2026-03-04

Was man sich wirklich abgucken kann …

… von den Italiener*innen, das ist deren Optimismus!

Gestern war der erste Tag der Internationalen Tourismusbörse Berlin, ITB, und natürlich war ich bei der Eröffnungspressekonferenz der ENIT. Agenzia Nazionale Italiana del Turismo, die vom italienischen Botschafter, Fabrizio Bucci, in Berlin unterstützt wurde.
Und von einer Strativari – denn die italienische Nationalhymne wurde uns gestern gegeigt auf allerwertvollstem Holz.

Und wer es mitbekommen hatte, es fand in der deutschen Presse nicht so sehr statt, in Süditalien, nämlich Sardinien, Sizilien und Kalabrien fanden in diesem Winter mehrfach extreme Stürme und Hochwasserphänomene statt und in den Sturmgeschehen sind die Küstenstriche sehr beschädigt worden. Auch gab es Hochwasserkatatstrophen – und es waren Menschenleben zu beklagen.

Aber genau diese drei Regionen, die der Sturm am härtesten getroffen hatte – und stellenweise die bekanntesten Strände und Küstenstraßen nun erst eimmal sperren mussten bzw. wieder aufbauen müssen – sind dann da gestern auf der Pressekonferenz und werben dennoch – und das heißt: gerade jetzt – um die Touristen mit dem höflichen Hinweis, dass sie über mehr, vielleicht weniger Strände und ein spannendes Inland verfügen.

Da wird so ein Pragmatismus praktiziert, der hatte mich gestern doch schon sehr beeindruckt. Hut ab!

2026-03-03

Menschlichkeit

Arme Touristen oder Deutsche, die aus finanziellen Gründen lieber in Dubai leben bzw. arbeiten als in Deutschland, müssen aus Krisengebieten mit geschlossenem Luftraum eskortiert werden. Schlimm.

Zu bedauern.

Der hohe Benzinpreis! Der hohe Barrelpreis! Alles wird teuer! Auch der Strom! Ein Bundeswirtschaftsministerin, die erzählt, Deutschland bezieht gar kein Öl aus dem Kriegsgebiet, weswegen doch alles gut sei. Verstimmte, weil Verbrennerautos fahrende, deutsche Bürger, die viel Geld bezahlen müssen für den Liter Sprit, die ihre Besorgnis in die Kameras formulieren.

So traurig.

Öl transportierende Frachter, die jetzt in den Kriegsgebieten liegen, weil der Iran die Meerenge, Straße von Hormus, versperrt und die, egal wohin, entweder zurück durch Kriegszonen oder andere Seewege nehmen müssen, die schon lange nicht genommen werden aufgrund dort herrschender Piraterie. Wie es diesen vielen Menschen an Bord gerade ergeht, denn sie haben Sorge (und müssen die auch haben), bombardiert zu werden auf einem Frachter mit hochexplosivem Gut, wie die sich fühlen. Die nicht wissen, wie lange Vorräte reichen werden.

Keinen interessiert es.

2026-03-02

Schon interessant, wie …

… die aktuelle Bundesregierung in der gleichen Woche in der sie ihr eigenes Heizungsgesetz kassiert hat und Deutschland energetisch zurück in das letzte Jahrhundert führt, von dem US-Boy jetzt aufgezeigt bekommt, wie schnell Öl und Gas auch mal wieder nicht fließen können.

Ich möchte es wirklich betonen: Habecks Heizungsgesetz war nie sein Heizungsgesetz, sondern das von Merkel und CDU/CSU. Habeck hatte lediglich vollzogen, was die Vorgängeregierung in der voraus gegangenen Legislaturperiode – und das waren CDU/CSU und SPD – gesetzlich ihm vorgegeben hatte. Was irgendwie immer unter den Fisch fällt in der Berichterstattung und ja, mich wurmt das.

Aber hey, sie werden es dennoch nicht lernen. Frau Reiche sowieso nicht. Sie gestern wieder ein TV-Interview gegeben und man muss sich wieder einmal mehr fragen, wie diese Person, die keinen Satz gerade heraus bekommt, je an diesen Ministerposten gelangen konnte?

Auch finde ich erschreckend, dass Wadepuhl als Außenminister seit dem US-Angriff auf den Iran faktisch nicht stattfindet oder Wolfram Weimar, der erschreckend amtsanmaßend durch den Kulturbereich Deutschlands poltert, mit was für Inkompetenzen Merz sein Kabinett ausgestattet hatte. Und wie wirklich blass dann immer noch auch Merz hinter diesen Leuten, die so gar nicht wirken, selber wirkt.

