2026-03-31

Kartoffel an Preußisch-Blau – nur im HERITAGE!

Die Aussichten könnten viel schlechter sein. Wer das HERITAGE betritt und einen Fensterplatz als Refugium für die nächsten Stunden sein eigen nennen kann, guckt auf den Gendarmenmarkt, insbesondere auf das Konzerthaus, rechts davon auf den Deutschen Dom.

Tiefes, dunkles Blau ist die Hauptkomponente im Einrichtungsstil des Restaurants – dunkler kann ein Blau kaum noch vorkommen. Wenige wissen, dass man das Preußisch Blau aus dem Tuschkasten in Malersprache auch Berliner Blau nennt, da passt das schon. Innenarchitektin Oana Rosen hat den Räumen mit der Farbe preußische Kühle mit moderner Gemütlichkeit verliehen, die Kunst an den Wänden stammt vom Fine Art Photokünstler András Dobi aus Ungarn.
Das Restaurant HERITAGE gehört zum Hotel Luc. Das Boutiquehotel zählt zur Autograph Collection der MHP-Gruppe und hatte 2022 in Berlin seine Türen geöffnet. 75 Zimmer und 17 Suiten mit Fitness- und Sauna-Bereich, zwei große Möglichkeiten für Konferenzen – und allerbeste Lage am U-Bahnhof Stadtmitte.

Die schönen Räume zu (beinahe) ebener Erde teilen sich auf in den Restaurant- und Barbereich, eine private Lounge kann auch reserviert werden. Im Sommer lockt die Terrasse in der Charlottenstraße.
Übrigens: Luc, so nannte der Philosoph Voltaire seinen guten Freund Fritz, wir reden von Friedrich II, den Großen, beim Kosenamen. In der Sprache Voltaires wird „Luc” gerne im Wortspiel als höflichere Variante für das recht derbe „Cul” (Arsch) verwendet. Beide Männer verband über 42 Jahre eine intensive Freundschaft mit hohem Briefaufkommen – und offensichtlich gerne auch deftigem Sarkasmus in ihrer Kommunikation.
Es ist sehr gemütlich hier – und es gibt keinen Grund, auch für Berliner, dieses Restaurant nicht für sich zu entdecken. Geöffnet ist das HERITAGE ab 06.30 Uhr und serviert dann (nicht nur) Hotelgästen das Frühstücksbüfett. Mit einer kurzen Pause zwischen 11:00 und 12:00 Uhr werden die Wünsche zum Mittag und Abend der Gäste erfüllt.
Wir dürfen uns auf Einladung dem „The Taste of HERITAGE“-Menü widmen. Vier Gänge mit einem Glas Champagner zur Begrüßung und Weinbegleitung zu jedem Gang, werden auf dem wunderschönem Porzellan der Königlichen Porzellan-Manufaktur serviert.
Dem Gelage am Gendarmenmarkt ist geschuldet, dass sich das HERITAGE gemeinsam mit dem Hotel im Fan-Duktus jenem König, dann Kurfürsten Friedrich II., verschrieben hat. Oder wie wir hier im provinziellen Hauptstädtchen gerne sagen: Dem alten Fritze. Im HERITAGE begegnet er an der Bar als Gin Fritz.

Dieser Mann, im Gegensatz zum aktuellen Fritz, hatte noch ein Gespür und Interesse am Wohlergehen seines Volkes und erließ den berühmten Kartoffelerlass, um das (zunächst diesbezüglich eher undankbare) Volk so vor einer weiteren Hungersnot nach mehreren Getreidemissernten zu schützen. Das Volk hielt die Teufelsknolle für giftig, Fritz ließ sie trotzdem im Land erzwungen anbauen – der Rest ist deutsche Geschichte.

