Utopia hat einen kurzen und schmerzlosen Artikel über die Vorteile des Radfahrens für den Körper und die Psyche verfasst.
Jetzt könnte man meinen, eine kluge Regierung – ob in den Städten oder die des Bundes – würde in einem Land, das zunehmend vergreist, im Hinterkopf haben, wie lange körperliche Fitness der Menschen wichtig ist (die vielschichtigen Gründe muss ich da ja nicht aufzählen). Wie sinnvoll also wäre es, in der Infrastruktur immer mehr auf das Fahrrad zu setzen, Radwege auszubauen, Radwege zu reparieren?
An meiner Wohnung sind am Sonntag anlässlich der ADFC Berlin - Fahrradsternfahrt 2026 die Teilnehmer des (nur) einen Familienstranges vorbei gefahren. Es waren so viele Eltern mit ihren Kindern, die offensichtlich das Fahrrad zu ihrem alltäglichen Verkehrsmittel gewählt haben. Lt. offiziellen Meldungen sollen es insgesamt 30.000 Teilnehmer gewesen sein (wenn ich die Bilder sehen, kann man sicherlich noch einmal mindestens 10.000 darauf legen.) Mir erscheint die offizielle Zahl erstaunlich nach unten korrigiert.
Sinnvolle Politik für die Bürger in diesem Land, sichere Radwege für Erwachsene und Kinder – sie sind ein echter Bedarf. Worauf warten die verdammt noch einmal?
Vorab: es gab zwei Routen für Kinder & Familien, die zweite führte vom Heidelberger über Fehrbelliner Platz zum Großen Stern.
AntwortenLöschenWie zählt man Zehntausende? In den weiter zurückliegenden Jahren gab es eine große Schere zwischen den vom ADFC und der Berliner Polizei angegebenen Teilnehmer*zahlen - mittlerweile werden wohl "nur" noch die gezählt (aber wie?), die am Ziel ankommen (im WP-Artikel "Fahrradsternfahrt" ist das ansatzweise erklärt). Da bin ich dann wohl nie dabei, denn die letzte Meile zwischen der Goldenen und dem Tor schenke ich mir, da wird es dann doch zu eng (und man kommt auch vom Stern besser wieder weg, via Tiergarten - Halensee - Kronprinzessinnenweg).
Warum die Polizei allerdings traditionell versucht, die Zahlen kleinzureden, und gleichzeitig beklagt, zu wenig Personal einsetzen zu können (z.B. um an der Spanischen Allee einen Stau von anderthalb Stunden sinnvoll händeln zu können), das scheint höhere Mathematik zu sein.
Von der Route 8 grüßt Steffen - nächstes Jahr vielleicht über den Südring A100.