2009-01-19

Neues Arbeitsvokabular

im noch frischen Arbeitsumfeld begegnen mir Begriffe, die mir bis dato nicht sehr geläufig waren als da zu nennen wären: Weihnachtspause, Karnevalspause, Osterpause, Pfingstpause (gut, ich übertreibe, wurde bisher nur umschrieben mit «Da ist Pfingsten!»), Menopause, Sommerpause, Herbstpause (hatten wir noch nicht, wird aber kommen, wette ich!), Weihnachtspause …

Die besondere Herausforderung innerhalb dieser Aufgabe unter diesen Umständen ist, Ihr ahnt es, Termine zu finden. Aber keine Sorge, die allermeisten der Anwesenden haben studiert.

2009-01-18

Auch 2009 …

schaffe ich es nicht Faithless' Insomia auf dem Player zu haben und nicht an der Bushaltestelle* heftig im Regen abzuzappeln.

(*Aus der Reihe: Yes, it was me!)

Schade

aber aktuelle Fotos in diesem Dingsda hier signalisieren sehr deutlich, dass völlig egal ist ob man sich im OP von links auf rechts hat einmal komplett umoperieren lassen: Im Dschungel sehen auch die ganz Künstlichen einfach nur scheiße aus. Einschließlich der Extensions.

2009-01-17

Dieses Internet

überall verschluckte Clowns, die tippen:

Furby

ist tot!

2009-01-16

Äh…? Ratte? Katze?

Terrorgänse



Okay, womit mein Traum einmal einen Airbus als Hausboot zu bewohnen leider irgendwie abgesoffen ist.

2009-01-14

Rotz-City

Jetzt nach einigen Tagen der Ruhe in meinen eigenen vier Wänden, einer Phase der Rekonvaleszenz, kann ich es zugeben: ich habe eine Rotz-Phobie. Rotz ist mein persönlicher Sparringpartner des öffentlichen Berlin-Lebens, auf den ich mindestens so prima verzichten könnte, wie auf Taubenkadaver am Straßenrand oder diplomierte Eckenstehpinkler. Ende letzten Jahres war ich kurz davor in dieser Stadt des Rotzes zu der sich Berlin immer mehr zu entwickeln scheint, durchzudrehen – alternativ mir selber einen Rotz-Egoshooter zu programmieren. Der Dezember in Berlin mit seinem ausufernden Rotz hat mir den Rest gegeben, wo und wann immer ich das Bedürfnis hatte auf ein Stück Boden im öffentlichen Raum angewiesen zu sein: Rotz war schon vor mir da und machte mir mein Leben verdammt schwer: «Berliner Bloggerin Opfer ihrer Rotz-Phobie. Tot!», hätte wohl in den hiesigen Stadtzeitungen gestanden, nachdem ich in einem Anfall einem dieser schmarotzenden Rotzer seine Rotzorgane fein säuberlich vom Rest seines Körper filetiert hätte, um wenigstens in einem Fall ein einziges Mal Ruhe zu haben vor dem Rotz. Das klingt grausam? Ieeeh-wo! Nicht für ein Opfer von Rotz-City.

Natürlich bin ich ja selber schuld an meiner Misere. Als Geburtsstätte und Aufzuchtsort wählte ich ein kulturelles Umfeld, in dem wir lernten «Bitte!» und «Danke!» und «Entschuldigung» zu sagen, nicht in der Nase zu popeln (wobei es hierbei insbesondere um das nicht öffentliche Popeln ging, was wir unter der Bettdecke taten war unser eigenes Ding), in der Gemeinschaft möglichst wenig zu furzen (wieso der Hund später diesbezüglich eine Ausnahmeregelung erhielt, hatte meine Mutter uns nie erklären können), andere Menschen unterwegs nicht anzurempeln und nicht auf den Fußweg zu rotzen. Das Hochziehen von Rotze war auch im akuten Stadium eines nasalen Infektes nicht gewünscht, dafür gab es Sputumröhrchen beim Lungenfacharzt oder Taschentücher, die wir übrigens auch nicht auf der Straße sondern im Papierkorb zu entsorgen hatten. Kurz: wir sollten durch andere Talente auffallen und die restliche Menschheit nicht grundlos belästigen. Diese erziehungsbedingten Einschränkungen, die die Sortierung unser ausgegebenen Körperflüssigkeiten im Großen und Ganzen regelte, macht mich ehrlich gesagt etwas empfindlich anderen Menschen gegenüber, die wiederum meinen, mich mit den ihren ständig konfrontieren zu müssen. Aus diesem Ungleichgewicht von Regeln und dem offensichtlichen Verstoß dagegen, entwickelte sich also bei mir über die Jahre als Bewohnerin dieser Stadt, das oben beschriebene Krankheitsbild: die Sputumphobie.

