Ab ins Aostatal mit der ganzen Familie!
Aoste Fontainemore © Davide Camissasca
Das Aostatal – Valle d’Aosta – Vallée d’Aoste! Sind wir ehrlich, die Regionen in Europa, die mehrsprachig sind, bieten doch einen sehr besonderen Charme in ihrer Entdeckung. Das Valle d’Aosta liegt im Nordwesten Italiens und grenzt an Frankreich und die Schweiz. Im westlichen Teil ihrer Alpen grüßen das legendäre Matterhorn, der Mont Blanc, Monte Rosa und Gran Paradiso. Parliert wird hier in aller Herrenländer Europas (na gut, außer Spanisch und Hochdeutsch).
Champillon Doues © Aoste Tourisme
Natürlich ist man im Winter auf Skiern und Snowboards in den herrlichen Skibegiebten unterwegs. Und im Frühling? Da wird diese Regionen erwandert, es werden Burgen besucht, Steinböcke gesichtet (mit etwas Glück) – und zur Belohnung gibt es die reichhaltige Küche mit ihren Einflüssen des piemontesischen Nachbarn, die satt und glücklich macht. Was auch sonst? Eh! Italia!
© Maurice Chatelain
Das Aostatal versteht sich als ein perfekter Ort für den Familienurlaub über Generationen hinweg. Die teilweise flachen Wanderwege lassen sich auch mit dem Kinderwagen und von Menschen mit körperlichen Einschränkungen sehr gut bewältigen. Seit Jahren wird im Aostatal daran gearbeitet, Ausflugsorte, Wege und Unterkünfte auch barrierefrei zu gestalten. Das Projekt Abilmente ermöglicht in fünf Skigebieten im Aostatal auch Menschen mit motorischen, sensorischen oder geistigen Einschränkungen, Wintersport zu betreiben. Im Frühling darf unter den gleichen Bedingungen gewandert werden, statt Loipe gelaufen.
Camino Balteo Strada Romana Donnas © Aoste Tourisme
Als Erstes dürfte der Nationalpark Gran Paradiso mit der Pont-d’Ael alle Familienmitglieder beeindrucken. In 66 Metern Höhe mit sechs Kilometern Länge, haben die Römer schon im Jahr 3 vor Christus mit dem Bau der Äquaduktbrücke für die Wasserversorgung einer neuen Siedlung gesorgt. Die lustigen Römer begründeten in ihrer über fünf Jahrhunderte währenden Herrschaft über das Tal auch die Stadt Augusta Praetoria, heute besser bekannt als Aosta. Wo früher Wasser floss, wird heute die Strecke zu Fuß bewältigt – fantastische Aussichten garantiert.
Skyway Monte Bianco © Antonio Furing
Die hat man natürlich auch in den Skigebieten, in die auch im Frühling und Sommer Besucher von den Gondelbahnen bequem transportiert werden. Die Gondelbahn Pila-Couis-Stella führt zur Stella-di-Pilla auf 2.723 Metern Höhe und garantiert einen Blick auf die vier höchsten Berge der Region.
Wer es noch höher mag, vertraut sich der Skyway Monte Bianco in Courmayeur an. Auf der Punta Helbronner genießt man den Blick direkt auf den Mont Blanc in einer Höhe von 3.466 Metern – und hat keinen Tropfen Schweiß auf dem Weg dorthin verloren. Für Menschen, wie mich als Flachland-Berlinerin, die sehr gerne wandert, auch im Gelände, aber gar nicht so gerne im Berg hängt, die ideale Form der Gipfelerklimmung!
Man wird hier selten einen Felsvorsprung entdecken, auf dem nicht seit Jahrhunderten eine Burg oder ein Turm ruht. Schließlich ist das Aostatal auch als das Tal der hundert Schlösser bekannt. Viele von ihnen locken große und kleine Besucher in ihre alten Gemäuer. Die jüngeren Besucher werden in dem naturwissenschaftlichen Regionalmuseum der Burg in Saint-Pierre voll auf ihre Kosten kommen.
Fort di Bard © Enrico Romanzi
Oder in der Festung von Bard (Forte di Bar), wo sie im Alpenmuseum die Tierwelt der westlichen Alpen entdecken. Falls es in der Landschaft doch nicht mit dem Steinbock klappt. Mehr an Geschichte interessiert? Diese Festung hatte Napoleon immerhin zwei Wochen lang abwehren können und erzählt mit Stolz ihre Geschichte. Wundervolle mittelalterliche Fresken dürfen im Castello di Fénis bewundert werden. In dem Ort wartet auch das Museum für traditionelle Handwerkskunst auf Besucher*innen.
Spezialitäten des Aostetals © Aoste Tourisme
Und dann warten überall die hübschen Dörfer auf ihre Besucher, wo sie nach einer langen Wanderung die herrlichen Produkte der Region in den Gaststätten probieren können. Falls sie nicht schon auf den Wegen direkt bei den Erzeugern eingekauft und an den vielen Picknickplätzen direkt verkostet wurden. In den Berghütten gibt es natürlich die beste und satt machende Polenta mit dem regionalen Käse.
Überhaupt: Der Käse aus dem Aostatal! Fontina, Fromazdo (Valdostana) und andere Sorten, teilweise nach den Familienrezepten seit Jahrhunderten so hergestellt – natürlich DOP-signiert. Auch der würzige Bergschinken Jambon de Bosses mit mindestens 16 Monaten Reife und der Speck Lard d’Arnad mit drei Monaten Reife im Holzfass tragen das DOP-Siegel der Region.
Polenta e Carbonada © Alexis Courthoud
Hier und da wird natürlich auch Pizza serviert. Von rustikaler Küche bis zum Fine Dining – die ganze Familie wird perfekt verköstigt. Im Glas befindet sich dann ein spannender DOC-Wein, der über 20 autochthonen Reben im Aostatal. Sie werden hier teilweise in einer Höhe von 1.300 Metern angebaut. Dazu gehören Petit Rouge, der Fumin, Vien de Nus oder Prié Bland – die am höchsten angebaute Rebe Europas, weil frostresistent. So besondere Tropfen!
Na, habe ich eure Sehnsüchte geweckt? Auf der Homepage der Tourismusorganisation im Aostatal könnt ihr euch direkt die Unterkunft suchen für einen herrlichen Urlaubsausflug ins Valle d’Aosta und findet auch alle anderen Informationen!
Fai buon viaggio! Bon voyage! Gute Reise!
Homepage: Vallee d'Aosta
Instagram: Valle d'Aosta

























