2014-11-24

Kochbloggiges

Claudia Schmidt hat mit „fool for food” wohl das Blog, das ich am längsten lese. Ich möchte behaupten, sie ist die erste Foodbloggerin, der ich online begegnet bin und die mich damals auch zum Bloggen („Ein bisschen koche ich ja auch ab und zu …” ) inspiriert hatte. Samstag haben wir es erstmals zu einem persönlichen Treffen geschafft. Natürlich habe ich sie zur Markthalle IX geschleppt und als sie am Görlitzer Bahnhof der U1 entstieg, war es wie uns schon immer gekannt haben und endlich wieder zu sehen. Wir hatten einen sehr schönen Tag zusammen, haben hier die eine Restauration besucht, dort die andere. Haben einen sehr leckeren Berliner Lebkuchen getroffen. Päckchen neben der Berliner Gerichtsmedizin aus Paketstationen befreit und Last Minute-Shopping im Hauptbahnhof betrieben (auf dem sie sich besser auskennt als ich mich.)

Wie schön!

Natürlich haben wir uns auch ein wenig über die (aus nahe liegenden Gründen) vorrangig kochende, Bloggerlandschaft unterhalten und stellten beide fest, dass uns diese Blogs der neuen Generation „Work-Life-Balance”-Kochbloggerinnen nur wenig anspricht. Der Perfektionismus, die Gleichheit der Fotografien, der vorrangig lesbare Wunsch nach Gefälligkeit mit einem allzu offensichtlichen Endziel: der erfolgreichen Blogmonetarisierung. Alles, was es einem nicht leicht macht, einem Blog folgen zu wollen, weil dann doch irgendwo zwischen drinnen die Persönlichkeit der bloggenden Person abhanden gekommen ist – obwohl sich diese visuell ganz gerne in den Vordergrund stellt.

Vorletztes Wochenende war ich auf der eat&STYLE hier in Berlin und nachdem ich mir die Mädels angeguckt habe, die sich für die Workshops von Nicole Just angemeldet hatten (von der ich bei einem WS als Zuschauerin den schlechtesten Cupcake meines Lebens probiert hatte. Nicht weil er vegan war, sondern weil er schrecklich übersüßt war.), dachte ich bei mir, wie interessant es wäre über das Thema „Feminismus 2014, Kochbloggerinnen, Rosa und deren offensichtliche Attitüde »glücklich zurück an den Herd als Hausweibchen»” zu dissertieren.

Aktuelles Beispiel gefällig? Theresa Baumgärtner über deren TV-Format im NDR ich gestern zufällig gestolpert bin. „Theresas Küche – Kochen mit Freunden.” Sie macht total auf In-Bloggerin. Sucht man im Web nach ihr, landet man auf der gefälligen, hoch professionalisierten, dafür langweiligen, dynamischen Homepage „Theresas Küche”, einer Buchautorin, die dort sage und schreibe, vergleichsweise lächerliche 64 Rezepte online stehen hat. Okay, das ist dann hier offensichtlich das neu geschaffene, knapp ein Jahr alte Blog zum Format. Ist legitim, aber man möge mir eine Autorin bitte so nicht als „Vorzeigebloggerin” verkaufen. Denn dafür gibt es hierzulande genug echte großartige, altgediente BloggerInnen mit unendlich viel fachlichem KnowHow und Herz. Sie sind lediglich nicht blond, nicht jung, nicht farblos.

Der Style der Sendung ist für jeden, der die ersten Staffeln von Jamie Oliver seinerzeit verfolgt hatte, überhaupt nichts Neues. Davon abgesehen, dass die Kameraperspektive eine andere ist als sie bei Jamie war und ständig Vintage-Kram als Dutzi-Dutzi-Aufbewahrungsmöglichkeiten angepriesen werden und frau natürlich mit Blümchen im Haupthaar aber ohne Schürze (außer bei der Zubereitung von Roter Beete) kocht, damit auch ja alle drei Sätze auf das selbst getragene grüne Kleid mit Schleife hingewiesen werden kann. Denn eines ist sehr wichtig in der neuen Foodbloggerwelt: man muss immer hübsch, nett und adrett aussehen – und alles muss total gesund sein, denn total gesund auch heißt „gut aussehen”. Und „gut aussehen” scheint in dieser TV-Blog-Welt aus irgendwelchen Gründen wichtig!

