Apuliens gelegenen Provinz Foggia und liegt eine knappe Autostunde südlich von Vieste an der adriatischen Küste zu Fuße des riesigen Nationalparks Gargano. Knapp 6000 Einwohner zählt dieser Ort, dem ein riesiger langer weißer Sandstrand gegeben ist vor der türkisblauen Adria – und sehr viel Natur.
Mattinata lädt botanisch begeisterte Menschen, Orchideen- und Blumenliebhaber im April mit dem schönen passenden Slogan „I Have A Green” ein zu den italienischen Orchidays! Jetzt blühen hier überall am Meer, in den Gärten und vor allem im Naturpark diese besonderen zarten Schätze der Natur in allen Farben, Höhen und Formen.

Fünf Tage lang wird in diesem entzückenden Ort die Eleganz der wildwachsenden Orchidee bewundert, sich an ihr gefreut – und natürlich gefeiert! Es wird über sie informiert, natürlich gibt es zu ihr Kunstausstellungen und passende musikalische Annäherung ihrer Schönheit! Die typisch apulischen Illuminationen werden das Festival begleiten. Und hey – wir wären nicht in Italien – würde in dieser Zeit nicht auch überall die regionale apulische Küche (Slow Food) und die fantastischen Weinen Apuliens zelebriert werden.
Rund um Mattinata locken natürlich auch zur Festivalzeit kurze und lange Ausflüge in die Natur, die ebenfalls zahlreiche vorgeschichtliche Sehenswürdigkeiten enthält. Der Wallfahrtsort Monte S'Angelo, 2024 übrigens Kulturhauptstadt Apuliens, liegt 800 Meter oberhalb Mattinatas im Naturpark. Der Erzengel Michael soll hier erstmals erschienen sein, die Höhlenkirche San Michele weiß von dem regligiösen Wunder zu berichten.
Wanderbegeisterte lassen sich vom Gargano-Trail auf den Monte Sacro locken; ungefähr zweieinhalb Stunden rechnet man für den Aufstieg zu Fuß. Schneller ist diese Strecke natürlich mit dem Mountainbike zu bewältigen. Hier warten Höhlengräber aus daunischer Zeit. Die Provinz Foggia hieß nämlich im sechsten und fünften Jahrhundert vor Christus Daunien – selbstverständlich informiert auch (mindestens) ein archäologisches Museum über diese sehr frühe Zeit. Oder man besucht die Käseproduzenten dieser Region und sieht ihnen beim Zelebrieren ihrer Käsekunst zu.
Alle Informationen zum Festival Orchidays gibt es auf der Homepage (die noch etwas zurückhaltend ist) und auf der Homepage der Stadt Mattinata.

Der nächstgelegene Flughafen ist Bari Palese, der nächstgelene internationale Bahnhof Bari Centrale. Von dort aus fahren stündlich Züge nach Foggia, dann geht es weiter mit dem Bus nach Mattinata.

2024-02-20

Lissabon-Altstadt – charmant urlauben in Lissabon!

Ich lobe mich selten selber. Aber als im letzten Jahr die offizielle Einladung zu einer Pressereise nach Lissabon im Rahmen der von der EU geförderten Kampagne „Sustainable Rice from the EU” in meinen digitalen Briefkasten wanderte, hatte ich die Idee zum kurzen offiziellen Zeitraum vor Ort noch einige Tage privat dranzuhängen. Beste Idee des Jahres!

Um es kurz zu sagen, es war wunderschön! Wir hatten bei allem in der Planung ein gutes Händchen – und ein besonders gutes Händchen mit unserer Unterkunft von Lissabon-Altstadt. Und ja, ich mag Lissabon. Und ganz besonders die Lissaboner*innen. So charmante Menschen! Das Essen, die Weine (Oh mein Gott! DIE Weine!), das Wetter, der Tejo! Ich möchte definitiv dort nicht das letzte Mal gewesen sein.
Und länger erzählt, natürlich ist es heute fragwürdig, für anderthalb Tage, dreieinhalb Stunden in ein fernes Land mit dem Flugzeug zu reisen. Aber in einem so offiziellen Rahmen funktioniert es eben leider auch per Bahn nicht. Um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, guckte ich direkt nach der Einladung nach einem Flug, der wenigstens noch das Wochenende beinhalten sollte. Ich war noch nie in Portugal, es hatte sich einfach angeboten, wenigstens ein paar Tage länger dort zu sein. Am Ende waren es ein Wochenende und noch ein dreiviertel Tag mehr nach hinten raus. Damit waren auch die Flüge für den Organisator günstiger. Eine sehr gute Entscheidung: Ich habe jede Minute vor Ort genossen!

