2009-04-14

Ich weiß, ich weiß …

Adobe Produkte wie Photoshop oder Bridge gelten gemeinhin als die absoluten Schnarchnasen. Aber Ihr glaubt gar nicht, wie unglaublich schnell einem Photoshop an einem 2,93 GHz MacBook Pro mit 4 GB und einer 7200er-Platte vorkommt, wenn der jahrelange Standard vorher ein Titanium 667er Powerbook mit 768 MB mit 'ner 20 GB-Scheibe war. Dat ist wie mit 'nem Ferrari im Kreis fahren.

Ich freue mich immer noch wie dumm und verrückt!

2009-04-13

Noch ein Kölner Osterhase …

Österliche Impressionen aus der Domstadt

Ich sage da jetzt mal nix zu …










2009-04-12

Der Kölner


pix by The Exit

setzt sich schon mal zu Ostern zwei halbnackte Männer mit Schminke im Gesicht und Osterhasenohren auf ein Sofa in sein Schaufenster. Das wiederum erfreut den Kölner-, Ulmer-, Bulgarischen-, Dresdner Männerfreund. Da wird geknipst, gejohlt, gestrahlt und das Sofamaterial untereinander aufgeteilt. Mich hätte der Anblick auch freuen sollen, ich hatte aber irgendwie das merkwürdige Gefühl, ich sei gar nicht* gemeint als potentielle Zielgruppe.

(*ergriff mit anderer femininer Begleitung logische weibliche einzig angemessene Gegenmaßnahme: nebenanliegendes Schuhgeschäft betreten und bis zur Kasse durchgekämpft. Danach mit einer Papiertüte den restlichen Tag in der Hand verbracht.)

Happy Ostersonntag!



sagte das Osterkätzchen.

2009-04-11

In Spanien …



Als ich gestern früh in Köln landete, meinem ersten Germanwings-Flug übrigens – ich verzichtete auf den € 2,60-Kaffee, las nach langer langer Zeit mal wieder die «freundin», sowie das Bordprogramm – hieß uns der Stewart nach dem Aufsetzen zunächst einmal „Herzlich Willkommen in Berlin Schönefeld“. Ich schickte kurz danach einen Mitreisenden auf dem Bahnhof in die falsche Richtung (vor einem Kaffee), holte ihn aber wieder zurück auf den richtigen Bahnsteig (nach einem Kaffee). Auf dem Weg von der Tram zum Jeckpalast wurde ich dann von dem ersten älteren Herren, mir auf der Straße begegnend, herzlich begrüßt und als wir uns noch ein zweites Mal über den Weg liefen schickte er mich fröhlichen Grüßen für die weiteren Feiertage ins Kölner Rennen. Der nächste ältere Herr, meinen Weg kreuzend, freute mich zu sehen und erklärte mir in seiner Begeisterung «Köln stirbt aus!». Er würde jetzt schon seit zwei Stunden durch die Straßen laufen und ich sei erst die zweite Frau, die ihm heute begegnen würde.

Köln stirbt aber gar nicht aus, möchte ich als Laie behaupten, denn wir liehen uns gestern am richtigen Rheinufer Fahrräder mit Rücktrittsbremse (ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal ein Rad mit Rücktrittsbreme benutzen musste – irgendwie schwimmt mir vor dem geistigen Auge immer die Situation, wie ich bei Oma im Garten auf Mamas Riesenrad aus noch kurz knapp nach dem Krieg-Rad fahren lernte) und da begegneten uns mindestens ganz viele Kölner auf Skatern, noch viel mehr auf Rädern und überhaupt ganz Köln auf Beinen. Ich glaube heute, ich bin für die Version Damen Hollandfahrrad nicht gemacht. Übrigens kreuzten wir kurz hinter dem Friedenswäldchen den Jungs vom 1. FC, die vom karfreitäglichen Trainingslauf zurück kehrten und begegneten wir an besonderer Stelle einer Tram Modell K 4000 der Linie 7, die bekanntermaßen (!) das einzige niederflurige S-Bahnmodell mit Eisenbahnzulassung ist, weil sie irgendwann in ihrem Streckenverlauf die Straßenbahngleise wechselt, um auf Eisenbahnterritorium tiefer gelegt weiter zu schnaufen. Desweiteren lagen wir zwischenzeitlich an Seen und haben uns gestern alle an einem mediterranem Sonnenbrand erfreuen dürfen. Aus Köln!

Da Frau Indica diesen Monat in Kürze das jährlich wiederkehrende Älterwerdungsritual begehen wird, diskutieren wir gemeinschaftlich bereits mögliche Geschenkvarianten, die wir mittlerweile auf genau zwei eingeschränkt haben: einen Dackel namens Tosca, nach der Tunnelröhre in der Severinstraße, auf der wir gerade schlafen, oder aber einen Königspudel namens Wotan, den wir mittlerweile allerdings in Przemysław umgetauft haben, weil der Name schwieriger zu schreiben und noch deutlich schwieriger auszusprechen ist (Geschenke mit Anspruch!). Frau Indica zögert noch.

