2009-01-03

Das 1. Quartal 2009 im Zeichen des Kasslers

Völlig verpennt!



Wie ist das? Mit drei Jahren darf ich jetzt völlig legitimiert bockig sein oder?

2009-01-02

Das Alter.

Immer habe ich gesagt, wenn ich wieder Geld verdienen sollte, ist das erste, was ich machen werde mir eine Packung von einem bestimmten Medikament kaufen. Knorpelaufbaupräparat. Die letzte Packung auf Rezept bekam ich vor einigen Jahren noch verschrieben, eine Woche danach war es ein Selbstzahlerprodukt. Es wirkte, oh Wunder, nicht nur in den Knien sondern befreite mich auch völlig unerwartet von unangenehmen Schmerzen in der Hüfte, Femur sitzt etwas dumm im Pelvis und reibt an der Knochensubstanz, was die gerne mit Entzündungsschmerz quitiert. Das verstehe ich, macht mich aber nur noch vom Schmerz begleitet mobil, nervt ehrlich gesagt, zumal zunehmend dieser Schmerz auch nachts mit mir spricht – man liegt eben immer auch auf der Hüfte, egal auf welcher Seite man schläft.

Dann habe ich etwas Geld verdient. Und was war? Weihnachten! Und da war der innere eitle Schweinehund, der zu mir sprach, «Du willst Dir doch jetzt nicht allen Ernstes zu Weihnachten Medizin schenken? Willst Du wirklich jetzt schon so tief sinken? Wie a l t bist Du nochmal?» Eben. Ich bin alt. Offensichtlich. Im Grunde, wenn die ersten Anzeichen der Arthrose ins häusliche Umfeld einziehen und man überlegt, ob man die nächste Wohnung wirklich noch ganz oben ohne Fahrstuhl beziehen sollte oder was ein Treppenlift bis in den vierten Stock wohl kosten mag und wieviel Lebenszeit in deren täglicher Bedienung so drauf geht? (Das macht mich immer krank, wenn ich im Fernsehen Werbung für Treppenlifte sehe: das Zeitelement! Werbespots für Treppenlifte müssen sehr sehr teuer sein, weil die Lifte im Spot so unglaublich langsam agieren.) Dann ist man doch fast schon hinüber. Wisst Ihr, wie weit weg ich die Weihnachtspost dieses Jahr halten musste, um sie noch lesen zu können (geschweige denn selber schreiben)? Ach, Fakten zu Asche, Asche zu Staub.

Einen Tag nach (!) Weihnachten habe ich geordert. Erstmals übrigens online, weil – sorry liebe Apotheken im Umkreis – die Kurpackung dort doch mal eben 15,- Euro weniger kostet ((ja, sie sind generell nicht wirklich günstig). Zwei Packungen Vitamin D gleich noch dazu.

Päckchen kam heute von einem jungen dynamischen Paketboten gebracht, der die Treppe hochsprang wie eine junge Gazelle.
Immer aufs Schlimme!

So, ungefähr eine Woche noch …

dann gibt es Fotokameras wieder zu akzeptablen Preisen und Kameras in Sonderangeboten angeboten, sind dann auch richtige Sonderangebote … man muss nur durchhalten und auch mit einem Foto von der Traumkamera unter dem Weihnachtsbaum glücklich sein können.

Schnee!

Katze 1 (grau, fellreich) rennt in den Schnee, schimpft und versucht mit dem Pfötchen Schnee zu schieben. Schimpfe schlägt um in fröhlichen Gesang und Schneejagd. Katze sieht nach kurzer Zeit aus wie Schneehäschen.

Katze zwei (bunt, fellreich) steht erst am Anfang der Tür und guckt sich das Treiben an. Maschiert einmal durch den Schnee, findet es doch frisch, geht wieder rein, um auf Stuhl auf graue Katze zu warten und diese zu jagen.