Interessanterweise wollte das offizielle Hotel der Pressereise auf unsere Anfrage, hinsichtlich der verlängerten Unterbringung nie mit uns korrespondieren. Kann man natürlich machen, ist aber nicht die feine portugiesische Art – vor allem, da man sich sowieso sieht!

Ganz anders dagegen war mein Kontakt zu Witold da Silva-Zacharias von Lissabon-Altstadt.

Hier kam sofort eine sehr freundliche Antwort auf meine Anfrage. Uns wurde ein wunderschönes Appartement empfohlen, das an Charme, perfekter Lage und Einrichtung, Sauberkeit wirklich nicht zu toppen war. Wir durften auch (ausnahmsweise) kürzer dort verweilen, als es die Statuen derer Vermittlungen sonst vorsehen (mindestens drei Tage) und der uns eingeräumte Preis war mehr als attraktiv. Und das ist jetzt nicht ödes Blogger-Gelobe, ich habe mich schlicht vom ersten Moment lang als Gast wertgeschätzt gefühlt! Wir hatten ein besonderes Bedürfnis und Witold Zacharias hat es uns umsichtig, schnell und perfekt erfüllt. Ich bin bei solchen Dingen so ein Emotion-Huhn, bei mir muss es von Anfang an passen, schön sein. Hier war das genau so!
Und: Dann vor Ort hatten wir on top das Gefühl den Jackpot aller Unterbringungen geknackt zu haben!

Lissabon-Altstadt ist eine kleine aber feine Online-Ferienwohnungsvermittlung in und rund um Lissabon. Dahinter steckt das Wunder einer romantischen deutsch-portugiesischen Liebe.

Und das Geschäftsbild ist, ähnlich wie bei dem großen Anbieter mit mehr familiären Charakter, private Ferienwohnungen in der Zeit, in der sie nicht selbst genutzt werden können, an Urlauber zu vermieten. Es sind Wohnungen in besonderen Lagen Lissabons, auf den Hügeln, den Altstadt-Bezirken. Wunderschön renoviert, elegant eingerichtet, sie sind sehr sauber und werden absolut umsichtig vermietet.

Wir hatten beispielsweise in unserem Appartement ein Logbuch auf dem Tisch liegen, das uns in Kurzform Auskunft über Appartement, die Gegend, Lissabon im Allgemeinen gab. Hinzu gab es einen Mini-Sprachkurs – und alle relevanten Informationen zu naheliegenden Fachärzten, einschließlich der Notfallnummern. Eine Unmenge an Restaurant-, Bar- und Einkaufstipps, die wir leider gar nicht alle befolgen konnten. (Ich komme wieder!) Wir wurden mit professioneller Gastfreundlichkeit umsorgt!

Für die Qualität der einzelnen Wohnungen empfinde ich die Preise absolut attraktiv. Zumal jede Wohnung, dann und wann, auch nochmals Sonderkonditionen anbietet. Insbesondere, reist man außerhalb der saisonalen Reisezeit nach Lissabon, kann man hier gute Angebote finden.
Unsere Ferienwohnung Sol 1 liegt im Altstadtviertel Graça in einer ruhigen Nebenstraße. Sie mündet in die Hauptstraße, wo die legendäre E28 und andere Trams fahren, die uns problemlos hinunter zum Tejo und ins Zentrum von Lissabon gebracht haben. Um die Ecke hält ebenfalls ein Bus, mit dem wir vom Flughafen mit lediglich einem Umstieg dorthin gelangt sind. Samstags findet zehn Minuten vom Appartement ein großer und bunter Flohmarkt statt. Und um eine andere Ecke erläuft man sich in kurzer Zeit den Miradouro da Senhora do Monte, der einen weiten Blick über Lissabon schenkt, sowie die Gnadenkirche Igreja da Graça deren Ursprung im Jahr 1291 liegt.
Direkt am Ende der Straße fanden wir auf der gegenüberliegenden Seite ein Café, dessen Kuchenangebot uns sehr glücklich gemacht hatte – nach der frühen Anreise. Auch in der kleinen Gasse, die unsere Straße fortführte, waren abends kleine Restaurants und Bars geöffnet, die uns wunderschöne Abende schenkten. Nur 400 Meter weiter hatten wir eines der besten Abendessen unseres Aufenthaltes im Sant'AVO. Graça ist das Ausgehviertel der jungen Lissabonner. Wir waren also mittendrin.
Obwohl wir deutlich vor der offiziellen Check-In-Zeit schon am Appartement waren, konnten wir dennoch den offiziellen Teil mit Schlüsselübergabe und Bezahlung erledigen, und wir durften unser Gepäck unterstellen – während noch die Reinigung im Gange war. Kein selbstverständlicher toller Service!

