2009-07-12

Gestern habe ich die Testphase

offiziell beendet, die hieß, „wie lange kann man mit einem massiv defekten Fahrradmantel fahren?“ Dazu musste ich mich nur bei einem Fahrradshop gierig auf die kompressorgestützte Luftpumpe stürzen. Mit dem Erscheinungsbild einer kleinen Blase zwischen den sich in Auflösung befindlichen Mantelkomponenten, machte diese im Moment meines Erkennens, dass da gerade etwas schief läuft, „peng“ und das Hinterrad sagte luftmäßig „Affe tot!“

Ich ging dann (ist ja praktisch, dass die Kompressorluftpumpen im Allgemeinen ein Fahrradgeschäft gleich mit sich führen) in die Verkaufshalle des Geschäftes und die fröhliche Dame am Tresen guckte mich mit großen Augen an und fragte, „Ach, waren Sie das mit der grauen Wolke?“

Wir sind also nicht nur geplatzt, wir haben auch graue Staubteilchen in die Umluftbahn entsorgt. Nun denn, so richtig Spaß hat das Fahren fühlbar eh nicht mehr gemacht. Natürlich kann man mein Rad nie sofort repariert werden, weil ich die Achsen und den Sattel diebstahlgeschützt habe und den Schlüssel dafür nie bei mir führe. Also Montag wieder hin und die Utensilien abgeben. Das alles wiederum hat den dummen Vorteil, dass ich mich jetzt wieder mit Mänteln beschäftigen muss – und ich bin da sehr zickig und ich einen Sonntag Zeit habe, mich wieder ins Metier einzulesen.

Leider führt der Laden keine richtig coolen und exotisch Geheimtippmäntel, sondern hat sich völlig dem Schwalbe-Konzern hingegeben. Klar ist schon, dass ich jetzt von 35 mmm wieder auf 37 mm gehe, die Stabilität hat mir bei Regen bzw. im Winter wirklich gefehlt. Rollwiderstand finde ich blöd, also will ich ein leicht laufendes Rad, das mich über Straßen aber auch über Stock und Stein begleitet. Aber nehme ich jetzt die Marathon Plus Tour, die echt schwer sind, wie ich finde? Oder die faltbaren Marathon Extreme, die deutlich leichter sind aber eben keinen Draht mehr haben … und einiges teurer? Und eigentlich liest man über Schwalbe nichts Gutes und überhaupt …

7 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Marathon Plus Tour und nur noch 1x pro Jahr etwas Luft nachfüllen. Nichts anderes.

Wenn man als Familie mit 5 Rad hoch auf Tour ist, geht es fürchterlich auf die Laune, den täglichen Platten wg. Glas auf der Fahrbahn zu beheben. Dieses Jahr keine Panne. Mein eigenes Rad seit 2 Jahren ohne Panne bei täglichem Einsatz.

pebkac hat gesagt…

Marathon Plus Tour - nicht umsonst nennt man die "unplattbar".

notquitelikebeethoven hat gesagt…

Aller guten Dinge sind drei: Ich hab den auch schon seit nem Jahr, und nicht mal Fahren über den Oranienplatz am zweiten Mai und 22. Juni konnte dem was anhaben.

creezy hat gesagt…

jungs, ich weiß nicht, ob das die antworten waren, die ich lesen wollte; die reifen sind verdammt schwer und das web behauptet, man fährt nicht gut auf denen …

svenski. hat gesagt…

Die Reifen sind auch unnötig schwer und haben (wegen der steifen Flanke) einen recht hohen Rollwiderstand. Pannenschutz gibt es von vielen Anbietern, im Bereich 35-37 mm hab ich da aber keinen Überblick. Fahre seit Jahren KEINE Schwalbe-Reifen mehr deswegen. Pannen reduziert auch, wer mit möglichst hohem Druck fährt. Und leichter Rollen tuts dann auch.

Gruß, svenski.

Psionman hat gesagt…

Eine steife Flanke verringert das Walken und damit den Rollwiderstand, nicht umgekehrt!
Hoher Druck verhilft fast jedem Reifen zu leichtem Lauf.

Gruß Psionman
K7 gekauft :)

svenski hat gesagt…

Hey, Psionmann! Erklär das mit der Flanke doch mal einem Radsportler, und versuch ihn zu überreden, seinen 185 g Wettkampfpneu gegen einen Schwalbe Marathon zu tauschen ;-) oder mach selbst den Vergleichstest...
Die Flanke hält gar nix, das macht der Druck. Der Reifen wird gewalkt, nur mit mehr (dicke, steife Flanke) oder weniger Energieverlust.

Nix für ungut & Gruß, svenski.

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