Diese Kartoffel ist nun der heilige Gral im Hotel Luc und HERITAGE. Irgendwie sympathisch. Wir finden sie in der Dekoration – und auf der Karte!
So zeichnet sich dann auch im Menü der erste Gang durch Pommes Allumettes besonders aus, denn in deren Nest ruht ein delikates Bœuf Tartare und ein apartes Eigelb on top. Das Bœuf Tartare ist ganz wunderbar abgeschmeckt und duftet elegant nach Kapern, das Eigelb tut nachdrücklich, was es tun soll, und umhüllt das Tartare elegant-reichhaltig mit seiner Creme. Die Pommes Allumettes sind knusprig und kalt. Ich bin ehrlich, ich präferierte sie in warmer Variante. Frittierte kalte Kartoffeln bringen immer eine gewisse Bitterkeit mit, die ich hier im Kontext nicht wertschätzen vermochte. Nun, es isst wie es ist.
Es folgt eine Kürbissuppe. Sie beherrschte die hohe Kunst, uns zu verwöhnen. Heiß, duftend – köstlich. Sie wird cremig und würzig, mit Kokoscreme und Tahin angemacht, der Sesamduft steht ihr außerordentlich gut – wie auch der frische Crunch der Granatapfelkerne. Ein weiterer Levantegruß versteckt sich im Süppchen: geerdete Kichererbsen. Jeder am Tisch ist ein bisschen in diese Suppe verliebt. Ist so!
Derweil sind wir vom Champagner umgestiegen auf einen der offenen Weine, als da wären ein Chardonnay – Domaine Laballe Sud Quest von 2023. Und ich wünsche mir den Eins – Zwei – DRY Pinot Noir Rosé von Leitz im Rheingau ins Glas. Ein sehr zarter Schmelz und feine Frucht – ihn stelle ich mir sehr gut zum Spargel vorl!
Zum Hauptgang wechseln einige, auch ich, in unserer Runde auf den Sauvignon Blanc vom legendären Emil Bauer aus der Pfalz. Wie schon 2023 in der Flasche, auch 2026 im Glas mit seinen klaren, demokratischen Grüßen. Klassiker.
Meine Nachbarin bleibt in der Welt des Rosé und wählt eine Pinot Noir Cuvée (Weinberge in Wachenheim und Ruppertsberg) von Dr. Bürkling-Wolf (Pfalz, 2023)– und ja, diesen Wein werde ich mir definitv merken. Spannender Charakter, ein besonderer Rosé. Und ein Etikett, bei dem Rosmunde Pilcher schwach werden würde.

Ach, geht einfach mal Wein trinken im HERITAGE. Ist doch bald Frühling und die schöne Zeit auf der Terrasse nicht mehr weit. Hier lebt sich charmantes Brasserie-Feeling in Berlins schönster Jahreszeit an einer der beeindruckendsten Adressen dieser Stadt. J'en serais ravi. Zumal euch Der Alte Fritz hier ins Ohr flüstert: „Kein Mensch taugt ohne Freude.”
Nun, da, wo der Preußenkönig sein fröhliches Unwesen treibt, sind natürlich die Hugenotten in Berlin nicht weit. Es ist also kein Wunder, dass Küchendirektor Florian Glauert mit seinem Team sich der deutsch-französischen Cuisine verschrieben hat. Der gebürtige Berliner Glauert hat jahrelange Erfahrung in der Sterne-Gastronomie im In- und Ausland gesammelt.
So gelingt der nächste Gang sehr französisch – und spätwinterlich saisonal. Die Jus zum Short Rib duftet schon in Richtung unseres Tisches, da können wir unseren delikaten Hauptgang noch gar nicht erblicken.
Wat ’ne Soße! Das Short Rib ist butterweich und fällt von selbst vom beeindruckenden Knochen, der auf dem Teller durchaus eine visuelle Ansage macht. Dazu gibt es ein cremiges Kartoffelgratin. Wir erfreuen uns ob dieser Opulenz – ich mich insbesondere über diese glänzende Jus, die nach Port und rotem Gewächs duftet und einfach ein Geschenk ist!
Auch der Nachtisch hat (mittlerweile eingedeutschten) französischen Charme. Fondant au chocolat mit etwas Vanilleeis und eingelegter Kumquats auf einem Maracuja-Spiegel. Letzterer ergänzt auch meinem Teller. Meine Nachbarin, die Probleme beim Genuss von Nüssen hat, vertraut lieber alternativ auf die Collection von Sorbet, dem ich mich anschließe.
Das uns servierte, bildschöne Gemälde besteht aus einem sehr cremigen Bananen-, Erdbeer- und Veilchensorbet. Ach, Veilchen! Da lassen die, leider stillgelegten, Galeries Lafayette von um die Ecke grüßen.
Wir genießen einen aromatischen Espresso und beschließen den Abend beglückt, köstlich bekocht und vor allem so sehr charmant bedient von Sheila Scheidemann, der Food and Beverage Managerin im HERITAGE. Das Menü kostet derzeit € 99,—, mit Weinbegleitung zusätzlich für vier Gläser € 49,—, alkoholfreie Begleitung mit zusätzlichen € 39,— berechnet.

Selbstverständlich lädt das HERITAGE ein, auch à la carte zu dinieren, um jeden Gang des Menüs auch einzeln genießen zu können. Die Karte liest sich bonfortionös und lässt – naturallement – auch Vegetarier bzw. Veganer nicht verhungern! Wie klingt beispielsweise als Vorspeise Vatare HERITAGE – Jackfruit, Rote Beete Pilze, Rauchmaj – vegan oder Pilze à la Crème mit knusprigen La Ratte-Kartoffeln, Belper Knolle und schwarzem Trüffel?

Eben!

Restaurant HERITAGE
Charlottenstraße 51, 10117 Berlin
Homepage
Reservierung erbeten

2026-03-29

Ich und mein Monk

Ich passe tatsächlich weitreichend in das künstlich geschaffene Weltbild eines Monks. Hängst du deine Bilder in nicht Millimeter gleich abgemessenen Abständen und Höhen auf und gibst ihnen zudem noch einen Schwung zur Schräghängung – und ich bin deine Freundin.

