2026-05-07

Parteien verlassen X formerly known as Twitter

Scheint gerade die große Sensation in der deutschen Presse zu sein. Menschen, die dem Internet auch auf einer politischen Ebene begegnen, fordern das von demokratischen Parteien seit Jahren.

Early Adopter fordern das, seitdem Twitter X heißt – ab dem Moment als Musk den Microbloggingdienst zurück gekauft hatte und sehr deutlich machte, was er damit vorhat und was er (meiner persönlichen Meinung nach) für ein verkorkstes nazionalistisches Ego ist. Das war 2023.

Spätestens seit der orange Honk wieder ins Amt gewählt wurde und Musk zu seinem Drillinstructor gemacht hatte im Rückbau der US-Demokratie hin zum Faschismus, war es Zeit X den Rücken zuzudrehen. Mindestens für demokratische politische Vertreter anderer Nationen. Mal ganz davon abgesehen, dass politische Musik – auch von den rechtsextremistischen Parteien Deutschlands – längst auf TikTok und Instagram gespielt wird.

Wenn einige volksvertretende Parteien nun endlich ihre Konten löschen auf dieser Plattform, ist das nur ein weiteres Signal deutscher digitaler Ahnungslosigkeit. Damit möchte ich sagen, der Skandal ist ein ganz anderer:

Fax-Deutschland hat's also schon kapiert. Über drei Jahre zu spät. Aber wie treffend, dass der Bundeskanzler Deutschlands den Schuss weiterhin nicht gehört hat.

Passt alles.

2026-04-27

Malta und Gozo köstlich entdecken!

Südlicher geht es in Europa kaum noch: Malta. Der Inselstaat hat es sich mit seinen drei Inseln Malta, Gozo und Comino zwischen Italien und Tunesien im Mittelmeer bequem gemacht. Mit zwei köstlichen Projekten Malta Taste Heritage Dish und Taste of Gozo möchten die Malteser sich künftig ihren Gästen mit einer ganz besonderen Zutat in deren Gaumen einschmeicheln: ihrer historischen und traditionellen heutigen Küche.

Hobz tal-Malti: knuspriges Sauerteigbrot; Ftira: Fladenbrot, gefüllt mit Thunfisch, Kapern, Oliven und Tomaten; Stufat tal-Fenek: gaaanz langsam in Wein und Tomaten geschmortes Kaninchen und Ġbejna, kleine Käselaibe in Schilflaiben aus Ziegen- oder Schafsmilch, zusammen mit Galletti (Cracker) gereicht. Im Glas Kinnie, die maltesische Bitterorangenlimonade mit Kräuterauszügen – oder einen der hervorragenden Weine Maltas. Die Küche von Malta, Gozo und Comino kennt viele Köstlichkeiten aus den regionalen Produkten der Inseln.
Seeräuber, Kreuzritter – immer wieder kriegerische Übernahmen: Die bösen Gestalten der Vergangenheit haben ihre Spuren auf den Inseln hinterlassen. Auch in den Küchen. Viele der traditionellen Rezepte Maltas entspringen einer langen Geschichte der Inseln im Kampf um ihre Übernahme durch wenig friedliche Geister. Es ist kein Wunder, dass die hiesige Küche an die südeuropäische Küche mit den arabischen, spanischen und römischen Einflüssen erinnert.
Dennoch hat die Küche Maltas eigene historische Ursprünge – und Touristen sind eingeladen, den Malta Taste für sich zu entdecken. Malta Taste Heritage Dish und Taste of Gozo sind zwei Projekte, die das Augenmerk von Gourmets auf die Geschichte der maltesischen Küchenwelt und auch Gegenwart lenken möchten.

Heritage of Malta

Heritage of Malta ist eine Kooperation maltesischer Historiker und Köche. Köche Maltas, wie Malcolm Baldacchino und Philipp Zammit, laden ein, der Geschichte und den Rezepten ihrer Vorfahren auf intensive Weise zu begegnen und so Malta neu zu entdecken. Das kann man am besten im Museum. Der Gast reist umgeben von historischen Artefakten und frühen Kochgeschichten durch die spannende Zeit maltesischer Küchenkultur.

