2017-10-03

52

Das war irgendwie ein schwieriges Jahr. Also an sich war es ein gutes Jahr, keine wirklichen Katastrophen. Ein bisschen das Gefühl gesundheitlich mich etwas wieder frei zu arbeiten, es tut sich viel – wenngleich das auch bewirkt, dass die von mir sogenannten „Downtimes” schwieriger wirken: die Falllänge wird halt länger, wenn man von weiter oben fällt.

Aber der Grundoptimist sieht darin auch das Gute, das darin zu sehen ist.

Und trotzdem war es das Jahr in dem mir erstmals deutlich wurde also eben nicht nur im Wissen darum, sondern im Begreifen der tieferen existentiellen Bedeutung: dieses Leben ist endlich. Und es gibt nun Dinge in diesem meinem Leben, die, da ich sie bisher nicht getan habe, nun auch nicht mehr tun werde können. So einfach ist das, so sehr wälzt es vieles um. Und es geht da gar nicht um ein Bedauern, nein, die Entscheidungen sind sehr bewusst getroffen worden. Es geht einzig darum, die Konsequenzen daraus mit mehr Deutlichkeit zu sehen und zu erleben. Zu erleben, die Weichen sind gestellt worden und diese sind nun nicht mehr anderweitig zu stellen: denn dieser Zug ist längst weiter gefahren – und so sehr viele selbst neu zu stellende Weichen, die werden nun nicht mehr kommen. Auch Bahnhöfe werden auf der künftigen Strecke seltener werden, sie wirken zunehmend weniger abwechslungsreich. Das ist so.

Es schleicht sich zunehmend ein Gefühl ein, selbst wenn Du diese Weichen komplett anders stellst und Du Deinen Zug des Lebens nun noch in völlig andere Bahnen lenken wirst (oder es auch nur möchtest) – da ist eine Gesellschaft, die Dir zunehmend aufgrund Deines Alters immer weniger zutrauen will und wird. Es wird schwieriger werden, Prellböcke säumen den Weg. Rauben Energie, kratzen am Optimismus.

Ich habe erstmals im Leben erleben müssen, dass Blutuntersuchungen mal nicht ohne Befund waren. Alles insgesamt nicht tragisch. Aber es macht sich nun am eigenen Selbst die Erkenntnis breit, künftig wird man auf Dinge mehr achten müssen. Man muss mehr um sich sorgen, muss sich mehr versagen, muss die Dinge klüger, wie ein Erwachsener angehen. Und genau das macht's mir gerade nicht so einfach, weil ich seit anderthalb Jahren immer wieder wechselnd Schmerzen in den Gelenken habe, die an vielem hindern: Rad fahren, laufen: Sport machen. Andererseits ist Sport machen essentiell für mich, insbesondere um Schmerzen zu entgehen. Da ist gerade so ein Kreislauf, den zu erleben mir keine Freude bereitet und einen gewissen Prozess des Verfalles allzu verdeutlicht. Oder auch: man kann sich noch zu gut gehalten haben, es kommt die Zeit, da geht man mehr rückwärts als vorwärts den eigenen Körper anbelangend.

I am so fucking not amused!

Die Schmerzen scheinen sich als meine Nebenwirkung einer Menopause zu etablieren, so mehren sich die Zeichen. Keine Unruhen, Hitzewallungen (bis jetzt), dafür Schmerzen. Ich habe keine Ahnung, ob der Tausch so super ist. Es gibt so eine Vorahnung, dass man nun mit seinem Leben in den Herbst steuert – auf gerader Strecke direkt hinein. Und das dumme Gefühl noch immer nicht genügend Holz für den kommenden Winter gesammelt zu haben.

Trotzdem tiefe Dankbarkeit dafür, dass ich mein Leben bisher weitestgehend ohne Schmerzen erleben durfte. Das ist ein Glück, das nicht alle Menschen auf dieser Welt haben, ich weiß das wirklich sehr zu schätzen!

