2020-05-25

Der schnelle Dipp



Am Vatertag hatten wir uns im Hof mit den Nachbarn zum Grillen verabredet. Mit Abstand – das funktioniert ganz gut bei uns mittlerweile. Instinktiv, wie Fotos beweisen.

Ich hatte selber Appetit auf Burger, habe ich schon seit einer ganzen Weile und kündigte an Buns zu backen, auch hier wieder die kleinere Variante für Kinder. Nach diesem Rezept, von dem ich weiß, dass viele in diesem Internet mittlerweile davon begeistert sind und es gerne auf eigenen Blogs, bei den Sozialen Netzwerken verlinken. Das freut mich sehr! Ich mag diese Buns auch sehr – sie haben den grandiosen Vorteil nicht durchzuweichen.



Und ich mag auch die kleinere Größe für die ich mich beim Backen entscheide, denn einerseits kann man sie einfach viel besser und unfallfreier essen, andererseits kann man so auch mehr als einen Hühnerbrust. Oder vielleicht Fisch. Oder Champignons. Oder sonstigem Grillgemüse.



Zu den Buns hatte ich noch eine eierfreie Rouille gemacht, das Rezept kommt in den nächsten Tagen.

Ich hatte aber auch in der Küche noch drei Sivri liegen, das sind die schmalen türkischen Spitzpaprika in unterschiedlichen Grüntönen (und Schärfegraden), die man beim befreundeten türkischen Supermarkt bekommt. Drei Spitzpaprika waren definitiv zu wenig für den Grill … so kam mir  die Idee – in Anlehnung an das schöne Buch „Meikanische Feste – Die Fiestas der Frida Kahlo”, von Lupe Rivera, der Tochter von Diego Rivera, der Muse und dem Lebenspartner von Frida – eine schnelle grüne kalte Mole zu machen.

Das ist eine Sache von zwei Minuten – allerhöchstens! Heraus kam ein frischer, leicht scharfer Dipp (die Schärfe ist natürlich von den jeweils verwendeten Sivri abhängig, wobei man sich da auf Farbe (hellgrün bis dunkelgrün) leider genauso wenig verlassen kann, wie auf die Aussagen vom Verkäufer. Was dieser als leicht scharf bezeichnet, kann für den zartbesaiteten Gaumen schon eine Qual bedeuten. Meist aber sind die hellgrünen, nicht ganz so schmalen Sivri gut essbar für in der Schärfe empfindliche Zungen.

Was man dafür braucht sind ein Standbecher und ein Mixstab. Ich bin immer noch in sehr großer Liebe zu meinem Braun Mixstab, der mir jedes Mal so viel Freude und Vielfalt in meiner Küche schenkt! Oder wer es analog mag: einen Mörser.


Zutaten



3 Sivri grüne Spitzpaprika
1 kleine frische Knoblauchzehe
1 Zitrone, davon etwas Abrieb und einen Spritzer Saft
1 Schuss Raps- oder Olivenöl
1 Schuss weißen Balsamicoessig

Salz, Pfeffer,
eine Prise Piment d'Espelette (alternativ Paprika)
Chilliflocken


Zubereitung

Von den Sivri den Stilansatz und den inneren weißen Kernstand entfernen, nicht so sehr viel TamTam machen. Bleiben Kerne liefern sie etwas Schärfe und werden eh püriert. In mittelgroße Stücke schneiden und ab damit in den Pürierbecher.



Dazu einen kleinen Schuss Öl, Balsamico, den Abrieb der Zitrone und etwas Saft (ich schneide oben einen kleinen Deckel der Zitrone ab, das reicht.) Wichtig ist, dass man nicht zu viel der Flüssligkeit verwendet. Die Siviri bestehen wie Gurken aus viel Wasser – wir wollen einen Dipp, keinen Shake!

Nun noch die geschälte Knoblauchzehe dazu – und nehmt bitte wirklich frische Zehen, die noch nicht gekeimt sind! Sonst wird es moderig im Geschmack. Mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette würden. Pürieren. Mit den Chilliflocken (oder mehr Piment d'Espelette) erst nach dem Pürieren die Schärfe nachjustieren. Fertig!

Ratzfatz ist wundervoller leicht scharfer und frischer Dipp fertig, der total gut zu den Burgern passt. Oder … Nachos.



Oder zu warmen Gerichten, die grüne Mole zu Kurzgebratenem servieren, bei mir war es neulich ein Stück Hühnerbrust, das passt hervorragend. Auch sehr fein: Zwiebeln in der Pfanne dünsten, klein geschnittene Tomate andünsten, die Mole hinzufügen (dann vielleicht etwas mehr Mole machen) und z. B. Fischfilets darin kurz dünsten.

Lasst die fertigen grünen scharfen Saucen einfach im Supermarktregal stehen.

Guten Appetit!

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