2012-07-22

Sehr sehr schöner Premiumcontent …

bei einsneusiebenzwei. Der Katzen-Opa.

2012-07-21

Gestern früh …

fahre ich zum beruflichen Vergnügen, das ausnahmsweise in vergleichsbarer Nähe in einem Hotel stattfindet, gleich zwei Mal. Einmal hin und als der Präsentations-PC nicht hochfahren will ein Mal zurück und meinen Rechner holen. (Natürlich umsonst, denn Windows-PCs sind ja bekanntlich ein A****.) Die zweite Tour fahre ich natürlich anders als die erste, wie ich die erste an dem Tag schon anders gefahren bin als neulich, als wir einen ähnlichen Termin im gleichen Hotel hatten. Die unglaublich vielen Möglichkeiten, Ihr versteht?

Nun, als ich die zweite Strecke nehme, fällt mir am Wegesrand auf einem der typischen alten Berliner Spedititonsgelände ein Möbelgeschäft auf, eine Weinhandlung und ein Outlet-Store eines Unternehmens, das uns immer werbetechnisch anbrüllt. Dies alles per Rad zwei Minuten von meiner Dockingstation.

Habe ich bei mir gedacht: „Ah, okay. Dann gehste da mal am Samstag gucken.” War ich dann heute. Der Möbelladen war so lala bis teuer. Aber ich hätte mir direkt meinen Schreibtisch einpacken lassen wollen, wenn … (*denkt Euch hier übliches Budget-Gesabbel*). Die Weinhandlung hatte Wein. Konsequent nur aus Frankreich. Ich bin aber momentan mehr von den Tropfen Spaniens und Portugals angetan. Dann bin ich zu diesem Outlet-Store „mal gucken”.

Direkt am Eingang empfängt mich ein riesiger Tisch, der den Klamottenbereich von mir trennt, bestückt mit diversen Kassen als auch Computern. Mich empfängt eine junge Frau.

„Guten Tag. Haben Sie eine Z*****-Karte?“
„Nein.”
„Haben Sie schon einmal online bei uns bestellt?“
„Nein.”
„Dann registrieren Sie sich bitte an unseren Computer, denn ohne Registrierung kann ich sie nicht reinlassen.”
„Echt?”
„Ja.”
„Na dann, tschüss!”

2012-07-20

Neues vom Storch!

Ich möchte auf dieses Blogpost von mir von vor gut einem Jahr hinweisen!

Der kleine Zwerg, auch liebevoll als Krümel bekannt, wird in ca. 20 Tage geboren werden. (Die Storchnummer klappt also noch immer!)

2012-07-18

Diese Woche ist …

so dermaßen sch… bis jetzt, die möchte ich glatt noch mal haben. Ich werde Freitag direkt auf den Reload-Button drücken, damit mir gleich noch mal den Spaß frei aufs Haus geliefert wird. Samstag und Sonntag werden am Besten auslassen, denn die Tage waren ja vergleichsweise richtig schön!

Menno.

Ansonsten jährt sich dieser Tage das sechste Mal der Todestag meiner Mum. Heiliges Unterbewusstsein kann ich Euch sagen, das zieht seine Aufgaben erstaunlich konsequent durch.

2012-07-15

Lesen bitte!

Geheilt – aber nicht geheilt.

2012-07-03

Begegnungen

Als ich gestern Abend von der Firma mit dem Rad nach Hause fahren will, steht vorne an der Brücke, die vergleichsweise sehr stark mit Autos befahren ist, ein kleines Mädchen mit einem Schatz voller Steine. Mich stört an ihrem Bild, dass sie mir zu klein wirkt, um ohne Eltern unterwegs zu sein. Sie ist klein und sehr zierlich und kann zwischen vier und sechs Jahren alt sein, sie wirkt auf mich aber eher näher vier.

Vielleicht erst vierjährige Mädchen mag ich alleine an einer solchen Stelle nicht sehen und also spreche ich sie an, was sie denn dort so alleine machen würde? Sie antwortet mir in einer lustigen Sprache, die ich nicht verstehe. Obwohl ich verstehe, als ich ihr Cochlea-Implantat sehe und auf der anderen Seite ein ebenfalls schickes rotes Hörgerät.

Wir unterhalten uns auf unsere Weise, sie sieht aus, wie ein kleiner Mensch nach einem harten Arbeitstag als Kind aussieht: verwuselte Haare, verklebtes Gesicht und schmutzige Kleidung. Aber die bekommt man gratis dazu, wenn man auf steinige Schatzsuche geht. Und ich kann mich immer noch nicht entscheiden, soll ich dieser kleinen Person trauen, dass sie alleine nach Hause kommt oder muss ich vermuten, sie hat vielleicht noch gar nicht bemerkt, dass sie mutterseelenallein (warum heißt es eigentlich immer nur mutterseelen…?) unterwegs ist?

