2015-10-21

Meiner kleinen Nishia …

… geht es seit Samstag sehr schlecht. Erst war sie sehr müde, dann, natürlich in genau dem kurzen Moment in dem ich einkaufen war, hat sie sich mehrfach schwallartig übergeben. Sie muss vorher wahnsinnig viel getrunken haben. Von dem Moment an war ihr anzumerken, dass es ihr gar nicht gut ging. Sie lief sehr wackelig, schlief viel an völlig merkwürdigen Orten, nicht dort, wo es warm ist sondern eher die Kühle suchend. Ich kaufte für alle Fälle etwas Pute, die ich ihr dann im Ofen gedämpft gab und die sie auch nahm. Aber sie schlief nicht im Bett. Und Nishi schläft immer auf mir bzw. im Arm, abwechselnd zwischen den Momenten in denen sie bei Tally schläft.



Montag bin ich natürlich sofort zum Tierartz, wo die Untersuchung (was nicht einfach ist bei Nishi, sie will nicht von fremden Menschen betascht werden) zunächst erst einmal ergab, dass ihre Herzfrequenz erstaunlich niedrig war, die Körpertemperatur ebenso. Sie musst also Blut spenden, was wir mit mieziger Zwangsjacke und kleiner Sadomaso-Maske (also Maulkorb mit Sichtschutz) zum Glück auch ohne Narkose hinbekamen. Dann bekam sie erst einmal ein Mittel gegen etwaige Übelkeit und etwas Aufbaunahrung.

Das Blutbild ist hoch lymphatisch, wenn auch zum Glück es keine malignen Werte sind. Alle anderen Werte bis auf einen ganz leichten erhöhten Kreatininwert die Werte einer top gesunden Katze – vor allem für ihr Alter. Es gab im Frühling letztens Jahres ja schon einmal den Anfangsverdacht auf Leukose. Obwohl der Test negativ war. Sie bekam daher täglich Cortison allerdings in einer sehr hohen Menge, die ich auf Anraten der neuen Tierärzte etwas reduziert hatte. Nishia wiegt halt nicht so viel. Das damalige Problem, den ständigen Durchfall, hat die Behandlung nie wirklich in den Griff bekommen lassen – aber wenigstens hat Nishi dadurch immer gut gegessen.

Der gestern erneut durchgeführte Leukose-Test war wieder negativ, allerdings sollte man den wohl in Abständen unter Behandlung ca. drei Mal durchführen – wenn er dann immer negativ ist, spricht das eher gegen Leukose. Gestern bekam sie dann ein hochdosiertes Cortison gespritzt und – weil es die Immunabwehr auch so runterfährt – begleitend eine Antibiose zur Vorsicht.

Das kleine wundervolle Mädchen ist ganz schlapp, schläft sehr viel, putzt sich gar nicht, hasst es von mir den po gereinigt zu bekommen. Aber wenigstens frisst sie weiterhin mit großem Appetit und sie fordert viel frisches Wasser aus dem Hahn ein. Naja, gestern schlief sie zwar ganz lange in meinem Arm, verschwand dann aber in der Nacht an ihre Rückzugsorte. Sie läuft zwar auch herum und hat heute auch ein bisschen wieder gesungen und am Kratzbaum gekratzt. Aber man merkt, dass es ihr sehr schwer fällt und wenn ich ihr den Bauch kraule, kann sie ihre üblichen Entspannungsübungen nicht einnehmen, obwohl sie das möchte.

Ich weiß natürlich mit der Diagnose wird die kleine Maus nicht sehr alt werden (sie ist jetzt zwölf geworden), und ich muss dankbar sein für jeden Tag, den wir haben. Das macht es nicht leichter sie so zu sehen. Es tut jetzt schon wahnsinnig weh, dass dieser kleine, autarke, kluge, zärtliche Wirbewind im Moment gar nicht so wirbeln will.

Ich wünsche mir so sehr, dass sie den Schub noch einmal übersteht. Aber gerade heute habe ich kein gutes Gefühl. Ich habe einfach große Angst um mein kleines zauberhaftes Wesen!

Bitte drückt uns die Daumen!

11 Kommentare:

Jekylla hat gesagt…

Natürlich drücken wir Daumen, Hufe, Pfoten. Eins steht fest: bessere Pflege und Umsorgung als von Dir kann sie nicht bekommen und mehr kannst Du nicht tun. Was eine MENGE ist. Dass sie frisst und trinkt, ist ein gutes Zeichen, bleib einfach positiv. Jeden Tag wieder <3

Bhuti hat gesagt…

Daumen sind gedrückt.

fotoralf hat gesagt…

Es wird alles gedrückt, was sich nur irgendwie drücken lässt.