Nicht.

Das hat viel mit dem Thema Hochsensibilität zu tun. Monken schafft Ordnung, suggeriert Klarheit, lenkt die Antennen nicht ab, während sie Signale empfangen. Vermeintlich. Das ist so, damit lebe ich. Deutlich leichter, seit ich um die Zusammenhänge weiß. Mein Monk ist immer bei mir und tut mir nur geht so gut. Aber mittlerweile kann ich ihn hier und dann streicheln und ab und zu belustigt belächeln. Das ist natürlich auch das große Geschenk, das einem das Leben macht, wenn man dann das Glück hat, zur älteren Frau zu werden. Schrullige ältere Frau zu sein, es kümmert mich nicht mehr, was die anderen denken.

Dieses Monken hat beispielsweise dazu geführt, dass ich, seit ich selbständig wohne, nie farbige Wände in meinen Wohnungen hatte. Klassisch weiß, Raufaser – was anderen langweilig vorkommen mag, ist mein heiligster Schutz. Wenig Buntness hilft meiner inneren Ordnung. Da mutet es regelrecht wahnwitzig an, dass ich seit letztem Jahr überlege, eine Wand in meinem Wohnzimmer in einem zarten Türkiston tünchen zu wollen.

Tünchen. So ein schönes Wort! Wird auch viel zu selten verwendet: Ich tünche, du tünchst, wir tünchen. Lasst uns mehr tünchen! Naja, also nicht in meiner Wohnung, da nur die eine Wand, vielleicht. Es ist schon ein irrsinniger innerer Rock’n’Roll für mich, dass ich überhaupt darüber nachdenke.

Lange Einleitung. Kommen wir zurück zu meiner Monkigness oder heißt es Monkigkeit? Egal, bin ja eh für unglaubwürdige Wortschöpfungen bekannt. Mein Monk begleitet mich eher nach innen gerichtet. Dafür begleitet er mich ständig. Beispiele gefällig?

Wenn ihr Filme oder Fernsehen oder irgendwas mit Bildmaterial guckt, wo eine professionelle Maske ihre talentierten Finger im Spiel hatte, dann seht ihr Gesichter. Ich aber sehe weiße Striche auf der Oberlippe. Weil, der gehört da so hin! Das ist eine unumstößliche Maskenbildnerregel: Die Oberlippe gehört weiß gestrichen.

Keine Ahnung warum, vermutlich sieht dann die Lippe voller aus oder das böse harte Filmlicht zeichnet so weniger harten Schatten unter den Nasenbereich. Oder weil wir Zuschauer zu doof sind, das Ende der Lippen und den Anfang vom Philtrum zu erkennen. Dieser immer präsente Strich wird sicherlich einen solventen Grund haben, sonst würde er nicht ständig gezeichnet werden.

Nur: Ich sehe ihn. Und zwar ausschließlich. Er ist für mich das Element in einem Filmgesicht. Du kannst mich nach einem Film fragen, ob die Schauspielerin grüne oder gelbe Kontaktlinsen trug. Das weiß ich nicht, denn mein Monk und ich haben ausschließlich den weißen Strich auf der Oberlippe gesehen. Manchmal ist er so omnipräsent und überhaupt nicht verblendet, da möchte ich die jeweilige Täterperson in der Maske fragen, was sie sich eigentlich dabei gedacht hat.

Manchmal ist er ganz zart, kaum wahrnehmbar – dann entspannen Monk und ich uns sogar und können mit unseren Augen weiter hochwandern zum immer präsenten weißen Lidstrich im Auge, denn die müssen ja auch zwingend größer gezeichnet werden. Übrigens auch dann, wenn das Sujet der Schauspielkunst von Natur aus sehr große Augen bereits hat. Egal, Hauptsache Kuhauge gemalt.

Also … ich finde diesen weißen Lippenstrich völlig überflüssig und er nervt mich … seit immer. Er lenkt mich von allem ab. Von der Figur, dem Gesicht, dem Können des/der Schauspieler*in. Naja, nichtsnutziges Gegendere. Männer bekommen nämlich seltener weiße Lippenstriche gemalt. Außer Dragqueens, da wird auch der weiße Lippenstrich auf der Oberlippe gerne maximal überzeichnet. Nur, dort tut er meinem Monk inside weniger weh, weil bekanntermaßen Make-ups von Dragqueens nicht gerade eine Kunstform der Zurückhaltung sind.