Das Appartement Sol 1 ist ein Traum. Die Maisonette, im ersten Stock liegend, ist über eine steile Holztreppe in einem typisch engen südeuropäischen Treppenhaus zu erreichen. Echtes portugiesisches Hügelfeeling im Bau! Guckt euch die faszinierende Treppe vor dem Eingang an:
So sind die meisten Treppen in den Altstadtvierteln Lissabons gebaut, um die nicht unwesentlichen Steigungen der Hügel auszugleichen. Alleine die Treppen verpflichten die Lissaboner wohl zu einer gewissen körperlichen Fitness bis ins hohe Alter.
Wir hatten ein modern eingerichtetes Wohnzimmer mit Essecke und kleinem Austritt, eine wunderschöne Küche (perfekt ausgestattet) mit französischem Balkon – perfekt für den frühen Kaffee zum Sonnenaufgang über den Tejo! Zwei Personen (ich hatte Doc Eva, die ebenfalls offiziell eingeladen war, gefragt, ob sie bei meinem Plan der Verlängerung mitzieht – und sie hat mitgezogen) konnten sich um drei Schlafzimmer streiten.
Auf jeder Etage gab es ein Bad mit Toilette, unten als Duschbad und oben als Wannenbad. Ich habe für meinen Teil dort wunderbar geschlafen und mich so wohlgefühlt! Sonst was hätte ich darum gegeben, dort noch etwas länger verweilen zu können. Zumal einfach auch Graça so wunderschön war.
Dafür, dass wir wirklich wenig Ideen hatten, wo wir in Lissabon überhaupt hätten hinwollen – und das Hotel des offiziellen Programms, wie sich herausstellte, sehr ab vom Schuss lag – haben wir mit Altstadt-Lissabon und dem Sol 1 im Komfort und in der Lage schlicht und einfach sehr großes Glück gehabt!

Also, für Altstadt-Lissabon mit seinen schönen Unterkünften alle Daumen hoch – und für Lissabon sowieso!

2023-12-14

Arroz de Marisco

In diesem Spätsommer durfte ich auf Einladung von der EU geförderten Kampagne Sustainable Rice from Europe – einem Zusammenschluss europäischer Reisproduzenten aus Portugal, Italien und Frankreich, die hinsichtlich der Nachhaltigkeit im Anbau von europäischem Reis informieren – nach Portugal reisen. Übrigens, mein allererster Portugal-Besuch. Und ich war so begeistert!
Sehr oft wurde uns dort Reis serviert. Im Zusammenhang mit der Kampagne kein Wunder an sich, aber eben auch aufgrund der Vielfalt von Reisgerichten, die die portugiesische Küche hergibt. Und auch das ist überhaupt kein Wunder. Die Portugiesen gelten als das Land innerhalb Europas mit dem höchsten Reiskonsum pro Kopf, alleine 16 Kilo Reis isst jeder Portugiese im Jahr durchschnittlich. Wir Deutschen schaffen es gerade, mit einmal sechs Kilo Reis uns zu verwöhnen – immerhin mit steigender Tendenz!