Reingestolpert bin ich ausgerechnet in die Folge in der vegan gekocht wird. Was an sich okay ist, würde das nicht immer so schrecklich entgleisen, weil auch einfach falsch angepriesen. Natürlich wird auch hier völlig unreflektiert die vegane Lebensweise wieder als total gesund bis bla bla … total gesund verkauft.

(Was leider falsch ist. Eine Ernährung bei der sich über kurz oder lang ein Individuum chemisch produzierte Vitamine etc. zuführen muss, um Mangelerscheinungen vorzugbeugen oder bereits bestehende zu therapieren, weil dem Körper in der Ernährung Inhaltsstoffe untersagt werden, die ihm jene lebenswichtigen Vitamine zuführen oder die so der menschliche Organismus nicht selbst produzieren kann, kann per Definition für den Menschen keine gesunde Ernährung darstellen. Es ist eine diätische Ernährung. Und bei allem Respekt vor dem nachvollziehbaren Wunsch Tiere in keiner Weise ausbeuten zu wollen, ist so eine diätische Ernährungsweise auf Dauer für den Menschen leider keine gesunde. Ernähre sich, wer mag, vegetarisch oder vegan aber erzählt bitte nicht, das sei gesund!)

Und hier in dem Format geht es im Endergebnis natürlich darum, dass das kochende Weibchen vor allem „gut aussieht”. Nein, keine Pointe. Ich erwähnte doch das grüne Kleid und die Blume im Haar, oder?

Während einer der Gäste, ein junger Mann – aber hipfsterwichtigpopichtig mit Cappy im Haar, falsch herum aufgesetzt (of course!) – namens Hannes Arendholz sich als im Vergleich zu den weichgespülten Mädchen (<– ja, ist hier boshhaft gemeint) erstaunlich schlagfertig erweist: Sie: „Wie machst Du das, was ist Dein Trick für Zwiebeln?” Er: „Ich habe keinen Trick. Ich heule einfach.” gibt eine bis in alle Ewigkeit sich den Honk grinsende Blondine sachlich schlicht falsch vor, es gäbe ja so viele Allergien und Unverträglichkeiten beim Menschen (Stichwort: Laktose) und man soll doch aufpassen, wenn man denn Latte Macchiato nicht vertragen würde, hätte man bestimmt eine … bla bla bla … bla bla. Diese Frau ist dann Montessori-Pädagogin (arme Kinder!), bloggt immerhin seit 2014 (!) und hat irgendeinen Food Blog Award für irgendein Rezept gewonnen () (<– ja absichtlich gesetzte leere Klammern, da sind einem dann doch die Ausrufezeichen zu schade für). Richtig, ich verlinke keine Blogs, deren Eignerinnen einer Gesellschaft die Generallallergie attestieren möchte. Ich halte das für grobe Körperverletzung. Das ist auch ein ganz großes Problem dieser jungen Frauenegeneration, die reden sich super Ernährungspsychosen ein.

Während Arendholz, der als gelernter Diät-Koch fachlich in der Aktion und inhaltlich in dem was er sagt, klug vor allem authentisch, weil nicht aufgesetzt, rüber kommt, stimmt uns die Theresa inhaltlich völlig unkritisch auf das Motto „vegan ist DER Trend in DEN USA” ein. Und zwar mehrfach. Da merke ich dann, dass ich gar nicht die Zielgruppe sein kann. Ich bin zu lange auf der Welt, um noch irgendetwas cool oder bewundernswert zu finden, was aus den USA kommt. Im Gegenteil, es hört sich in meinen Ohren mittlerweile grenzenlos dumm an, will mir jemand einen US-Trend verkaufen.

Das überhaupt noch in diesen Tagen zu machen in denen uns die USA TTIP überstülpen will! Einem Abkommen bei dem sich Firmen wie Monsnto und Nestlée vor Freude die Schenkel blau klopfen? Wie unkritisch dumm muss man als Vorzeige-Foodbloggerinpüppi denn bitteschön sein – während es einem gleichzeitig angeblich so wichtig ist, sich gesund zu ernähren?