Berlin macht es dem Rotzphobiker nicht leicht. Weiß ein jeder, der auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist. Die bevorzugten Wartestellen der BVG, ein Eldorado für den Sputumsammler. Haben Sie in der vergangenen Weihnachtszeit auf Ihr bevorzugtes Verkehrsmittel wartend, einmal den Wunsch verspürt mit Ihren Einkaufstüten unverhofft höflich den Banksitz neben Ihnen nicht zu besetzen, sondern wollten diese geschickt auf dem Boden parken? Bingo. Irgendein Rotzologe war garantiert vor Ihnen schon vor Ort und hat sein Kurzzeitrevier mit geschickt platziertem Auswurf in kürzester Zeit im Halbkreis makiert, der nächste Rotzologe hat die Lücken gefüllt und der Dritte ein apartes Rotzumuster in zweiter Reihe etabliert, der Vierte setzt dem Ganzen die Sternenkrone auf, der fünfte Rotzkünstler kommt zum Glück erst, während Sie bereits in der S-Bahn sitzen und ein klein wenig verzweifelt auf den Fleck in Ihrem Abteil zu Ihren Füßen starren: Rotze. Dieses Mal in grün. Übrigens ist die beschriebene Situation ein ganzjähriges Phänomen. Schon mal vor einem der BVG-Aufzüge gewartet? Rotz. Schon mal in einem der BVG-Aufzüge gefahren? Rotz. Treppen zum Bahnhof hinab- oder hinauf gestiegen? Rotz. Wollten Sie ein einziges Mal nur an Neujahr der Allererste sein, der am Automaten das erste Ticket des neuen Jahres zieht? Forget it, Honey: Rotz schreit auch hier Erster!

Mein Tipp: Sollten Sie in einem dieser hübschen Verkehrsmittel auf Schienen unterwegs sein und den Wunsch verspüren auf einem Bahnhof auszusteigen auf dem der Zugführer versehentlich verspätet die Türen nach dem Halt zur Öffnung frei gibt, atmen Sie durch und vertagen Sie Ihr Vorhaben auf eine Station später. Seien Sie sicher, die Wartenden vor der Tür auf dem Bahnsteig werden diesen kurzen – allerhöchstens zehn Sekunden währenden Moment – erfolgreich dazu benutzt haben, den Bahnsteig auf kleinstem Bereich so voll zu rotzen, dass Sie nur noch eine Chance haben den Bahnhof unversehrt zu verlassen, wenn Sie mindestens im Besitz eines Seepferdchenabzeichens in Weißgold sind. Verfügen Sie aber nicht über das Talent eines Almsick'schen Goldfisches, seien Sie so klug und verschieben Sie Ihren Ausstieg lieber auf eine Station später, fahren Sie von dort den zurückliegenden Bahnhof neu und vor allem auf der anderen Bahnsteigseite (!) wieder an. Ihr Sinn für Ästhetik wird es Ihnen danken. Ihr Schuhsohlen vor Freude hüpfen. Und wer hat überhaupt schon immer seinen Schnorchel am Mann?

Aber Rotz macht sich auch ganz Berlin übergreifend breit, wie die Slime-Invasion in den späten 70igern auf unseren Schulhöfen: Neulich lief ein junger Mann vor mir, die Hände in den Hosentauschen und nahm faszinierenderweise einen Fußweg in kompletter Breite ein, auf dem sonst zwei Menschen problemlos den gleichen Weg gehen und bei Gegenverkehr auch vier Passanten bequem aneinander vorbei kommen, selbst dann hätte noch ein ausgewachsener Kampfhund dazwischen gepasst. Und zwar quer. So breit war der Junge, wow! Obwohl im Grunde ganz schmal vom Körperaufbau. Wie die das immer machen, ist mir ein neidisches Rätsel. Sorry, ich schweife ab.

