2016-03-07

Gestern …

… habe ich Kirschstreusel gebacken. Tiefgefrorene Sauerkirschen, selbst entsteint. Dann haben wir mit meiner Freundin, ihrem Mann, ihrer Schwester und ihr und den beiden Katzen Kuchen gegessen. Wir konnten sie sogar noch mal für 20 Minuten in den Rollstuhl setzen. Das wird nicht mehr oft gehen. Sie hat ein ganz kleines bisschen Kirschkuchen gegessen, später im Bett noch einmal. Winzig kleine Portionen. Wir haben Späßchen gemacht über meine Kirschentkernkompetenz. (Kompetenz ist im Zusammenhang mit dem Kirschentkerner und mir vielleicht nicht das richtig Wort.)

Sie ist noch ganz klar, hinter all dem was ihr Körper ihr nicht mehr erlaubt zu tun, das merkt man. Sie kann nicht mehr kommunizieren. Da ist eine ganz leise Sprache mit kaum verständlich gesprochenen Worten, manchmal kann ihr Mann sie noch verstehen. Oft nicht. Also müssen wir ständig fragen und die Zeichen erahnen, selbst ein Nicken ist nur noch angedeutet. Manchmal werden ihre Augen feucht.

Sie ist noch wach und bei uns. Wohl nur noch wenige Stunden in ihrem Leben. Das sind die schönen Stunden im Abschied, die bleiben werden.

Sie sieht uns, ihre Freunde, nun alle kommen, so konzentriert und sie kann natürlich 1 + 1 zusammen zählen. Ich wünsche ihr so sehr, dass sie loslassen kann.

5 Kommentare:

Bhuti hat gesagt…

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Nadi hat gesagt…

Sprachlos

hummelfee hat gesagt…

Mir dreht das Herz um.... Ich drück Dich und wünsche Dir alle Kraft der Welt, Deiner Freundin den Abschied friedvoll zu gestalten.

Cejott Giordan hat gesagt…

Furchtbar.

Ich wünsche euch allen viel Kraft.

Barbara hat gesagt…

Das wünsch ich ihr auch. Von Herzen. Und dir wünsch ich viel Kraft, das durchzustehen. Dieses Menschenleben ... es ist so unfassbar hart und heftig, was manchen zugemutet wird. Und dann wieder der Gedanke: Was ist natürlicher als der Tod? Ach, Herz...

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Fröhlich sein, freundlich bleiben und bitte immer gesund wieder kommen!