2009-10-24
Dieses Produktanpreiseblatt
eines Geiz-ist-Geil-Ich-Bin-Doch-Blöd-Anbieters von wirres.net gefunden, ist wirklich die Härte. (Siehe meinen Kommentar – ich bleibe dabei, Satzfehler sind auch Schreibfehler).
at 11:57 0 comments
Labels: typo für blogdummies
Habe Amazon gut konditioniert,
finde ich, sie haben sich überlegt mir jetzt endlich Kettensägen anzubieten.
at 10:40 1 comments
Labels: dies und das
2009-10-23
Jack Wolfskin
reagiert auf die zahlreichen Kundenproteste. Angemessen.
Edit: Mehr zum Verlauf der Dinge bei wo sonst¿ Spreeblick.
at 13:53 5 comments
Labels: große weite welt
Kontrollverlust
Wo ist mein Handfeger und meine Müllschippe?
Und warum kann man das Zeug nicht wenigstens anrufen, wenn man es verlegt hat?
at 11:18 2 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2009-10-21
So mit Abkürzungen und so …
Wer, wie ich, bekennender Fan von Typografie ist, dem bricht mehrmals täglich das Herz beim Anblick falsch gesetzter Anführungszeichen, Apostrophen und Schrägstrichen. Nie würde ich behaupten, selbst perfekt zu sein in meiner Rechtschreibung – das Ding hat sich mit der Verwirrung dank Rechtschreibreformen leider völlig verselbstständigt, ich bekenne mich da als Leidtragende. Aber ehrlich gesagt, mir auch völlig egal wie Menschen privat kommunizieren. Aus der eigenen Familie und dank Freundschaften weiß ich, dass zum Beispiel Legasthenie die schriftliche Kommunikation für beide Seiten enorm erschweren kann. Da aber findet man immer Mittel und Wege. So trenne ich sehr strikt private schriftliche Kommunikation von professioneller und finde, es soll jeder schreiben (auch in Blogs) und großartige Texte oder Kommentare publizieren dürfen, auch wenn sie nicht fehlerfrei sind. Rechtschreibfehler sind mir hier echt schnuppe solange der Inhalt verständlich bleibt.
Wenig Verständnis habe ich jedoch für Fehler in einem für eine größere Allgemeinheit bestimmten Text. Will sagen, mein Verständnis für Fehler, wenn es sich dabei um Werbeinformationen handelt, ist nicht vorhanden. Wer wirbt und nicht bereit ist, das (heutzutage) wirklich bisschen Geld in die Hand zu nehmen, um einen Lektoren und Typographen bezüglich der Qualität seiner Druckmaterialien zu befragen, löst bei mir mehr Ärger als Wohlwollen seiner Produkte gegenüber aus. Leider ist das ein Trend, der selbst dort wo mit professioneller Textung Einnahmen generiert werden – nämlich in Zeitungen und Zeitschriften – zunimmt.
In der Berliner U-Bahn sind Monitore installiert, die in einer zehnminütigen Schleife dem U-Bahn-Konsumenten aktuelle Tagesmeldungen, Veranstaltungsinformationen und Werbung präsentieren, bekannt als „Berliner Fenster“. Dort wirbt aktuell auch die GAGFAH Group, ein im Berliner Wohnungsmarkt aktives Unternehmen. Es bewirbt im „Berliner Fenster“ seine Wohnanlagen mit „kinderfr. Wohnanlagen“.
So gehe ich davon aus, dass dieses Unternehmen besonders dafür wirbt, kinderfreie Wohnanlagen im Angebot zu haben. Das mag ein wichtiges zu bewerbendes Alleinstellungsmerkmal sein. Nur frage ich mich, was macht die GAGFAH Group mit den Mietern, die dort wohnen und vielleicht d(n)och erfolgreich sexuell aktiv sind? Müssen die dann mit Sack und Pack umziehen in für sie besonders bereitgestellte „kinderfreundl. Wohnanlagen“? Schon beschleicht mir als potentieller Interessent ein Image-Problem die GAGFAH Group betreffend, Kinder werden dort vielleicht nicht gemocht. (Dabei bin ich sicher, wollten die mir genau das Gegenteil vermitteln.)
Im „Berliner Fenster“ wird jeder besonders hervorgehobene Text anstatt mit den korrekten „typografischen Anführungszeichen“ ständig mit dem "Zollzeichen" publiziert, das tut genauso im Auge weh, wie es schlicht nach deutschen Rechtschreibregeln falsch ist. Die setzt übrigens auch die Duden-Sprachberatung in der Newsletter-Bestätigung genauso falsch. Na, macht ja nix. Sind bloß Profis.
at 11:33 16 comments
Labels: dies und das, typo für blogdummies
2009-10-20
2009-10-19
Lino
hat gestern still und leise beschlossen, jetzt doch auch das Monsterkissen wieder gut zu finden. Nishia ist sauer.