In verschiedenen Museen, das kann das Malta Maritime Museum sein, und besonderen historischen Orten der Insel, wie der Inquisitor's Palace, werden die Gäste bei einem besonderen Dinner, dank der Funde in historischen Rezeptbüchern aus den Archiven, lukullisch verwöhnt. Während zahlreiche archäologische Küchengeräte und Dokumentationen in die handwerkliche Kunst entführen und Geschichtsfreunde dazu von den Tischgeschichten aus früheren Jahrtausenden berichten.
Diese historischen Menüs werden natürlich aus den lokalen, saisonalen Produkten Maltas gezaubert, gelegentlich mit modernen Noten versehen. So können Touristen selber schmecken, wie wenig die armen Bewohner Maltas auf ihren Tellern hatten, und wie dekadent hingegen die Kosaren und Kaufleute schon in früheren Jahrhunderten speisten. Oder wie ein maltesisches Fastenmahl aussah. Wer will, wird den Urformen der Geschmäcker und Gerüche vergangener Jahre begegnen. Auch Weine wurden schon sehr früh auf Malta getrunken. Wie werden diese wohl damals geschmeckt haben?
Frisch zubereitete Limonade, Vermicelli mit Bottarga, Kaninchenrisotto, in Ziegenkäse geschmortes Hammelfleisch, Kaninchen-Pastizzi, Schiffsgebäck mit würziger Schweinswurst, Taglioni mit Endivie und Buttersauce, gegrillter Tintenfisch, würziger Muscheltopf, frische Erdbeeren, mit Minze und Rohrzucker gewürzter Rum, Mandelgebäck und, und, und … es gibt viel zu entdecken!

Mehr Informationen serviert euch die Homepage tastehistory.mt.

Taste of Gozo

Mit Taste of Gozo begebt ihr euch auf Maltas kleinerer Schwesterinsel auf den Gozo Gourmet Trail. Mit ihm folgt man einer genussvollen Entdeckungsreise, abseits der bekannten Routen und besucht auf seinen Wegen traditionelle, handwerkliche Produktionsmethoden.

Selbst Malteser setzten regelmäßig extra nach Gozo über, nur um hier Ġbejna zu kaufen. Die Schafe oder Ziegen leben natürlicher und ruhiger – der Käse aus deren Milch soll daher besonders gut schmecken!
Leanne, Derek und Jeffrey bieten unterschiedliche Food-Touren auf Gozo an, die interessierte Besucher in die kulinarische Gegenwart der Insel entführen. Natürlich mit zahlreichen Tastings, die von der kulturellen Identität erzählen.

Dieses junge Familienunternehmen nimmt euch mit zu den kleinen familiengeführten Betrieben, wie Bäckereien, Schafzüchtern, Imkern und Zitrusbauern – oder auf Gozos Salinen. So lernen die Besucher, das besondere Brot Gozos zu backen, können je nach Jahreszeit Oliven ernten, Honig produzieren – und natürlich den Käse mit ansetzen.
Gozo ist lediglich 67 Quadratkilometer groß – auf den Touren von Leanne & Co. fahrt ihr auf der Tagestour quer über die Insel und werdet im Westen, wo der Tag seinen Abschluss bei einem ländlichen Picknick findet, die köstlichen Erzeugnisse eurer Tour genießen. Der Ort ist besonders – wie die Küche von Gozo heute ist!

Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Touren, die euch köstliche Begegnungen mit der Kulinarik Gozos schenken, die mit bis zu zwölf Personen gebucht werden können, findet ihr auf der Homepage von Taste of Gozo.