Lies auch hierzu mein Post: Reis – ein europäisches Naturgut

Dabei war es interessant für mich zu erleben, wie anders in Portugal Reis zubereitet wird – als beispielsweise in Frankreich oder Italien, den anderen Kooperationsländern. (Und so ganz nebenbei: Wie unglaublich fein portugiesische Weine schmecken!)
Arroz – der saftige Tomatenreis Portugals. Er wird mit Gemüse und dann Meeresfrüchten – als Arroz de marisco – oder zusammen mit Bohnen und Wurst – als Arroz de Feijão – serviert wird. Oder in unendlich vielen anderen Varianten nur mit Gemüse, mit Huhn und Fisch, natürlich sehr gerne auch mit Bacalhau. Wird ein besonders hoher Anteil an Gewürzen, z. B. mit Cumin, zugefügt, fließen sie gerne auch in dessen Namen als Arroz de cuminho auf die Teller. Ja, Fließen. Das ist das Besondere an dem aromatischen Nationalgericht Portugals, es ist immer ein saftiger, fast flüssiger Eintopf – kurz vor der suppigen Konsistenz. Er kommt immer so flüssig auf den Teller, dass er auch noch flüssig bleibt – das italienische Äquivalent zieht nach einiger Zeit doch meist an. Ich war sehr empfänglich dafür!

Der Arroz wird im Gegensatz zum italienischen Risotto ohne Käse zubereitet. Zwischen den Körnern schwimmt soviel vom aromatischen Sud, den die Reisstärke cremig macht, dass man diesen Arroz locker löffeln kann. Auch wird das Reiskorn weicher gekocht. Und ob man das nun mag oder nicht: Auf jeden Fall hat dann das Reiskorn viel gutes Aroma der anderen Zutaten aufgenommen.
Carolino – so heißt die in Portugal auf 22.000 Hektar angebaute Reissorte, die auch hierzulande am häufigsten importiert wird. Angebaut entlang der relevanten Flüsse Portugals, wie Tejo, Mondego, Sorraia, Sado und Guadiana, gehört dieser Reis zur Japonica-Art. Es ist ein länglicheres Rundkorn, das voluminös und samtig auf dem Teller spielt. Es quillt unter Hitze mehr auf als andere Sorten. Dabei bildet das Carolino-Korn sehr viel Stärke aus und bindet so die flüssigen Reisgerichte auch ohne Käse perfekt ab. Dabei atmet er geradezu die Aromen der Zutaten und Gewürze ein. Carolino ist portugiesische Reisauthentizität.
Letzten Samstag hatte ich eine Packung frische Muscheln mitgenommen. Fenchel schlummerte im Kühlschrank (eigentlich für einen Orangen-Fenchel-Salat eingeplant), kleine Datteltomaten wollten vernascht werden, Gemüsebrühe habe ich im Glas eingekocht im Haus – und in der Gefriertruhe habe ich allermeist einen kleinen Vorrat an Gambas und Sepia. Eine kleine offene Flasche Weißwein, einen Tag zuvor im Ofenkäse verwendet, sollte auch nicht zu lange herumstehen. Appetit hatte ich sowieso – dem saftigen Reisgericht mit Meeresfrüchten, Arroz de marisco, stand also nichts im Wege.

Arroz de Marisco (meine Variante weicht vom Original ab, z. B. weil ich kein Tomatenmark verwendet habe)

Zutaten (für 2-4 Portionen)

Für die Muscheln

1 Packung Miesmuscheln
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Olivenöl
100 ml Weißwein

Bitte den Fond der gekochten Muscheln aufheben und später im Reis verwenden!

Für den Arroz

8 Gambas (TK, zwei für Shiina natürlich!)
5 kleine Okkupanten (TK) – Frutti di Mare aus der Tiefkühltruhe ist eine perfekte Alternative

250 Gramm Carolino Reis
80 Gramm Butter (alternativ Olivenöl)
1 Fenchelknolle, klein gewürfelt. Beim Einkauf auf viel Grün an der Knolle achten
2–3 Tomaten, große Tomaten schälen, in Stücke schneiden. Kleine Tomaten mit der Schale in kleine Stücke schneiden
2 Eschalotten, in Würfel schneiden
2 Knoblauchzehen, in Würfel schneiden
1 Chilischote – je nach Gusto mit ordentlich Schärfe, also entkernt bzw. nicht entkernt klein geschnitten
200 ml Weißwein
1 Liter Brühe (das kann Fischfond sein, das kann Gemüsebrühe sein, zur Not auch einfaches Wasser – warm sollte sie sein)

Salz
Pfeffer
Piment d’espelette (je nach Schärfewunsch eine Prise oder einen halben Teelöffel)
1 frisches Lorbeerblatt mitdünsten (schadet nie)
Saft einer halben Zitrone
Olivenöl

Wer mag und hat: Einige (nicht zu viel) Safranfäden in Wasser auflösen


Vorbereitung

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Fond für einen Arroz de Marisco zu bekommen. Man kauft Fischfond und/oder Gemüsefond (oder stellt sie selber her.) Tatsächlich kann man einen guten Fischfond sehr schnell selber – quasi nebenbei – auch mit den Muscheln produzieren. Dann bitte etwas mehr Weißwein einplanen!