Genauer gesagt: Nishi ist so was von pissed! Bin ich froh, dass es die Blicke-Tötungsmaschine doch noch nicht gibt. Nishikowski ist so auf 100, dass sie ihm heute richtig eine reingewürgt hat. Aber Hallo! – hat die gesessen!
b.p.s. Falls Euch in Kürze irgendwo die etwas ungelenk formulierte Verkaufsanzeige für einen ex-mallorquinischen kleinen schwarz-weißen grazilen Riesenkater über den Weg läuft, in der er für genau gar keinen Gegenwert zur Abholung in Berlin angeboten wird, könntet Ihr mir dann bitte sehr schnell unauffällig einen Hinweis geben?
at 21:24 4 comments
Labels: tieffliegende fellträger
Per Mail …
Guten Tag,
wie mir über Twitter, Blogs, Online-Portalen Deutscher Magazine seit gestern ausführlich zugetragen wird, mahnen die von Ihrem Unternehmen beauftragten Anwälte gerade im großen Stil Privatpersonen ab, die „Pfotenabdrücke“ ihrer (nicht Ihrer!) Haustiere auf selbstgemachten Produkten nachbilden oder ähnliche Abbildungen auf privaten Homepages, Blogs etc. darstellen. Sie vermuten diese Menschen würden das Markenzeichen Ihres Unternehmens dazu verwenden.
Ich bedauere sehr, dass offensichtlich bei Ihnen momentan die Geschäfte so schlecht laufen, dass Sie zu solchen Geldeintreibemaßnahmen greifen müssen.
Womöglich laufen nun Ihre Geschäfte noch schlechter. Ich jedenfalls werde mich in Zukunft hüten auch nur noch ein einziges Produkt von Ihnen zu erwerben.
Vorsichtshalber mache ich Sie darauf aufmerksam, dass Sie nicht im Besitz der Markenrechte an den Abbildungen der Pfotenabdrücke meiner Haustiere sind.
Mit höflichen Grüßen
creezy
at 19:20 10 comments
Labels: blogfreaks, große weite welt
2009-10-18
Elektronische Gesundheitskarte
Wenn Euch Eure Kasse demnächst anschreibt und von Euch zur Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte ein biometrisches Passbild verlangt, (wie Frau dyfa neulich passiert), dann der Kasse einfach nur was husten. Foto auf dem Ihr zu erkennen seid, reicht dicke.
Das wollte ich morgen früh posten …
Tsja, und so überholen sich die Posts im „geplant“-Blogfach. Aktuell wird gemeldet CDU- und FDP haben die elektronische Gesundheitskarte erst einmal gestoppt. Ich denke auch, es ist absolut sinnvoll sich erst einmal neue Gedanken über deren tatsächlichen Kosten und Konsequenzen als auch Akzeptanz beim Beitragszahler zu machen.
at 20:48 1 comments
Labels: große weite welt, null-eins-null
Urteile, auf die die Welt gewartet hat
Sehr schön und bei Richter Ballmann zu finden, ein Urteil schöner als das andere.
at 16:05 0 comments
Labels: blogfreaks
Habe mich …
gerade von einem Mann an brigitte.de verweisen lassen, um dort das Rezept für Gänserillettes zu recherchieren.
Das ist doch irgendwie gelaufen für ein Männer-Küchen-Magazin wie Beef!, so etwas wie die neue ct für den Küchenhengst. Die Jungs sind längst emanzipiert. Andererseits, in brigitte.de wurde natürlich noch nie gezeigt, wie man einen Hasen abzieht. Höchstens wie man Hase anzieht.
at 14:57 3 comments
Labels: ran an den herd
2009-10-16
Feines Wort gelernt diese Woche!
Mösenstövchen
…
…
…
… für Sitzheizung.
at 21:17 5 comments
Labels: humor for today
Schönes Hobby …
so für später nach ‘de Rente, wenn die Sommer heiß sind und Zeit lang wird. Kostet auch nich‘ viel …
pix © Magnus Muhr
via die vibes-bildche Laroussse
at 21:08 3 comments
Labels: photography
2009-10-14
Herrliche …
Mittwochmorgenlektüre. Das Harry Rowohlt-Interview in der taz. Der beste medizinische Artikel, den ich dieses Jahr gelesen habe. (Sollte auch nachmittags funktionieren.)
at 09:36 0 comments
Labels: humor for today
2009-10-13
Freunde
schenkten mir zum Geburtstag eine aufblasbare 44 in zwei einzelnen 4en in … flieder.
Erste 4 erlebte gerade dank der Katzen ihren höchstpersönlichen Exitus.
Jetzt bin ich wieder vier!
at 16:22 2 comments
Labels: dies und das
Ein Brot namens Hilde …

Dieser Text stammt aus einem Artikel, der in einer Frauenzeitschrift (wenn ich noch wüsste, welche …?) russische Frauen vorstellte. Gutes schmackhaftes Brot ist mittlerweile auch hierzulande ein Luxus. Davon abgesehen, dass für so manchen von uns hierzulande auch weniger gutes schmackhaftes Brot schon ein Luxus sein wird.