2026-04-25

Mexikali Cantina – das Mexikali-Team eröffnet das erste Restaurant in Kreuzberg

Es ist … Dekaden her, da bin ich mit meinen Kolleg*innen auf Kosten unserer Arbeitgeber zur Belohnung eines sehr guten Geschäftsjahres (ja, damals gab es das noch) für einige Tage zu einem Incentive-Trip nach Miami eingeladen worden. Das war alles sehr nett, vor allem, weil es kurz nach dem Mauerfall war und einige unserer neuen Kollegen aus dem anderen Teil Deutschlands erstmals so weit bzw. überhaupt in die USA gereist sind. Deren Begeisterung zu erleben, war wunderschön. Das Essen vor Ort war indes grottenschlecht, und wenn ich an das Frühstück in unserem Apartmenthotel denke, wird mir jetzt noch anders.
Aber da war dieser kleine mexikanische Imbiss, ca. anderthalb Kilometer die Strandstraße hinauf von unserem Hotel entfernt. Ein wirklicher Imbiss, ein kleiner Kiosk, keine Innenplätze – nur ein – für amerikanische Verhältnisse – lächerlich kleiner überdachter Gartenbereich mit Stehtischen. Und da gab es Mexican Food zum Niederknien!
Frisch, lecker, spicy – der Mann hatte uns mit seinem Team wirklich über die Tage gerettet. Und mein Herz für die mexikanische Küche groß und weit gemacht. Ich denke heute noch so oft an diesen Imbiss und muss sagen, dass bisher leider kein Mexikaner in Berlin diese Lücke hatte füllen können.
Die Mexikali Cantina ist nahe dran, das zu ändern. Einige kennen schon die Mexikali Imbisse in der East Side Mall (Tamara-Danz-Straße 11) und Mall of Berlin (Leipziger Platz 12).
Mit der Mexikali Cantina hat sich Naoufal el Harrak jetzt den Traum eines eigenen mexikanischen Restaurants erfüllt.
Die Wrangelstraße in Kreuzberg hat sich in letzter Zeit zur Independent-Fressmeile entwickelt. Ganz ehrlich, wenn ihr neu in Berlin seid und Hunger habt: Fahrt zum Schlesischen Tor und schlemmt euch durch diese Straße. Oder bleibt gleich in der Mexikali Cantina in der Hausnummer 92 hängen. Das liebevoll eingerichtete Restaurant macht mit seinen bunten Farben Spaß. Die Küche serviert wirklich authentische, feine mexikanische Küche und natürlich die passenden Drinks.
Das Team hinter der Bar und im Service ist sehr charmant, Naoufal steht hier selbst in der Küche. Bis auf die Tortillas, wird hier alles hausgemacht. Die Salsas, drei sind es an der Zahl, alle vegan und unterschiedlich spicy, können sich sehen lassen.

Tacos, Burritos, Quesadillas und Enchiladas. Da muss man nichts vermissen! Die Tacos con Costra in vielen Variationen sind das Signature Dish vom Mexikali Cantina. Von allen Varianten gibt es vegane Versionen, z. B. die Taxos Vegan Chorizo mit Soja-Granulat, Bohnen und Avocado.
Die Cocktailkarte ist übersichtlich aber gut bestückt, mein Favorit ist die Spicy Jalapeño Margarita. Die frischen Jalapeño Scheiben bringen feurigen Spaß ins Getränk.
Das merke ich mir auch für meine Sommerdrinks, ich wusste nicht, dass echte Schärfe im Glas so attraktiv sein kann!
Anlässlich des Openings hatten uns Naoufal und Miles, Chef im Service, den Chef’s Choice serviert. Das Menü mit Vorspeise, Drink, Hauptgericht und Dessert gibt es pro Person für 29,99 Euro.
Obligatorisch fanden Nachos mit den drei Salsas zu uns auf den Tisch. Dann liegen mit Limettensaft gesäuerte Chili-Garnelen in einer grünen Chili-Sauce, die schön scharf und frisch ist. Me encantó! Wer es vegan mag, bekommt diesen Gang mit Palmenherzen serviert.
Als flüssige Aufräumerin passt eine Mezacilta.
Die Tacos con Costra werden uns in der Variante Carne Asada serviert. Auf zwei Maistortillas mit Guacamole, Salsa Negra, und gebratenem Käse tummeln sich die 140 Gramm Ribeye, dünn aufgeschnitten mit gerösteten Chiles Toreados. Zartes Fleisch, runden Aromen. Portion … geht so.