Dafür schälen wir die Gambas und rösten deren Schalen vor allem auch die Köpfe (Geschmacksgarant) mit Olivenöl scharf an. Geben Zwiebeln und Knoblauch und die Muscheln hinzu. Und löschen mit ordentlich viel Weißwein ab. Den Sud der Muscheln seien wir später durch ein feines Sieb. Bitte vorsichtig durch das Sieb gießen und etwas Grund, der womöglich noch etwas Sand der Muscheln enthält, im Topf behalten.

Das ist keine Hexerei – schenkt dem Reis aber erstaunliche Geschmackskraft!


Zubereitung

Wenn ich einen Fond bereits habe, geht es etwas anders los: Die Miesmuscheln setze ich mit den im Olivenöl leicht angedünstete gewürfelten Zwiebeln und dem Knoblauch in einem Kochtopf auf, übergieße sie mit dem Weißwein und koche sie mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze, bis sich ihre Schalen geöffnet haben. Sie sollen nicht fertig gekocht sein, da sie später im Reis nochmals mit dünsten, sie sollen dann noch zart bleiben.

Also sobald sie geöffnet sind, vom Feuer nehmen, abkühlen lassen – und aus den Schalen pflücken und beiseite stellen. Natürlich kann man zur späteren Dekoration des Tellers auch welche in der Schale aufheben. Auch hier wird der Sud durch ein feines Sieb gegossen, um später damit den Reis anzugießen.

Die Gambas schälen, (oder auch nicht, wer ihre Optik mag, dann nur) den Darm entfernen – sie bleiben ganz. Die Sepia/Oktopanten (aufgetaut) in Ringe schneiden, die Köpfe auch in drei, vier Stücke schneiden – oder als Deko ganz kochen.

Das Gemüse in kleinere Würfel schneiden. Tomaten je nach Gusto mit/ohne Schale. Vom Fenchel zwei EL Würfel beiseite stellen – die gebe ich erst kurz vor dem Servieren mit dem Fenchelgrün (gehackt) zum Reis – für etwas mehr Crunch.

Die Butter zerlaufen lassen und den Reis bei hoher Hitze ordentlich anrösten. Ich röste Reis sehr gerne zuerst in Butter an – also im Levante-Stil, denn ich mag das Aroma von Butter am Reis wahnsinnig gerne. Er darf leicht braun werden.

Die gewürfelten Zwiebeln, Knoblauch, den ersten Teil vom Fenchel hinzufügen und etwas anrösten. Die Oktopus-Ringe können auch schon hinein, sie brauchen etwas mehr Zeit, bis sie zart werden. Mit dem Weißwein aufgießen und reduzieren lassen. Das Lorbeerblatt darf dazu gegeben werden. Die Safran-Fäden ebenso.

Ich koche diesen Reis übrigens mit Deckel auf dem Topf bzw. der Pfanne, damit mir die Aromen nicht abhauen, sondern im Reis bleiben.

Und nun wird immer wieder mit dem Fond aufgegossen – bis der Reis weich ist und die Oktopusringe gar sind. Kurz vor dem Ende der Kochzeit gebe ich die restlichen Fenchel-Würfel hinzu, schmecke mit Salz, Pfeffer und einer sehr guten Prise Piment d’Espelette ab. Zusammen mit den geschälten Muscheln lege ich die Gambas hinein, sie sollen lediglich von jeder Seite zwei Minuten gedünstet werden, damit sie saftig bleiben. Werden sie mit Schale verwendet, verlängert sich die Zeit auf vier Minuten pro Seite. Den Saft der halben Zitrone – je nach Säurewunsch – dazu träufeln. Ganz zum Schluss wird das Fenchel-Grün untergerührt.

Bei Bedarf nochmals Fond angießen, damit der Reis im Teller richtig fließt bzw. schwimmt. Hier im tiefen Teller serviert, mit etwas Fenchel-Grün als Deko und einem Streifen gutes Olivenöl (können die Portugiesen übrigens auch hervorragend) darüber.

