2016-11-18

Das Shiinchen …

… ist wirklich ein unglaublich niedliches Kätzchen (von ihrer hochgradigen Katzen-Phobie abgesehen). Sie ist so eine die Menschen, die unten an der Haustürklingel geklingelt haben, sehr höflich oben an der Wohnungstür empfängt. Also höflich bis sehr freundlich. Manchmal respektvoll im Hintergrund (sofern man bei diesem Miniflur Mehrdimensionalität überhaupt andeuten könnte), meist gleich vorne an der Tür und mich zum Nebenschauplatz erklärend.

In Taten heißt's: sie schmeißt sich völlig unbekannten Menschen vor die Füße und hält ihnen den Bauch hin. Die allerwenigsten Menschen können damit aber umgehen. Übliches Hundeverhalten (*hechel, hab mich lieb, hechel, ich bin toll, hechel, Du bist toll, hechel, ich hab' Bauch, hechel, Du hast Hände, hechel, let's stick together, hechel*) von einem Hund – offensichtlich verirrt in einem Katzenkostüm – wer kommt denn darauf?

Neulich war hier wieder vorfestlicher Lüfterwartungstermin. (Übliche Jahrestermine feiert die Wohngenossenschaft sehr gerne im November ab.) In den letzten Jahren habe ich den Termin immer mit für meine Nachbarn gegenüber wahrgenommen. Dieses Mal haben ich und meine Erkältung ihn schlicht verpennt. Und zum Termin stand mein Arztbesuch an. Da er dieses Mal aber auch so spät angesetzt war, dass ich hoffen durfte, mein Nachbar wäre zu diesem Termin bereits von seiner Dialysebehandlung wieder zurück, schrieb ich kurz einen Zettel, ob er dieses Mal den Lüfterjungs meine Tür öffnen könne und sicher stellen würde, dass sich Shiina hinterher noch in der Wohnung befände. (Die Lüfterjungs arbeiten gerne tierignorant mit offenen Türen.)

Alles fügte sich ganz wunderbar. Als ich zurück kam, hatte ich immer noch nur noch eine Shiina und nicht zwei (um Tally muss man sich bei Besuch ja nie Sorgen machen, da dann vorzugsweise Schrankbewohnerin), die Lüfterwartung war erledigt.

Nur mein Nachbar, der jetzt im Gegensatz zu seiner Frau noch nicht so oft bei mir war und eher der Typ ist „ich dulde die Katze meiner Frau” (weswegen ihn die Katze natürlich viel mehr liebt als ihre Besitzerin) und sich von Shiinas Charme bisher nie so beeindrucken ließ an der Tür, wie andere, sprach dann nach der Handlung abends zu seiner Frau: „Die Katze ist komisch, die fällt immer vor meinen Füßen um auf den Rücken.”

1 Kommentare:

Manuela Hamm hat gesagt…

Hach! Da schleicht sich ein Grinsen auf mein Gesicht und ich seh Shiinchen leibhaftig vor mir :-)Ich würd ihr aber SOFORT beide Hände in ihr Bauchfell versenken und sie durchknuddeln! Sag ihr das!

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Fröhlich sein, freundlich bleiben und bitte immer gesund wieder kommen!