Ist das Aufsuchen kühler Orte nicht auch ein typisches Verhalten bei Schilddrüsen-Überfunktion? Nikodemus hat, wenn es ihm nicht gut ging, ständig in der kühlen Duschwanne gelegen.

Ilana hat gesagt…

Wurde Schilddrüse und Blutzucker getestet? Leider entwickeln viele Katzen bei längerer Cortisongabe eine Diabetes (hatte eine Asthmakatze und mich daher zwangsläufig damit beschäftigen müssen), was viele Tierärzte nicht wissen bzw sogar sagen, dass Katzen Cortison sehr gut vertragen. Kann dir bei Bedarf Unterlagen dazu (allerdings auf Asthmakatzen bezogen) zukommen lassen.

Anonym hat gesagt…

oh! wir drücken alles, was sich für die kleine mieze drücken lässt! und dir wünschen wir viel kraft! so oder so! (auch wen ich an das so gar nicht denken mag!)
caterina

creezy hat gesagt…

@Jeky
Dankeschön.Und ja, ich versuche es. Irgendwie.

@fotoralf
Auch Dir vielen lieben Dank. Ja, das haben wir oder hatte ich schon mit auf dem Plan – aber dafür trat das jetzt doch zu plötzlich auf. (Ich habe da ja seit Tally ein Auge drauf.) Tatsächlich ist der TS4 eher im unteren Normbereich. Das ist es also eher nicht.

@Ilana
Dankeschön. Das Blutbild war ziemlich komplett, auch mit Schilddrüse (Zucker natürlich insofern zu beurteilen, dass sie nicht ganz nüchtern war bei der Blutabnahme.) Meine Tierärzte haben, denke ich, die Nebenwirkungen von Cortison ganz gut auf dem Plan, deswegen rieten sie mir ja damals auch in der Dosierung vom Vorgänger etwas runter zu drosseln, um das Risiko von Nebenwirkungen etwas kleiner zu halten. Schilddrüse ist soweit okay, für ihr Alter sogar im Wert eher etwas niedrig. Zucker war soweit auch okay. Das Blutbild spricht mit den erhöhten Lymphozyten im Moment ein recht klares Bild. ;-( Leider.

Asthmakatze klingt aber generell sehr interessant, Tally neigt ja zu regelmäßigen Husten. Die Unterlagen hätte ich gerne creezy at gmx.de (also et in Zeichen. ,-) ) Dankeschön!

@Caterina
Nee, ich mag das Unfassbare gar nicht denken. Aber es steht leider im Raum. Ich danke Dir!

hummelfee hat gesagt…

Wir druecken alle Pfoten und Daumen - wenn wir Dir oder Nishi helfen können, machen wir alles was Miezen, Menschen und Katzenmamis machen können. Aber sag einfach an bitte.

Manuela Hamm hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Manuela Hamm hat gesagt…

Liebe Claudia,
ich habe den vorherigen Kommentar gelöscht, da ich erst beim Durchlesen nach dem Post gesehen habe, dass ich einige Schreibfehler darin hatte. Das geht ja gar nicht! ;-)
Jetzt nochmal:
Guten Morgen liebe Claudia,
ich lese gerade deinen Artikel und bin sehr traurig. In meiner Sorge um Fixi habe ich gar nicht richtig mitbekommen, wie schlecht es deiner Nishia wirklich geht. Ich kann nachfühlen, wie es dir geht. Mit dem Thema Leukose bin ich vertraut. Mein erster Kater Bijou hatte diese Krankheit. Diagnostiziert wurde es im Alter von 5 Jahren. Und er verließ mich dann im Alter von 14,5 Jahren. Es gab immer wieder Schübe, während dessen es ihm schlecht ging. Aber er erholte sich auch immer wieder. Meine damalige Tierärztin sagte mir, dass er gar nicht so lange gelebt hätte, wenn ich mich nicht so gut um ihn gekümmert hätte. Ich drücke Nishia die Daumen, dass sie diesen Schub auch überwindet und ihr noch einige schöne Jahre zusammen habt. Du kannst nicht mehr machen, als du es schon tust. Du passt auf, reagierst sofort auf ihre Veränderungen und hilfst ihr. Du bist eine ganz prima Katzenmama. Toi, Toi, Toi!
Ganz liebe Grüße senden dir deine Drei aus Selzen <3
Fixi hat den Heilschnurrmodus bereits laufen!!!
Alles Liebe, Manuela

Daniela hat gesagt…

Ich drück ganz feste! glg daniela

trippmadam hat gesagt…

Oh je, alles Gute!

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