Katze 3 (schwarz-weiß, sonnenverwöhnter Spanier!) steht vor der offenen Balkontür und guckt. Guckt sich praktisch von den beiden anderen Katzen ab, wie man mit diesem neuen weißen Medium zu verfahren hat. Geht dann sehr mutig und sehr vorsichtig immerhin zehn Schritte auf den Balkon (sieben davon noch auf trockenem Grund dank Dachvorsprung) und riecht einmal höflich, entschließt sich sehr flink wieder in die warme Wohnung zurück zu hüpfen. Aber immerhin – soweit war er bei Schnee noch nie draußen. Beobachtung von der Tür aus reichte völlig.

Jetzt auf den Schreck erst mal ‘ne Runde vor der Heizung liegen. Die Mädels haben ihren Spaß auf dem Balkon.

2009-01-01

Moinsen 2009!

Zunächst: mir ist ein wenig frisch! (Was nicht das Gleiche ist, wie ich sei frisch!)
Danach: gut, dass der Kaffee heute etwas stärker ausgefallen ist.
Ansonsten: den drei tieffliegenden Fellträgern geht es gut, erstaunlich gut. Die besondere Portion Feuchtfutter und ein, zwei Gambas im Nachgang, haben sie die Party da draußen elegant verschlafen lassen.
Schlimm: Gäste und ich haben vergessen die Eierlikör-Pfannkuchen zu essen. Das heißt, ich muss das heute tun. Drei Stück! Dabei will ich dieses Jahr gar keinen Alkohol … (blöder Vorsatz eigentlich wegen dem Lufthansa-Sekt). Nein, halt! Vier Stück: ich habe nämlich gestern mir zwei Pfannkuchen als Frühstück mitgenommen, davon nur einen gegessen, weil dieser Bäcker die Dinger neuerdings oben und unten mit Zucker bestreut, was total unpraktisch ist, will man die Dinger während des Rumpusselns* (*steht für Putzen und Vorbereiten eines mit Gästen involvierten Events). Und außerdem sieht man auch wie eine mit Zucker kandierte Sau aus. Muss ich heute drei Pfannkuchen plus einen essen und habe keine Lust auf Dauerlauf heute. Na toll!
Auch schlimm: da ich heute sehr früh keine Lust mehr hatte noch abzuwaschen, muss ich heute später noch abwaschen. Was, fürchte ich, null Einfluss auf Lust haben dürfte.
Gut: Mein Fondue funktioniert. Ich mag es sehr! (Ich bin ja völlig überraschend von mir selber zu Weihnachten mit einem Fondue beschenkt worden, was für eine unverhoffte Freude!) Ich glaube, heute gibt es noch mal Restefondue. Außerdem habe ich gestern meine profunden Kenntnise im Profi-Fonduen unter Beweis gestellt. Im Nichtverlieren von Fondue-Gut als auch im Angeln nach verlorenem Fondue-Gut anderer noch nicht Fondue-Profis. Mein Lieblingsspiel als Kind war in der Tat das Angelspiel, gefolgt von der 10,– DM Bambus-Angel von Woolworth mit der ich dann als Siebenjährige in der Spree … doch, ich angele richtig gerne. Ich wünsche mir beim Fondue immer viele Nicht-Profis um mich, da kann ich eine Menge Angellust kompensieren.

Tragisch: Teelichte sind fürs Bleigießen ungeeignet, das erfährt man nachdem man eine halbe Stunde mit lahmen Arm verzweifelt auf ein Stück Blei guckt, das sich partout weigert zu schmelzen und dann allen Ernstes so etwas produziert:

Hallo? Erde an Blei: was soll das?

Ich habe wirklich keine Ahnung, was mir das sagen soll!


