2008-09-21

Kochtipp 07/2008 Pflaumenkompott



Herr Exit und Herr Bellerophon haben heute zum Waffeleisenkampftestessen (bulgarisch alt / deutsch neu) in den Sozialpalast geladen. Wir haben uns auch schon auf ungefähr 20.000 Waffelrezepte geeinigt, die wir ausprobieren wollen, also einfache Waffeln, feine Waffeln, Hefe-Waffeln, Kartoffel-Waffeln, Sahne-Waffeln, harte Waffeln, weiche Waffeln, gestreifte Waffeln …

Herr Exit ist jetzt bestimmt schon im Grunewald unterwegs, einen Weihnachtsbaum schlagen. Wir diskutierten gestern per elektronischer Depesche, wie schön und fein auf das gefühlte Wetter abgestimmt eine erste zaghafte Weihnachtsdekoration wäre. Ja, wir schreiben erst den 21.09.08 und der Sommer wird gerade offiziell vom Herbst abgelöst. Aber die Gefühle …

Ich stimmte mich also gestern vieler Orts weihnachtlich ein und ließ in meiner Küche eine nette Waffelbeilage entstehen, dem Herbst gewidmet: Pflaumenkompott. Mit dem mir eigenen Glück ewarb ich ein Kilo Zwetschgen, das zwar wie Zwetschgen aussah aber nur im entferntesten eine geschmackliche Bekanntschaft zur Pflaume vorweisen wollte (und überhaupt sich die Kerne ganz schlecht vom Fruchtfleisch lösen ließen, das mag ich ja!) … wie schaffen die das im Monat der Pflaumen etwas derartig Geschmackneutrales anzubieten? So eine pflaumige Nulllösung muss man ja auch erst einmal gezüchtet bekommen! Aber was nach nix schmeckt, kann zur Not weihnachtliche Aromen treffen, als da zu nennen wären: Karamell, Rotwein, Nelke, Zimt.




Zutaten

1 kg Zwetschgen (beim nächsten Mal stur probieren!)
200 ml trockener Rotwein
150 g Zucker
2 EL Wasser
1 Zimtstange in vier Teile gebrochen
2 Nelken
abgeriebene Schale einer halben Zitrone
1 Päckchen Vanillezucker
1 knapper El Speisestärke
2 El Wasser


Zubereitung

Die Zwetschgen waschen, entsteinen und die Fruchthälfte in Streifen schneiden. Den Zucker mit EL Wasser in einen Topf mit geradem Boden geben und kramellisieren lassen. Sobald der Zucker anfängt sich zu verfärben und der feine Kramellgeruch zu vernehmen ist, die Pflaumen in den Topf geben und mit dem Karamell vermengen, Hitze sofort reduzieren. Den Rotwein angießen und den Zimt, die Nelken, Vanillezucker als auch die Zitronenschale dazu geben. Alles auf kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Rotwein etwas reduziert ist. Zum Schluss die mit dem Wasser angerührte Speisestärke einrühren, noch einmal aufkochen lassen. Soll ein Teil vom Kompott etwas länger aufgehoben werden, die heiße Masse in sehr saubere Gläser füllen. Das Glas nach dem Verschließen sofort auf den Kopf stellen.

Die Zimtstange und Nelken (falls diese noch gefunden werden) ruhig bis kurz vor dem Servieren aus dem Kompott fischen.

Zu dem Kompott und den Waffeln gibt es noch eine leckere Überraschung, kann ich aber hier und jetzt noch nicht verraten. Waffeleisenexperten lesen mit!

8 Kommentare:

Renate hat gesagt…

Leckeres Rezept. Schöne Fotos!!!

aquiiinla hat gesagt…

Das mit dem Pflaumenkompott hoert sich lecker an. Ich werde das mal mit Griesbrei (ich liebe Griesbrei) ausprobieren. Danke fuers Rezept.

The Exit hat gesagt…

Das liest sich aber sehr fein! Schade, dass wir das heute nicht probieren konnten.

Claudia hat gesagt…

Wie lecker! Bin auf die Waffelrezepte gespannt. Eigentlich könnte ich auch mal wieder ...

Oliver hat gesagt…

toll jetzt hab ich hunger..... *mennp*

das sieht so lecker aus

duftbaeumchen hat gesagt…

Da ich nur noch sehr wenige Haare auf der Kopfoberhälfte mein Eigen nennen darf, bin etwas ängstlich, was das "auf-den-Kopf-stellen" der zwar sauberen, aber dennoch heißen Gläser angeht.

Gibt es da eventuell Alternativen?

creezy hat gesagt…

@The Exit
Ach, wir holen das nach. Das hätte unter dem Umständen wohl auch nicht geschmeckt. ,-(

@Claudia
ALLE Waffelrezepte willst Du? Uff! ,-)

@duftbaeumchen
Siehste für so jemanden wie Dich hat man die Kochmütze erfunden! ,-)

duftbaeumchen hat gesagt…

Ach soooo, dafür ist die. Ich dachte bisher, dort würde der Koch die geklauten Trüffel verstecken.

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