2012-07-28

Mein Blog

hat, wie langjährige Blogleser wissen, heilende Kräfte. So hat sich die Waschmaschine das nach dem Blogpost gestern nochmals überlegt mit dem nicht mehr heizen wollen und die Bettwäsche dann doch brav als 90 Grad-Waschvorgang nach Vorschrift behandelt. Ich werde natürlich weiterhin sparen zur Sicherheit, aber das macht die Sache jetzt doch nicht mehr ganz so dringend und vielleicht reicht das Geld bis dahin für einen Neukauf.

Der Kollege, der mir den Geschirrspüler schenkte, hat nun bei seinem Umzug die Gebrauchsanleitung gefunden. Also sprach ich gestern zum Geschirrspüler: „Du, ich habe jetzt Deine Gebrauchsanleitung.” Sagt der Geschirrspüler zu mir: „Brauche ich nicht. Ich weiß, was ich tue.”

Ja, ich kommuniziere mit meinen Elektrogeräten. Das ist ausreichend schräg aber richtet auch nicht sooo viel Schaden an im Allgemeinen. Dass meine Elektrogeräte mit mir kommunizieren, ist indes neu.

2012-07-27

Soulfood

Sommersalate, auch etwas, das sehr glücklich machen kann. Die besten eingelegten Boquerones der Stadt, gibt es meiner Meinung nach an dem spanischen Stand in der Marheineke Halle Ausgang Marheineke Platz. Die Anchovis vom Imbiss gegenüber sind auch nicht zu verachten. Man kann nach deren Genuss die Nacht durchschlafen ohne sich den Wolf zu trinken. (Wichtiges Feature bei Anchovis!)

2012-07-26

So muss es sein …

… heute Abend bin ich nach Hause gekommen nach einem „so lala“-Tag. Ihr wisst schon, ist es eine Seitenstrangangina, die das halbe Gesicht lahm legt oder die Klimaanlage (die wir zum Glück in unserem Büro haben, es ist mehr ein Klimaanlägchen, also nichts Schlimmes)? Und dann so Diskussionen über Dinge, die echt wundern lassen. Und … aber auch gute Sachen, Kolleginnen, die im richtigen Moment das Richtige sagen, Kollegen auch. Menschen, die im Nachhinein von dem, was ich ihnen angeboten habe, sehr begeistert und motiviert sind. Schönes warmes Wetter. Dicke Füße. So ein Tag halt.

Dann stelle ich mein Fahrrad an der heimischen Dockingsstation ab und denke bei mir, „gehste zum Lieblingsspanier.” Eine Stunde in der letzten Sonne sitzen, ein Glas Rosé. Abschalten. Die dicken Füße baumeln lassen. Und ich hüpfe die 200 Meterchen um die Ecke. (Liebe Frau Mutti, gerade mit Dir wäre ich so gerne da mal …)

Ich bekomme den letzten Vierertisch an der freien Luft und habe ein schlechtes Gewissen, finde aber auch, dass er mir nach dem Tag zusteht. Das Pärchen, das kurz darauf ankommt und nach einem Tisch sucht, dem signalisiere ich direkt, dass sie sich ruhig setzen dürfen. Wir floskeln ein bisschen, klären die getrennte Order und ordern dann doch zusammen Rosé.

Sie und er erzählen sich vom Alltag und halten ab und zu ihre Hände. Irgendwann kommen erst meine, dann ihre Tapas und irgendwann fällt das Stichwort Mallorca, wo die Frau mit ihren Kindern gerade Urlaub gemacht hatte und Essen auf Mallorca und so kommen wir ins Gespräch.

Er ist Lehrer, sie ist Fotografin, er lebt am Oranienplatz, sie in Potsdam. Er hat einen Garten, sie Katzen und drei Kinder.
Und das war dann ein angenehmer vergnüglicher Abend. Small Talk der schönen unverbindlichen Sorte. Small Talk, worauf ich, als ich zum Spanier ging, null Lust gehabt habe.

