2016-04-29

Heute wird gefeiert!



S. Asche wurde schon vor zwei Wochen der Nordsee anvertraut. Im kleinen familiären Kreis. Heute werden wir, ihre Freunde, sie noch einmal ordentlich hochleben lassen und feiern.

So ein besonderer Mensch muss nämlich gefeiert werden! Nicht betrauert. Bei Zuckerkuchen und Schnaps, wie sie es sich wünschte.

Scobel – Künstliche Intelligenz

Wer es gestern nicht gesehen hatte auf Themenabend bei 3sat war – und somit auch bei Scobel: Künstliche Intelligenz.

Das Thema betrifft uns alle irgendwann schon jetzt in vielen Bereichen aber vor allem am Beispiel autonomes Fahren direkt und indirekt in ganz naher Zukunft. Spannend z. B. die Frage, wenn beim autonomen Fahren (als Autos, die von Software gesteuert werden) die KI vorausschauend hinsichtlich eines nicht vermeidbaren Unfalles reagieren muss – wie gewichtet künstliche Intelligenz in einem solchen Fall? Woran macht KI fest, was da gerade vor das Auto läuft? Ein kleines Kind, ein Hund gleicher Höhe? Wird nur der Tod des Kindes vermieden? Oder des Hundes? Und wenn das Verhindern dieses Unfalles bedeutet, trotzdem einen anderen (weniger schlimmen) Unfall in Kauf zu nehmen, kann KI dann werten bzw. wie wird sie werten, ob sie den Unfall lieber mit dem ebenfalls autonom fahrenden Google-Auto verhindert? Und hat ein noch vom Fahrer gelenktes Fahrzeug für die KI die gleiche Prioriät oder schlägt ihr Herz doch eher für den lenkenden Kameraden aus der gleichen Softwareschmiede?

Sehr interessante Denkanstöße in der Diskussion. Und … nicht immer kann die Antwort gegeben werden.

Auf alle Fälle ist es ein Thema, das jeden von uns angeht. Meine Empfehlung!

2016-04-28

Hach ja nu'

Jobcenter. Antragsabgabe für Weiterbewilligung. Ich reiche ein:

• den Antrag

• Kontoauszüge der letzten drei Monate (namentlich von meiner Bank als „Umsatzanzeige” bezeichnet), die ich im selbst von mir vorbereiteten „ich habe bei Ihnen abgegeben”-Formular, dass das Jobcenter nur noch mit einem Datumsstempel, einem Kürzelstempel, einem Jobcenter-Stempel und einer Kürzelunterschrift der Sachbearbeiterin (aka Fallmanagerin aka oder wie sie nun gerade wieder heißen oder in was auch immer sie gerade wieder umbenannt wurden) benenne mit „Kontoauszüge 28.01.-28.04.2016”

• einem Gutachten meiner Ärztin (Wohnung)

• Folgearbeitsunfähigkeitsbeschreibung mit meinem Anschreiben zur Folgearbeitsunfähigkeitsbeschreibung.

Ich lege meinen Personalausweis vor.

„Ich sehe das hier nicht.”

„Was denn?”

„Ich kann nicht erkennen, das mit dem 28.04.2016. *blättert in den Kontoauszugsseiten* Das geht hier nur bis zum 15.04.2016.”

„Ja, das ist eine Umsatzanzeige. Da gab es dann nach dem 15.04.2016 keine Umsätze mehr.”

„???”

„Da steht doch oben drüber Umsatzanzeige vom 28.01.2016-28.04.2016.”

„Ja ja … aber.”

Kritzelt auf meinem Formular korrigierend „15.04.2016” rum.

Ehrlich, es ist ja nicht so als würde die Summe unter dem Strich nicht die deutlichste Sprache aller Sprachen sprechen.

2016-04-27

Mal schnell operiert?

Seit 2005 sind in Deutschland die operativen Eingriffe um 34 Prozent (!) gestiegen. Der Grund, eine Gesundheitsreform, die nicht mehr die Gesundheit des Patienten in den Vordergrund stellt, dafür die Behandlungspauschale. Die Konsequenz: Operationen am Fließband, deren wirklicher Sinn gar nicht mehr hinterfragt wird. Hier im Besonderen Vorreiter: orthopädische Operationen.

Also wenn Euch der Orthopäde demnächst wieder direkt bei der Erstdiagnose die OP als finale Lösung vorrangig – vor allem schon bei der Erstkonsultation – präsentiert, denkt bitte immer mit daran, ihm geht es dabei ein sehr großes Stück weit um sein Einkommen. Bei Euch aber um ein gesundheitliches Problem, das höchstwahrscheinlich auch durch Umdenken, Sport und physikalische Therapien verbessert, vielleicht sogar behoben werden kann. Und da sollte der Patient vielleicht überlegen, ob seine die eigene Bequemlichkeit zu besiegen, womöglich der bessere Eingriff ist als ein unnötiger operativer Eingriff aus kommerziellen Gründen – von denen man selbst nicht einmal etwas hat.

Hierzu der heutige Beitrag aus dem Morgenmagazin vom ZDF und ich kann nur empfehlen, nehmt Euch die fünf Minuten Zeit.

