„Ich soll hier den Doofmann spielen.“
Endlich sagt uns ein Politiker (Peer Steinbrück) genau das zur finanziellen Situation Deutschlands, was wir Bürger längst alleine wissen, sich nur kein Politiker vor der Wahl zu sagen wagt.
Endlich sagt uns ein Politiker (Peer Steinbrück) genau das zur finanziellen Situation Deutschlands, was wir Bürger längst alleine wissen, sich nur kein Politiker vor der Wahl zu sagen wagt.
at 11:02 2 comments
Labels: große weite welt
Monsterkissenfan.
Schwarzweißer Kater verweigert sich weiterhin. Aber das gäbe auch definitiv Platzprobleme …
at 10:56 2 comments
Labels: tieffliegende fellträger
Im Schatten der allgemeinen Kochwahns, der nun Hollywood erreicht hat, haben die Macher von The Criterion Collection zu einem … äh … bemerkenswerten Koch-Video-Contest aufgerufen: Der Jeanne Dielman – Criterion Collection Cooking Video Contest.
„Jeanne Dielman, 23, Quai du Commerce, 1080 Bruxelles“ ein Film der Regisseurin Chantal Akerman, setzte sich auf bemerkenswerte Weise zwischen den Zeilen mit Feminismus auseinander. Man beachte dabei: der Film wurde 1975 gedreht. 1975 war ich zehn Jahre alt, meine Mutter seit knapp vier Jahren von meinem Vater geschieden und ich könnte Geschichten noch und nöcher erzählen von damaligen (verheirateten) Arbeitgebern meiner Mutter, die es nur als allzu selbstverständlich befanden, dass eine geschiedene alleinerziehende Frau von zwei Kindern gefälligst die Beine breit zu machen habe, würde sie ihren Job behalten wollen. Meine Mum wechselte damals ihre Arbeitsstellen oft.
Jeanne Dielman ist eine belgische Hausfrau in ihrer Tagesroutine. Licht anschalten, Kartoffeln aufsetzen, den Abwasch erledigen, Licht ausschalten. Wenn's klingelt, empfängt sie ihren einen täglichen Freier und vergisst beim Raumwechsel nie das Licht, hat sie auch diese tägliche Hausfrauenpflicht erledigt, wird gebadet, dann kehrt sie zurück zum ihrem Küchenjob. Beim Kochen wird die Hauptdarstellerin immer nur aus der einen Perspektive beobachtet, sie bereitet routiniert ihre bürgerliche Küche und spricht dabei kein Wort. Dialoge sind in dem Film eine Rarität, dabei hatte Akerman diesem Film drei Stunden und 15 Minuten Zeit gegeben. Sehr gut verdeutlicht in dieser Szene. (Jemand hat auf youtube den Film in 19 Teilen hochgeladen.)
In einer Film-Szene bearbeitet Jeanne Dielman einen Teller Hackfleisch zu Tode.
Dementsprechend sind die Köche in ihren bürgerlichen Küchen in aller Welt nun aufgerufen, ihren eigenen Jeanne-Dielman-Film zu drehen in dem sie entweder Hackfleisch, Schnitzel oder Kartoffeln zubereiten und bei youtube hochzuladen. Einsendeschluss ist der 28. September 2009. Neun Filme gibt es bis jetzt, die allesamt still und schräg sind.
Ich mag dieses Projekt.
at 16:36 1 comments
Labels: dies und das

hätte gerne noch mehr Kameras auf Bahnhöfen installiert. Weil die tödliche Übergriffe auf Fahrgäste so gut verhindern können, wie wir letzte Woche einmal mehr gelernt haben. Da Frau Merkel aber nie mit Bus und Bahn fährt, kann sie natürlich nicht begriffen haben, dass auf Bahnhöfen, die noch mit echtem Abfertigungspersonal bemannt oder befraut waren in der Vergangenheit seltener Menschen durch Todschlägereien umkamen. Kameras schlagen nicht zurück, Kameras holen keine Hilfe. Kameras können nicht einmal den Krankenwagen rufen. Und weil sie das eh nicht können, muss man Notfall-Rufanlagen auf Bahnhöfen nicht mehr funktionsbereit vorhalten, das scheint logisch.
In einem Land zu einer Zeit in der aber ein Teil der Menschen sich für keinen Blödsinn zu schade ist, um endlich auch einmal ins Fernsehen zu kommen und so zu fünf Minuten Ruhm und Ehre zu gelangen, ist ein ordentlicher menschenschädigender Auftritt auf einem Bahnhof die allerbeste Garantie, um nicht etwa bei RTL zu versauern, sondern gleich bei ARD & ZDF in die Hauptmeldungen zu kommen. Wenn schon, dann alleroberste Nachrichtenliga. Das ist die neue Rechtordnung: früher wurde keiner auf Bahnhöfen tot geprügelt und weil genug Leute da waren, die eingegriffen haben oder Hilfe holen konnten, wurden etwaige Angreifer direkt fest genommen. Heute wird eben tot geprügelt und man hält es für den besonderen Verdienst an der Sache, wenn man die Täter später aufgrund der Kamerabilder identifizieren kann und irgendwann festnehmen kann. Nachdem der Film als Paradebeispiel für Nachahmer in allen Nachrichtensendungen der Billigsender mehrmals täglich ausgestrahlt wurde.