Richtig schlimm in dem Zusammenhang dann die Szene als das Mädel, die Theresa, mit dauerhafter blonder Hochsteck-Gretchen-Frisur mit Vintage-Teetasse vor dem MacBook sitzt und uns Zuschauerinnen (<– absichtlich kein Binnen-I) ernsthaft die Blogwelt erklärt. Die ist nämlich total international. Ach … (und selbstverständlich war die Redaktion zu unfähig, zu blöd, zu *setze hier ein was willst Du* um die Links der besprochenen Blogs auf der Homepage zu Sendung zu setzen.) Ach und überhaupt: es heißt „der Borschtsch” und nicht „die Borschtsch-Suppe”. Suppe ist im Borschtsch bereits unkludiert. Und O-Ton im Garten: „Da kann man super Tee draus machen?” Ehrlich? Super-Tee? Jetzt neu Tee mit „super” als Aroma im Beutelchen im Bio-Märktchen, oder was?

Ich weiß es nicht, möglicherweise habe ich zu viele Kochsendungen gesehen, Blogs gelesen, bin ich einfach übersättigt. Aber mir erscheint es immer häufiger nur noch schrecklich banal, was da in den sogenannten Food-/Livestyle-/Mode-Blogs und gelegentlich ins Medium TV hinüber springend produziert wird. Was ich weiß, dass ich es nicht ansehen kann, wie jungen Frauen immer noch glauben, sich nur über den Anspruch einer 100%igen Gefälligkeit präsentieren zu müssen. Und dabei jeglichen Tiefgang missen lassen.

Doch ja, zunehmend sind mir junge Frauen geprägt von visueller Einheitsoptimierung in Kombination mit gewaltfreier Kommunikation in nur noch einer Tonlage vortragend ohne emotionale Auseinandersetzung bezüglich kritischer Themen leicht zuwider.

Seicht sein, das ist kein allzu positiv besetztes Attribut. Und erfolgreich Bloggen ohne echtes Alleinstellungsmerkmal – also außer blond, dauergiggelnd und niedlich – ist auch nur die halbe Miete.

32 Kommentare:

multikulinaria hat gesagt…

Ich tu mein Bestes. Blond bin ich ja schon mal nicht. ;-) Nein, ehrlich, ich stimme dir in großen Teilen zu und fand den Text, trotz bzw. wegen kristischer Untertöne, ungemein unterhaltsam.

bushcook hat gesagt…

Sei froh, dass Du nicht gerade neben mir stehst, weil ich würde Dich jetzt einfach küssen - DANKE!!!

Indica hat gesagt…

Schöne Grüße aus den 50ern! Ich sag ja auch immer "Mädchenläden" für den Karostoff-Style und so. Wobei: Hübsches Aussehen und Kompetenz sich keineswegs ausschließen müssen. (Dennoch: Das Blogdings von Frau Theresa wirkt sehr fix zusammengeschustert.)

Eine von den auf der NDR-Seite verlinkten Frauen lese ich aber wirklich gern und probiere ihre alltagstauglichen Gerichte gern aus: Gourmetguerilla. Ich mag die Rezepte und die Aufmachung des Blogs von Frau Mel, obwohl es ganz klar auch monetarisiert ist. (Aber warum soll sie mit etwas Gutem nicht u.a. auch Geld verdienent? Zumal es klar erkenntlich ist.)

Axo: Ersatzreligionen mag ich auch nicht. Ob vegan, paläo oder darmbepilzt - irgendwas soll ja immer sein ... ach nee. Bin auch zu alt drüber geworden.

Barbara hat gesagt…

Yeah! Du gibst über ganz weite Strecken wieder, was ich denke. Danke für deinen toll zu lesenden Beitrag. Sagt eine, die zumindest schon mal nicht blond ist… ;)

Markus hat gesagt…

Ein wunderbarer "rant", wie es auf Internetdeutsch so schön heißt - ich unterschreibe jeden Satz!