Mein Lieblingsspanier eben …

2012-07-25

Diese junge …

kein Internet-Tagebuch führende Dame namens Journelle habe ich eben in meine Blog-Bookmarks gelegt. Ich glaube, ich mag die.

Tampon-Nachtrag

Gestern gefunden und für gut befunden:

2012-07-24

Wir …

… haben jetzt nämlich Fensterbank. Fensterbänke satt, um ehrlich zu sein!

2012-07-23

Die üblichen Routinen …

… ich will mich nicht beklagen, denn letztendlich gilt natürlich nur eines: die Hauptsache ist, die Katzen und ich sind gesund.

Aber ansonsten hier derzeit: CD-Spieler (nach Umzug) kaputt. Das gute teure 2.8er 16-55 mm Objektiv nach Sturz kaputt. Und nun heizt auch noch die Waschmaschine nicht mehr. Die Waschmaschine ist alt, sie hat ihre Dienste getan und das immer zu meiner herzlichen Zufriedenheit. Ich mag ihre unaufdringlichen Geräusche. Ich mag es, wie ich intuitiv mittlerweile weiß, wie lange der Waschgang noch dauern wird. Ich liebe ihren Bullaugenanblick. Vor diesem und ihr hatte ich viele gute Kaffeetassen auf dem Boden hockend mit beiläufigen tiefsinnigen Gesprächen mit Freunden. (Ja, ich bin prima mit Bullaugenhaptik therapierbar.)

Auf eine Neue zu sparen, tut irgendwie weh. Jetzt muss ich auch noch dieses Web durchsuchen, nach einem neuen finanzierbaren Modell mit tollen Bewertungen, leisem Schleudern (der böse Waschmaschinenschleudergeist) und vorrangig der Möglichkeit direkt im Ansatz ihr verbieten zu können, am Ende des Waschganges dumm zu piepen. Denn Piepser brauche ich in meiner Wohnung so sehr wie ein Hühnerauge vom Fuchs gejagt zu werden.

Hatte ich erwähnt, dass ich neuerdings einen Geschirrspüler besitze? Ich habe einem liebreizenden Kollegen alle Umzugkartons vermacht, der mir wiederum seine Lady 45 im Austausch anbot, die sich im Keller, seit er seine persönliche zweibeinige Lady freite und 45 cm auf 60 cm notwendigerweise anwuchs, dumm rumstand und sich zu Tode langweilte. Mein erster Geschirrspüler! Das Ding ist noch komplett analog. Es hält, wann immer man auf einen der Spülgänge drückt, jeweils im Hintergrund eine analoge Farbkarte, wahlweise in grün und rot, hoch, und der Spülschalter macht noch richtig schön „raterraterrat“ und laut „Pleng!“, sobal das finale Duschende erreicht. Sie hat somit alle meine Sympathien: sie piepst nicht! Und sie spült sehr fein und meine Fingernägel und sie sind auch inszwischen sehr dicke miteinander.

Das Einzige was uns beidem zu finalen Glück fehlt: sie mag nun definitiv ABBA nicht, während ich ABBA sehr wohl mag. Kindheitsmusik, lass ich nun mal gar nichts drauf kommen! Da ich Musik (weil ja CD-Spieler kaputt) momentan nur über den Rechner laufen lassen kann und gerade eine ausgesprochene „ich-singe-bei-jedem-ABBA-Song-mit“-Phase habe, insofern iTunes derzeit nur ABBA spielen braucht, läuft also hier öfter ABBA. Und zwar auch dann, wenn der Geschirrspüler läuft. Dieser aber haut dann in dem Schritt zum Wasser anheizen genau die zentrale Sicherung raus. Und zwar nur bei ABBA! Ausschließlich bei ABBA. Tool, Young Gods, Johnny Cash und was weiß ich oder so, die findet sie indes problemlos spülend akzeptabel.

Sonst aber lasse ich auf das Teil wirklich nichts kommen! Gar nichts! Nur in die Disco zusammen wird man uns wohl nie bekommen!

Und? Welche Waschmaschine? (Miele-Nennungen sind budgetbedingt nicht akzeptabel.)