Herr Exit dekoriert gerade die Wohnung österlich, nachdem er das Toilettenpapier sanktioniert hatte, das Material fand gestern den Weg aus dem Keller nach oben – nachdem zunächste ein wenig Deckenputz von ihm gewedelt werden musste. Die Vermieterin meint aber, das Haus bliebe trotz tunneliger Baumaßnahmen stehen. Somit steht das Haus tatsächlich auch nach dieser Nacht noch, die Kölner sind fröhlich und wünschen sich ständig unten auf der Straße «Guten Morgen!»

Wir gehen jetzt Osterlamm kaufen und uns der mediterranen Sonne zeigen … ich soll schön grüßen!

2009-04-10

Fröhliches Eiersuchen!



Ich fliege dann mal eben zum Eier färben nach Köln und werde somit das traditionelle diesjährige bulgarische Eierstoßen, die deutsche Tortenschlacht und das kölnische Osterlamm am richtigen Rheinufer zelebrieren mit flüchtigen, urlaubenden und reisenden Bloggern. Nächtigen werde ich erneut in der kurz vor dem Abriss stehenden Severinstraße in der hoffentlich alle Katzenbesitzer schon mal anfangen, ihre Katzen für den Notfall zu mästen.

Und Ihr kommt mir bitte nicht auf dumme Ideen und fangt etwa an den Osterhasen zu gendern! (Vergnügliche Nachhilfe zum Freund gibt es bei Frau Ingeborch.) Ansonsten wünschen ich allen, die suchen, eine erfolgreiche und fröhliche Suche! Und dem Rest ein paar schöne friedliche und erholsame Feiertage!

2009-04-09

Da ich ja selber…

(alleine wohl schon auf Grund meines Sternzeichens Waage) Meisterin der Manipulation bin, ärgert es mich immer maßlos, wenn andere Leute versuchen mich zu manipulieren, denn zum einen bin ich auf recht natürliche Weise nicht ganz blöd und außerdem weiß ich im Allgemeinen schon lange vor ihnen was sie vorhaben – da ich an ihrer Stelle das Gleiche getan hätte.

Es ist ein ewiger Kreislauf. Ursache und Wirkung.

2009-04-08

Der Held meiner Jugend …



und meine erste Erfahrung mit einem Comic. Ich würde mal sagen «Lurchi und seine Freude» habe zum einen meine Freundschaft zu Reptilien geprägt und zum anderen war ich dank ihnen erstmals in meinem Leben echtes Werbeopfer. Große Trauer, wenn das aktuelle auserkorene Lurchi-Modell nicht passen wollte oder den Eltern zu teuer war. (Den Eltern war Lurchi sowieso immer zu teuer, da musste schon Oma ran.)

Wettrennen

Die zu beschreitende Straße durch Neukölln, die mich vom S-Bahnhof zu meiner Docking Station in Tempelhof unterhaltsam begleitet, ist seit einigen Jahren die ewige 30. An einer Stelle – dank Kindergarten und Spielplatz – ist ein Zebrastreifen installiert. Dahinter wurde eine technische Vorrichtung der Tempomessung mit direkter Weitergabe zum Tachometervergleich an den Autofahrer mit Foto-Aufsteller und einem lustig drein blickenden Gör, welches den Tempoverinnerlichten ein fröhliches «Danke!» beiderseits zu ruft, installiert.

Gestern an dem – wie jeder bemerkt haben dürfte – frühlings-sommerhaften (das kriegt Berlin irgendwie nie ordentlich getrennt) lauen Abend führte mich mein Heimweg an eben jener Stelle an einen kleineren Auflauf jüngerer Menschen vorbei, der offensichtlich großen Spaß hatte und von Zeit zu Zeit applaudierte, während wiederum immer einer von ihnen wie von der Tarantel gestochen die Straße ein kurzes Stück hoch rannte.

Offensichtlich galt, wer zu Fuß die 30 km/h-Meldung schafft, hat gewonnen. Einer von ihnen war mit gemessenen 28 km/h nahe dran. Großer Spaß bei den Teilnehmern und Zusehenden also auch mir.

2009-04-06

Warum nur …

ist dieses Meer nie in der Nähe, wenn man es mal braucht?

So ganz nebenbei …

das Arbeitslosengeld I ist tot! Was eine schöne Meldung an sich wäre, nur sind die Gründe keine guten.

2009-04-04

Wow!

Habe gerade per Apple Mail eine Einladung mit Terminangabe im Text erhalten und die ziemlich oberaffenbärentatzenstarke Funktion zu iCal erlebt … das ist doch der Hammer! Alleine dafür muss man doch mal jemanden bei Apple zu Grund und Boden knutschen.

Allerdings waren sie im Ordner-Design vor Leopard deutlich cooler drauf, da haben sie wohl noch komisch Sachen geraucht.