Nun ist es üblich, das habe ich mittlerweile gelernt, in bestimmten kulturellen Kreisen als Frau drei Meter hinter dem Mann zu gehen. Ich verlängerte auf ca. zehn Meter, denn da bin ich gerne und ganz und gar professionelles Urweib. Insgeheim war ich aber nur eines: feige und weswegen? Rotz! Denn der Mann war eine wandelnde Rotzmaschine. Ungelogen alles zwanzig Meter rotzte er schräg nach links mir in der von mir selbstgewählen stetig ausbauenden Entfernung vor die Füsse. *Rrrrrrrrrrrherochggggg…rotz*, zwanzig Meter später: *Rrrrrrrrrrrherochggggg…rotz*, nochmal zwanzig Meter weiter *Rrrrrrrrrrrherochggggg…rotz*. Unser gemeinsamer Weg erschien mir mit der Zeit unangenehm lang, spätestens als ich merkte, dass ich mich an das abartige Geräusch zu gewöhnen schien. Erst wunderte ich mich, dann war ich mittelschwer beeindruckt, später machte ich mir Sorgen. Aufgrund einer medizinischen Vorbildung weiß ich ja, dass der menschliche Körper zu 80 % aus Wasser besteht, aber bei seiner deutlich hohen Auswurffrequenz, ohne gleichzeitig Material nachzuschütten, ahnte ich Probleme auf des jungen Mannes Körpers zurotzen. Als er dann irgendwann in einen Hausflur einbog, konnte ich nicht anders, nahm allen Mut zusammen, blieb stehen und sprach: «Entschuldigen Sie bitte, ist auch Ihnen aufgefallen, dass Sie alle zwanzig Meter auf die Straße rotzen? Das erscheint mir doch schon krankhaft häufig, haben Sie deswegen schon einmal mit einem Arzt gesprochen? Wie nennt sich diese Krankheit denn?» Der Mann glotzte mich an und formulierte dann einige Sätze in einer mir völllig fremden Sprache. Ich vermute, ich bin jetzt verflucht de Luxe bis zum Sanktrotznimmerleinstag. Dabei waren meine Sorgen wirklich echt und auch meine Neugierde mitnichten eine gespielte. So was muss doch behandelt werden!

Wenige Tage später hatte ich wieder ein denkwürdiges Erlebnis mit einem neuen Exemplar dieser Rotzfraktion. Läuft Señor Rotzo in etwa gleicher Höhe auf dem Fußweg, rotzt mir fast vor die Füße, entdeckt plötzlich den blonden falschen Stich in meiner Perrücke, identifiziert mich treffsicher als Weib und … baggert mich prompt an. Professionell innerhalb von zehn Sekunden zwei grandiose Fehlleistungen hingelegt! Und nun frage ich Sie: wieviele Frauen kennen Sie, die einen frischen Jüngling mit zu sich abschleppen, der gerade voher noch Bäuerchen mit lustig SpuckiSpucki gemacht hat? Ich will mir den Sex mit einem Kerl, der im Prinzip ein Lätzchen tragen sollte, nicht einmal vorstellen müssen! Was er nun übrigens auch weiß. Und ich muss wohl langsam zum Exorzisten, die Flüche …

Als ich kurze Zeit später zu Hause ankam, traf ich an der Stelle auf dem Gehweg direkt vor der Eingangstür wo man stehen muss, möchte man diese aufschließen auf einen riesigen – schlichtweg terminatös – zu nennenden Rotzfladen. Das war der Tag an dem ich unten an die Tür einen Zettel hängen wollte mit dem mitteilsamen frommen Wunsch, dass demjenigen, der für diese einzige Riesenrotzflut vor meiner Docking Station verantwortlich zeichnete, doch bitteschön bei Gelegenheit die Eier abrosten möchten. (Ach kommen Sie, seien wir ehrlich: die Makierung des eigenen Reviers mit Rotz ist zu 95 Prozent ein ziemlich von der jeweiligen Chromosomenverteilung abhängiges Phänomen.)

Übrigens, wer übermässig viel rotzt, bekommt Zwerghoden und wird mit spätestens dem 28. Lebensjahr an Impotenz leiden. Echt. Jetzt!

