2026-02-19

Der dümmste Schwachsinn …

… der seitens dieser desaströs inkompetenten Bundesregierung nun durch die Medien tapert, ist meiner Meinung nach, das Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche. Das kommt so sehr sichtlich aus der Kiste: „Wir haben selber keine Ahnung vom Thema, also verbieten.”

Dieses Verbot würde lediglich bedeuten, dass man Kindern versagt, frühzeitig kompetent in die Nutzung des Internets eingeführt zu werden, damit sie hier so früh wie möglich umfassende Kompetenz aufbauen können. Weil man selber technische wie auch inhaltliche Zusammenhänge nicht begreift – und schon mal gar nicht Geld in die Hand nehmen möchte, um Kindern das Wissen womöglich in Schulen zu vermitteln (für mich heute absolutes Pflichtfach) –, geht man lieber den bequemen Weg: Ein Verbot muss her.

Völlig albern in einer Zeit, in der die Nutzung sozialer Medien zur Jugend gehört, wie für uns früher die BRAVO. Und: Australien zeigt es gerade, das Verbot wird in großem Stil umgangen werden. Übrigens von den Eltern selber. Warum? Weil heutige Eltern soziale Medien als Kommunikationsform mit den Kindern zum Nachrichtenaustausch verwenden. Das ist state of the art, da gibt es auch kein Zurück mehr. Keiner schreibt heute noch eine SMS. Natürlich nutzen Eltern mit echter Medienkompetenz hierfür auch die richtigen sozialen Medien (z. B. Signal) und sorgen dafür, dass die falschen Medien (WhatsApp) nicht auf dem Smartphone der Kids landen.

Regierungsseitig wird doch bloß wieder Bequemlichkeit zelebriert. Ja. Netzbildung für Kinder ist ein herausforderndes Thema, und nicht alle Eltern verfügen heute (das ist nämlich längst keine Frage mehr des Alters, sondern eben von eigener Kompetenz, die auch heute längst nicht jede*r hat) über diese in ausreichendem Rahmen. Das merkt man immer dann, wenn Papis mit Klarnamen Influencerinnen auf TikTok dissen.

Es ist sicherlich richtig, Medienzeiten zu beschränken. Genau hinzusehen, wo das Kind online agiert, mit wem es kommuniziert. Den Kindern müssen Inhalte erklärt werden, Strukturen müssen aufgezeigt werden. Sie müssen unter Anleitung lernen, zu differenzieren – sich davon zu distanzieren. Selber erkennen lernen, wann es richtig und wichtig ist, eigene Stoppschilder zu setzen.

Das schafft man aber nur mit Zeit, die man in Kinder investiert. Mit Vertrauen, das man in sie setzt. Mit klugem Austausch. Das ist auch keine einmalige Sache, da muss man dranbleiben, hinterfragen, beraten und sich unter Umständen selbst Beratung holen. Es ist ein Prozess und nein, keiner, der irgendwem in den Schoß fällt. Aber nur so gibt man dem Kind die faire Chance, für sich die guten Seiten des Internets ins Leben zu holen und die sehr üblen Seiten selbstbestimmt (!) abzuwählen. Denn selber Gefahren zu erkennen und mit Vertrauenspersonen darüber zu sprechen – das ist echte Medienkompetenz bei Kindern. Auch immer wieder den eigenen Konsum zu hinterfragen, das eigene Auftreten im Netz, ist ein hervorragendes Instrument, das man Kids unbedingt mitgeben sollte. Es wird solche Instrumente öfter wiederverwenden können, spätestens wenn es Partydrogen und Rauschmitteln begegnet.

Aber ganz vorne dabei sehe ich die Schulen in der Pflicht. Es braucht Lehrer*innen, die – zwingend – weitergebildet gehören in dem Thema. Die darin Kompetenz erlangen müssen – egal, ob sie es interessiert. Immer noch ist an viel zu vielen Schulen das Thema Internet, Smartphone, Computer bei den Lehrern verankert, die sich dafür interessieren. Das genau reicht eben nicht mehr! Da dürfen sich heute immer noch viel zu viele Lehrkräfte wegducken.

Und: Es braucht Investitionen. Aber die schieben CDU/CSU und SPD ja lieber den reichen Lobbyorganisationen auf das Konto, anstatt in unsere Zukunft zu investieren.

Und noch eines: Der meiner persönlichen Meinung nach inkompetenteste Bundeskanzler, der jetzt wieder das zu Tode gerittene Pferd Klarnamenpflicht aus dem Hut zaubert, ist schon deswegen das völlig falsche Sprachrohr für irgendwelche Forderungen im Internet. Zumindest solange er, seine politischen Strippenzieher und öffentliche Behörden Deutschlands aktive Accounts bei X führen.

Setzt euch erst mal auf euren Hosenboden, ihr Pfeifen, und macht eure demokratischen Hausaufgaben auf dieser faschistoiden Plattform.

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