Claudia hat gesagt…

Schön, dass Du den Nachmittag/Abend für mich Zeit hattest. Habe unsere kleine Tour sehr genossen!

creezy hat gesagt…

@all
Zu meinem inkludierten „Blond-Rant” kurz angemerkt: ich habe nichts gegen blonde Frauen oder Männer und ich weiß, dass naturblonde Wesen im Allgemeinen sehr klug sind. Aber ich habe etwas gegen eine deutsche TV-Landschaft in der Nachrichtensprecherinnenposten etc. vorrangig von blonden Frauen besetzt werden.

creezy hat gesagt…

@multikulinaria
Danke, Du Blondine! ,-)

@bushcook
Egal, lass uns knutschen! ,-)

@Indica
Ich hatte noch überlegt, ob ich auf dieses Blogpost verlinken sollte: Zuhause bei Eva H. ;-)

Nein, hübsch sein und Können schließen sich nicht aus. Aber ich möchte dennoch Menschen wie Du und ich in der Küche sehen. Es geht mir auch im visuellen Food-Segment momentan zu sehr in die „kochende Frauen haben schlank und adrett zu sein”-Richtung, ähnlich wie zur Zeit in der Opern-Sängerinnen dürfen nichts mehr wiegen-Ecke.

Nur noch Gefälligkeit, dafür Kürzung im Inhalt und in der Qualität hinzunehmen – stört mich.

@Barbara
Danke!

@Markus
Dir auch: merci!

@Claudia
Jaaaaaaaaaaaaaa! ;-)

fischkutter hat gesagt…

Danke! Sehr schön gesagt... Aus diesem Grund habe ich einen angefangen einen Bog zu führen, um den Cupcake-Barbies die Stirn zu bieten :D

creezy hat gesagt…

@fischkutter
„Cupcake-Barbies”? Großartig diese Wortschöpfung! Boah, das trifft aber mal den Nagel auf den Kopf. ;-)

...Frau Kampi... hat gesagt…

Gerade am WE mit anderen Bloggern genau das besprochen. Wir (die ältere Garde) kamen zu genau jenem Kontext! Danke, dass du es dir und uns von der Seele geschrieben hast!

Susanne hat gesagt…

Das ist einfach nur.....Danke :-)
Du sprichst mir aus der Seele. Und dabei kenne ich Theresa Baumgärtner nicht mal.....

creezy hat gesagt…

@Frau Kampi
Immer gerne doch! Manchmal denke ich, das gute alte Wordpress-Classic-Template ist im Blogger-Land ein besonderes Merkmal hochwertiger Foodblogger-Qualität. ,-)

@Susanne
Auch Dir danke! Man kann T. Baumgärtner auch nicht wirklich kennen. Ich sage es mal so, der erste Kommentar auf ihrem Blog in der „About”-Page stammt von vor 11 Monaten und wurde offensichtlich zum Start ihrer Sendung verfasst..

Als Foodbloggerin kann man sie, so jungfräulich sie ist, wohl kaum kennen.

Kochbuch für Max und Moritz hat gesagt…

Danke Creezy, da kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen. Das ist hervorragend geschrieben.....

Sabine hat gesagt…

Mir geht es auch so, dass mich sehr vieles in der Kochbloglandschaft nicht interessiert. Aber das Interessante ist ja, dass die von Dir verrissenen Blogs offenbar etwas richtig machen: Sie kennen ganz augenscheinlich ihre Zielgruppe. Und wo genügend Publikum ist, das genau diese weichgespülte, hochgestylte weibliche Welt möchte, da werden diese Blogs auch Erfolg haben.
Lesen muss ich sie nicht. Aber Du und die anderen Kommentator_innen und ich - wir scheinen da in der Minderzahl zu sein. Was ich mir persönlich übrigens gewünscht hätte: etwas weniger Häme und dafür ein paar Hinweise auf die wirklich lesenswerten Blogs, die mit Persönlichkeit und guten Texten. Denn um die zu finden, braucht man manchmal Hilfestellung, finde ich.