So. Soviel zu meinem einen inneren Monk, der mich hart und zuverlässig seit Jahrzehnten begleitet. Ich habe mir diesen hässlichen Oberlippenstrich übrigens nie gezogen, als ich mich noch täglich sehr gerne geschminkt hatte, mit allem, was die Make-up-Industrie mir verkaufen wollte. Und ich freue mich sehr, dass ihr nun künftig auch nicht mehr in ein Filmgesicht gucken könnt, ohne diesen verderbten Strich wahrzunehmen. Herzlich willkommen in creezys Monkhausen!

Mein zweiter innerer Monk tanzt regelmäßig Pogo in … Kochsendungen. In Kochsendungen wird nämlich sehr gerne ein Plural eines Fachbegriffes einer uns fremden Sprache, der sich aber in den deutschen Sprachgebrauch eingemummelt hat, doppelt gebildet, der irrationale Plural verwendet: GnocchiS.

Da zieht mein innerer Monk regelmäßig zum Sprung an. Jetzt gibt es eine relativ klare Regel in der – mittlerweile ziemlich aufgeweichten – deutschen Sprachregelung, vor allem zu Latinismen und Italienismen, die es in unseren alltäglichen Sprachduktus geschafft haben. Und das betrifft in der italienischen Sprache vorrangig wohl das Vokabular der Küche und Musik.

Wir benutzen im Singular eben jenen, also „den Gnoccho“. Seltener „der Spaghetto“ (der kommt selten alleine), eher noch der Raviolo. Und verändern dessen Plural (o auf i) einfach nicht mit einem angelsächsischen „s” dazu. No way! Es bleibt auch in unserer Sprache der italienische Plural unverändert. Es sind Gnocchi. Spaghetti. Ravioli. Punkt.

Und das ist offensichtlich schwer zu verstehen – ich rege mich da weniger über Kochshowkandidaten auf – aber sehr bei den Profis vor den Kameras, die dann immer wieder von GnocchiS (also übersetzt Klößchenchen) oder RavioliS (Teigtaschenschen) sprechen. Immer und immer wieder. Das sind doppelte Pluräler – und glaubt es mir: „Doppelte Pluräler” das ist schon von Haus aus die allerhässlichste Wortkombination, die die deutsche Grammatik ihr eigen nennt!

Und jedes Mal, wenn Björn Freitag, dessen Wortschatz eh schon nur zu 78 % aus „Mega” und „Krass” besteht, obendrein acht Mal in einer Sendung seit über zwanzig Jahren „Gnocchis” falsch sagt, ja, dann fühlen Monk und ich eine heftige Unwucht. Jedes verdammte Mal! Man, der Typ macht Food-Reisesendungen nach Italien – und bekommt es nicht hin im TV den korrekten Plural vom Gnoccho in seiner eigenen Heimatsprache zu bilden?!

Diese harte Unwucht fühlen Monk und ich ürigens auch, wenn Jurorin Sarah Henke immer wieder BruSCHetta sagt (ach so, wir sind bei der Küchenschlacht im ZDF – also im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, dem mit dem angeblichen Bildungsauftrag), anstatt Bruschetta mit hartem K, dann werde ich wirklich sauer. Bekommen die in ihren TV-Jobs wirklich keinerlei Spracherziehung? Oder überhaupt in ihren Jobs? Übrigens: Juror Thomas Martin bekommt die Pluralbildung eines italienischen Substantivs korrekt hin. Und das Bruschetta.

Wirklich, wenn mein 90-jähriger Nachbar das falsch ausspricht, geschenkt! Aber Moderatoren, Juroren, die in ihrem eigenen Kosmos und in ihrer eigenen Fachsprache – im öffentlichen Fernsehen – kommunizieren? Monk und ich können da einfach nicht amused sein.

Langes Blogpost, kurz gefasst: Ihr guckt halt TV, ich leide ständig, weil ich omnipräsent Dinge sehe oder Wörter höre, die meinem Monk die tägliche Dosis Extasy ist.

Hier übrigens sind ganz zauberhafte Pluräler der deutschen Sprache aufgeführt!

2026-03-28

Deutscher Journalismus

Geschichte über eine ältere Frau (über 80) und wie sie etwas unkonventionell lebt.

Bildredaktion dazu: Stockfoto, ältere Frau sitzt auf einem Stuhl und strickt, natürlich grauhaarig mit Brille.

Header dazu: Oma lebt so und so …

Im Artikel: Nicht ein einziger Hinweis darauf, dass diese Frau Kinder noch Enkel hat, also Großmutter ist.

Mich ödet diese zunehmende Drittklassigkeit der Schreiberzunft nur noch an. Das ist noch schlimmer, als schon alle Witze bereits dreimal gehört zu haben.

2026-03-27

These

Lars Klingbeil wurde einst als Neoliberaler von der FDP in die SPD eingeschleust, um diese hart zu unterwandern.

Jetzt, da die FDP im Sterben liegt, hat sie natürlich kein Interesse mehr daran ihren blassen Sondermüll wieder einzusammeln. Und da, wo es nach Verwesung riecht, wird halt auch Parteienübergreifend gestorben.