2026-03-01

Teile des Internets …

… diskutiert heute das Aussehen von älteren Frauen mit und ohne Geld für Selbstoptimierung oder mit und ohne Lust für Selbstoptimierung. (Das Internet lernt es nicht.)

Teile des Internets weiß auch, wie es sich gerade anfühlt in Dubai zu leben. Wie in Israel, interessiert wieder nicht. Wie im Iran auch nicht wirklich. Ich empfehle immer Michel Abdollahi. Den ich gerne als ersten Bundespräsidenten Deutschlands mit Migrationsvordergrund sehen würde.

2026-02-28

Erchie in Apulien zelebriert San Giuseppe, den Vatertag

Der Vatertag in Italien, der am 19. März stattfindet, ist generell dem heiligen Vater San Giuseppe gewidmet. Der Vater von Jesus Christus ist hoch angesehen im katholischen Italien. Kein Wunder also, dass jeder zweite Mann in Italien Giuseppe, Josef, heißt. Auch in Apulien wird der Vatertag als Geburtstag von San Giuseppe zelebriert, ein Fest mit Prozessionen. Serviert werden die köstlichen Zeppole di San Giuseppe und gleichzeitig nimmt man den Feiertag zum Anlass, überall den Abschied vom Winter zu feiern – und voller Vorfreude den Frühling zu begrüßen. Dieser besondere Feiertag wurde erstmals im Jahr 1479 erwähnt.
In Süditalien ist um diese Zeit der Frühling bereits voll in seinem Element, die Obstbäume blühen, zwischen den Olivenbäumen sprießt das fette Grün. Die Tage sind schon angenehm warm, wenngleich die Nächte noch sehr kalt sein können. Die Regenschauer werden seltener, dafür begleitet blauer Himmel und die hochstehende Sonne durch den Tag.
Zelebriert wird der Feiertag je nach Region oder Gemeinde durchaus unterschiedlich. In Giurdignano im Salento wird der Vatertag mit den wundervollen Il Tavole di San Giuseppe – den gedeckten Tischen des heiligen Giuseppe – zelebriert und die Armenspeisung nachgelebt. Ich hatte euch dorthin bereits im Blog mitgenommen.
Auch der Ort Erchie in der Provinz Brindisi im Salento zelebriert den Vatertag und Winterabschied mit der üblichen Prozession. Im vergangenen Jahr durfte ich den besonderen Feierlichkeiten, die sich über zwei Tage erstrecken, beiwohnen. Anlässlich seines Ehrentages wird San Giuseppe nach der Messe am Vorabend des 19. März auf der Sänfte aus der Wallfahrtkirche Santuario di Santa Lucia getragen – und hält dabei als sichtliches Merkmal das kleine Jesuskind auf dem Arm.
Ein Bildnis, das wir eher von Darstellungen der Mutter Maria kennen. In Erchie wird er von sehr vielen Menschen und von der Blaskapelle begleitet und zu einem großen Vorplatz gebracht.
Natürlich begleitet von den in Apulien alle Festivitäten schmückenden bunten Lichtern.
Dort erwartet ihn ein riesengroßer Scheiterhaufen, aus Stroh und Olivenreisig aufgetürmt und mit Bildnissen von San Giuseppe geschmückt.
Eine fast ebenso große Bühne steht in der Nähe – und die Bewohner und Gäste Erchies warten, teilweise amüsieren sich schon auf dem Platz die Kinder in den kleinen Fahrgeschäften.
Rund um den Scheiterhaufen, keine Sorge, Giuseppes Statue wird in ausreichendem Abstand platziert, zelebrieren Feuerschlucker ihre Kunst. Im späteren Verlauf werden zwei große Reispapierballons in die Luft entsendet – zum Gedenken an zwei Mitglieder des Organisationsteams, die diesen besonderen Tag leider nicht mehr erleben durften. Bin ich ein bisschen berührt angesichts dieser schönen Geste? Ja, bin ich.