Verkauft wird uns das übrigens als Sicherheit.
Ach ja, Videokameras auf Bahnhöfen halten auch Selbstmörder ganz oft vom Suizid-Versuch ab. Die anderen stürzen sich halt auf freier Strecke von der Brücke. Haben üblicherweise ja auch nichts mehr von ihrem Konterfei in der Presse.
at 11:51 1 comments
Labels: große weite welt
Gestern nacht dämmerte ich, während das viereckige non-flach-nix-LCD Bilder-und-Töne-spuckende Gerät noch lief, hinüber als ich, schon schön mit geschlossenen Augen ins Kissen gekuschelt, die Stimme von uns Merkel hörte: da lief dieser CDU-Wir haben die Kraft!-Werbespot (den ich nicht verlinken werde) und Merkel säuselt mit zartem Stimmchen ihren Psalm.
Scheint so als gucke ich nicht so viel Fernsehen, denn tatsächlich war es jetzt das erste Mal, dass ich den Spot überhaupt gesehen gehört habe, Betonung liegt wirklich auf hören, denn darin liegt seine besondere Kraft. Für den, der nur hört was sie sagt, ist der Clip das perfekte Brechmittel.
„Ich wollte Deutschland (Pause) dienen!“
Da wird einem schlecht. Soeben habe ich mir das Teil auf youtube auch angeguckt. Tatsächlich ist der Spot künstlerisch und technisch sehr gut gemacht (insbesondere im Vergleich zu dem visuellen Müll anderer Parteien). Bei Merkels-Tenor „die Schwachen schützen“ werden natürlich (vermutlich im Internet missbrauchte) Baby-Füße eingeblendet. Und wenn sie dann von der Bildungspolitik ihrer Partei lamentiert, und wie wichtig der Partei Deutschlands Kinder sind …
In Deutschland ist jedes fünfte Kind arm, jedes sechste von Armut betroffen. 2,5 Millionen Kinder leben in Armut. Von den 3 Millionen Sozialhilfeempfängern in Deutschland sind 37% Kinder. Die Sozial- vor allem aber auch die nicht existierende Frauenpolitik der Koalition hat in den letzten vier Jahren nur dafür gesorgt, dass diese Zahlen angestiegen sind.
Besonders fatal dabei und das sollte nie, niemals vergessen werden: die Zahlen der Geburten in Deutschland sinken, d.h. die Bevölkerungsgruppe „Kinder“ wächst überhaupt nicht mehr – und dennoch steigt in ihr die Armut weiterhin an!
Jedes siebente Kind in Deutschland lebt in einer Familie, der weniger als 50% des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung steht. Das sind übrigens nicht nur Menschen, die arbeitslos sind. Das sind Kinder, die sich nie erlauben dürfen, auch nur einmal ihren Turnbeutel zu verlieren. Das sind Kinder, deren Eltern in diesem Land das Geld für einen Schulranzen einklagen müssen, weil deren zwei Minijobs diese Ausgabe nicht ermöglichen.
Und die Partei von Frau Merkel führt ihren Wahlkampf unsere Kinder betreffend damit, dass sie Internet-Seiten nur sperrt, die in Verbindung mit Kinderpornografie gebracht werden.
at 09:54 4 comments
Labels: große weite welt
Yeaahh
Und alle so: Yeaahh-Historie: Yeaahh – Der Anfang Und alle so: WTF? Danach Und alle so: Yeaahh – Der Song! Jetzt auch noch: Und alle so: Yeaahh! – Der Flashmob!
Ich hab‘ das Internet lieb.
Ach ja, Presse macht daraus wieder (Flashmob-)Terror, yo, is klar ne? Und zitiert das „Yeaahh“ im Text auch noch ständig falsch.
at 09:18 0 comments
Labels: blogfreaks, große weite welt

67 wäre sie heute geworden. Nun schon der dritte Geburtstag ohne sie und ich vermisse sie immer noch sehr! An solchen Tagen wirkt der Verlust noch einmal mehr besonders, weil man merkt, dass man diesen Tag nie wieder gemeinsam begehen wird. Andererseits habe ich die Erinnerung, das ist mehr als viele andere haben: wirklich schöne Erinnerungen. üppppppppppppppppppppö (Das lasse ich mal stehen, das kam von Nishia, hätte ihr sehr gefallen. Sie war eben so.)
at 18:21 4 comments
Labels: abschied