Spaß beiseite: Wussten Sie, dass auch in Deutschland die Tuberkulose wieder auf dem Vormarsch ist? Fängt man sich per Tröpfcheinfektion ein, die Erreger überleben unter günstigen Bedingungen schon mal zwei Tage … Wie? Sie auch jetzt plötzlich so phobisch?

Och, wissen Sie, mir geht es nach dem Artikel schon wieder viel besser. Danke für's Zuhören!

The Real Life

Da sitzen sie, die beiden besten Freudinnen.

Wieder einmal sitzen sie mir gegenüber und das Spiel, das gespielt wird, ist ihnen deutlich anzusehen. Die eine ist für ihr Alter, noch attraktiv und das ist ihr aber auch immens wichtig. Überlebenswichtig. Der anderen indes steht die Unzufriedenheit mit ihrem Leben inzwischen mehr als deutlich ins Gesicht geschrieben. Überdurchschnittlicher Alkoholkonsum hinterlässt irgendwann seine Spuren. Lässt diese Frau als aufgedunsene Qualle und mit trüben Blick zurück, was sie nur noch unglücklicher macht in ihrem für sie kaum noch ertragbaren Unglück. Höllenquadratur des Kreises.

«Das macht doch nichts!», beschwört sie ihre beste Freundin. «Für mich bist Du doch immer noch die Schönste!» Und sonnt sich dabei in den begrüßenden Blicken der vorbeigeisternden Fremden, die sich auf Weibchenrecherche befinden und das unglückliche Etwas neben ihr visuell gleich und im Gespräch etwas später ungalant ausblenden. Das Unglück in dem aufgedunsenen Körper mit dem dazu gehörigen Gesicht wächst.

Schön muss sie sein, diese tiefe ehrliche Freundschaft, wenn die beste Freundin die andere beste Freundin sufftechnisch vor die Hunde gehen lässt, damit sie in der vielgeliebten öffentlichen Zweisamkeit immer noch als die Schönere, die Hübschere da stehen kann. Es tut ihr so gut, dass nur sie es ist, die nach der Telefonnummer gefragt wird. Der alle Aufmerksamkeit geschenkt wird. Auf deren Haut sich die begehrenden Blicke von oben nach unten bewegen und wieder zurück. Nie nach rechts, wo die unglückliche Freundin sitzt, später lallend und flehend, immer um Aufmerksamkeit bettelnd. Ihr Unglück wächst.

Sie ist das perfekte Accessoire, um die eigene Mittelmäßigkeit der aparten Freundin etwas aufzupolieren. Und während sie hofft und fleht mit all ihren unbeholfenen Zeichen, die sie unübersehbar setzt, konsumiert die andere und blendet aus, was ihr Herz ihr eigentlich längst hätte befehlen müssen, sich um die andere sorgen und kümmern.

«Alle Männer sind Arschlöcher, die, die Dich immer verlassen haben und die, die Dich verlassen werden.», darin bestätigt sie ihre Freundin optimal. Selber ist sie noch versorgt, das ist schön. Der ultimative Zwang noch mal einen abgreifen zu müssen, bevor die Jahre der Einsamkeit endgültig zuschlagen, wenn nichts mehr geht, den lebt sie nicht. Und die immer weniger gewollte Freundin an ihrer Seite, garantiert ihr den Blick auf ein Unglück, das nicht ihres ist und ihren eigenen alltäglichen Alltag erträglicher, beinahe schöner macht als er es wirklich ist.

Dass die besten, die klugen, die niveuvollen Männer irgendwann einfach gehen müssen, wenn sie erst begriffen haben, diese eine Frau hat ein Riesenproblem und keine noch so große Liebe der Welt erträgt es, will sie sich partout nicht helfen lassen, verschweigt sie ihrer alkoholkranken Freundin schwesterlich. Bloß nicht die deutlichen fairen Worte sprechen, die ihr eigenes angenehmes Leben aus den Fugen gleiten lassen könnten. Dass die Freundin endlich aufwachen muss, etwas für sich und ihr Leben tun muss. Die Entziehungskur angehen muss, professionell unterstützt, will sie in diesem Leben überhaupt noch einmal die Kurve kriegen und ihren Traum von funktionierender Partnerschaft leben können. Sie den Arsch hochkriegen und sich in Bewegung setzen muss, für ein Leben nach ihrer Sucht. Das sagt sie ihr alles nicht. Die beste Freundin. Denn Glück, Frieden, wiedergewonnene Zuversicht, das ist nun wahrlich das Letzte, was sie will für ihre beste Freundin.

