2013-12-03

Mein Le Creuset-Topf ärgert mich!



Zunehmend nervt mich mein Le Creuset-Topf. Denn ich kann kochen, was ich will: es brennt an. Neulich also das Sauerkraut. Natürlich könnte ich das auf meine Talentlosigkeit beim Kochen schieben und das läge meiner persönlichen Natur auch sehr nahe. Allerdings spricht doch dagegen, dass andere Speisen, die ich in anderen Töpfen koche, auch nicht ständig anbrennen.

Ich weiß wirklich nicht, was ich noch tun soll. Ich nutze den Topf schon vergleichsweise wenig, weil ich eben sicher sein kann, jede darin zubereitete Speise – Eintöpfe ausgenommen – bekommen eine unerwünschte Patina und Geschmacksstoffe mitgeliefert, die ich nicht goutiere. Was soll ich sagen, ich bin schlichtweg unzufrieden mit dem Le Creuset-Topf. Liegt es an der hellen Beschichtung?

Habt Ihr Ideen? Tipps?

9 Kommentare:

hühnerschreck hat gesagt…

hallo creezy, das problem kenn ich auch. bei unseren le creuset-kochgeschirren (ein topf, zwei pfannen, alle mit dunkler beschichtung) half nur seeeehr langes einbrennen, also: (gründlichst vorher saubermachen, damit keine angebrannten reste mehr anhaften, dann) reichlich hocherhitzbares fett einfüllen, wenigstens 1 fingerbreit. bis zum rauchpunkt erhitzen und 10 min so halten. komplett abkühlen lassen. 2 mal wiederholen.
kochgeschirr danach nur auswischen, keinesfalls abwaschen ...
das half bei weniger empfindlichem kochgut. nach erneutem anbrennen ging das theater von vorn los. *seufz* vermutlich bin ich kulinarisch ebenfalls creuset-talentlos ...

Monika hat gesagt…

Gleiches Gericht gleichzeitig bei gleicher Temperatur im Le Creuset und in einem anderen Topf kochen. Falls Creuset-Resultat unbefriedigend mal den Kundenservice kontaktieren?

Andererseits: mein Le Creuset braucht zwar länger als ein handelsüblicher Stahltopf um aufzuheizen, hält die Hitze aber auch ungeheuer lange (ein Dal ist nach kochen auf Stufe 2 (von 10) - und da köchelt es vor sich hin - noch über eine Stunde nach abstellen und Topf vom Herd ziehen noch so glühend heiss dass man sich übel die Schnüss verbrennt). Also mit der Hitze einfach sehr viel vorsichtiger umgehen als beim kochen mit einem normalen Topf?

CharlesDexter Ward hat gesagt…

Hast Du den nicht schon eine Weile?
Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
1. Du unterschätzt die Hitze eines Gusseisentopfes, sprich er wird einfach zu heiß und speichert die Hitze und es verbrennt Dir alles oder
2. die Emaille ist beschädigt oder angeraut.
Ich empfehle mit niedriger Temperatur zu arbeiten, also kein Gemüse oder empfindliches Gargut auf voller Pulle erhitzen. Das Gusseisen ist ein Höllentemperaturspeicher und kann sich nicht so schnell wieder runterpegeln, darum kann man ja auch bei niedriger Hitze damit so gut braten.

Manele R. hat gesagt…

Hallo,
laut meiner Erfahrung muss ich die Temperatur bei den Le Creusets immer etwas niedriger einstellen, und dann warten, bis sich das Essen vom Boden löst. (Am Anfang habe ich immer das Gefühl, dass es anbrennt, und dann löst es sich) ich brauche etwas mehr Flüssigkeit.
Viel Erfolg!

kelef hat gesagt…

ich könnte mir vorstellen dass es daran liegt, dass töpfe mit dicken böden die hitze sehr viel länger halten als normale. ich hab hier eine menge edelstahlgeschirr mit "mehrschichtigen" böden, da gibt es den gleichen effekt. ich hab allerdings wenigstens einen gasherd, d.h., flamme aus: keine weitere hitzeeinwirkung. trotzdem: lässt man den deckel drauf, gart der inhalt auch in einem kleinen topf noch ein paar minuten weiter.