Es folgen Reden, die üblichen langen Danksagungen, und es werden Geschichten erzählt. Natürlich wird San Giuseppe gesegnet und mit einem gemeinsamen Vaterunser bedacht.
Immer mit dem grandiosen Enthusiasmus und Pathos, wie ihn nur Italiener parat haben. Während wir mittlerweile in der dann doch noch sehr kühlen Frühlingsnacht ordentlich frieren, wird der Countdown heruntergezählt – und dann beginnt ein grandioses und minutenlanges Feuerwerk, das wunderschön anzusehen ist. Ich finde, jeder Winter, der so laut und kunstvoll verabschiedet wird, jeder Frühling, der so bunt begrüßt wird, kann sich darauf etwas einbilden! Was für eine Show uns geboten wird!
Am Ende des Feuerwerks entzünden die letzten Raketen den Scheiterhaufen, der dann mit imposanter Macht dank seiner Größe niederbrennt – unter den Ahs! und Ohs! und Applaus von uns Zuschauern. Habe ich eben noch gefroren? Na, nun garantiert nicht mehr! Im Gegenteil. Es war ein grandioses Spektakel, ehrenamtlich organisiert und absolut sehenswert!
Keiner Feier in Italien ohne gemeinsame Speisung, sie lässt uns zu dem Stand führen, an dem Ehrenamtliche in feiernder Stimmung die schon seit Tagen vorbereiteten, regionalen Köstlichkeiten verteilen.
Sie laden uns großzügig ein zu Wein und Pasta mit Muscheln und Tomaten, die in riesigen Pfannen in viel Olivenöl geschwenkt werden, und uns wärmt wieder einmal mehr die unglaubliche Lebensfreude und Gastfreundschaft der Apulier*innen das Herz. Allein wie sich diese Menschen über einen Teller Pasta freuen können – mich erdet es ungemein.
Und über allem liegt die frohe Aussicht auf den Frühling, der tagsüber bereits deutlich präsent ist.

Am Vatertag selber wird natürlich weiter gefeiert. Auch innerhalb der Familien wird der besondere Tag den Vätern gewidmet: Sie werden mit Rosen und den köstlichen Zeppole beschenkt. In Echrie werden auf der Piazza rund um die relevante Kirche Echries, die Wallfahrtskirche Santa Lucia, viele Tische aufgebaut. An bis zu 40 Tischen werden Speisen angeboten, die die Ehrenamtlichen und Mitgliedeer der Vereine gekocht und gebacken haben, von den Unternehmen der Stadt finanziell unterstützt. Das Festmahl, La Mattra, besteht aus den Speisen der Region. Was auffällt: Sie sind besonders hell, vielleicht der nun immer früher aufgehenden Sonne entsprechend: Taralli, Salate aus Kichererbsen, frittierter Fisch, Blumenkohl, L’ampasciuni (eingelegte Zwiebeln der Traubenhyazinthe), Pasta – heute mit Honig serviert, frittierte Pettole und Chiacchiere, getrocknetes Obst und Nüsse.

La Mattra bezeichnet im lokalen Dialekt eine rechteckige Holzkiste, in der früher große Mengen Mehl mit Livieto madre und Wasser mit den Händen zu dem Teig für das Pane Pugliese verknetet wurden – sie steht symbolisch für Wohlstand und Überfluss und auch sie wird man ausgestellt anlässlich des Festes hier und dort aufgebaut sehen.
Aus einem Teig aus Mehl und Wasser werden in Echrie kleine Küken – die L’Uccellino – geformt, gebacken und mit einem Gruß vom San Giuseppe als Glücksbringer verteilt! Früher war es der Brauch, beispielsweise, wenn eine Unwetterkatastrophe drohte, dass man diese Vögelchen zerbröselte und ihren Teig in alle Winde zerstreute – damit sollte ein etwaiges Unheil abgewendet sein.

Natürlich folgt ganz Echrie auch am Vatertag dem Ruf in die Kirche, San Giuseppe, der Schutzpatron der Arbeiter, Zimmerleute und der Familie, hat in der Nacht in die Kirche Santa Lucia zurückgefunden. Erneut wird er in einer Prozession im Tageslicht durch die Stadt getragen und gefeiert – mit dem Segen des Erzbischofs von Oria. Das passiert genau um 12 Uhr und alle gedeckten Tische werden dabei gesegnet. Salutschüsse signalisieren das Ende des Umzugs und geben gleichzeitig den Startschuss zum gemeinsamen großen Mittagessen zu Ehren von Vater San Giuseppe.

Bei strahlendem Sonnenschein mit leichten Schäfchenwolken werden Fahnen geschwungen – von den „Brüdern” der Erzbruderschaft der Unbefleckten Empfängnis (ja, selbst die unbefleckte Empfängnis hat sich das Patriarchat offensichtlich angeeignet), auch die Blaskapelle ist wieder lautstark dabei.

Es ist Frühling in Echrie und ganz Apulien – und ab jetzt werden in Süditalien offensichtlich wieder die Sonnenbrillen getragen. Also lasset die Feste beginnen!

2026-02-25

OpportunItality – Made in Italy goes global!