Denn dann würde sich ihr Leben auch ändern müssen. Neben welchem hässlichen, unglücklichen, verquollenen Entlein sollte sie denn dann bitteschön noch strahlen? In den letzten paar Jahren, die ihr überhaupt noch als wahrgenommene Frau verbleiben? Nein, da muss man Opfer bringen. Und so ist es klüger, es ist nur die beste Freundin die vor die Hunde geht, bevor sie selbst es tut.

Die schlechte Energie der einen killt die andere. Sie sind sich so nah. Sie tun sich so gut! Nur eine von beiden verliert eben immer.

Da sitzen sie, die beiden besten Freundinnen.

2009-01-13

Das Schöne am Fieberwahn …

ist, man kann so viele schöne dumme Dinge tun: den Tag (frei!) im Bett verbringen, den Bademantel nicht verlassen, dummes Zeug labern oder auch posten, Grießbrei überkochen lassen, sich wundern, wer in den letzten drei Tagen die Küche hat so verkommen lassen und Fernsehen gucken, ausnahmsweise auch die schlimmen Sender, die sonst eher ein «no go» sind: DAS hier gesehen und ehrlich entsetzt gewesen. Das die Frau sich alleine wegen der Schmerzen nicht umgebracht hat. Ich meine, wir wissen doch alle wie Gesichtshaut schmerzt, wenn sie sich nur über einen dicken Pickel spannt, oder?

Miok Han musste wohl einen sehr harten Weg gehen, um zu verstehen, dass es im Leben auf etwas anderes ankommt als Perfektion und Schönheit.

Der …

wohl am inflationärsten missbrauchte Revolutionist …



Che hat sich sein politisches Erbe wohl auch ein bisschen anders vorgestellt.

via Der Physiker

2009-01-12

Tipp

Ich schätze so nicht ganz drei Wochen, dann gibt es einen neuen Actimel-Kachelmann-Werbespot.

Mit Katze.

Zauberkatzen



neben einem oder mehreren hübschen weichen bunten Katzenbäuchen am frühen Morgen aufzuwachen, der aufdringlich neben einem entgegen gehalten wird, damit man im Halbschlaf den Job erledigt für den man schließlich eingestellt wurde, entwickeln sich die ärgerlichen menschlichen Banalitäten der vorangegangenen Nacht über die man sich ruhig auch und legitimiert ärgern könnte, zu feinstem Puderzuckerstaub.

Wie soll man sich über Puderzucker ärgern?

2009-01-11

Obligatorische Regelmäßigkeiten

Husten, Schnupfen, Heiserkeit selbstverständlich erst dafür aber pünktlich zur Woche der Wiederarbeitsaufnahme …

2009-01-10

Tapfere creezy

bin heute los gezogen, tapfer wie Robert Basic durch die ebay-Geschäftsbedingungen, und habe sage und schreibe zwei Jeans erstanden. Ungefähr zehn anprobiert, eine davon war – IGITTIGITTIGIT – versehentlich 'ne Röhre, die zweite Röhre beim Einstieg ins erste Bein zum Glück vorher noch erkannt. Die Jeans mit dem laberigsten dünnsten Stoff war interessanterweise die teuerste der herabgesetzten: eine Levis. Eine Jeans kann ich bei erträglichem Tragen nächste Woche noch einmal nachkaufen, die zweite war ein einmaliges herabgesetztes Dingsda. Immerhin in zwei Läden gewesen. In zwei Umkleidekabinen. Nennt mich Jeansterminatorin! Gut, den einen Albtraum hätten wir erst mal erledigt.

Gewisse Zeichen zeigten aber, dass ich meine restlichen Weihnachtsartikel (bis auf die Dominosteine) verschenken sollte und morgen dann doch mal wieder joggen gehen sollte, alternativ die Termine kommende Woche, die nicht in Köln passieren, per Rad absolvieren sollte (Wetter, kannste bitte schnell tauen?). Irgendwann mal mit dem Rad nach Köln, mache ich ein anderes Mal dieses Jahr. Nicht immer gleich den besten Spaß gleich an den Anfang des Jahres legen.