Mein Tipp: nie den Anker nehmen! Egal wie lieb Ihr Eure Freunde habt, nehmt ihnen das Herz oder den Glücksklee einfach weg!
Sehr nett: Gehe ich zu Silvester mit den Freunden nach unten, böse Geister vertreiben, kann man im Grunde alles Essen auf dem Tisch stehen lasssen, der Kater klaut eh nur den Brotkanten vom Baguette.
Entwicklungspotential: Von zweimal Feuerwerk vom letzten Jahr, um die bösen Geister zu vertreiben haben wir uns auf zweimal Feuerwerk plus einmal Feuerwerk plus zwei Tüten gesammelte lustige Fontänen der sechs Euro-Klasse hochgearbeitet. Es hat letztes Jahr aber auch viel zu gut funktioniert (wenn man von dem einen völlig überflüssigen Todesfall bei Frau Indica in der Familie absieht.) So gut, dass sich Frau Indica - große Feuerwerkabstinenzlerin bis letztes Jahr – für das «einmal Feuerwerk» verantwortlich zeigte. Also haben wir den bösen Geistern dieses Jahr nach dem «Prost Neujahr»-Rufen, den «Gesundes Neues Jahr»-Wünschen, dem Riesling-Sekt schlürfen aus simplen französischen Wassergläsern (Herr Exit hatte vergessen, die Champagnerschalen zum Mitnehmen ins neue Jahr mitzunehmen) mit allerlei schönen Fontänen und Lichtspielen der Extraklasse den Weg zur Tür gezeigt. Ich übrigens für meine Blogleser gleich mit. Soviel Service muss sein. Frau Indica kündigte für 2010 an, erstmals selber eine Fontäne alleine abbrennen zu wollen. Herr Exit war so nett, alle Argumentation von ihm gegen den Kauf eines Feuerwerkskörpers vom letzten Jahr, als quasi intern noch mal ausgesprochen zu haben – ohne auch ein Wort verlauten zu lassen!
Merkwürdig: Musik-Fontänen machen gar keine Musik! Sie pfeifen nur und stottern dabei. Das konnten andere Fontänen besser. Generell hat Feuerwerk immer so schön lustige Namen, ich plädiere für nächstes Jahr vorab noch eine Feuerwerksnamenlesung zu veranstalten (während man den Kram gleichzeitig von der Umverpackung und die Zündschnüre von dem Tesafilm befreit, am besten neben dem offenen Fondue-Feuer – wegen dem Thrill und weil man dann auch gleich den Schwachsinnsmüll der Umverpackungen vernichten kann.)
Muss man wissen: ich stehe auf Feuerwerk! Nicht auf Chinakracher und so'n Schwachsinnsgedöns – aber für britzelnde Wolken malende Luftlichtspiele bin ich immer zu haben, verfalle dann in den große Augen-offener Mund-Kleinkind-Staun-Modus. Immer! Freue mich wie ein Kleinkind, wenn Rakten auch ein schönes Blau im Spiel haben. Der Plan für 2010 steht, Frau Jekylla! Fotos findet Ihr übrigens bei Frau Indica, dort bin ich auch beim traditionelle Böse-Geister-Vertreibungstanz an Wunderkerze zu sehen – und wie man sieht, der Geist bin ich selber!
Lecker: creezys weihnachtliche Rote Grütze.

Gott sei dank: Talytha steht auch 2009 in der Küche sobald ich mir die Milch in den Kaffee gieße, um ihren Tropfen Milch abzubekommen. Die wirklich guten und relevanten Dinge im Leben, haben wir also mit rübergenommen!
Zu tun: Während ich dieses Post schrieb, habe ich die erste Fuhre abgewaschen. Für die zweite Fuhre Abwasch, die Gläser, müsste ich die erste Fuhre abtrocknen, was ich noch mehr nicht mag als abwaschen. Zumal Gläser ja immer nach Politur verlangen. Ach und: die Steuer! Ich könnte auch noch zwei Rechnungen überweisen. Ich könnte mir aber auch noch einen Kaffee machen und mit Pfannkuchen kämpfen. Und dann meine '09er Horsokope scouten.
Ergo: Alles beim Alten! Welcome 2009!

Panik!

Kurzen Moment der Überzeugung gewesen, ich hätte versehentlich alle Photoshop-Shortkeys in 2008 gelassen!

Habe aber wohl doch nur die falsche Version aufgemacht …