2013-10-01

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Zehn Jahre alt ist diese kleine Schnute, Mrs. Wichtig, Nishia heute geworden. Ich bin ihr jeden Tag so dankbar dafür, dass sie damals, als ich eigentlich nur eine kleine schwierige bunte dreifarbige Katze besichtigen wollte, so umsichtig und klug dafür gesorgt hatte, dass ich auch ja nicht den Moment verpasse, in dem beiden Katzen mir ihre besondere Kameradschaft zeigen konnten.

Dann doch beide Katzen zu nehmen, war wohl die beste Entscheidung, die ich in den zurück liegenden Jahren für mich, für uns, treffen konnte. Sie ist eine so fröhliche, kluge, agile, sehr anhängliche, tolle kleine Person, die mir hoffentlich noch ganz lange auf der Schulter sitzen kann, unter die Bettdecke kriecht und mir täglich den kleinen Kobold in ihr zeigt.

Ich bin wirklich sehr verliebt in diese einzigartige wundervolle kleine Katzenwesen! Und ich bin dankbar für jeden Tag, den sie diesem Alltag ihren besonderen Zauber aufdrückt!

Krabben und Leberwurst satt – und hoch soll sie leben!

Rush

Gestern habe ich im Kino „Rush” gesehen, den Film mit Daniel Brühl, der die besondere Rennfahrersaison 1976 und den Zweikampf um die Weltmeisterschaft zwischen Nicki Lauda und James Hunt beschreibt. Die Rennfahrersaison in der Nicki Lauda so fürchterlich, beinahe tödlich verunglückte aber unfassbare sechs Wochen später wieder in den Rennwagen stieg und den Kampf um den Titel neu aufnahm.

1976 war ich zehn Jahre alt. Durch den Unfall Laudas habe ich damals als Kind Rennsport erstmals überhaupt wahrgenommen. Natürlich, da sind sich die Deutschen nie zu fein, wenn ein Österreicher international Großes leistet, dann adoptieren die Deutschen die Ösis gerne einmal. Insofern hatte durch Laudas Erfolg die Formel 1-Welt auch ihren Erfolg und wurde von den Menschen hierzulande wahrgenommen, die vielleicht vorher nicht viel mit dem Rennsport am Hut hatten. So war es auch in meiner Familie.

Das Intro im Film, von Nicki Lauda gesprochen, verkündet als lapidare Tatsache, dass es Usus sei, dass von den Fahrern in der Saison mindestens zwei auf der Strecke blieben. Genauso war Rennsport damals letztendlich auch.

Der Film ist schnell geschnitten, auch jenseits der Rennszenen. Da ist keine langweilige Leere, keine falsch gesetzte Romantik, kein übertriebener Pathos. Beinahe dokumentarisch wird zurück in das wilde Leben der 70iger geblendet, dieser Zeit in der alles möglich schien. Die Rennszenen gewinnen an Spannung durch die Straßenperspektive in die der Zuschauer geholt wird, aufbereitet im Stil der damaligen Filmtechnik, dass man technisch nicht merkt, wenn echte Rennszenen eingeblendet werden. Genau diese Entscheidung, den Film nicht superscharf und perfekt wiederzugeben, tut ihm richtig gut.

Daniel Brühl spielt den ernsthaften, introvertierten, immer kompromisslosen Perfektionisten Nicki Lauda. Und das tut er ziemlich, verdammte Hacke noch mal, richtig richtig gut. Er wird in dem Film immer mehr zu diesem österreichischen Rennfahrergenie „The Rat”, der Schauspieler verschwindet komplett. Auch Chris Hemsworth, der den blonden, sonnigen James Hunt, dieses totale Gegenteil von Lauda, interpretiert, agiert perfekt an der klassischen Oberfläche von Hunt, so wie man ihn damals wohl nur verstehen wollte.

Alexandra Maria Lara, die die Rolle der Ehefrau von Nicki Lauda, Marlene, innehält, hat in ihrer ersten Szene noch einen halbwegs lebendigen Auftritt. Danach schlüpft sie wieder in ihr typisches Rollenbild: herumstehen und großäugig staunend den Film an sich vorbei spielen lassen. Interessanterweise sieht sie in dem Film immer zehn Jahre älter aus als Lauda selbst.

Der Film spielt mit allen Klischees der damaligen Rennepoche, aber setzt immer dann, wenn Hunt und Lauda sich zwischen den Wegen in den Boxen einen kurzen Schlagabtausch liefern, viel Tiefgang – und zwar ohne lange dröge Dialoge. Ganz nebenbei wird der Mythos Ferrari „La Familia” pragmatisch demontiert.

Der Soundtrack ist großartig und selbst Hans Zimmers Kompositionen haben dem Film keinen Schaden anrichten können, im Gegenteil. „Rush” bleibt, obwohl man den Ausgang der Rennsaison 1976 kennt, bis zum Schluss unglaublich spannend. Es waren einfach noch andere Rennzeiten. Es waren vor allem Kai Ebel-freie Rennzeiten.

Ich habe lange nicht mehr einen Film so genossen!

2013-09-25

Toast 1.0



Von ökonomisch war nie die Rede. Bei Gas war das Ding echt super!