Die wirklich relevanten Tätigkeiten …

eines Mac-Users bei der Neueinrichtung eines Apple-Computers:



Gardinen aufhängen:

2009-04-02

Arbeiten und Geld verdienen

haben ja so ihr Gutes, zum Beispiel darf ich heute (vermutlich, vielleicht, eventuell) das neue kleine, ungemein schnelle Zweit-MacBook Pröchen mit Ganzvorderfront-Beifahrerinspiegel (!) für Nishia abholen. Das ist natürlich bonfortinös. Und Ihr habt ja gar keine Ahnung, wie ich darauf freue! … äh sich Nishia freut.



Arbeiten und Geld verdienen hat aber auch manchmal etwas Schlechtes, zum Beispiel habe ich dieses Jahr nur allerhöchstens diesen heutigen einen Donnerstag, um zur re:publica ‘09 zu gehen. Ich bin sehr gespannt auf die gleichzeitig stattfindende re:health.

2009-03-31

Am 1. April 1978 …

– es war ein Samstag – kamen meine Mum nach einem schönen Tag vom Einkaufen nach Hause und während wir die Tüten auspackten, meine Mum sich einen Kaffee aufgesetzt hatte und wir allerbester fröhlicher Stimmung waren, klingelte das Telefon.

Der Cousin meiner Mum erzählte ihr, dass sich ihre Mama, meine Oma, erhängt hatte. Das ist wie gestern, dieses immer noch spüren, wie meine Mum immer hektischer in den Hörer rief «Lebt sie noch? Lebt sie noch?», dann irgendwann den Hörer auflegte und mit dem schlimmsten Schrei, den ich jemals in meinem Leben vernommen habe, im Wohnzimmer zusammen brach. Höre ihn heute noch. Dieser Gefühlsbruch, wir waren so froh und glücklich an dem Tag, ein Anruf und alles war nur noch schwarz und düster.

In was für einem Albtraum man zurück bleibt, wenn sich jemand selbstständig aus dem Leben wählt. Heute sehe ich das anders. Habe im nachhinein Verständnis für den Schritt meiner Oma, kann ihn verstehen, bewundere sie im Grunde für ihren Mut. Sie hatte ihr Leben lange genug ohne meinen Opa leben müssen, wollte mit der gesundheitlichen Diagnose – Alzheimer – nicht zugrunde gehen, wie sie es sonst wohl getan hätte, sie war müde und offensichtlich reif zu gehen. Aber damals? Wochenlang sind wir wie durch Nebel gewatet. Meine Mum wurde später sehr krank, verlor ihre Arbeit. So etwas zu verarbeiten, braucht viel viel Zeit.

Oma erhängte sich im Altersheim auf der Toilette. Taktvoll und rücksichtsvoll wie sie war, entschied sie, dass es für einen Mann wohl weniger schlimm wäre, sie zu aufzufinden und so wählte sie dafür die Herrentoilette. Wenn sich jemand erhängt, rät die Gerichtsmedizin sich den Menschen nicht noch einmal anzusehen.

Und trotzdem ist sie mir heute noch in meiner Erinnerung der sprudelnste und lebenslustigste Mensch, denn ich je kannte – neben meiner Mum.

2009-03-30

Großhirn …

an die gesamte versammelte Bagage: «Na, hat doch Mami immer gesagt: „Immer vom Körper weg schneiden!”»
«Und?», mault die Handfläche unter radikalem Schnitteindruck eines scharfen Sägebrotmessers Blut spuckend vor Wut in Richtung Groß-, Klein- und Stammhirn, «warum könnt Ihr Deppen nicht auf Mami hören?»

2009-03-29

Der Dunning-Kruger-Effekt

Der Dunning-Kruger-Effekt[1] (DKE) ist eine populärwissenschaftliche Bezeichnung für den Wesenszug inkompetenter Menschen, häufig ihr Können zu über- und die Leistungen von kompetenteren Personen zu unterschätzen. […]

[…]In einer speziellen Forschungsstudie zum Dunning-Kruger-Effekt fanden sie 1999 heraus, dass bei Fähigkeiten, über die Menschen in höherem oder im geringen Grad verfügen können,

— weniger kompetente Personen dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen,
— weniger kompetente Personen überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen,
— weniger kompetente Personen das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht erkennen können,
— weniger kompetente Personen durch Bildung nicht nur ihre Kompetenz steigern, sondern auch lernen können, sich und andere besser einzuschätzen.

Die Autoren wurden im Jahr 2000 für ihre Studie mit dem satirischen Ig-Nobelpreis im Bereich Psychologie ausgezeichnet.[4]

2009-03-28

Habe ich eben gelacht …

Schreibtischgerangel

Der Monitor, der neue flache sorgt trotz seiner Größe für viel Platz in der Tiefe auf dem Schreibtisch an der Stelle, wo früher ein aufgeklapptes PowerBook stand. Viel Platz von dem X-, Y- und Z gemeinschaftlich glauben, er sei ihrer. Würde mich nicht weiter stören, würden sie endlich mal Nachhilfe bei Mr. Invisible nehmen.