2011-09-14

Sich hinterfragen …

sollte man wohl schon von Zeit zu Zeit. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wann die ständige Präsenz im Web noch normal ist. Ich merke zunehmend, dass ich im Freundesgespräch eine Frage stelle und darüber gerne eine Diskussion führen wollte (absolutes Wissen ist nicht immer gleich spannend wie persönliche Ansicht eines Dritten zu einem Thema) und derjenige nur sofort in sein iPhone guckt, sich von mir entfernt, um dann Wikipedia und Co. zu rezitieren.

Ich besitze seit neuestem ein Smartphone, dessen Webzugang ich aber nicht nutze. Ich bin soviel online unterwegs, wenn ich zu Hause bin und arbeite. Ich möchte das sehr bewusst nicht sein können, wenn ich draußen bin. Da will ich sehen, erleben, fotografieren. Ich möchte mich nicht ständig einer Verfügbarkeit, meiner und der von anderen hingeben.

5 Kommentare:

Liisa hat gesagt…

"Ich möchte mich nicht ständig einer Verfügbarkeit, meiner und der von anderen hingeben."

Unterschreibe ich voll!

Felios hat gesagt…

Kann Dein Statement zu 100 % unterschreiben!

Klasse Beitrag, gleich weiterverbreitet ;)

http://tabubrecher.blogspot.com/2011/09/standige-verfugbarkeit-bewusst-brechen.html

spontiv hat gesagt…

.

Enno hat gesagt…

Das ist ja interessant. Ist das wirklich so? Ich schätze ja gerade in letzter Zeit zunehmend das persönliche Gespräch immer mehr, wobei die Frage ist, ob das nun am Netz liegt oder am Gehör. Aber dieser Griff zum Smartphone, den kenne ich eigentlich nur, wenn man anfängt, sich um ein konkretes Faktum zu "streiten". Dieses "Wer hat nochmal den Killer in diesem Film gespielt?". Als Diskussionstöter kenne ich das eigentlich noch nicht... (Webzugang nutze ich übrigens wenig, dann aber wohl ganz überwiegend die Wikipedia.)

creezy hat gesagt…

@Enno
Ja, also ich fand es zum Beispiel bei der re:pbulica dann doch extrem, zu der ja Menschen hinfahren ohne sich auch nur einen Workshop zu geben – nur weil sie die Twitter- und Bloggerkumpanen einfach treffen wollen. Dann stehen sie aber doch in dreier Gruppen, schweigen, bedienen ihre Smartphones. Das fand ich sehr sehr schräg. Und genau das erlebe ich immer öfter in der Realität.

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