2026-03-26

Tischlein deck dich! im Nah und Fern | Fusion Kitchen

Ich finde, es gehört eine ordentliche Portion Mut dazu, in diesen Zeiten in Berlin ein Restaurant zu eröffnen. Lisa, Kevin und Maikel sind's. Also mutig. Die drei Begründer*innen des Nah und Fern | Fusion Kitchen in der Schönhauser Allee 135 a haben im letzten Sommer ein gemütliches Refugium, unweit der U-Bahn-Station Eberswalder Straße, eröffnet.

Die Einrichtung ist klar, modern und trotzdem gemütlich. Im Winter bollert der kleine Kamin in dem hinteren Zimmer, das von den wunderschönen Fenstern in warmes Licht getaucht ist. Berliner würden sagen, das ist ein schmucker Ort mit kleinen Raffinessen. Und einem sehr freundlichen Empfang.
Die drei Gastrobegeisterten haben ihre persönlichen Talente und Professionen in die gemeinsame Waagschale geworfen und eine GmbH gegründet. Die Geschwister Lisa und Kevin mit deutsch-vietnamesischen Wurzeln und Koch Maikel Gööck (als Geschäftsführer). Das spricht für Selbstbewusstsein und ihren Glauben an das Nah und Fern – auch in diesen komplexten Zeiten für Gastronomien.
Lisa, als gelernte Restaurationsfachkraft, ist uns Gästen eine reizende Begleitung durch den Abend, Kevin sieht seinen Platz hinter der Bar. Zu Recht, die Cocktailkarte des Nah und Fern | Fusion Kitchen kann sich sehen lassen – auch in ihrer alkoholfreien Variante.
Die restliche Spirituosenkarte ist angenehm übersichtlich. Drei weiße Weine, zwei Rote, ein Rosé, zwei Crémant (weiß/rosé), zwei Biere mit, zwei ohne Umdrehungen. Ich mag das, der Sauvignon Blanc von Jochen Uebel aus der Pfalz begleitet unser Menü – absolut passend.
Maikel Gööck war lange Küchenchef in der Rôtisserie Weingrün, wo Lisa und er sich gefunden haben. Seine Küche ist die Begegnung der deutsch-französischen Liaison, die nun durch den Ausflug ins ferne Vietnam zu einer wundervollen, leichten Ménage à trois gewachsen ist. Die Karte des Nah und Fern | Fusion Kitchen ist da Programm. In jedem vermeintlich deutschen, französischen oder asiatischen Gang begegnet uns ein aromatischer Gegenspieler der jeweils anderen Küche. Das ist überraschend gut und macht Spaß!
Auch die Karte ist dabei angenehm übersichtlich geraten. Es gibt vier Vorspeisen, drei Hauptspeisen, drei Desserts – natürlich auch in einer veganen Variante zu genießen. Parallel dazu kann ein 3- bzw. 4-Gang-Menü gewählt werden. Einige Gänge lassen sich charmant upgraden – zum Beispiel der aromatische Reisnudelsalat, den es gegen Aufpreis auch mit Garnele gibt.
Den Reisnudelsalat mit Tofu ergänzen auf der Vorspeisenkarte Rindertatar oder der (wirklich!) perfekte Caesar Salad mit Granatapfelkern.
Die Hauptgänge: Backhähnchen, Bao Buns oder vietnamesische Königsberger Klopse – vom Kalb – und geröstete Miso-Aubergine mit Kartoffel-Wantans als vegetarische Variante. Für Abwechslung sorgen die Menüs auf der Karte, deren Gänge sich von den üblichen Angeboten gänzlich unterscheiden – so durchaus Flexibilität im Angebot ermöglichen. Wir probieren aber das einzigartige Menü zu einem besonderen Event: Lisa, Kevin und Maikel feiern ihr Kiezfest „Tischlein deck dich!” und möchten sich mit diesem Menü ihrer Nachbarschaft am 31.03.2026 ab 18 Uhr (das getimte Menü startet um 18:45 Uhr) vorstellen. Und ja, es lohnt sich!
Es wird ein 3-Gang-Menü zum Sharing serviert, wahlweise mit Bier- oder Weinbegleitung für je 74,— bzw. 84,— Euro pro Person inklusive Wasser.
Der Aperitif (optional) wird mit 5,— Euro berechnet. Wir starten damit und lassen uns von Kevins Signature Drink überzeugen: Das ist der Yuzu Spritz, mit und ohne Alkohol bestellbar. Leicht, softes Zitrusaroma, zarte Süße, die sich nicht in den Vordergrund spielt.
Sensationell das selbst gebackene Brot, das mit Miso-Butter serviert wird. Krachend knusprig, würziger Geschmack der lockeren Krume. Die erste Portion geht aufs Haus, die nächste wird für 3 Euro serviert.
Ganz ehrlich? Ich könnte hierherkommen und nur das Brot essen! Und mit der Idee war ich nicht alleine.
Zu diesem extrem köstlichen Brot servieren sie als Vorspeise den schon erwähnten Reisnudelsalat und einen gepickelten Knollensellerie mit Kräutersalat als Inlay und dazu einem würzigen Sesam-Dressing, er hatte mein Herz im Sturm erobert. Leichter Biss, gute Aromen – der Sesam tut der erdigen Knolle wirklich gut.