Dann beflügelt mit kein Ende nehmender Tapferkeit um den Friseur in der neuen Neuköllner Einkaufshölle rumgeschlichen. Kostet ein paar Euro mehr als der andere, war aber irgendwie auf dem Weg und ich in schnittiger Laune (passiert eh nur einmal im Jahr). Für mehr Geld einen netten Schnitt bekommen und 1a-schlechte-Laune-mach-Beleuchtung dazu. Jetzt also auch Friseure mit H&M-Anprobenbeleuchtung (was Ihre Poren sind nur anderthalb Meter tief? Wissen Sie im Vergleich zu Ihren Falten sind das doch flache Pfützen …) Beim Friseur Lieblingsjacke am Arm gerissen, beziehungsweise dort zumindest von der netten Hairdreseurin darauf hingewiesen worden. Dieses Jahr steht bis jetzt unter keinem guten Klamotten-Karma. (Neulich an anderer Jacke Knopf abgegangen, mittelschwere Katastrophe für eine wie mich!)

Immerhin heute zwei Sachen, die ich wirklich für mein Leben ungern mache innerhalb von drei Stunden abgehakt. Yeah!

Ahne …

backt Kuchen, löst damit eine Ost-/West-Tortendiskussion aus und bitte überlest mir nicht den Tipp des Tages im Post!

Schöner arbeiten!

Aus meinem Mailordner mit den besonders ernst gemeinten Zuschriften:

Karrieren und Stellenangebot

Wir bieten Ihnen eine offene Vakanz an. Dieses Stellenangebot ist beschraenkt und gilt nur fuer die Buerger Deutschlands.

Unsere Firma angagiert das Personal fuer die Hausarbeit als Der aeusserliche Hilfsvertreter (Outside Support Representant). Diese Hausarbeitsposition basiert sich auf online-part-time, im beschleunigten Tempo (fast-pased Position). Die nebenamtlichen (Part-time) Mitarbeiter arbeiten gewoehnlich 4 Stunden pro Tag (Montag-Freitag) und arbeiten gewoehnlich nicht am Wochenende und an Feiertagen. Waehrend Ihrer Arbeit werden Sie mit Paketen und Paeckchen zu tun haben. Ihre Hauptaufgaben sind Erhalten, Umverpacken (notwendigerweise) und Absenden an den Endkunden.

Fuer ein Paket bekommt der Mitarbeiter € 20,00 und Monatsgehalt je nach dem Angebot. Unsere Mitarbeiter, die nebenamtlich arbeiten, bekommen fuer jedes Paket gute Kommission. Achten Sie bitte darauf, dass diese Leute nicht mehr als 17 Stunden pro Woche beschaeftigt werden duerfen.

Fuer solche Arbeit brauchen wir keine grossen Arbeitserfahrungen und stellen keine hohen Anforderungen. Die vorliegende Arbeit ist ausgezeichnet fuer Studenten, Muetter und Menschen, die online tageweise Arbeit suchen. Wir sind eine sich schnell entwickelnde internationale Gesellschaft und Sie haben eine grosse Moeglichkeit Ihre Karriere mit uns zu beginnen. Bitte verlieren Sie keine Zeit und beginnen Sie mit Ihrer Karriere gleich.


Wer schon immer mal Kokain in online-part-time im fast-pased-position-Tempo umschichten wollte, Mail-Anschrift zwecks ernstgemeinter Bewerbungen kann ich natürlich nachreichen – oder Ihr guckt selber in Eurem Spam-Folder Ordner nach.

Edit: Nee, kein Kokain. Bloß ebay-Tauschware.

Remember These Children

2009 Seit 2000.

via stackenblochen

2009-01-09

Twitter-Fun

so schnell zum Feierabend …



Lesen 2.0

Der Burnster:

Richard Dawkins The God Delusion war die reinste Tautologie für mich, im Gegensatz zur Bruno Taut-Biografie, zu der ich leider noch nicht gekommen bin.

Der ix:

in palm springs hab ich mir die autobiographie von jerry lewis gekauft. das war das einzige buch 2008, in dem ich mehr als 100 seiten gelesen habe.