2016-04-26

Katzenemotionen



Die entzückende kleine bunte Katze ist wohl die liebreizendste Katze in diesem Universum. Unbill gibt es bei ihr kaum, vorausgesetzt es springen ihr keine grauen leicht schwergewichtigen Katzen ins Rückgrat. Und außer sie muss zum Tierarzt. Hinsichtlich ihrer Tierarztbesuche, die leider aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters doch etwas häufiger in ihrem Terminkalender stehen, gibt es bezüglich ihres Launegrades, den man durchgängig als schlecht, aufgeregt und unwillig bezeichnen kann, zwei Varianten, nämlich: Termin mit was im Bauch und Termin nüchtern.

Termin mit was im Bauch verläuft üblicherweise dergestalt, das man als Tally schimpft während des Fußweges und kommuniziert, dass man als professionelle Katze so eine Ahnung hat von dem, was nun folgen wird, und sie wirklich gar keine Lust hat bei diesem Aktionismus wieder einmal die tragende Rolle spielen zu müssen. Ich neige Sätze aus dem Maunzen rauszuhören, wie „warum gehst Du nicht alleine?” oder „wieso eigentlich immer ich, warum nie die andere Katze?” unterschwellig immer in einem Tonfall, der mein Herz raushören lässt „Du hast mich überhaupt nicht mehr lieb, das spüre ich genau.” Das volle Programm, um mich Katzenglucke in die menschliche Verzweiflung zu entsenden – wo ich ihrer akuten Meinung nach auch prima hingehöre. Sie macht das übrigens mit zunehmendem Alter, in dem ich ihr – dem ehemaligen kleinen Angsthasen – ein deutlich gesünderes Selbstbewusstsein attestiere, immer besser. Zumal sie selbst dabei ja noch unfassbar niedlich ist.

Termin nüchtern, also: OHNE WAS IM BAUCH, ist das, was sie von meinen Seiten als Kriegserklärung befundet. Termin nüchtern heiß zunächst, dass Tally, die gerne morgens um sechs Uhr ihre Runde zum Klo und dann an die trockenen Häppchen führt bzw. an den Rest feuchtes Futter vom Vorabend, feststellt: dass da nix ist, was man essen könnte. Da diesbezüglich meinerseits und ihrer Meinung nach nur ein gravierender Fehler im System vorliegen kann, besucht sie mich daraufhin im Bett – wo ich angesichts des bevorstehenden Tierarzttermines eh nicht schlafen kann – trampelt auf mir herum, was sie sonst eher selten zu tun gedenkt – guckt mir tief in die Augen und bespricht mit mir ihre akuten Probleme. Die ich zwar zur Kenntnis nehme aber aus logischen Gründen akut nicht lösen darf.

So ist dann der Tag für uns beide schon mal prima in der Schublade einsortiert auf der draußen mit großen Lettern steht: GELAUFEN!

Dann gibt es den Moment „Tally in Tragetasche packen”. Im Großen und Ganzen praktikabel, sie ist da recht schnell zu überstimmen. (Eine Eigenschaft, die sie übrigens – als Erziehungsberechtigte – vergessen hatte Nishi beizubringen.) Außer an Tagen, an denen Tallly nichts im Magen hat. An Tagen an denen Tally nichts im Magen hat, sind solche Aktionen lediglich mit einer gesunden Portion mieser Laune bis hin zu einem Hassempfinden bedacht, dass sogar eine Tally dazu verführen kann, ihre hübschen kleinen Krallen in mein Fleisch zu positionieren. Sie. möchte. das. nicht. Nüchtern sein. Und zum Tierarzt müssen. Inhaltlich von großer Logik geprägt, wenn man mich fragen würde.

Tally musste also heute nüchtern zum Tierarzt, denn sie bekommt nachher die Zähnchen saniert – und hoffentlich nicht allzu viele gezogen. Tally ist nun schon ca. 15-16 Jahre alt. Und ich mache mir einen Kopf (seit Tagen), habe ein schweres Herz und der Bauch schmerzt auch gewaltig. Dieses mit der Narkose, Ihr wisst schon. Wie soll man so einen Vorgang am eigenen Tier erträglich finden, findet man den nicht mal an sich selbst entspannend? Und … man kann es ihr doch nicht erklären.

Drückt also bitte dem kleinen bunten Katzenmädchen heute ganz doll die Daumen, ja? So schätzungsweise ab 12:30 Uhr. Und mir auch ein wenig … ich kann das gar nicht gut. Ich habe das auch mit Nishi noch nicht ganz abgeschlossen, merke ich gerade. Hoffentlich kann ich morgen mit meinem kleinen bunten Glückskeks über meine Rumhühnerei und sie über den Eingriff wieder lachen.

2016-04-21

two ways to apolgize

VW verarscht die eigenen Kunden. Vorstand Müller stammelt mässig glaubhafte Entschuldigung. Vorstand zahlt sich Boni.

Mitsubihi verarscht die eigenen Kunden. Vorstand macht wenigstens einen tiefen Diener als Zeichen der Entschuldigung.

2016-04-19

Menschenskinder!

Jetzt hat Bunte Online vor Aufregung über die Geburt des neuen kleinen Schwedenprinzen ganz vergessen im Artikel zu erwähnen, dass seine Mutter einmal Bikini-Modell war.

Dass ich das noch erleben durfte!