Auch zum Teilen gedacht, sind die drei Begleiter des Hauptganges.
Und da werden die faszinierend zarten-knusprigen Backhähnchen von Borgmeier mit spicy Chili-Mayonnaise von der Hauptkarte serviert, die uns in der Runde sehr begeistert haben. Das Fleisch butterzart, der Crunch krachend gelungen.
Gemeinschaftliche Liebe zum begleitenden Nouc-Cham-Kartoffelsalat, der mit einem Hauch Fischsauce abgeschmeckt wird. Asiatische Fischsauce, zarte Schärfe der Nouc-Cham an Kartoffel mit Radieser und Schnittlauch, den aromatischen Knusper liefert die Senfsaat – unbedingt merken!
Ein zartes, perfekt rosa gebratenes Flanksteak im Tagliata-Style serviert (mit Estragon-Beure-Blanc) und die asiatische, würzige Komponente: geschmorte Short Ribs mit gepickelten Zwiebeln. Wirklich zart und würzig in ihrer perfekt abgeschmeckten Teriyaki-Sauce. Begleitet von eingelegtem Gemüse und einer sehr gelungenen Variante des Caesar-Salats mit Wasabi-Limettendressing und Granatapfelkernen.

Dieses Menü ist eine gelungene Kombination zwischen den Welten, Maikel versteht seinen Job in der Küche absolut, und die Kreativität, die alle drei uns Gästen im Nah und Fern zumuten, unterhält und öffnet unseren Horizont! In diesem Menü kann sich jeder wiederfinden – und auch wenn es jetzt etwas sehr fleischlastig klingt, natürlich haben die drei eine vegane Variante in petto!

Wir hatten einen schönen und vor allem leckeren Abend, so charmant begleitet von unseren herzlichen Gastgebern. Der ein noch köstlicheres Ende fand mit der Runde Cocktails, die Kevin zauberte, und Lisa servierte dazu eine besondere Crème brûlée mit Aromatiken von Limette und Ingwer und dazu ein Zitrusfruchtkompott mit Jackfruit.
Also: Wenn ihr am 31.3.2026 noch nichts vorhabt. Hier könnt ihr euren Tisch und euer Menü buchen.

Und auch sonst empfehle ich herzliche gerne einen Besuch im Nah und Fern | Fusion Kitchen. À la carte bietet es mit spannende Begegnungen. Das Nah und Fern öffnet seine Fusion Kitchen Dienstags bis Samstags von 17.00-22:00 Uhr.

2026-03-23

Die Tenuta Lagala – Weingenuss und perfekte Gastfreundschaft in Venosa

Venosa ist ein entzückender Ort mit kunstvollem Flair. Und die Tenuta Lagala als Cantina und Agriturismo ist eine zauberhafte Gaststätte und Pension inmitten der Weinreben samt Ziegen, Hühnern und Katzen mit herzlichen Gastgebern.

Ein Ort zum sich Wohlfühlen!
Venosa – einst Handelsmetropole, heute voller archäologischer Schätze

Venosa liegt in der Provinz Potenza der Basilikata, knapp hinter der Grenze zu Apulien. Von Matera ist man in einer Stunde Autofahrt dort, von Bari aus fährt man ca. 100 Minuten mit dem Auto, zwei Stunden wird ein Bus brauchen. Venosa hat alles, was eine kleine Ortschaft mit knapp 12.000 Einwohnern ihren Besuchern bieten kann: Historie, buntes Leben und die grandiose Küche mit ihren exzellenten Weinen!
Hübsche kleine Gassen mit ebensolchen Häusern vermitteln heute noch den Eindruck ihrer früheren Glanzzeit. Auf der Piazza Umberto beeindruckt die Villa Communale mit ihrer Pracht.
Ein Ausflug in die Geburtsstadt des lateinischen Dichters Quintus Horatius Flaccus (65 v. Chr.) – kurz als Horaz bekannt – lohnt sich absolut! Sein Geburtshaus steht heute noch, kann allerdings nur von außen bewundert werden.
In der Nähe auch seine Statue. Überall in der Stadt gibt es kleine kunstvolle Hinweise, die es zu entdecken gilt. Ein Spaziergang durch Venosa ist eine Freude.
Bunte Häuser, schmale Gassen. Der Ort liegt leicht erhoben an den Hängen des Monte Vulture. Der erloschene Vulkan hatte zum letzten Mal 40.000 Jahre vor Christus für vulkanüblichen Ärger gesorgt – übrigens mit der gleichen Größe wie der Vesuv.