versuchen sie folgendes: etwas mehr flüssigkeit zugeben als normal, die garzeit verkürzen, deckel nach beendigung des kochvorganges ganz wegnehmen, oder die nachgarungszeit (hängt von der menge des topfinhaltes ab) mit einberechnen.

ein problem kann auch folgendes sein: die meisten deckel schliessen so, dass der wasserdampf, der beim erhitzen entsteht, durch die diversen rillen nicht wie bei normalen geschirren nach aussen dampfen, sondern nach unten rinnen. öffnet man den deckel zu oft, muss man entsprechend flüssigkeit nachfüllen. durch die dicken böden und wände verdampft im moment des öffnens viel mehr flüssigkeit als bei anderem geschirr.

und vor allem: wer mit dickbödigen töpfen oder gusseisengeschirr auf elektroherden kocht, bitte immer den topf nach beendigung des garvorganges auf eine kalte platte oder besser einen untersatz (tunlichst mit irgendwelchen löchern) neben dem herd stellen, NIE auf der noch heissen herdplatte stehen lassen (auch nicht bei den modernen herden, die wirklich sofort keine hitze mehr abgeben. wenn von unten luft dazukommt, dann kühlt der boden schneller ab.

kochen können sie ja, also liegt es mit sicherheit nur an der andersartigen beschaffenheit des geschirrs, mit der man erst einmal umgehen üben muss.

das kochgut kühlt schneller, wenn man als "hitzeableiter" ein paar kochlöffel o.ä., die man sowieso zum umrühren braucht, einfach aus dem topf ragen lässt.

ich hatte vor langen zeiten die ehre, solches geschirr (auf der bühne!) vorführen zu dürfen, ich habe meine sünden gebüsst. wenn man sich aber einmal daran gewöhnt hat, die kleinigkeiten alle mit einzuberechnen, steht dann aber einem kochvergnügen nix mehr im weg.

Matcha hat gesagt…

LeCreuset benutzt zwei verschiedene Emaillebeschichtungen, einmal die bei Deinem Topf benutzte helle und leicht glänzende Oberfläche und eine Emaille die sie Silk-Emaille nennen, für Pfannen zum Braten und so. Nur die schwarze Silk-Emaille sollte eingebrannt werden, die helle Beschichtung dagegen nicht.

Die schwarze Beschichtung, Silk-Emaille, dient nur dem Rostschutz, ist realtiv dünn und wird bei 800°C aufgebracht.

Die helle Emaille dagegen ist eine echte Emaille und eignet sich nicht so gut fürs Anbraten, sondern eher zum Kochen bei niedrigen Temperaturen. Ich hatte früher Silit-Kochtöpfe mit einer ähnlichen Beschichtung, es brannte alles an, wenn die Hitze nur schon auf mittlerer Stufe war. Während der Kochzeit sollte auch mehr Wasser als üblich eingefüllt werden, Dein Sauerkraut z.B. hätte ganz gut "schwimmen sollen". Bei Gusseisen mit heller Beschichtung brennt es leicht an, wenn die Hitze unten zu groß ist und nicht schnell genug an die Seitenwände verteilt werden kann, es muss also auch öfter umgerührt werden, um die Hitze im Topf besser zu verteilen.

Anonym hat gesagt…

Ich würde auch sagen, dass Du mal den Kundenservice kontaktieren sollst. kann ja sein, dass gerade Du einen Topf gekauft hast der nicht in Ordnung ist... Leider! Passiert aber. Kennst Du Staub Guseisen Töpfe? Technologie um Längen besser ;-))

creezy hat gesagt…

@anonym
Ja danke für den Tipp. Ich sollte das wirklich versuchen.

Ich kenne Staub natürlich und natürlich hätte ich gerne einen solchen. Aber die sind gerade nicht im Budget. ,-)

Marcus hat gesagt…

Wenn man bedenkt, dass diese Marke nicht gerade günstig ist, ist das Ganze ziemlich ärgerlich. Ich würde da wirklich mal den Kundenservice kontaktieren.

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