So ist die Grundstimmung. Sonst war es ein wirkliches schönes Jahr, wundervolle Menschen sind in mein Leben gezogen, die ständig schöne helle leuchtende Lichter anzünden und den ollen Bestand der anderen wundervollen Menschen, die schon in meinem Leben waren, komplettieren. Wunderschöne Reisen, Ausflüge, Erlebnisse! Gute und nicht so gute, deren Schönheit aber darin liegt, dass z. B. Unfälle gut ausgegangen sind – was sie nicht hätten müssen.

Dass Stand heute immer noch beide Katzen am Leben sind und im Rahmen ihres Alters mopsfidel. Der eine kleine bunte Glückskeks, das nun sehr alte Katzenmädchen Tally, die schon sehr schlimm kränkelte, so dass ich an Abschied denken musste, hat sich noch einmal einen Ruck gegeben und mit mir einen wunderschönen Sommer geteilt und scheint mir (wenn auch mit medikamentöser Unterstützung) sehr zufrieden zu sein. Mir ist es so viel wert!

Herzlichen Dank an alle, die mit mir dieses Jahr erlebt haben, mir wundervolle Freunde waren, mit mir lebten, mich hielten, mich unterhielten, Freude schenkten, Spaß machten, mich unterstützten und mich bestätigten, wenn ich es selbst nicht für mich zu leisten vermochte – und denen ich hoffentlich hoffentlich! auch eine gute Freundin sein durfte.

Und lieben Dank an alle, die gestern an mich dachten, mich grüßten, mich bewünschten, mich beschenkten, mich begleiteten, die mir den Tag noch viel heller machten. Das Leben ist … schön!

2017-10-01

14 Jahre alt wäre sie heute geworden …

… am 30.10.2017 wird sie nun schon seit zweit Jahren schmerzlich vermisst. Meine kleine Nishia.















Was mich dann doch irgendwie beruhigt …

… nun werde ich 52 Jahre alt. Aber ich kaufe immer noch eine einzelne rote Beete nur deswegen, weil sie sich so charmant in mein Herz lacht!



(Aus der Reihe: Spaß haben!)

2017-09-29

Meine Musikliste zur Beerdigung

Man muss ja vorsorgen. Auf unterschiedlichen Ebenen. Und wenn man es auf der einen Ebene nicht so gut tun kann, sollte man es auf der anderen wenigstens tun. Zur Zeit bin ich an der Liste „Lieder für meine Beerdigung” dran. Also Status 2017. Man weiß ja nicht, was da noch kommt. Aber realistisch betrachtet sind in den letzten Jahren nur sehr wenige Lieder auf den Markt gekommen, die mich wirklich überzeugt haben. So wie zum Beispiel: … nein, mir fällt keines ein.

Nun denn, die bevorstehende Älterwerdung wirft mentale Schatten auf notwendige Auseinandersetzung und so überlege ich schon seit einiger Zeit hin und her, her und hin. Zeit das Dilemma vorab zu skripten:

Also auf alle Fälle sollte Elvis „Suspicious Minds” gespielt werden. Ich mag das Lied, mochte es schon immer – es zieht nicht so runter wie „Ghetto”, definitiv sein Song! Meine Eltern waren Rock 'n Roller, Elvis war ihr Held, er begleitete mich ihrerseits in meiner Kindheit sehr. „Suspicious Minds” haben Freunde auch auf der Abschiedsfeier meiner Mum gespielt, das war mir wichtig – und so schließe sich der familiäre Kreis bei meinem Abschied. Das wäre mir sehr wichtig.

Schwieriger ist's bei Abba. Ich bin Generation Abba. Ich liebe Abba heute immer noch, auch wenn sich mein Musikgeschmack sicherlich in andere Richtungen entwickelt hat, also mehr vom Pop weg. Aber die Lieder von Abba sind meine Lieder. Abba haben im Laufe ihres Bestehens acht Studioalben veröffentlicht. Acht Mal (im Schnitt) 16 Songs, die allesamt hörbar (naja, bis auf ganz wenige Ausnahmen) sind. Mein liebstes Lied war und ist „Fernando” – das war er damals, weil es die erste Single war auf der endlich einmal Anni-frid eine Single singen durfte, die ich immer souveräner fand als Agnetha (und übrigens auch ihre Stimme spektakulärer). Aber es ist einfach ein wunderschöner Song, der immer passt – denn es ist leider immer überall Krieg auf dieser Welt. „My Move My Life” wäre dann aber doch der noch bessere ruhige Beerdigungssong von denen.

