Die Tenuta Lagala – Weingenuss und perfekte Gastfreundschaft in Venosa
Venosa ist ein entzückender Ort mit kunstvollem Flair. Und die Tenuta Lagala als Cantina und Agriturismo ist eine zauberhafte Gaststätte und Pension inmitten der Weinreben samt Ziegen, Hühnern und Katzen mit herzlichen Gastgebern.
Ein Ort zum sich Wohlfühlen!
Venosa – einst Handelsmetropole, heute voller archäologischer Schätze
Venosa liegt in der Provinz Potenza der Basilikata, knapp hinter der Grenze zu Apulien. Von Matera ist man in einer Stunde Autofahrt dort, von Bari aus fährt man ca. 100 Minuten mit dem Auto, zwei Stunden wird ein Bus brauchen. Venosa hat alles, was eine kleine Ortschaft mit knapp 12.000 Einwohnern ihren Besuchern bieten kann: Historie, buntes Leben und die grandiose Küche mit ihren exzellenten Weinen!
Hübsche kleine Gassen mit ebensolchen Häusern vermitteln heute noch den Eindruck ihrer früheren Glanzzeit. Auf der Piazza Umberto beeindruckt die Villa Communale mit ihrer Pracht.
Ein Ausflug in die Geburtsstadt des lateinischen Dichters Quintus Horatius Flaccus (65 v. Chr.) – kurz als Horaz bekannt – lohnt sich absolut! Sein Geburtshaus steht heute noch, kann allerdings nur von außen bewundert werden.
In der Nähe auch seine Statue. Überall in der Stadt gibt es kleine kunstvolle Hinweise, die es zu entdecken gilt. Ein Spaziergang durch Venosa ist eine Freude.
Bunte Häuser, schmale Gassen. Der Ort liegt leicht erhoben an den Hängen des Monte Vulture. Der erloschene Vulkan hatte zum letzten Mal 40.000 Jahre vor Christus für vulkanüblichen Ärger gesorgt – übrigens mit der gleichen Größe wie der Vesuv.
Weinregion mit vulkanischem Flair
Die Gegend verdankt ihm heute aufgrund der ausgezeichneten Bodenverhältnisse den Aglianico del Vulture DOC, dem köstlichen Rotwein aus dieser Region der Basilikata. Übrigens finde ich die herausragenden Weine der Basilikata bei uns in Deutschland noch gar nicht ausreichend wertgeschätzt. Ach, und hatte ich eigentlich schon erwähnt, wie sehr ich die Landschaft der Basilikata liebe?
Als Horaz hier geboren wurde, galt Venosa, das ca. 291 v. Chr. von den Römern noch als Vensusa erobert wurde, als eines der relevantesten Handelszentren im Römischen Reich. Gegründet wurde die Stadt an den Ufern eines alten, seit Jahrhunderten trocken liegenden Sees. Die Lage an der Via Apia spricht für sich. Aus dieser Glanzzeit können die Ruinen eines Amphitheaters, ein Wohnhaus und Thermen besucht werden.
Das beeindruckende Castello ducale del Baluzo mit seinem (trocken liegenden) Wassergraben und den vier zylindrischen Türmen entstammt dem 15. Jahrhundert. Heute ist es der Sitz des Archäologischen Nationalmuseums, das die Fundstücke zeigt, die im Archäologischen Park von Venosa am Stadtrand gefunden wurden. Das Schloss stammt aus der Regierungszeit der Aragoneser. Ich habe es nur bei Nacht gesehen, unbedingt ein Grund für mich, nochmals Venosa zu besuchen!
Auch sehenswert müssen die jüdischen Katakomben sein, die im 3./4. Jahrhundert n. Chr. tief in den Hügel Maddalena hineingetrieben wurden und als Grabstätten bemerkenswerte Fresken zeigen.
Venosa besitzt einen entzückenden Mix aus Historie und Moderne – und ist auch eine lebendige Stadt. Umfriedet von einer traumhaft schönen Natur!
Wenngleich man oft leider sieht, dass die Menschen auch wegziehen und das eine oder andere Geschäft nicht mehr von der Familie fortgeführt wird. Kleine Bars servieren fantastische Weine der Basilikata – und natürlich den guten italienischen Caffè. Unser Ausflug in die Pizzeria Ganea am Abend hatte uns absolut überzeugt.
Ich war wirklich gerne hier – und obwohl uns am Nachmittag der stete Regen erst einmal vertrieben hatte –, wie schon geschrieben, möchte ich sehr gerne Venosa noch einmal länger entdecken! Schon alleine wegen der vielen Kunstobjekte, die man überall in dieser Stadt entdecken kann.
Agriturismo e Cantina Tenuta Lagala – Urlaub mit Ziege, Pool, Wein und manchmal Gesang
Vor einem heftigen Regenguss retteten uns Angelica und Arnaldo in die Tenuta Lagalla, bei denen wir zur Nacht eingeladen waren.
Das Ehepaar hat sich hier auf dem Bauernhof der Familie ganz auf Gäste eingerichtet. Mein Zimmer trägt den fröhlichen Name Hippos, denn: Pferdesport ist hier auch möglich.
Es sind einfache, aber gemütlich eingerichtete Zimmer – eines davon im kleinen Wachturm. So lässt es sich sehr gut auf 4-Sterne-Niveau Urlaub machen.
Hier werden in dem schönen Restaurant und der Weinbar mit Blick auf die Weinberge die herausragenden Weine, die Arnaldo produziert, serviert. Ebenso das prämierte hauseigene Olivenöl – und was Angelica in der Küche damit mit ihrer Crew für ihre Gäste kreiert, ist einfach nur lecker!
Die Hausherrin lässt es sich auch nicht nehmen uns zum Frühstück ihre selbst gemachte Ricotta zu servieren! Gastfreundschaft am Tisch lautet ihr Credo.