Es ist schon faszinierend. Während in Deutschland die Wirtschaft nur noch schwerfällig stöhnt und unbegeistert auf das deutsche Wirtschaftsministerium blickt, das den Unternehmen nur noch Stöcke zwischen die Beine wirft, scheint Italien sich freizuschwimmen und sehr engagiert neue Wege einzuschlagen. Und das lautstark unter dem Slogan Made in Italy, den der aktuelle Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida mit seiner Amtsübernahme ausgerufen hatte.

Ein Beispiel ist das jüngst aus der Taufe gehobene Projekt OpportunItaly. Die digitale Matchmaking-Plattform bietet sich als neue und innovative Lösung zur Förderung im internationalen Handel mit Italien an. Vorgestellt wurde Opportunitaly anlässlich der Fruit Logistica 2026 Anfang Februar in Berlin.

Das Projekt ist eine globale Initiative zur Förderung des italienischen Absatzmarktes, mit besonderem Fokus auf die Verstärkung von Verbindungen zwischen internationalen Einkäufern und italienischen Unternehmen. Ziel ist es, dass sich internationale Kunden und Distributoren Italiens unkompliziert miteinander begegnen und vernetzen können – das übrigens völlig kostenlos und unabhängig.

Dabei stellt OpportunItaly auf der Online-Plattform maßgeschneiderte Inhalte und exklusive Dienstleistungen zur Verfügung und fördert die Vernetzung von Unternehmen in zehn strategischen Sektoren unter der Brand Made in Italy. Dazu gehören Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Lebensmittelindustrie, Mode und Luxus, Automobilindustrie, Maschinenbau, Design, Luft- und Raumfahrt und Smart Agriculture. OpportunItaly fokussiert sich zunächst auf 20 strategische Märkte, darunter Deutschland, Frankreich, USA, China, Brasilien, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate, und zielt darauf ab, italienische Exzellenz in den genannten Branchen stärker im Markt zu etablieren.

Das Herzstück der Initiative ist der OpportunItaly Buyers’ Club, der es internationalen Käufern ermöglicht, von persönlichen Besuchen bei internationalen Messen und Exklusivzugang zu italienischen Messen zu profitieren. Online goes real life: OpportunItaly wird exklusive Veranstaltungen, Messen und Business-Foren organisieren, um den Businesspartnern im realen Leben einen Meetingpoint für ihre erfolgreichen Geschäftsverbindungen mit den Produzenten und Dienstleistern Italiens zu kredenzen.

Für die Durchführung von OpportunItaly ist die staatlich organisierte Agentur ICE-Agenzia – Italian Trade & Investment Agency – verantwortlich. Die Agentur unterstützt mit ihrer langen globalen Erfahrung das Projekt durch ihre Expertise in der Förderung des internationalen Handels und der Vernetzung von Unternehmen: Made in Italy! Finanziert wird das Projekt unter anderem vom Minister für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit in Italien.
Kein Geringerer als der italienische Minister für Landwirtschaft, Lebensmittelhoheit und Wälder, Francesco Lollobrigida hatte gemeinsam mit Matteo Zoppas, Präsident der ICE-Agenzia (Foto 1. rechts), Fabrizio Bucci, Botschafter Italiens in Deutschland (2. rechts), und Ferdinando Fiore, Direktor der ICE-Agenzia (3. rechts) auf der Fruit Logistica den Startschuss für OpportunItaly gegeben.

OpportunItaly wird als zentrales Projekt mit seinen vereinten Ressourcen die italienischen Produzenten und Unternehmen auf internationalen Märkten stärken und deren globale Geschäftsbeziehungen fördern. Interessierte Kunden, Produzenten und Dienstleiter sind eingeladen, sich auf der Plattform OpportunItaly Buyers' Club kostenlos zu registieren.


Weitere Informationen über Berlin Italien Communciation:
Ansprechpartnerin: Medea Sisti
E-Mail: press@berlinitaliancommunication.com
Telefon… ​+49 30 628 674 42

2026-02-24

10 Jahre Lyon Street Food Festival

Ach Lyon!
Les Berges du Rhône, face au Grand Hôtel-Dieu © Brice Robert Photographe for Only Lyon Tourisme

Damals … naja, also als ich noch mit wahlweise dem (sehr geliebten) Citroën AX oder später dem Peugeot 106 si von Berlin über Aachen nach Südfrankreich in die Cevennen gefahren bin, lag auf dem Weg immer Lyon. Die Ausfahrt von Lyon zu passieren, das war immer das Zeichen, dass der größte Teil der Reise hinter uns lag und der Süden Frankreichs begann. Ab Lyon war irgendwie … Urlaub. Nur noch vier Stunden bis nach Saint-Jean-de-Buèges – aber ab da mit viel mehr Abwechslung, die uns wach sein ließ. Oft sind wir in der Nacht (wir waren immer Nachtfahrer) durch Lyon gefahren und haben diese schöne Stadt in völliger Ruhe genießen dürfen.