Weinregion mit vulkanischem Flair

Die Gegend verdankt ihm heute aufgrund der ausgezeichneten Bodenverhältnisse den Aglianico del Vulture DOC, dem köstlichen Rotwein aus dieser Region der Basilikata. Übrigens finde ich die herausragenden Weine der Basilikata bei uns in Deutschland noch gar nicht ausreichend wertgeschätzt. Ach, und hatte ich eigentlich schon erwähnt, wie sehr ich die Landschaft der Basilikata liebe?
Als Horaz hier geboren wurde, galt Venosa, das ca. 291 v. Chr. von den Römern noch als Vensusa erobert wurde, als eines der relevantesten Handelszentren im Römischen Reich. Gegründet wurde die Stadt an den Ufern eines alten, seit Jahrhunderten trocken liegenden Sees. Die Lage an der Via Apia spricht für sich. Aus dieser Glanzzeit können die Ruinen eines Amphitheaters, ein Wohnhaus und Thermen besucht werden.
Das beeindruckende Castello ducale del Baluzo mit seinem (trocken liegenden) Wassergraben und den vier zylindrischen Türmen entstammt dem 15. Jahrhundert. Heute ist es der Sitz des Archäologischen Nationalmuseums, das die Fundstücke zeigt, die im Archäologischen Park von Venosa am Stadtrand gefunden wurden. Das Schloss stammt aus der Regierungszeit der Aragoneser. Ich habe es nur bei Nacht gesehen, unbedingt ein Grund für mich, nochmals Venosa zu besuchen!

Auch sehenswert müssen die jüdischen Katakomben sein, die im 3./4. Jahrhundert n. Chr. tief in den Hügel Maddalena hineingetrieben wurden und als Grabstätten bemerkenswerte Fresken zeigen.

Venosa besitzt einen entzückenden Mix aus Historie und Moderne – und ist auch eine lebendige Stadt. Umfriedet von einer traumhaft schönen Natur!
Wenngleich man oft leider sieht, dass die Menschen auch wegziehen und das eine oder andere Geschäft nicht mehr von der Familie fortgeführt wird. Kleine Bars servieren fantastische Weine der Basilikata – und natürlich den guten italienischen Caffè. Unser Ausflug in die Pizzeria Ganea am Abend hatte uns absolut überzeugt.
Ich war wirklich gerne hier – und obwohl uns am Nachmittag der stete Regen erst einmal vertrieben hatte –, wie schon geschrieben, möchte ich sehr gerne Venosa noch einmal länger entdecken! Schon alleine wegen der vielen Kunstobjekte, die man überall in dieser Stadt entdecken kann.

Agriturismo e Cantina Tenuta Lagala – Urlaub mit Ziege, Pool, Wein und manchmal Gesang

Vor einem heftigen Regenguss retteten uns Angelica und Arnaldo in die Tenuta Lagalla, bei denen wir zur Nacht eingeladen waren.
Das Ehepaar hat sich hier auf dem Bauernhof der Familie ganz auf Gäste eingerichtet. Mein Zimmer trägt den fröhlichen Name Hippos, denn: Pferdesport ist hier auch möglich.
Es sind einfache, aber gemütlich eingerichtete Zimmer – eines davon im kleinen Wachturm. So lässt es sich sehr gut auf 3-Sterne-Niveau Urlaub machen.
Hier werden in dem schönen Restaurant und der Weinbar mit Blick auf die Weinberge die herausragenden Weine, die Arnaldo produziert, serviert. Ebenso das prämierte hauseigene Olivenöl – und was Angelica in der Küche damit mit ihrer Crew für ihre Gäste kreiert, ist einfach nur lecker!
Die Hausherrin lässt es sich auch nicht nehmen uns zum Frühstück ihre selbst gemachte Ricotta zu servieren! Gastfreundschaft am Tisch lautet ihr Credo.
Und es stimmt, alleine, was die beiden uns zu einem späten Pranzo zu unserer Begrüßung servierten – natürlich nur aus den Produkten der Umgebung – ach, ich hätte von dem Tisch gar nicht mehr aufstehen mögen! Pizette mit aromatischen Funghi oder Tomaten, Catalogna, Stracciatella zu den Tomaten, würziger Käse …
Zu meinem Besuch in Venosa und bei der Tenuta Lagala kann ich nur sagen: Er war eindeutig zu kurz! Venosa ist ein bezaubernder Ort mit zu entdeckender Geschichte und in der Tenuta kann man sich richtig gut erholen, einschließlich einiger Kilo mehr, die man wohl mit zurücknimmt. Im Koffer und auf der Hüfte.