2023-11-19

Crypta rupereste Madonne del Soccorso in Monopoli

Monopoli – eine weitere dieser schönen Städte in Apulien, die entlang der Küste der Adria mit ihrer Schönheit und ganz eigenem Charme um die Touristen im Valle d’Itria buhlt. Drei Urlaube durfte ich bisher hier verbringen. Anfänglich auserwählt aus purem Pragmatismus, nämlich Lage an der Nord-Süd-Tangente der Bahn und finanzierbarer Unterkunft, ist mir dieser Ort mittlerweile immer mehr ans Herz gewachsen.

Ich mag es hier, die Altstadt direkt am Hafen gelegen, mit ihrem eher niedlichen Castello und dem zu Tode fotografierten alten historischen Hafen.
Und die moderneren Stadtbereiche, mit der riesigen Piazza Vittorio Emanuele II, sie gilt als einer der größten Plätze Süditaliens, ist zu jeder Jahreszeit abendlicher Treffpunkt allen urbanen Lebens. Hier verschmelzen das Centro Storico (Altstadt) mit der Neustadt Monopolis.
Demgegenüber die Piazza Garibaldi (who else?), die im Centro Storicos Mittelpunkt allen Lebens ist – früher als Zuhause des Fisch- und Gemüsemarktes diente – heute nach einer Umgestaltung mit Einrichtung des Tourismusbüros, mit der Eisdiele, Salumeria (feinster frischer Ricotta), vielen Bars und Restaurants völlig für Touristen umgewidmet wurde.
Ich weiß nicht, wie viele Kirchen diese Stadt – alleine im Centro Storico – ihr Eigen nennt. Es sind unfassbar viele! Jemand hat auf einer kleinen Fläche der Altstadt alleine schon 17 Stück gezählt. Nicht immer sind sie als das Gotteshaus, wie man es kennt, zu erkennen. Oft sind es nur mit Kunstblumen und Grabkerzen geschmückt Altäre in den Torbögen auch allerkleinster Straßen. Verbliebene Fresken – wie dieses Fresko am Zugang zum Porto Vecchio, dem La finestra sul mare
… Madonnenbildnisse, Schreine – als Zeichen frühzeitlicher Orte des Glaubens, längst überbaut.

Oder sie sind ihrem Zweck entfremdet, zwar vor dem Verfall geschützt, restauriert, dienen aber heute nur noch kulturellen Ereignissen als Zuhause. Z. B. anlässlich des internationalen Fotofestival PHEST, das jährlich in Monopoli im Herbst stattfindet. Ist eine Bar in der Nähe, können die Stufen auch als Tisch dienen. Die Integration der sehr alten Gotteshäuser in den heutigen Alltag, sie ist vielfältig.
Und dann sind es große Kathedralen mit klang haften Namen, wie die Basilika Maria Santissima della Madia (1742-72), die mit ihren erstaunlich einfachen Fassade, in ihrem Inneren und einzigartigen Überfülle barocker Pracht alles in den Schatten stellt.
Die Santa Maria Amalfitana, die ca. 1159 von Seefahrern über eine Grotte errichtete Basilika. Die Chiesa di San Francesco d’Assisi, Chiesa di San Salvatore oder hier, die Chiesa di San Domenico …
Es gibt kaum eine Straße – zumindest in der beschriebenen Altstadt – die nicht von einem historischen religiösen Bezug Zeugnis spricht. Und das macht das Spazierengehen hier auch so spannend, egal ob man gläubig ist oder nicht. Diese Vielfalt der Kirchengeschichte Monopolis zu erfassen, manchmal überladender Prunk, der sprachlos macht ob der künstlerischen Vielfalt, manchmal bröckelnder Zerfall, der Mitleid erwachsen lässt, das ist eine spannende Aufgabe für sich bei der Entdeckung dieser einzigen Stadt (gr. mono poli).
Neben den Strandausflügen, Wanderungen entlang der Küsten, Restaurantbesuche und natürlich einem Aufenthalt am Porto Vecchio, dem kleinen historischen Hafen mit den Gozzo, den blau gestrichenen einfachen Fischerbooten. Monopoli bietet viel süditalienische Schönheit – und diese zum Glück noch ursprünglich.