Lena hat gesagt…

Ich habe sehr gelacht, auch wenn es eigentlich nicht so lustig ist, sondern traurig. Trotzdem ist es besser man kann darüber lachen, als sich über solche "Blogger" ärgern. Und sehr häufig bin ich froh, dass ich schon länger keinen Fernseher mehr habe und solche Phänomene (und noch mehr) einfach an mir vorübergeht und ich noch kein einziges Mal das Gefühl hatte etwas zu verpassen (gerade wenn jemand von Sendung oder Werbung XY erzählt).
Ich muss auch Sabine recht geben. Die Zielgruppe gibt es für solche Sendungen/Blogs und sie muss groß sein, denn diese Blogs sind erfolgreich. Ich kenne die Zielgruppe nicht und weiß auch nicht, ob ich es möchte.
Jedenfalls war es sehr erfrischend diesen Artikel von dir so zu lesen, danke!

creezy hat gesagt…

@Sabine
Diese Blogs haben Erfolg in ihrer Zielgruppe. Den sollen sie auch haben bzw. haben sie ihn auch nicht. Ich finde z. B. Nicole Just als Vertreterin der veganen Zielgruppe absolut eloquent, kompetent und überzeugend in dem, was sie tut. Und ich bin eher nicht ihre Zielgruppe, denke ich. Bei T. Baumgärtner funktioniert es eher mässig, würde ich sagen. Die Kommentare im Blog halten sich in Grenzen. Knapp 1.400 Follower auf FB sind für ein Format jetzt auch nicht die große Menge.

In dem Blogartikel (der ja eh schon zu lang ist) wäre es nicht sinnvoll gewesen auf andere gute Blogs zu verlinken. Davon abgesehen gibt es dafür die Blogrolls. Das mache ich dann lieber ein anderes Mal, die Anregung nehme ich natürlich sehr gerne an. ,-)

Thea hat gesagt…

Zorra hat diese wunderbare Epistel auf FB gepostet. Dort habe ich auch ausführlich kommentiert. Hier trotzdem noch einmal: Danke und Kompliment.

Anonym hat gesagt…

caterina
ich arbeite bei einer Zeitung und muss mir dauernd um die Ohren hauen lassen, dass man Zeitungen eh nix mehr glauben kann, weil die ja alle gekauft sind. von den Großkonzernen, den Banken, dem CIA, setzt ein, was ihr wollt. Und dann else ich hier, dsas Bloggerinnen, denen man ja angeblich alles glauben kann, weil sie ja nur ihre persönliche Meinung bloggen, hinter der sie auch frei und unabhängig stehen, genauso gekauft sind..... *grins* c'est la vie.....

Anikó hat gesagt…

Danke schön!
Ernährungsreligionen liegen mir auch mehr als fern und soll doch jeder glücklich werden, wie er will (und mich damit bitte nicht belästigen), aber was ich wirklich schade finde, ist, wie Du richtig sagst, dass oft die Persönlichkeit des Blogs verloren geht, wenn sie beginnen Geld mitm Blog zu verdienen, weil dann ja gefühlt regelmäßig gebloggt werden muss und nicht mehr dann, wenn man wirklich was zu erzählen hat und einem ein Thema auf den Nägeln brennt (sei es auch nur Quark-Öl-Teig *g*) *seufz* ('tschuldigung für den Endlossatz!)

Daniela Sonders hat gesagt…

Danke dafür, dass Du aussprichst, was ich nach einem kurzen hinein und schnell wieder hinauszappen aus dieser Sendung gedacht habe. Ich habe nichts dagegen, wenn Menschen sich mit ihrem Hobby professionalisieren, solange sie dabei ihre Identität nicht aufgeben. Ich freue mich über ansprechende Bilder, störe mich aber auch nicht an "Schnappschüssen unter der Dunstabzugshaube". Doch dieses NDR-Konzept läßt mir die Haare zu Berge stehen. :/

Barbara Furthmüller hat gesagt…

Super. Danke!!!

miho hat gesagt…

Großartig - Danke für die klaren Worte!

Der Kuchenbäcker hat gesagt…

Vielen Dank für diese erfrischenden Worte. Man scheut heutzutage sich zu äußern, weil man Bedenken hat, gesteinigt zu werden wenn man Kritik an bestimmten Personen der Blogospäre übt. Als ich das NDR Format das erste (und übrigens auch das letzte Mal) sah, kam mir der Verdacht, dass das Dritte wohl wirklich Jeden vor die Kamera lässt.

kelef hat gesagt…

Creezy, alles was ich dazu sagen kann ist: made my day. kann man gar nix hinzufügen.

Franzi / Dynamite Cakes hat gesagt…

Danke für deine wunderbaren offengelegten Gedanken, die trotz trauriger Wahrheiten so unterhaltsam war, dass ich hier saß, laß und lachte. Dabei immer wieder nickend zustimmte.

