2009-08-31

Habe darüber nachgedacht …

und zwei Nächte darüber geschlafen. Über die Wahlergebnisse vom Sonntag. Es haut mich schon um, wie eine Partei wie die FDP, die sich insbesondere durch Dummlaberei ihrer Politiker und politischer Nichtpräsenz als auch dem nicht vohandensein einer eigenen politischen Meinung über eine längere Distanz von drei Wochen hinweg bis zur Adoption der neuen eigenen Drittmeinung, einen derartigen Wahlerfolg erreichen konnte. Mit völligem Nichtstun. Einfach nur mit Aussitzen. Und Nachsprechen.

In einer hellen Minute ahne ich, das spricht so gar nicht für den Wähler. Da kann ich womöglich noch froh sein, dass die Anwesenheit der Linken das Schlimmste verhindert haben.

Über den Grünen-Gau schlafe ich dann lieber eine weitere Nacht. Ach und nein, SPD, stimmt nicht. Das war kein Gewinn von Euch. Was Ihr weiterhin macht, ist absaufen auf hohem Niveau! Mit Sieg-Gelabere macht Ihr Euch zudem nur noch lächerlich dabei.

Angstmanipulation, nettes Filmchen bei Feder & Herd

Falls Ihr mal wieder nicht wisst, …

wohin mit Eurem Zug, die Franzosen stellen alles an den Rand ihrer Péage …

2009-08-30

Nishia



meine Nishine, Nishikowski, der kleine niedliche Fellbomber, die coolste Katze überhaupt, entstieg heute nachmittag nach einer gemütlichen Kuschelsession von meinem Bauch, legte sich zum Kater ans Fußende, direkt vor seine Nase, ließ sich von ihm das Fell putzen und dann liebevoll in den Nacken beißen … all das, wovor sie sonst immer bei ihm wegrennt, ließ sie zu, sie forderte sogar freiwillig ein. Das war vor gut fünf Stunden!

Der Kater und ich gucken immer noch blöd.

Unfassbar!

Die haben überhaupt keine Ahnung, was der Impfstoff gegen das H1N1-Virus mit ungeborenem Leben macht – und der Leiter vom Paul-Ehrlich-Institut ruft allen Ernstes völlig unkritisch auf, dass sich Schwangere impfen lassen sollen – weil es bislang keine Hinweise gäbe, dass die Inhaltsstoffe gesundheitlich bedenklich wären.

Klar, ohne Standardtests kann man auch keine Hinweise darauf haben. Nebenbei weiß jeder Mediziner, dass Inhaltsstoffe auf unterschiedliche Menschen (Geschlecht, Alter, Konstitution, Gegenwirkungen bei anderer Medikamentation) sehr unterschiedliche Wirkungen haben können. Selbst wenn die Standardtests vorliegen, weiß man immer noch nichts darüber, wie Föten auf die Impfung reagieren – und das wird man auch nie wissen, weil derartige Tests aus Ethikgründen nicht durchgeführt würden. So wäre es schon schön und würde seiner fachlichen Kompetenz auch besser zu Gesicht stehen, wenn Herr Johannes Löwer sich dann allenfalls auf die wenigen Schwangeren mit besonderem Infektionsrisiko oder aber aufgrund einer medizinischen Disposition besonders gefährdeten Schwangeren, weil dann nämlich Patientinnen, in seiner Empfehlung beschränken würde.

Denn wenn wir dann weltweit einen neuen Contergan ähnlichen Fall haben, will es wieder keiner gewesen sein! Interessanterweise sagt medizinisches Pflegepersonal weltweit eher „nein“ zur Impfung für sich selbst. Darüber kann man ja auch mal nachdenken …

2009-08-29

nee, wat wirklich süß!

dem michael sein flashmob …

Meine Fresse, liebe Presse …

mal ehrlich, wenn einen 77-jährigen Mann das Zeitliche segnet, dann ist das ein zeitlich gesehen recht legitimer Abgang von dieser Welt.

In dem Zusammenhang die olle Kamelle vom Fluch der Kennedys hervorzukramen, das ist nur wieder der Beweis eurer Einfallslosigkeit. Aber die kennen wir ja, insofern geschenkt.

Selbstverständlich ist es bescheuert mit 77 sich von einem Hirntumor aus dem Leben kicken zu lassen. Ich habe mir aber sagen lassen, das sei schon viel jüngeren Menschen passiert. Und die mussten dazu nicht mal aus besonders machtvollen Familien stammen.

Ach, und wenn das stimmt …, dann möchte man ja bestimmte Familiennamen wirklich gar nicht mehr lesen müssen.

Linda ist tot – es lebe Linda!

Wir weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass wir die Samen dieser alten Sorten, die aufgrund der allgemeinen Normierungswut in Europa hin zur lagerungssicheren, eher geschmacksneutralen "Einheitstomate", keine Saatgutszulassung erhalten, nur noch zu Dekorationszwecken für Hobbygärtner verkaufen.