Als Alternative der Hauptgerichte dürfen wir auch den Burrito klassisch als Pollo al Pastor probieren: langsam geschmortes Hähnchen mit gerösteter Ananas, dazu Bohnenmole, Guacamole, Zwiebeln, Koriander, Queso Fresco und Chipotle-Mayo.
Gute Würzung, zartes Fleisch – lecker! Und last but not least verwöhnen uns knusprige Churros mit Zimt und heißer Schokolade.
Ich fand’s sehr lecker – für meinen Geschmack könnte es hier und da schärfer sein, die Spicyness ist schon sehr dem europäischen Geschmack angeglichen –, aber das lässt sich bei der Bestellung formulieren. Ich mag den Style vom Restaurant, sehr relaxed, und es gibt auch einige Außenplätze für den Sommer in einer der lebhaften Straßen Kreuzbergs.
Die Mexicali Cantina freut sich darauf, euch von Montag bis Sonntag von 17:00 bis 22:00 Uhr ihre mexikanischen Köstlichkeiten servieren zu dürfen! Charmante mexikanische Grooves gibt es natürlich auch aufs Ohr.


Mexicali Cantina
Wrangelstraße 92
10997 Berlin

2026-04-15

Ab ins Aostatal mit der ganzen Familie!

Aoste Fontainemore © Davide Camissasca

Das Aostatal – Valle d’Aosta – Vallée d’Aoste! Sind wir ehrlich, die Regionen in Europa, die mehrsprachig sind, bieten doch einen sehr besonderen Charme in ihrer Entdeckung. Das Valle d’Aosta liegt im Nordwesten Italiens und grenzt an Frankreich und die Schweiz. Im westlichen Teil ihrer Alpen grüßen das legendäre Matterhorn, der Mont Blanc, Monte Rosa und Gran Paradiso. Parliert wird hier in aller Herrenländer Europas (na gut, außer Spanisch und Hochdeutsch).
Champillon Doues © Aoste Tourisme

Natürlich ist man im Winter auf Skiern und Snowboards in den herrlichen Skibegiebten unterwegs. Und im Frühling? Da wird diese Regionen erwandert, es werden Burgen besucht, Steinböcke gesichtet (mit etwas Glück) – und zur Belohnung gibt es die reichhaltige Küche mit ihren Einflüssen des piemontesischen Nachbarn, die satt und glücklich macht. Was auch sonst? Eh! Italia!
© Maurice Chatelain

Das Aostatal versteht sich als ein perfekter Ort für den Familienurlaub über Generationen hinweg. Die teilweise flachen Wanderwege lassen sich auch mit dem Kinderwagen und von Menschen mit körperlichen Einschränkungen sehr gut bewältigen. Seit Jahren wird im Aostatal daran gearbeitet, Ausflugsorte, Wege und Unterkünfte auch barrierefrei zu gestalten. Das Projekt Abilmente ermöglicht in fünf Skigebieten im Aostatal auch Menschen mit motorischen, sensorischen oder geistigen Einschränkungen, Wintersport zu betreiben. Im Frühling darf unter den gleichen Bedingungen gewandert werden, statt Loipe gelaufen.
Camino Balteo Strada Romana Donnas © Aoste Tourisme

Als Erstes dürfte der Nationalpark Gran Paradiso mit der Pont-d’Ael alle Familienmitglieder beeindrucken. In 66 Metern Höhe mit sechs Kilometern Länge, haben die Römer schon im Jahr 3 vor Christus mit dem Bau der Äquaduktbrücke für die Wasserversorgung einer neuen Siedlung gesorgt. Die lustigen Römer begründeten in ihrer über fünf Jahrhunderte währenden Herrschaft über das Tal auch die Stadt Augusta Praetoria, heute besser bekannt als Aosta. Wo früher Wasser floss, wird heute die Strecke zu Fuß bewältigt – fantastische Aussichten garantiert.
Skyway Monte Bianco © Antonio Furing

Die hat man natürlich auch in den Skigebieten, in die auch im Frühling und Sommer Besucher von den Gondelbahnen bequem transportiert werden. Die Gondelbahn Pila-Couis-Stella führt zur Stella-di-Pilla auf 2.723 Metern Höhe und garantiert einen Blick auf die vier höchsten Berge der Region.

Wer es noch höher mag, vertraut sich der Skyway Monte Bianco in Courmayeur an. Auf der Punta Helbronner genießt man den Blick direkt auf den Mont Blanc in einer Höhe von 3.466 Metern – und hat keinen Tropfen Schweiß auf dem Weg dorthin verloren. Für Menschen, wie mich als Flachland-Berlinerin, die sehr gerne wandert, auch im Gelände, aber gar nicht so gerne im Berg hängt, die ideale Form der Gipfelerklimmung!