Ja, ich gebe es zu: Ich habe Sehnsucht! Nach dieser Stadt, die seit 2.000 Jahren der südliche Gegenentwurf zu Paris in Frankreich ist. Die mit ihrer Entwicklung zu einer modernen Stadt mit kunstvoller Ausrichtung der französischen Hauptstadt wirklich Paroli bietet. Deren historischer Stadtbereich bereits 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt worden ist. Wunderschön Vieux-Lyon, die Altstadt, die ein einziges wunderschönes Festival der Renaissance-Architektur ist! Oder der arbeitende Hügel, Croix-Rousse, das frühere Zentrum der Seidenweber. Schließlich befinden wir uns in der Region der früheren Seidenraupenzucht und Seidenspinnerei.

Der Zusammenschluss der größten Flüsse Frankreichs, der Rhône und Saône, die im Süden der Altstadt aufeinander treffen und mit ihren kleinen Nebenflüssen, Lyon fast so etwas wie venezianischen Charme verleihen, brachte Lyon den Titel wichtigste Handelsstadt im westlichen Europa ein. Es gibt so unendlich viel zu entdecken in dieser wunderschönen Stadt, die ihre Schönheit in die heutige Moderne hinübergerettet hatte.
Vue panoramique sur la Saône vers le quai Saint-Antoine, © VL for Only Lyon Tourisme

Und dann … Paul Bocuse. Der Koch aller Köche, Koch des Jahrhunderts, wurde in Collonges-au-Mont-d’Or in der Nähe von Lyon geboren und machte mit seiner Geschichte Lyon zum Mekka der Nouvelle Cuisine. Und das heißt in Zahlen: Alleine in Lyon locken 5.300 Restaurants um die Gunst ihrer Gäste aus dem In- und Ausland. Alle mit dem Erbe dieses großen Künstlers ihrer Zunft im Gepäck. Man kann hervorragend essen in Lyon. Und viel.

So feiert in diesem Jahr das Lyon Street Food Festival in den Hallen des Les Grandes Locos, der ehemaligen Lokomotiven-Hallen, sein zehnjähriges Bestehen. Vom 10. bis 14. Juni wird hier gekocht, probiert, gegessen und getrunken. Hierfür treffen sich 140 namhafte Köche aus dem In- und Ausland, die ihre Kunst zelebrieren und ihre Kochkunst einem Publikum aus Connaisseuren präsentieren. Lyon ist eine einzige köstliche Party mit Musik und Kultur – die nicht nur auf den Tellern stattfindet.
Le quartier Saint-Georges vu depuis la Saône, © NinOVersaLPhotographY for Only Lyon Tourisme

Lyon ist von Deutschland aus direkt mit der Bahn zu erreichen. Über 1.200 Kilometer Radwege machen das Automieten im Grunde überflüssig. Über 400 Leihstationen von Velo’v im Stadtgebiet verteilt, ermöglichen es Touristen, Lyon bequem mit dem Rad zu erkunden. Oder man setzt auf die City Card, die preislich mit 29,90 Euro für das 24h-Ticket beginnt, dafür kostenlose Nutzung des ÖPNV, freien Museumseintritt, Sightseeing Cruise auf der Saône und eine geführte Tour auf dem Croix-Rousse bietet.

Wer durchaus luxuriös residieren möchte in einer der spannendsten Städte Frankreichs – in die Räume eines Renaissancegebäudes aus dem 14. Jahrhundert ist das Hôtel Cour des Loges Lyon (Radisson Collection) frisch eingezogen. Florentinische Innenhöfe, französische Kassettendecken, römische Säulen – alles wurde charmant erhalten und mit dem heutigen Anspruch einer 5-Sterne-Hotellerie ergänzt. SPA-Bereich mit Pool, Fitnessbereich und 61 individuellen Zimmern bzw. Suiten, dem Bistro Le Comptoir und Gourmetrestaurant Les Loges – unter der Leitung von Küchenchef Anthony Bonnet, der sich schon mit 29 Jahren seinen Michelin-Stern erkochte.

Kurz: Lyon ist immer einer Besuch wert!


Radisson Hôtel Cour des Loges Lyon
6 Rue du Bœuf, 69005 Lyon, Frankreich
Telefon: +33 4 72 77 44 44