Und es stimmt, alleine, was die beiden uns zu einem späten Pranzo zu unserer Begrüßung servierten – natürlich nur aus den Produkten der Umgebung – ach, ich hätte von dem Tisch gar nicht mehr aufstehen mögen!
Pizette mit aromatischen Funghi oder Tomaten, Catalogna, Stracciatella zu den Tomaten, würziger Käse …
Zu meinem Besuch in Venosa und bei der Tenuta Lagala kann ich nur sagen: Er war eindeutig zu kurz! Venosa ist ein bezaubernder Ort mit zu entdeckender Geschichte und in der Tenuta kann man sich richtig gut erholen, einschließlich einiger Kilo mehr, die man wohl mit zurücknimmt. Im Koffer und auf der Hüfte.
Natürlich möchte ich einen besonderen Protagonisten nicht unterschlagen: Von Juni bis Oktober sorgt der zum Agriturismo gehörende Pool für Erfrischung, der ausschließlich den Gästen vorbehalten ist.
Cantina Tenuta Lagala – Arnaldos Weine sind international gefragt
Arnaldo hatte die Vision einer Cantina mit seinem Bruder in die Realität umgesetzt. Nach dessen plötzlichem Tod hat er die Weine und kündftig auch feinen Spumante der Tenuta Lagala alleine zu Ruhm und Ehren führen müssen. Aber mit Erfolg: Als wir im Herbst zu Besuch waren, war der neue Weinkeller gerade fertiggestellt und die ersten Tanks waren eingezogen.
Sein Rotwein, der Nero degli Orsini, ist prämiert mit drei Gambero-Rosso-Gläsern.
Sein Spiralis Aglianico Bianco di Basilica IGT ist mehrfach auch internationaler Preisträger, um nur zwei seiner ausgezeichneten (im doppelten Sinne des Wortes) Weine zu nennen.
Sein neuestes Flagschiff ist ein Spumante, noch in seiner Kulturphase. Wir dürfen ihn zwar schon verkosten, noch aber er nicht auf dem Markt. Was für eine große Ehre!
Arnaldos Weine sind inzwischen international hochgeschätzt.
Ich bin voller Zuneigung zu Maddalena, dem Rosé von Arnaldo. Die Rebe der Aglianico Basilica I.G.P. wird am Spalier gezogen und reift sehr spät. Die Mazeration erfolgt acht Stunden auf der Maische, Ausbau im Stahltank und mindestens drei Monate Flaschenreife, bis dieser Rosato den Markt betritt. Da sind rote Früchte im Glas, Beeren, Granatapfel und Muskat, ein sehr würziger und ausgewogener Rosato mit 12,5 Vol. Toll!
Wer es spritziger mag, den wird auch das frische Äquivalent als Frizzante gekeltert begeistern: Angelica del Vulture. Ein zauberhaft tiefes Rosé im Glas liefert Waldfrüchte, Himbeeren mit Zitrus am Gaumen und hinterlässt Eindruck im Abgang. Dieser Frizzante ist der perfekte, lebhafte Begleiter im Glas an warmen Sommertagen.
Die Zeit in seinem Weinkeller, der teilweise dem Labor eines Chemikers gleicht, haben wir alle flüssigen Köstlichkeiten sehr genossen. Es war auch so spannend, seine Spumante auf dem Weg ihrer köstlichen Werdung kosten zu dürfen. Und das alles liegt idyllisch, nebenan gackern die Hühner und meckern die Ziegen.
Arnaldo zeigt mir die Katzenbabys, die im Stall in der Nähe der Küche in Sicherheit aufgezogen werden. (Mehr für die Babys, als für die Küche.)
EVO Essenza – die grüne Essenz aus vulkanischem Boden
Olio EVO Essenza ist ein weiteres köstliches Geschenk, das aus der harten Arbeit der beiden resultiert. Diesem exquisiten Olivenöl, wie auch den Weinen der Tenuta Lagala, hilft es sehr, dass die Böden in der Region rund um Venosa aus Vulkangestein bestehen. Dem Öl kommt er im besonderen zugute, er schenkt den Coratina-Oliven ihre bittere Note mit einem pikanten Abgang.
Daher sind seine organoleptischen Eigenschaften bemerkenswert, in ihrer pfefferigen Note deutlich zu empfinden und sie waren Gambo Rosso 2024 bereits die Auszeichnung zweier Olivenblätter wert. Das Öl ist ein Cuvée aus den Sorten Ogliarola und Coratina. Die Ogliarola steht für den fruchtigen, aromatischen Geschmack, die Coratina liefert die gesunde Bitterkeit und Schärfe.
Zu den eh schon schönen Restauranträumen gehören im Hintergrund noch eine große Eventhalle für italienische Familienfeiern – und diese können halt immer etwas größer ausfallen. Sicher kann es da in der Saison auch einmal etwas lebendiger werden – aber als Gast dazugebeten zu werden, ist in Italien wohl obligatorisch. Und: Es ist ein Agriturismo – wer hier zur richtigen Zeit urlaubt, wird die hohe Kunst der Weinlese oder Olivenernte miterleben dürfen.
Spätestens, wenn die Arnaldo seine Weine und Angelica ihre köstliche Küche serviert, wird jeder Moment in dieser traumhaft schönen Umgebung zum Feiertag! Mit solchen Aussichten?
Also … wenn Basilikata, unbedingt auf nach Venosa!
Tenuta Lagala
Strada provinciale 18
Ofantina 85029 Venosa
mobil: +39 3463098413
e-mail: info@lagala.it
e-mail: prenotazioni@lagala.it
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Fröhlich sein, freundlich bleiben und bitte immer gesund wieder kommen!
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