Nun will ich aber auf meiner Beerdigung gar nicht so sehr traurige Lieder spielen lassen. Das Bild von Leuten in der Kapelle oder im Kreamatorium oder wie das auch immer bis dahin gestaltet würde, die tanzen und mitsingen, das fänd' ich einhundertmillionen Mal schöner als wenn alle Buddies in Gedanken versunken da vor sich hin sitzen. Und frieren. In diesen Räumlichkeiten ist es ja immer kalt, ein bisschen Bewegung schadet da nicht.

Für diesen Plan sind Songs wie „Suspicious Minds” nicht so optimal, „Fernando” mal so richtig suboptimal. Und … naja … „Dancing Queen” geht nicht. Fand ich immer überhypt, netter Song aber ist ja schon von einer Hochzeit besetzt. „So Long” ist ein großartiger Uptempo-Song. Aber dann doch nicht mein Abba-Song.

Und schon schlägt die angeborene Unentschiedenheit meines Sternzeichnes Waage in voller Länge zu. Würde es nach mir gehen, könnte man auch alle Studioalben von denen komplett durchspielen. Der Stimmung wegen. Aber das wäre dann wohl die längste Trauerfeier auf dem hiesigen Breitengrad. Andererseits: eine Beerdigungsgesellschaft mit Perücke, in Schlaghosen oder Minirock mit viel Glitzer und Plateaustiefeln? Beerdigungshappening als Abba-Party?

Der dritte Song darf etwas sein von entweder Depeche Mode oder The Young Gods, Placebo oder Tool. Oder Wolfsheim, ich liebe die Stimme von Peter Heppner. Mein Lieblingssong ist durchaus „This Time” – aber der Song ist ja nun von vorne bis hinten Tod und Abschied und so dermaßen nicht tanzbar. Schwierig. (Aber ein tolles Lied!) Lustig wäre ja, stellen wir uns vor, mein Tod würde durch simples Ersaufen konsequent durchgesetzt werden – dann könnte man „Die Flut” spielen, dann hätte ich Heppner und Joachim Witt dabei (ich liebte auch das Video zum Song sehr!) Das wäre doch ganz großes Kino oder? (Naja, also mein Humor wäre das schon sehr.) Dummerweise ist „Die Flut” nicht wirklich tanzbar. Und eher depressiv machend. Also vielleicht besser nicht ertrinken.

Das wird auch noch mal richtig schwierig. (Wirklich, die Koma-Musikliste ist viel einfacher.)

Die andere Frage, die könnte die Entscheidung natürlich vereinfachen, wie viele Lieder könnte man auf auf so einem Event spielen? Heutzutage werden solche Abschiede ja auch nur noch schnell schnell absolviert, man will sich mit dem traurigen Gedöns nicht lange aufhalten müssen. Und der Kaffee ruft auch. (Wenn ich älter würde, bei einigen Herren wohl auch die quälende Prostata.) Könnte man sich nämlich für jede Dekade einen Song aussuchen, das wäre bonfortionös und würde in der Auswahl einiges vereinfachen.

Keine Klassik. Ich liebe Klassik, finde das aber als Thema auf Beerdigungen echt durch zelebriert, von hinten nach vorne und von oben nach unten. Bach, dieser arme Gassenhauer aller Beerdigungsevents – ob der das so für seine Musik gewollt hatte?

Ihr seht also, es ist alles gar nicht so leicht. Und wie schnell wird das falsche Lied auf Eurer Beerdigung gespielt (womöglich noch als billige Cover-Konserve)? Man kann nie früh genug mit der Planung anfangen!

2017-09-27

I like!