Mindestens zwei unterirdische Kirchen soll es in Monopoli geben. Eine befindet sich auswärts der Stadt gelegen, die andere, Crypta rupereste Madonne del Soccorso, liegt mitten in der Altstadt.

An ihr bin ich nun drei Urlaube beinahe jedes Mal vorbeigelaufen, wenn ich von meinem Ferienapartment in Richtung Bahn ging, hatte es aber bis zu diesem Urlaub noch nie geschafft, sie zu besichtigen. Entweder weil ich außerhalb ihrer Öffnungszeiten an ihr vorüberzog – oder in Eile war, weil der gebuchte Zug nicht warten wollte.

Jedoch dieses Mal nutzte ich die Chance bei einem abendlichen Spaziergang, entrichtete einen Euro an den jugendlichen Kirchenbeisitzer für ihre weiteren Pläne der Restaurierung. Es ist oberhalb der Kirche in der Via San Domenico 73 übrigens ganz charmant, denn direkt gegenüber liegt die ebenfalls von einem Herren betreute öffentliche Bedürfnisanstalt (die Altstadt besitzt zwei davon) – man trifft sich dort mit der Nachbarschaft, abends gesellen sich die befellten frei laufenden Mitbewohner der Anwohner hinzu.
Es ist ein öffentlich-kirchliches Leben eigener Art.
Heute liegt die Crypta rupereste Madonne del Soccorso sechs Meter unterhalb des Straßenniveaus und ist über eine steile Treppe zu erreichen (nein, leider nicht barrierefrei). Tatsächlich lag sie zum Zeitpunkt ihrer Entstehung, das war ungefähr im 10. Jahrhundert, oberhalb eines Kanalhafens, der später von den Normannen zugeschüttet wurde. Sie ist sehr klein, misst lediglich 7,55 x 5 m und von ihrem originalen Zustand ist lediglich ihr Grundriss erhalten.

Alle ihr enthaltenen Skulpturen wurden später aus anderen, heute nicht mehr existierenden Gotteshäusern der Umgebung hierher ins kirchliche Asyl entsandt.

Einzig im Original auch hier entstandenn ist dieses Fresko der Namensgeberin, einer – natürlich jungfräulichen – Madonna mit ihrem Kind – aber auch dieses zog wohl vermutlich 500 Jahre nach ihrer Entstehung hier ein.
Über ihre historische Bedeutung findet man bedauerlicherweise viel zu wenig. Der Text zu ihr auf der offiziellen Seite von Monopoli ist, höflich formuliert, mager. Es gibt eine Erklärungstafel in ihrem Inneren, die sich formal, immerhin zweisprachig ((italienisch/englisch), hauptsächlich dem Grundriss widmet. Aber ich hatte das Glück, für einige Momente alleine in dieser Kirche zu sein, und das ist faszinierend.


Die Skulpturengruppe wird Stefano da Putignano und dem 16. Jahrhundert zugeordnet. Ursprünglich sollen sie ihr Zuhause in der Kirche S. Maria La Nova gehabt haben, die 1529 zerstört wurde. Wo genau diese Kirche ihren Standort hatte – ich konnte ihn nicht finden.
Auch das hoch über dem Eingang der Kirche hängende Relief, das zielsicher auf ihre Existenz hinweist, ist nachträglich angebracht worden. Im Saal findet sich eine steinerne Scheidewand, von zwei Säulen und einem Rundbogen getragen. Diese Wand soll der Trennung zwischen den Gläubigen (Naos) und dem Klerus (Bema) gedient haben.
Der kleine Altar, mit einer Steinfassung vom restlichen Saal abgetrennt, wirkt in Anbetracht der gerinen Cryptagröße, faszinierend niedlich und vermittelt dem kühlen, düsteren Raum etwas Freundliches. Meine subjektiven Eindrücke.
Durch Gitter abgetrennt sind eine kleine schmale frühere Zuwegung im Felsen zur Kirche und ein tiefer gelegener Bereich, heute mit Grundwasser gefüllt.
Messen werden an diesem Ort nicht mehr gehalten, er dient ausschließlich als historische Stätte – aber die Besichtigung lohnt sich wirklich, denn es ist einfach eine ganz andere Art von Kirche – und ein Beweis der reichen Vielfalt an Gotteshäusern alleine in dieser apulischen Hafenstadt.