Mit Nicole Just habe ich mal einen Tag zusammen backen dürfen. Nein, ich bin kein Veganer, fand es aber interessant. Und erst recht, sie als Person - sehr nette, natürliche Art. Sie gefiel mir.
Ich habe auch eine einzige Sendung von Theresa gesehen. Mehr ertrug ich nicht. Es ist mir viel zu aufgesetzt und, wie sagtest du so schön, dauergiggelnd. Schrecklich.

"Cupcake-Barbies" - so wundervoll. Ich glaub, dass Wort ist grad in meinem Wortschatz eingezogen. Herrlich :-)

Ansonsten habe ich als jahrelange Bloggerin, aber erst seit 1,5 Jahren Foodbloggerin (völlig eigene Welt), die gleichen Gedanken wie alle hier Kommentierenden ^_^

Lieben Gruß, Franzi

P.S.: Bin auch durch eine Verlinkung bei Fb auf dein Blog gekommen. Und grad etwas traurig, dass ich nicht schon viel früher das alles hier entdeckt habe. Soviel Verpaßtes....ich geh dann mal Stöbern und Lesen.

Anonym hat gesagt…

Das ist im Grunde nur ein Vorgeschmack darauf, was uns hierzulande noch bevorsteht. Frau Baumgärtner würde ausgezeichnet auf einen der vielen Food/Cooking Chanals im US-Fernsehen, den unzähligen TV Shows zu diesem Thema auf den anderen dortigen Kanälen, oder den YouTube-Formaten passen. Das hat wenig mit Kochen oder Ernährung zu tun. Das ist Entertainement.

Anonym hat gesagt…

Noch ein Hinweis. Auf der webseite steht: "Auf den Streuobstwiesen der Großeltern habe ich das ganze Aroma eines badischen Sommers gefunden". Aufgewachsen in einer Großfamilie, studiert in Mannheim. Das hört sich nach einer Sozialisation mit gutem badischen Essen an. So Landlust. Das bedient sie ganz clever auch mit den Fotos. Die Realität: Sie ist in Hamburg aufgewachsen, lebt in Luxemburg und ist Medienprofi rund ums Kochen. Beziehungen zur Medienbranche über ihre Mutter, die Hörfunkjournalistin im Foodbereich ist, Kochbücher und kulinarische Reportagen für Printmedien schreibt.

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank für den Artikel, insb. die kritische Sicht auf die jugnen Frauen, die sich so begeistert in die Schablonen einpassen. Für mich sind die nur die eine Seite der Medaille, auf deren anderen Seite die, durchaus auch aggerssive, "Wir armen Männer werden sooo arg von den Emanzen unterdrückt"-Fraktion steht. Da sehe ich einen ganz üblen Backlash auf und zukommen. Mal sehen, wie lange man als Frau so noch Wahlrecht hat.

CharlesDexter Ward hat gesagt…

Ganz genau, wobei diese Theresa eher ein BDM-Abklatsch Rachel Khoos ist, die ja auch nur Jamie Oliver kopiert. Ich saß, nachdem ich versehentlich in den NDR gezappt bin auch fassungslos da und dachte: so dreist kann man doch nicht kopieren und sich auch noch als hip präsentieren, wobei ich dieses alberne Kleinmädchengehabe dabei gleichzeitig so erwachsenseintun nicht ausstehen kann.
Wieder ein toller Beitrag von Dir. Danke :)

Anonym hat gesagt…

Endlich werden hier mal die Cupcake- Barbies ein für alle mal nieder gemacht, weg mit diesen Schlampen! Weiter so Creezy!
https://www.youtube.com/watch?v=cRWmYHfYeQ4&feature=youtu.be

Ein Gast hat gesagt…

Frollein Baumgärtners Erscheinung erinnert mich stets an das Idealbild der Frau im Deutschland der 30er Jahre. Allerdings erinnern mich auch einige Herrenfrisuren heutzutage an diese unrühmliche Epoche deutscher Geschichte. Unser Land driftet wieder nach rechts. Ein passender Titel für diese Sendung wäre auch "Evas Küche - Kochen mit Kameraden".

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