Was ich in diesen … äh … merkwürdigen politischen Tagen wirklich sehr sehr cool finde, ist, dass die Republikaner selbst gegen „ihren” Präsidenten so ausdrücklich den Ungehorsam ausgerufen haben, dass der nun wirklich den – von ihm so heiß herbeigesehnten – Tod von Obamacare ad acta legen muss.

Doch ja, das macht mich froh!

Und dieser Text vom Frédéric Valin, der war heute sehr lustig: Es kann weitergehen.

2017-09-26

72 hrs True Italian Food



Das war gestern ein wirklich schöner Abend in der italienischen Botschaft. Für mich war es besonders dieses Haus zu betreten, ich war ein bisschen aufgeregt. Das Haus ist genauso groß wie in meiner Erinnerung.



Also nichts mit kindlicher Größenverschiebung aber ich meine, dass früher das Foyer mit den Treppen zum Aufgang offener war als heute in der Gestaltung nach dem Umbau.



Da wo es früher pompös und frei war, ist heute eine Decke gezogen. Es kann aber durchaus sein, dass die Decke in den 70igern aus ganz anderen Gründen verlustig gegangen war.



72 hrs True Italian Food ist eine noch junge Tradition in Berlin. Es geht darum uns Bewohnern der Stadt die echte, traditionelle italienische Küche nahezubringen. Also keine Pizza von der man weiß, dass so wie sie hier serviert wird, sie nichts gemein hat mit ihrem Original aus dem Süden, schon weil die Käseauswahl nicht stimmt. Nix Spaghetti alla Carbonara mit Sahne. Vom 28. September bis zum 1. Oktober 2017 kann man an vier Tagen oder wie wir es nennen „the longest happy hour” an 52 Plätzen (also italienischen Shops, Bars, Eisbars, Restaurants) ganz originäre italienische Küchenkost probieren. Und an Pasta-Workshops teilnehmen. Einfach nach der True Italian Food-Spezialität fragen und man erhält, je nach Angebot, typische italienische Antipasti, Pasta, Pizza und Dolce für nur 7,– Euro inklusive einem Getränk (Wein, Bier oder alkoholfreies Getränk, bei den Dessertanbietern Caffè). So kann man sich günstig und facettenreich durch die italienische Küche dieser Stadt futtern!

Und hier der exklusive Tourenplan!

Gestern fand in der italienischen Botschaft der Presseempfang zum Event statt und wir wurden nach Begrüßung durch die Organisatoren und dem italienischen Botschafter von teilnehmenden Restaurants, Weinproduzenten und Distributoren italienischer Produkte zum ausgiebigen Kosten und Genießen eingeladen.



In - immer charmanter Bloggerunde – repräsentiert durch Maike, Meike und Eva hatten wir viel Freude an den wirklich guten Köstlichkeiten aus allen Regionen Italiens.



Wundervolle Weine wurden kredenzt, Spumante (über Spumante werde ich die nächsten Tage noch mal bloggen müssen, aus ehrfürchtigen Gründen), Gin (!), feinste Finocchiona Sbriciolona (Fenchelsalami),



Prosciutto in unterschiedlichsten Variationen, Capocollo, Pilzpasten auf feinstem italienischen Weißbrot, Profiteroles, Pistazienkuchen, Olivenöle, Balsamico – soweit ich es überblickt habe alles in Bio-Qualität. Und natürlich Caffè von Segafredo. Es war ein einziges Fest.

Und alle diese Menschen lieben so sehr, was ihnen ihr Land an Köstlichkeiten schenkt – und genau diese Liebe vermitteln sie und die Freude über das einfache wundervolle Essen sprang auf uns alle über und so wurde das ein wirklich fröhlicher, schöner und gelungener Abend für uns alle!



Um nur eine kleine Auswahl zu kredenzen:



Dark choco creme, Pistaziencreme und Pistazienkuchen (und Pistazienschokolade!!!) von Duo Icecream,



der Eisladen in der Skalitzer Straße 77. Diese wundervollen Cremes kann man online in deren Shop kaufen! Die dark choco creme übertrifft alles!



