2018-10-01

Neulich überlegt …



… in der U-Bahn auf dem Bahnhof Stadtmitte der Linie U2 beim Treppen hinunter gehen zur Linie U6 überlegt, ob es heutzutage überhaupt noch die beidseitig angespitzten Bleistifte gibt?

Man sieht sie in der freien Natur nur noch sehr selten.

Mich konnte man früher wahnsinnig machen mit Stiften, die beidseitig angespitzt waren. Das war für mich als Kind im Empfinden wie Mord am Stift. Unnötige Verletzung, Wunde zugefügt an zwei Seiten. Wer seine Stifte so verunstaltete, fügte mir so etwas wie Schmerz zu. Interessanterweise konnte ich aber prima auf der gesunden Seite vom Stift herum kauen. Dass das Zerbeißen auch schmerzhaft sein könnte für einen Stift? Ist mir nie eingefallen.

Aber ich habe auch nie verstanden, warum man Bleistifte überhaupt von zwei Seiten anspitzte. Was gab es für einen ehrenhaften Grund einen Bleistift zweiseitig zu benutzen?

Apropos Bleistift. Habt Ihr einen Twitter-Account? Dann klickt den Hashtag #septemeer2018 an. Kiki Thäringen hatte zur jährlichen Mal-Session eingeladen, ein Thema vorgegeben und wer mitmachen wollte, konnte jeden Tag (oder wann immer es die Zeit zuließ) eine Zeichnung anfertigen – oder sich anderweitig kreativ mit dem Thema Meer plus einem Tagesmotto auseinandersetzen. Egal wie schön, es geht nur darum, einen Monat lang kreativ zu sein und zu malen, zeichnen, dichten – Material.

Und es geht nicht um Perfektion, heiliges Zeichnungtalent, Professinalität. Es geht ums einfach nur Zeichnen. Sich Zeit nehmen für die eigene Kreativität. Deutschlandweit haben Menschen, die sich teilweise nicht einmal kennen, einen Monat lang gemeinsam gemalt – und denen, die nicht mit gemalt haben (ich!), viel Freude geschenkt.

Das Internet kann was. Im Guten!

1 Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

Bleistiftminen neigen zuweilen dazu, abzubrechen. Wie praktisch, wenn die andere Seite dann noch nutzbar ist. :-)

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