Man wird hier selten einen Felsvorsprung entdecken, auf dem nicht seit Jahrhunderten eine Burg oder ein Turm ruht. Schließlich ist das Aostatal auch als das Tal der hundert Schlösser bekannt. Viele von ihnen locken große und kleine Besucher in ihre alten Gemäuer. Die jüngeren Besucher werden in dem naturwissenschaftlichen Regionalmuseum der Burg in Saint-Pierre voll auf ihre Kosten kommen.
Fort di Bard © Enrico Romanzi

Oder in der Festung von Bard (Forte di Bar), wo sie im Alpenmuseum die Tierwelt der westlichen Alpen entdecken. Falls es in der Landschaft doch nicht mit dem Steinbock klappt. Mehr an Geschichte interessiert? Diese Festung hatte Napoleon immerhin zwei Wochen lang abwehren können und erzählt mit Stolz ihre Geschichte. Wundervolle mittelalterliche Fresken dürfen im Castello di Fénis bewundert werden. In dem Ort wartet auch das Museum für traditionelle Handwerkskunst auf Besucher*innen.
Spezialitäten des Aostetals © Aoste Tourisme

Und dann warten überall die hübschen Dörfer auf ihre Besucher, wo sie nach einer langen Wanderung die herrlichen Produkte der Region in den Gaststätten probieren können. Falls sie nicht schon auf den Wegen direkt bei den Erzeugern eingekauft und an den vielen Picknickplätzen direkt verkostet wurden. In den Berghütten gibt es natürlich die beste und satt machende Polenta mit dem regionalen Käse.

Überhaupt: Der Käse aus dem Aostatal! Fontina, Fromazdo (Valdostana) und andere Sorten, teilweise nach den Familienrezepten seit Jahrhunderten so hergestellt – natürlich DOP-signiert. Auch der würzige Bergschinken Jambon de Bosses mit mindestens 16 Monaten Reife und der Speck Lard d’Arnad mit drei Monaten Reife im Holzfass tragen das DOP-Siegel der Region.
Polenta e Carbonada © Alexis Courthoud

Hier und da wird natürlich auch Pizza serviert. Von rustikaler Küche bis zum Fine Dining – die ganze Familie wird perfekt verköstigt. Im Glas befindet sich dann ein spannender DOC-Wein, der über 20 autochthonen Reben im Aostatal. Sie werden hier teilweise in einer Höhe von 1.300 Metern angebaut. Dazu gehören Petit Rouge, der Fumin, Vien de Nus oder Prié Bland – die am höchsten angebaute Rebe Europas, weil frostresistent. So besondere Tropfen!

Na, habe ich eure Sehnsüchte geweckt? Auf der Homepage der Tourismusorganisation im Aostatal könnt ihr euch direkt die Unterkunft suchen für einen herrlichen Urlaubsausflug ins Valle d’Aosta und findet auch alle anderen Informationen!

Fai buon viaggio! Bon voyage! Gute Reise!

Homepage: Vallee d'Aosta
Instagram: Valle d'Aosta

2026-04-14

Das macht so echt keinen Spaß mehr!

Also irgendwie habe ich gerade merkwürdiges Karma beim Einkauf.

Freitag bei Aldi. Der Wocheneinkauf für meine hochbetagte Nachbarin. Ich überlege, ihr eine Packung Erdbeeren mitzubringen, und stehe mit einer anderen Kundin vor der (einreihigen, schon sehr ausgesuchten) Stiege, und wir gucken nach einer Packung mit unversehrten Früchten. Nicht wirklich lange. Ich habe gerade erst angefangen zu gucken. Da brüllt uns von hinten eine Kundin ins Ohr: „Sie sagen Bescheid, wenn Sie fertig sind!“ Und das war nicht wie eine höfliche Bitte formuliert, sondern wie die typische Berliner Unverschämtheit, wenn es der Eingeborenen nicht schnell genug geht.

