2008-10-19

Kochtipp 08/2008 Vanilleeis mit Pflaumenkompott



Es gibt tatsächlich Schlimmeres als sich sein Vanilleeis selber machen zu können. Nachdem Melody mir liebenswerterweise ihre ihr «zu klein» gewordene Eismaschine vermacht hat, habe ich dieses Jahr immer wieder fix ein Eis angerührt.

Meine Gefriertruhe ist derart gestaltet, dass dieser Eisakku-Behälter immer unten rechts stehen kann und dementsprechend auf Abruf schon kalt ist. Langsam werden die Maschine und ich auch ein Team. Man muss sich an cremiges Eis und seine richtige Zusammensetzung schon etwas herantasten. Eisrezeptvariationen alleine für Vanilleeis gibt es unzählige. Aber sich schnell Sonntag Mittags ein Vanilleeis oder ein Erdbeer- bzw. Mangosorbet ansetzen können und wissen, was alles an Zusätzen drinnen ist und was nicht, das schätze ich mittlerweile sehr. Zur Zeit denke und arbeite ich an einer Bratapfel-Eisvariante – es wird einen Grund geben, warum es kein Apfeleis gibt und ich werde ihn am eigenen Leib erfahren. Vermutlich hat es was mit dem visuellen Anspruch zu tun. Andererseits, wenn man aus dem Apfel vorher Apfelmus kocht, kann das gar nicht so schlimm sein. Nun, wie gesagt, ich bin auf dem Weg zum Adventseis. (Ja, Herr Exit, Sie dürfen jetzt anfangen zu planen.)

Für das Pflaumenkompott neulich habe ich ein Vanilleeis angesetzt. Wenn ich Eis essen gehe, kaufe ich nie Vanille-Eis. Ich bin mehr der Schokoladen- und Nusstyp. Aber ein selbstgemachtes Vanilleeis, da kann ich dann auch schwach werden. Als Rezept habe ich ein sehr einfaches genommen, aus dem Buch von Trish Deseine «Verrückt nach Karamel». Dort wird das Eis später immer mit Karamelsauce oder selbstgemachten Daim-Riegeln verfeinert, hier war es Beilage zum Rotwein-Pflaumenkompott.

Zutaten

5 Eigelb
75 g Zucker (ich habe Vanillezucker genommen, ich habe da so eine große Dose.)
1/2 l Schlagsahne (oder hälftig mit Milch gemischt)
1 Vanilleschote, längs aufgeschnitten

Zubereitung

Die Eier werden getrennt, aus dem Eiweiß Eisschnee schlagen. Die Eigelbe mit dem Zucker schaumig aufschlagen. Der Rahm wird mit der Vanilleschote aufgekocht (das lässt sich gut einen Abend vorher machen und im Kühlschrank ziehen lassen, so hat die Vanilleschote mehr Zeit ihr Aroma abzugeben.) Ich kratze die Schote vorher aus und gebe alles zusammen in die Milch. Das passiert im Originalrezept nicht, die Inselbewohner ertragen keine kleinen schwarzen Pünktchen in ihrem Vanilleis oder in einer Crème Caramel. Ich habe mir sagen lassen, das sei deren Assoziation zu Mäusedreck. Nun denn …

Der Rahm wird über den Eisschnee gegossen und vorsichtig verrührt. Gleiches geschieht mit der Eigelb-Zucker-Masse. Die Masse wird dann nochmals rührend aufgekocht, nur kurz bis sie andickt. Wirklich dabei bleiben und rühren! Vom Herd nehmen und abkühlen lassen (den Topf in kaltes Wasser gestellt, verkürzt den Prozess) und auch dabei immer wieder rühren. Rühren ist das A und auch das O in der Eisproduktion, damit kann man nie früh genug anfangen, allenfalls zu früh aufhören.



Und nun die Masse in die Eismaschine geben und ihren Job tun lassen. Wer keine Maschine hat, stellt die Masse in eine Gefrierschüssel (kein Metall bitte, dann gefriert die Masse zu schnell) und rührt immer wieder alle Stunde (besser alle 30 Minuten), solange bis die Masse anfängt fest zu werden.

Ach so, hatte ich erwähnt, dass Beides zusammen sehr lecker war?

1 Kommentare:

strandkiesel hat gesagt…

Ich weiß, dass ich als Kind mal höllisch leckeres Apfeleis (mit eingearbeiteter Karamelsauce) gegessen habe. Also munter ran and die Bratapfelvariante, wird schon werden! (Und falls nicht, vielleicht möchte Creezy das Rezept für "Honey cinnamon raisin topping" aus meinem Ben&Jerry's Eiscreme-Kochbuch? ;o) )

Kommentar veröffentlichen

Fröhlich sein, freundlich bleiben und bitte immer gesund wieder kommen!