2006-05-11

Das ist die Natur der Dinge …

auf meinem recht schönen großflächigen Hinterhof mit altem Baumbestand, schöner Fauna und nicht mehr ganz übersichtlichen Vogelbestand lebt unter anderem ein Elster-Pärchen. An diesem Elster-Pärchen klebt eine Dohle, beide Arten gehören zur Familie der Krähen. Ein eher seltenes Adoptionsmuster, aber die drei sind unzertrennlich. Als die Elstern ihr Probenest in der Tanne unterhalb meines Balkons gezimmert haben, saß die Krähe schon mal drinnen Probe. Probenester bauen Elstern gerne und die Elstern brüten hier sehr früh. Ich habe in Vorjahren schon Ende April die Nestflucht beobachten können.

Heute nun, war es wohl soweit. Der Nachwuchs wurde flügge. Das hat in der Vogelwelt zur Folge, dass die Eltern die Jungen rufen. Ständig. Stundenlang. Im Zweifelsfall geht das tagelang so. Bei meinen Amseln letztes Jahr hat das Geschrei bis nachmittags gedauert. Dann waren sich die Eltern wohl sicher, die kleinen Amselkinder wären über Nacht auf meinem Balkon besser aufgehoben als unten, wo sie ziemlich leichte Beute für die Nachtwelt geworden wären. Aber sie riefen am nächsten Morgen sofort weiter, bis auch das letzte Amselkind den Flügel in die große weite Welt geschlagen hatte. Für das menschliche Ohr klingt das alles sehr laut und recht hysterisch (wer schon einmal erlebt hat, wie es klingt, wenn eine Katze einen Vogel angegriffen hat und dieser unglaubliche Skandal von Vogel zu Vogel weitergetragen wird, weiß wovon ich schreibe.)

Hier und heute schrien also zwei Elstern und eine Dohle lautstark nach dem Nachwuchs. Beide haben bekanntlich nicht das schönste Vogelorgan, dafür schön laut. Was aus den Elstern-Babies mal werden wird, nachdem sie nun wohl auch von einer Dohle mit aufgezogen wurden? Keine Ahnung. Vielleicht gibt es ja nächstes Jahr eine neue Vogelsorte?

Irgendwann – und das ist ein schöner Beweis für den täglichen Wahnisnn einer Großstadt – riss eine Nachbarin das Fenster auf und brüllte lauthals 'Ruhe' der Natur entgegen.

Wenn die Vögel es nicht zufällig gerade überhört hätten, hätten sie's sicherlich verstanden und reagiert. Aber sie haben's nun mal überhört und kreischen immer noch – mittlerweile zwei Bäume weiter!

Gibt es eigentlich ein Drogenscreening für Abgeordnete?

Fragt pepa, Mutter zweier Kinder, Ärztin, in Berlin lebend auf ihrem Blog. Die Frage ist so blöd nicht … nette Kommentare.

2006-05-08

Happy Birthday Murzel!



Wow! 16! Unfassbar! Ich wünsche Dir alles Liebe zu Deinem Geburtstag. Habe einen wunderschönen Tag, genieße Dein neues Lebensjahr, das Leben allgemein. Freue Dich auf die Zeit als fast schon Erwachsener. Hab' weiterhin tolle Freunde und so verdammt geduldige Eltern. Und nutze vor allem die vielen guten Chancen (und Du hast mehr als viele andere Jugendliche in Deinem Alter), die sich Dir bieten – mache sie Dir nicht kaputt durch Faulheit und Dummheit.

Also, bis nachher – dann knutsche icke Dir zu Boden bis Du schielst und dann weil Du schielst.

Ich habe Dich lieb! In echt!

Frühling







Großartiges Geschäftsmodell

Du suchst Dir ein Metier in dem hauptsächlichen Menschen mit übersteigertem Geltungsbewußtsein tätig sind. Dann gründest Du einen Verlag und wirfst ein in seiner Art, Auflage und Präsenz einmaliges Magazin auf den Markt. Alle die dafür schreiben möchten und ihren Namen unter einem Artikel lesen möchte, zahlen dann dafür. Zu den jeweiligen Themen gibt es bestimmt die eine oder andere Firma für es sinnvoll sein mag, passend zum Fachartikel noch eine kleine Anzeige zu schalten, und zahlt auch dafür.

Man lese nur und staune!

Das wäre etwas für Golfspieler, weitere adäquate Zielgruppen könnten Aktfotografen und SUV-Fahrer sein …

2006-05-07

Oh je!

Den Weisswein auf den Prosecco als dieser gestern zu Neige ging, hätte ich mir verkneifen können. Habe ich aber nicht.

Nun habe ich drei Katzen im Haus – nur den Kater kann ich nicht leiden. Und nie hätte ich gedacht, ich würde jemals so etwas sagen: aber ich bin froh, wenn diese Katze morgen wieder geht!

Immerhin…

das muß ich der freundlichen Firma mit der spannenden Stellenanzeige zugute halten: sie arbeiten auch Samstags und sie reagieren prompt auf E-Mails persönlich. Auch wenn meine Rätsel zur Anzeige dennoch nicht gelöst sind, aber ich kann mir gut vorstellen in anderen Companies hätte es im Bereich Position Placement auch der Begriff Produktmanager für diese Stellendescription getan.

Ich habe Ihr Stellenangebot (Link) 'Generationsmanager' mal zum Anlass genommen in meinem Blog zu fragen, was bitte Sie von ihrem (und ich schreibe hier absichtlich die Anrede einmal groß und einmal klein als dezenter Hinweis auf die Rechtschreibfehler in Ihrer (!) Anzeige ;-) ) Generationsmanager eigentlich verlangen.

Das ist mit Abstand die unverständlichste Stellenanzeige, die mir je begegnet ist. Wissen Sie eigentlich überhaupt selber, was Sie von dem künftigen Kandidaten wollen?

Frage ich mich und grüße Sie dabei herzlich
creezy


Wir danken Ihnen für Hinweis bezüglich der Anzeige zun "Generationsmanager".

Die entsprechende Stelle wird informiert werden und selbstverständlich werden wir solche Annoncen in Zukunft verständlicher formulieren.

Mit freundlichen Grüßen


ps
Jut natürlich ist mir klar, was die im Hintergrund 'wirklich' zu meiner E-Mail sagen werden, so'n bisschen Arroganz tut ja ganz gut am Montag Morgen! Aber da Stellenanzeigen zu meiner täglichen Pflichtlektüre gehören, frage ich mich ob eventuell manche Unternehmen, die dringend Fachpersonal suchen, keine Bewerbungen vom perfekten Kandidaten (oder zuviele von nicht perfekten Kandidaten) erhalten, weil sie sich in ihren Stellenverklausulierungen selber verlaufen haben? Wäre doch möglich?

pps
Aber den Begriff 'Generationsmanager' finde ich immer noch großartig. Mensch, was man sich aber auch darunter alles vorstellen kann!