Natürlich möchte ich einen besonderen Protagonisten nicht unterschlagen: Von Juni bis Oktober sorgt der zum Agriturismo gehörende Pool für Erfrischung, der ausschließlich den Gästen vorbehalten ist.

Cantina Tenuta Lagala – Arnaldos Weine sind international gefragt

Arnaldo hatte die Vision einer Cantina mit seinem Bruder in die Realität umgesetzt. Nach dessen plötzlichem Tod hat er die Weine und künftig auch feinen Spumante der Tenuta Lagala alleine zu Ruhm und Ehren führen müssen. Aber mit Erfolg: Als wir im Herbst zu Besuch waren, war ein neuer, größerer Weinkeller gerade fertiggestellt und die ersten Tanks waren eingezogen.
Sein Rotwein, der Nero degli Orsini, ist prämiert mit drei Gambero-Rosso-Gläsern.
Sein Spiralis Aglianico Bianco di Basilica IGT ist mehrfach auch internationaler Preisträger, um nur zwei seiner ausgezeichneten (im doppelten Sinne des Wortes) Weine zu nennen.

Sein neuestes Flagschiff ist ein Spumante, noch in seiner Kulturphase. Wir dürfen ihn zwar schon verkosten, noch aber er nicht auf dem Markt. Was für eine große Ehre!
Arnaldos Weine sind inzwischen international hochgeschätzt.
Ich bin voller Zuneigung zu Maddalena, dem Rosé von Arnaldo. Die Rebe der Aglianico Basilica I.G.P. wird am Spalier gezogen und reift sehr spät. Die Mazeration erfolgt acht Stunden auf der Maische, Ausbau im Stahltank und mindestens drei Monate Flaschenreife, bis dieser Rosato den Markt betritt. Da sind rote Früchte im Glas, Beeren, Granatapfel und Muskat, ein sehr würziger und ausgewogener Rosato mit 12,5 Vol. Toll!
Wer es spritziger mag, den wird auch das frische Äquivalent als Frizzante gekeltert begeistern: Angelica del Vulture. Ein zauberhaft tiefes Rosé im Glas liefert Waldfrüchte, Himbeeren mit Zitrus am Gaumen und hinterlässt Eindruck im Abgang. Dieser Frizzante ist der perfekte, lebhafte Begleiter im Glas an warmen Sommertagen.
Die Zeit in seinem Weinkeller, der teilweise dem Labor eines Chemikers gleicht, haben wir alle flüssigen Köstlichkeiten sehr genossen. Es war auch so spannend, seine Spumante auf dem Weg ihrer köstlichen Werdung kosten zu dürfen. Und das alles liegt idyllisch, nebenan gackern die Hühner und meckern die Ziegen. Eigene Tiere dürfen hier übrigens (gegen Aufpreis) mitgebracht werden.
Arnaldo zeigt mir die Katzenbabys, die im Stall in der Nähe der Küche in Sicherheit aufgezogen werden. (Mehr für die Babys, als für die Küche.)


EVO Essenza – die grüne Essenz aus vulkanischem Boden

Olio EVO Essenza ist ein weiteres köstliches Geschenk, das aus der harten Arbeit der beiden resultiert. Diesem exquisiten Olivenöl, wie auch den Weinen der Tenuta Lagala, hilft es sehr, dass die Böden in der Region rund um Venosa aus Vulkangestein bestehen. Dem Öl kommt er im besonderen zugute, er schenkt den Coratina-Oliven ihre bittere Note mit einem pikanten Abgang.

Daher sind seine organoleptischen Eigenschaften bemerkenswert, in ihrer pfefferigen Note deutlich zu empfinden und sie waren Gambo Rosso 2024 bereits die Auszeichnung zweier Olivenblätter wert. Das Öl ist ein Cuvée aus den Sorten Ogliarola und Coratina. Die Ogliarola steht für den fruchtigen, aromatischen Geschmack, die Coratina liefert die gesunde Bitterkeit und Schärfe. Zu den eh schon schönen Restauranträumen gehören im Hintergrund noch eine große Eventhalle für italienische Familienfeiern – und diese können halt immer etwas größer ausfallen. Sicher kann es da in der Saison auch einmal etwas lebendiger werden – aber als Gast dazugebeten zu werden, ist in Italien wohl obligatorisch. Und: Es ist ein Agriturismo – wer hier zur richtigen Zeit urlaubt, wird die hohe Kunst der Weinlese oder Olivenernte miterleben dürfen.

Spätestens, wenn die Arnaldo seine Weine und Angelica ihre köstliche Küche serviert, wird jeder Moment in dieser traumhaft schönen Umgebung zum Feiertag! Mit solchen Aussichten?
Also … wenn Basilikata, unbedingt auf nach Venosa!


Tenuta Lagala
Strada provinciale 18
Ofantina 85029 Venosa
mobil: +39 3463098413
e-mail: info@lagala.it
e-mail: prenotazioni@lagala.it