Später, ich bin am Bandende, also letzte Kundin an der Kasse. Fange an, die Produkte auf das Band zu legen und stehe vor dem Wagen, der am Ende des Bandes steht – wo ich auch meine Ware noch hinlegen muss. Kommt die nächste durchgeknallte Kundin, schiebt meinen Wagen zur Seite und will anfangen, ihre Ware auf das Band zu legen. Offensichtlich mitten in die von mir ausgesuchten Produkte. Gut, da bin ich dann mal grob geworden.

Heute bin ich erneut bei Aldi und fische aus der italienischen Wurstware eine Packung heraus, in der die Salsiccia an vielen Stellen sehr grünlich schimmerte. Deutlich. Da ich gerade kein Personal sehe, aber ein Stapel leerer Kartons vor dem Kühlregal liegt, erlaube ich mir, die Packung dorthin zu legen. Als ich dann die Mitarbeiterin im nächsten Gang sehe, sage ich ihr Bescheid. Bekomme nicht etwa ein Dankeschön, dafür den Rüffel, dass das aber nicht so gut sei, denn wenn sie die Kartons in die Presse gäben …

Ey, Mädel. Es wäre dein Job gewesen, dafür zu sorgen, dass die Packung längst aussortiert gewesen wäre?!

Ich hätte inständig die Bitte: Könnten wir uns alle mal wieder ein bisschen erden, höflicher miteinander umgehen und anständig miteinander kommunizieren?

Also wie Menschen, die sich so benehmen, wie sie auch gerne von anderen Menschen behandelt werden wollen? Ginge das? Bitte?!

2026-04-13

Ich freue mich so sehr für Ungarn!

Vor allem freue ich mich darüber, dass jetzt endlich die Jugend Ungarns in der EU eine Chance haben wird.

Vor einigen Jahren war ich bei einer Weinverkostung ungarischer Weine. Lauter junge Menschen, die so engagiert ihre Weine produzieren und vermarkten wollten – und im Grunde nie wirklich ihre Chance hatten, zumindest im westlichen Teil der EU wirklich Fuß fassen zu können, mit der Art und Weise, wie Orbán dieses Land diktatorisch Putin auf dem Tablett servierte.

Ich wünsche diesem Land und seinen Menschen einen guten Neustart in der EU. Ich wünsche diesem Land und dem neuen Präsidenten Péter Magyar die Kraft und den unbedingten Willen, die von Orbán installierten Instrumente und korrupten Personen aus ihren Ämtern zu entsorgen. Dass er Orbáns Minderheit in Grund und Boden regieren kann. Er das Richtige für sein Land will und hoffentlich in den Punkten, in denen sein Standpunkt noch gar nicht so klar ist für uns andere Europäer, demokratisch, modern und zukunftsorientiert ohne Russland regieren wird.

Jeder, wirklich jeder Wähler, der mit der AfD liebäugelt – aus Protest (und ich bin die Letzte, die Protest gegen die aktuelle nutzlose Regierung nicht verstehen würde) –, dem muss klar sein, dass die genau das will, was Orbán vorgelebt hatte. Und sie Deutschland zu dem machen wird, was Orbán über 15 Jahre aus Ungarn gemacht hat. Zu einer als Demokratie getarnten Diktatur. Verseucht durch Korruption. Mit einem verarmten Volk und einer resignierten Jugend.

Nein, die AfD ist genau gar keine Alternative für Deutschland. Sie ist ein Geschenk für Putin. Das muss jedem klar sein, der die wählt. Die AfD zeigt jetzt schon in einem unfassbar großen Maß korruptes Gebaren, bedient sich jetzt bereits in einem illegalen Maß an den Steuergeldern aller Bürger in diesem Land. Sie ist destruktiv, rassistisch, putinfreundlich und wird Deutschland in Zukunftslosigkeit regieren. Und sie wird die wenigsten ihrer Wähler an ihren Gewinnen, die sie aus den Steuergeldern ziehen wird, teilhaben lassen.

Bitte, denkt zwei Mal darüber nach, wenn ihr in Zukunft wählen möchtet.

Möge die EU jetzt endlich die Ukraine unterstützen können, wie sie es ohne Orbán schon seit drei Jahren hätte tun sollen!

„Meine kleine …

süße Scheißerdrohne!”

Spitznamen für Katzen der Spitzenklasse