Sie tut nach einer Weile das, was ihr offensichtlich gut beigebracht wurde. Sie entscheidet, dass ich eine Fremde bin und sie sich eigentlich nicht von mir ansprechen lassen soll. Das macht es schwierig, denn ich möchte ihr keine Angst machen, ich möchte sie aber auch nicht so alleine unterwegs wissen. Sie rennt weg.

Sie ist schnell. Meine Befürchtung, sie könnte jetzt wegen mir auf die Straße rennen trotz roter Ampel, trifft es leider sehr und als ich sehr laut ärgerlich brülle, bleibt sie vor Schreck stehen. Ich zeige auf die rote Ampel und das versteht sie und das ist der Moment, in dem sie offensichtlich einsieht, dass ich ihr nichts Böses will. Als das Licht auf grün umspringt, rennt sie weiter. Sie ist ein kleiner, agiler, sehr schneller Floh. Und als ich ihr sage, wir sollten zu ihrer Mama, erzählt sie und macht sie Gesten, die sie in der Gebärdensprache schon kann und ich leider nicht gut verstehen kann. An der nächsten Ampel zeigen wir uns, dass man erst einmal mit den Augen gucken muss.

Sie rennt und rennt nach Hause, sie hat mittlerweile Spaß daran und wartet gelegentlich auf mich, damit ich aufholen kann. Mir fällt es schwer mit dem Rad nachzukommen. Wir sind ca. 1,5 Kilometer von unserem ersten Treffpunkt entfernt. (Die Strecke, die wir zurücklegen, ist selbst für eine Sechsjährige nicht ohne.) Da geht sie in ein Haus hinein, springt die Treppen hoch und klopft an die Tür. Ich gehe hinterher. Die Tür öffnet ihre Mutter mit dem Handy an dem Ohr und sie zeigt mir stolz ihre Mama. Ich erzähle ihr, wo ich ihre Tochter gefunden habe und sie meint nur, ohne das Handy vom Oh zu nehmen: „Oh!” Und: „Danke!“ Das kleine Mädchen und ich, wir winken uns zum Abschied.

Ich glaube, ich möchte die Gebärdensprache lernen.

Und morgen lege ich ihr ein Stofftier vor die Tür. Mit einer Karte. „Für das kleine Mädchen mit den sehr schicken Hörgeräten, das sich so mutig die Welt erkämpft.”

2012-07-02

Der neue Kiez

Es gibt Dinge, an die ich mich in meiner neuen Umgebung noch nicht gewöhnt habe. Öffentlichverkehrstechnisch wohne ich jetzt genauso weit vom U-Bahnhof Hermannplatz, dort wo das vom Prollberliner heißgeließte „Kackstadt” stationiert ist, entfernt wie voher, nur eben von der anderen Seite anreisend. Na gut, es ist eine Station weniger als vorher.

Ich muss mich also jedes Mal, wenn ich dann am Hermannplatz in die U-Bahn steige, strikt dazu zwingen die andere, die richtige Linie, zu nehmen. Das ist schwierig und fühlt sich so an, als würde es noch lange Zeit dauern bis da Gewöhnung in der Frau ist.

Da mein Rad einen Platten hatten und die Sicherheitsschlüssel noch nicht gefunden wurden in den Umzugskartons, konnte ich eine Weile kein Fahrrad fahren. Letzte Woche bekam es dann neue Mäntel. Und wenn ich jetzt auf dem Rad unterwegs bin, dann hört die Heimfahrstrecke mitten drinnen auf. Früher wusste ich: „biste am Alex, haste noch den Weg bis zur Hasenheide, bis zum Columbiadamm und von dort aus die halbe Strecke rund um den Flughafen.“ Eine sehr schöne ruhige Strecke, die ich mochte. Gerade ihr Schluss war so etwas wie eine Belohnung. Vor allem wenn man noch übers Tempelhofer Feld fahren durfte. Nachts sang am Columbiabad die Nachtigall für mich. Oder ich traf Frau Fuchs.

Heute hört meine Strecke sehr kurz hinter dem Alex auf. Dann bin ich zu Hause. Das ist bestimmt toll, wenn es aus Kübeln gießt. Nur kann ich nicht behaupten, dass mir nicht etwas fehlen würde. Dieses aus dem Friedrichshain losfahren und einmal hinfallen, bis ich da bin. Es ist komisch. Momentan ist noch gar kein Gefühl da, als könnte ich mich daran gewöhnen. Es fehlt letztendlich der schöne Teil der Strecke. Und die ist auch nur noch halb so lang. Egal wohin ich fahre, sie ist gefühlt immer nur noch halb so lang.

Die Hälfte fehlt. Meiner Cellulitis vermutlich auch.