Die Mutter aller italienischen Restaurants in Berlin, die Trattoria a' Muntagnola (Fuggerstraße 27, Wittenbergplatz), die es schon lange lange vor dem Mauerfall hier in der Stadt gab und sehr ursprüngliche Küche der Basilikata serivert – im Foto vorne übrigens die Nonna Angela! – offeriert apulisches Brot, Frisella mit Burrata. Gestern servierten sie uns aromatische Kräuter- und Pilzsugo auf Brot!



ErsteSahne OTIVM (Kienitzer Straße 116) servierten uns einfache aber so leckere „Krümelkekse”



und Profiterole.



Die schwer zu essen waren auf der Hand mit Wein in der anderen aber so extrem lecker, weil die Leute von ErsteSahne ein unglaubliches Händchen für Schokolade haben – und meiner Meinung nach das beste Schokoladeneis der Stadt anbieten.



Parma die Vini Benedetti servierte uns gestern allerfeinste italienische Wurstwaren und einen fantastischen Rotwein und wird im Rahmen der 72 hrs True Italian Food in seinem Laden in der Utrechter Straße 31 Salame die lonza mit Pizzabrot anbieten. Pizzamehl zum selber backen, gibt es dort auch gleich zu kaufen.

Wie man damit Brot oder Pasta selber macht – oder einen perfekte Sauerteig für Ciabatta & Co. – das lernt man (nicht nur) an diesem Wochenende bei den Workshops von pastamadre. Die fallen preislich natürlich aus der 7 €-Regel, dauern dafür aber auch deutlich länger. Hier buchbar.

Ein extrem leckeres Olivenöl aus Apulien hielt Olio Costa für uns zur Verkostung bereit, ein Aroma wie eine Wildblumenwiese so fruchtig. Und wundervolle Balsamico. Berliner können diese Produkte unter anderem diesen Samstag und Sonntag von 15-19 Uhr bei teesaloniki in der Böckstraße verkosten – wo es auch ganz wundervolle Honigsorten aus Griechenland (und Tee, Öle und Kräuter) gibt. An der Verkostung teilzunehmen, möchte ich Euch wirklich ganz innig empfehlen, weil die Sachen wirklich herausragend gut sind. Wer nicht kommen kann, kann die Öle und diesen wirklich guten acht Jahre gereiften Balsamico und grandiose Oliven online einkaufen.

Also in Berlin heißt's dieses Wochenende: ran an die Italiener! Es kann nur sehr lecker werden – buon appetito!

2017-09-25

Gute deutsche Geschichte



Deutsche Geschichte: ich, die ich seit meinem sechsten Lebensjahr auf dem Ehrenhof der Gedenkstätte des Widerstands vom 20. Juli 1944 im Bendlerblock aufwuchs, bin damals mit meinem Bruder und unseren Freunden auf dem Gelände in den leer stehenden Botschaftsgebäuden in der Tiergartenstraße und den beiden Bunkern auf dem Gelände spielen gewesen. In der italienischen Botschaft fanden wir noch Soldatenhelme und eine leere Geldkassette.



Dort zu wohnen, das war einerseits wie abgehängt sein – danach folgten auf Westseite geographisch nur noch Tiergarten und eine Brache namens Potsdamer Platz, Niemandsland – die kulturellen Monumente wie Philharmonie, Neue Nationalgalerie und Staatsbibliothek folgten erst mit den Jahren. Andererseits war es ein einziger riesiger Abenteuerspielplatz dort aufzuwachsen. Die zunehmend verfallenden Gebäude der Botschaften wurden dann irgendwann aus Sicherheitsgründen zugenagelt und gesichert.

Heute darf ich in dieser wieder zum Leben erweckten italienischen Botschaft zur Auftaktveranstaltung von „72 hrs True Italian Food” italienisch speisen und trinken – und in Erinnerungen schwelgen.

Was ich nicht tun könnte, hätten wir nicht diese Wiedervereinigung geschafft und wären in der Folge die alten Botschaften, wundervolle Gebäude, nicht an dieser Stelle reaktiviert worden. Und dafür bin ich, gerade auch in diesen besonderen politischen Tagen, immer noch so sehr dankbar!