2008-11-05

Die erste schwarze Frau im Weißen Haus!

Ich weiß, dass die allermeisten Amerikaner ihn aus einem anderen Grund gewählt haben. Aus der Hoffnung heraus, er wird ihr Land aus dessen finanzieller und sozialer katastrophalen Lage bringen, wird die Kraft haben Änderungen zu erzwingen. Wird hoffentlich den Irrsinn im Irak beenden, der längst beendet gehört. Aber die, die ihn auch aus dem Grund heraus – vielleicht sogar nur deswegen – gewählt haben, weil er zudem schwarz ist, die haben gut daran getan. Die Welt ist reif dafür endlich auch Menschen ihr Werk tun zu lassen wozu sie befähigt zu sein glauben. Und sie nicht mehr zu reglementieren und zu unterdrücken, nur weil sie anders aussehen, anders sprechen, möglicherweise körperliche oder geistige Besonderheiten haben oder aus armen Ländern kommen. Völlig reif. Das ist das große Zeichen dieser Nacht!



Reden kann Barack Obama, das hat er heute Nacht bewiesen. Hoffen wir, dass er auch Politik machen kann. Hoffen wir vor allem, dass die Republikaner ihn Politik machen lassen. Und ihm nicht wieder durch allerhand Mätzchen die Energie rauben, wie sie's in der Clinton-Ära getan haben. Und allen Respekt vor seinen Gefühlen, die der Mann in den letzten 48 Stunden leben musste mit dem Tod seiner Großmutter und seinem Sieg.

6 Kommentare:

MC Winkel hat gesagt…

... und dann am ersten Abend gleich so ein schreckliches Kleid an!
Mensch, das muss doch nicht.

Anonym hat gesagt…

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber ich glaube nicht, dass er sich wesentlich von seinem Vorgaenger unterscheiden wird - zumindest nicht in seinen Handlungen, in seiner Rhetorik hingegen vielleicht.

creezy hat gesagt…

@MC
Naja, nach dem Palin-Debakel hat sie Zurückhaltung geübt, ich verstehe das. Außerdem fand ich das jetzt nicht soooo schlecht. Wenigstens mal kein Kostüm.

@anonym
In allererster Linie muss er erst mal gucken es hinzubekommen zu überleben, fürchte ich. Von seinem Vorgänger unterscheidet er sich per se erheblich, er ist nämlich nicht Sohn eines Ex-Präsidenten und dämlich. ,-) Er hat das gleiche Problem, das Schröder hatte: er muss jetzt erst mal dem wirklichen Müll der Vorregierung – also den tatsächlichen miesen Zahlen – angesichtig werden und aufräumen. Das kann dauern und wird viel Ressource fressen.

Anonym hat gesagt…

Es sind doch bloss Wunschvorstellungen, die auf den Obama projiziert werden. V.a. deswegen, weil sein Vorgaenger so eine Niete war.
Die Frage ist jedoch, inwiefern er nicht schon von vornherein durch Sachzwaenge an eine bestimmte Richtung der Politik festgenagelt ist. Den US-Kapitalismus wird er jedenfalls nicht abschaffen, ebenso wenig die us-amerikanischen Militaereinsaetze. Nein, ich moechte auch an eine Wende glauben - aber ich kann es einfach nicht. Und da schon das Beispiel von Schroedi (^^) bemueht wurde: An Schroeder haben auch erst alle geglaubt und gejubelt (Stichwort: "Neue Mitte" und endlich ist der vergammelte Kohl nach 16 Jahren weg etc.) - eh knapp 8 Jahre spaeter alle nur noch enttaeuscht waren. Seine Politik war im Grunde noch schlimmer anti-sozial als die seines Vorgaengers. Die Linkspartei lebt noch heute davon.

timanfaya hat gesagt…

von der richtigen politik schroeders profitiert merkel noch heute. unter sozialer marktwirtscahft wurde in dieser republik oft verstanden, dass man geld ausgebt, was man nicht hat.

und was obama angeht: seine große aufgabe ist die vereinigung aller volksgruppen hinter einer idee. in den usa und im prinzip in der ganzen welt. und ich denke, dass es keinen besseren dafür gibt.

aus den usa wird dadurch selbstverständlich kein kuschelstaat, der immer nett auf die schultern klopft, wenn irgendein volkstribun meint den wilden markieren zu müssen. wer das erwartet, hat irgendwie nicht verstanden wie internationale stabilität funktioniert.

Anonym hat gesagt…

"und was obama angeht: seine große aufgabe ist die vereinigung aller volksgruppen hinter einer idee. in den usa und im prinzip in der ganzen welt. und ich denke, dass es keinen besseren dafür gibt."

Hoppla, was ist denn das fuer eine Aussage? Obama ist doch Demokrat - und kein Faschist? Oder hab ich da was falsch verstanden?

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