Das sind die kleinen hübschen Klauseln, die ein Online-Shop aussprechen muss, wenn er sich – entgegen der Idee von Lobby getriebenen EU-Hanseln die Pflanzen- und Gemüselwelt auf ein Minimum runter zu regulieren – gerne mit der Vielfalt z. B. alter Tomatensorten auseinandersetzt und seinen Kunden die Möglichkeit eröffnet, dies auch (wieder) zu tun. So werden vom Ingana Shop alte Tomatensorten als Zierpflanzen verkauft.

Da hört man unaufhörlich die Uhr des Regulierungswahns ticken. Die Fünf vor Zwölf hat der Zeiger dabei die längste Zeit bereits hinter sich gelassen. Die EU erklärt ihre Regulierungswut darin, es sei doch im Sinne des Verbrauchers, nur noch Pflanzen vorzuhalten, die Parasitenresistent und möglichst unkompliziert im Anbau seien. Eine idiotische Idee, die so ganz nebenbei ja übrigens Bienen gerade den Garaus macht. Würde man mit Bauern und Gärtnern diskutieren, ob sie Pflanzen in der einfachsten Aufzucht mit dem besten Geschmack hervorbringen würden wollen, würde man eine eindeutige Antwort erhalten. Die brauchen wir Verbraucher aber gar nicht stellen, diese Frage. Wir kennen die Antwort.

Ein sehr schönes Beispiel dieses EU-Irrsinns ist „Linda“. Die Kartoffel, die von Kartoffelliebhabern tatsächlich geschmacklich sehr geschätzt wurde, ist vor drei Jahren vom Markt verschwunden, nachdem deren Rechteinhaber Europlant sie vom Markt nahm. Warum, darüber kann man nur spekulieren. Hilfreich könnten folgende Informationen sein: „Linda“ war unkompliziert zu ziehen, sehr ertragreich und das zu allem Überfluss ohne all zu viel Einsatz von Düngemitteln. Darüber hinaus ließ sie sich lange lagern ohne ihren exzellenten Geschmack zu verlieren. Die perfekte Knolle für Bauer und Verbraucher! Aber seien wir ehrlich: eine Knolle mit solchen marktschädigenden Eigenschaften kann weder Samenvertrieblern noch Düngemittelherstellern wirklich schmecken. Boris Schulz hat das Procedere in seinem Artikel genau beschrieben. Die meisten von Euch dürften sich noch an die Aktion erinnern, denn es gab niemanden, der „Linda“ einmal bewusst auf seinem Teller hatte, der auf diese Kartoffel verzichten wollten – aus einem einzigen Grund: weil sie im Vergleich zu ihren spätgezüchteten Kolleginnen schlicht Geschmack hatte.

Nun aber es gibt Hoffnung, dass „Linda“ wieder zurückkommt. Mit viel Aufwand und viel Geld, Geld das übrigens wir EU-Bürger zu zahlen haben, die wir deren Kommissionen und den Blödsinn, den die oft fabrizieren, ja alle mitfinanzieren. Der Retter von „Linda“: Karsten Ellenberg. Der verkauft Kartoffeln, sein Bauernhof in Barum trägt dabei den schönen Namen „Bioland Bauernhof Karsten Ellenberg“. Ellenberg verkauft Pflanzkartoffeln als auch Speiskartoffeln, online. Dort kann man u.a. „Linda“ kaufen, hier in Deutschland. Wieso das? Ellenberg hatte seinerzeit schon für den Erhalt von „Linda“ gekämpft und als er die Kartoffel in den Gesetzeswirrungen der EU bergab gehen sah, entführte er die Pflanze und zog von ihr Kartoffelproben in England. Dann beantragte er beim britischen Sortenschutzamt die Zulassung der Kartoffel. Die ließen die Sorte prompt zu und somit kommt eine ehemals deutsche Kartoffel als Importartikel von England wieder nach Deutschland auf unseren Acker. Der Tagesspiegel berichtet dazu heute. Offiziell sind natürlich noch einige EU-Behörden-Hürden zu nehmen, aber die Zeichen stehen momentan ganz gut für die neue ex-deutsche-nun-britische Knolle. Lustig im Artikel zu lesen, das abschließende Zitat vom Geschäftsführer von Europlant, Jörg Renatus, „Der Markt hat entschieden“, sagt der und verweist auf den großen Verkaufserfolg der „Linda“-Nachfolgerin.

Nee, mein Lieber! Ein Markt, dem ein Produkt vom Teller aus Profitgier heraus wegreguliert wird, entscheidet nicht selbst. Er wurde nur zum Verzicht gezwungen!

Also noch mal: hier gibt es tolle Tomatensamen von alten aufregenden Tomaten. Die kann man beispielsweise auch verschenken zu Weihnachten und Geburtstagen an Gartenfreunde und Balkonienliebhaber!

Und hier gibt es für den Küchenfreund leckere, seltene Bio-Kartoffeln, kommen per Post ins Haus! Menschen, wie ich, freuen sich übrigens auch immer über einen Tüte gute, leckere Kartoffeln als Mitbringsel – es müssen gar nicht immer Blumen sein!