Das Walchenbrot - Roggenschrot und geröstete Walnuss, mein absoluter Favorit
In Berlin gibt es eine Straße, die Bergmannstraße, sie verbindet den Südstern über den Marheinekeplatz mit dem Mehringdamm, um als Kreuzbergstraße fortgeführt tatsächlich den Kreuzberg zu seinen Füssen umschmeicheln. Die Bergmann war früher guter solider Kreuzberger Kiez, so etwas wie der Ku-Damm aber für die Berliner Subkulturenten. Türkische Antiquariate, Second Hand-Kluft kiloweise in Hinterhöfen, ansonsten ein Mix aus Gothic-Klamottenläden mit einem bisschen Blümchen-Kosmetik, die völlig überschätzte Kaffee-Rösterei einer Amerikanerin und dem ersten Berliner Schuh-Outlett, Knofi wurde hier geboren, es gab eine schöne rustikale Alt-Berliner Markthalle. In den Querstraßen Comic-Läden, Möbelaufbereiter und der Friseur, der berlinweit erstmals bei Vollmond schnitt – viele der Geschäfte im Souterrain, Kohlenkellerverkaufspolitik.
Man hat die Markthalle vor zwei Jahren restauriert und viele deutlich überteuerte Fresstempel in ihr installiert – alles ist schön mulitkulti. Alleine der Umsatz schwächelt offensichtlich hier und dort, denn manchem Käsestand möchte man empfehlen den Käse, der es sehr offensichtlich hinter sich hat, aus dem Tresengeschehen zu entfernen. Die Markhalle schön offen in der Transparenz der klinischen Postmoderne gehalten, ihr und damit dem Markthallenkauf den eigentlich Reiz genommen, vermutlich hatte niemand außer den Investoren und Architekten jemals nach kontinentaler Übersicht in einer Markthalle gefragt. Alleine der kleine Stand in der Ecke, der Drogeriebedarf, Sonnenbrillen und Lotto feil bietet, führt noch den Urberliner Flair einer vergangenen Tante Emma-Exotik. In der Folge der Markthallenmutation hat sich auch die Bergmannstraße zur neuen Berliner Fressmeile gewandelt, verkrampft wollte man gegen den Wandel der Ost-City westlich anstinken. Nun also viel Öko-Kost, unzählige In-In-Thais und SlowFood-Style, dessen Tempo sich qualitativ bis zur Bedienung manifestiert. Man mag kaum glauben, wie sehr sich die neue Qualität der SlowFood-Bewegung in der zeitlichen Dauer – ab ihrer Bestellung eine Flasche Vitell in PET-Flasche endlich auf den Tisch gestellt zu bekommen – manifestieren mag. Die türkischen Antiquariate (ungeputzes, unsortiertes Silber) haben abgenommen oder sich plötzlich zu gehobenen Verkaufstellen von geputzem, sortierten Silber entwickelt, den exorbitanten Aufschlag im neuerdings Festpreis übersehen wir galant. That's the way love goes.
Der Ostblock
Und weil die Bergmannstraße von der Miete her jetzt ein teures Pflaster geworden ist, jede Designmarke hier glänzen möchte und auf der attraktiven Höhe dieser neuen ganzjährigen Halloween-Meile keine Gewerbeflächen mehr zu ordern sind, breitet sich das elitäre Fressen über ihre Grenzen aus und füllt inzwischen auch die bis vor kurzem kommerziell brachliegende letzte Ecke vom Südstern mit sinnlosem Design und gourmanden Leben. Das alles kann man gut finden und auch ablehnen. Hier und da will man es gerne wertschätzen. Zum Beispiel bei einem Angebot wie dem von SoLunda® Brot und Oel GmbH. Im Laden steht der Steinbackofen, die Zutaten sind aus kontrolliertem biologischen Anbau. Die Brote aus Hefe heißen „Blues“, „Jazz“, „Tibeter“ oder „La Boule“. Aus der Sauerteig-Ecke bestellt man den „Ostblock“, das „Hildegardbrot“ oder „Walchenbrot“. Diese Brote kosten meist über 5 Euro das Kilo, sind damit penetrant teuer. Aber sie werden auch gerne in kleinen Mengen abgegeben und geschmacklich trifft man auf eine Qualität, die man hierzustadt lange vermisst hat und daher gerne bezahlt.
Nun denn, Euro 5,60 für ein Kilo Brot sind immerhin knappe elf Ex-Deutsche Mark! Irgendwas sollte dann an der Lieferung gefälligst auch stimmen.
Hildegardbrot (nach Hildegard von Binnen, nur echt mit Galgant und Fenchel.)
Wenigstens ist deren Homepage noch echt Web 1.0. Gneisenaustraße 58, 10961 Berlin, Öffnungszeiten in der Woche 10:00-20:00 Uhr, Sa. 8:00-16:00 Uhr, Donnerstags auf dem Öko-Markt am Wittenbergplatz, Samstag auf den Märkten am Hackeschen Markt und Lehniner Platz zu finden.
Ach, und echtes Schwarzbrot gibt es da auch. Heißt „Schwarzkorn“ und dürfte in Berlin eine Rarität sein.
at 10:07 4 comments
Labels: mein kiez, ran an den herd