2013-09-24

Neues vom Nähen

Es hat schon seinen besonderen Charme. Als wir alle vor drei Wochen in den Raum kamen mit den Nähmaschinen, war offensichtlich alles neu. Das konnte ich selbst natürlich nicht beurteilen, war aber so den Aussagen der Dozentin und den wenigen Teilnehmerinnen, die offensichtlich dort schon Nähkurse gebucht hatten, zu entnehmen. Alles neu heißt, neues Mobiliar mit Schränken in denen man die Nähmaschinen verstauen konnte. Dafür weniger große Tische mit viel Zuschnittfläche, was bei einem Nähkurs mit zehn Teilnehmerinnen, die alle gleichzeitig zuschneiden, aus simpler Kurslogistik heraus, natürlich prima ankommt.

Auch neu: die Nähmaschinen. Der Bereichsleiter, dem man wenig Ahnung vom Nähen unterstellen sollte lt. Dozentin, war Technik einkaufen. Es stehen also jetzt superschicke Brother-Nähmaschinen auf dem Tisch mit Handbetrieb (also Taste drücken anstatt Fußpedal oder Taste drücken anstatt Nähnadeln über das Rad hochstellen.) Die Maschinen haben Display-Schnickschnack. Für den Garnrollenhalter benötigt man nunmehr einen zusätzlichen Plastikaufsatz, weil die Rolle liegt, anstatt aufrecht zu stehen wie bei herkömmlichen Nähmaschinen. Und möchte man mit einer Zwillingsnadel nähen, fehlt der zweite Rollenhalter bzw. ist er im Halter für die Rückspule integriert und nutzfähig mit: einem Plastikersatzteil. Dafür benötigt die Spule für den Unterfaden keine Halterung mehr. Natürlich kann man mit der Maschine nähen, kann sich aber auch sicher sein, was als erstes davon kaputt gehen wird bzw. was man für Teile an ihr so vertrödeln kann.

Die Dozentin hasst die Dinger. Es gab zwar einen Einführungskurs für sie, aber die Dozentin ist sich nicht zu fein uns darauf hinzuweisen, dass sie das alles nicht wirklich begriffen hat und keinen Bock auf die Maschinen hat. Deswegen müssen wir Teilnehmerinnen uns auch jede einzeln mit deren Bedienung befassen, anstatt dass sie uns allen eine gemeinsame Einweisung gibt. Wohlbemerkt: der Kurs richtet sich vor allem an Nähanfänger.



Das ist natürlich alles nicht so tragisch, letztendlich mit einem Blick in die Gebrauchsanweisung kann man das Ding recht schnell begreifen, hat man vorher schon einmal an einer Nähmaschine gesessen. Ist wie beim Auto, die Dinger nähen jetzt halt ohne Choke, dafür mit Tasten.

Die eigentliche Tragik ist, dass die vorher altgediente Pfaff-Nähmaschinen hatten. Unkaputtbare semiprofessionelle Nähmaschinen, die Leder und Denim nähen, was ich bei den Brother-Modellen hier erst mal sehen möchte. Nähmaschinen, die wohl noch in zehn Jahre nähen, was ich bei diesem Plastikmodellen auch erst einmal sehen möchte. Nähmaschinen, die jeder, der Ahnung hat vom Metier, niemals weggeben würde. Alle Maschinen sind angeblich an eine soziale Einrichtung gewandert. (Was an sich natürlich gut ist, aber in sich so unfassbar unnötig.) Weil der Bereichsleiter keine Ahnung hat vom Nähen übrigens ohne Nähfüße. (Hey, selbst wenn Omas Pfaff den Geist aufgeben würde, würde ich die nicht weggeben wollen in der Hoffnung auf ein Wunder.)

Als wir alle, auch die Anfänger, das gehört haben, haben wir erst einmal stillverzweifelt eine Schweigeminute einlegen müssen.

Nur zum Spaß bin ich eben mal auf die Seite von Pfaff gegangen. Das Nähmaschinen-Geschäft ist heuer ein sehr lustiges. Erst einmal lande ich auf der Homepage in der Navigation unter Nähmaschine in einer Auflistung von sieben unterschiedlichen Modellen, deren fantasievolle Namen wie „passport™ 2.0” oder select line™” mir so richtig viel sagen. Klicke ich dann auf eines der Modell, wird mir in der hervorgehobenen Featurebeschreibung als erstes genannt:

• Großes, hochauflösendes Display
• Tastbildschirm (ambition™ 1.5)
• Original IDT™ System

Features, die bis jetzt nicht sooo viel mit der eigentlichen Aufgabe einer Nähmaschine haben. Ausgenommen das IDT™-System beschreibt den Stofftransport der Pfaffmaschinen. Aber Display ist voll wichtig beim Nähen, wa ey? Dann folgt totschlagende Masse:

• Bis zu 195 Stiche
• Bis zu 4 Schriften
• 29 Nadelpositionen

29 Nadelpositionen. Ich vermute diese Nähmaschine kann steppen? Also im Sinne von Stepptanz? Und hat es wirklich nicht zu der einen 30. Nadelposition reichen wollen?

Kurz und praktisch, mich beschleicht zunehmend das Gefühl die Nähmaschine von heute ist der Frau der tiefgelegte Golf GTI des Mannes. Oder so.

2013-09-22

Kleine kurze Frage …

Norwegen, Schweden, Österreich oder Schweiz?

(Aus der Reihe: Landflucht.)

Der ultimative Nähsupport

Tally hat Besseres zu tun als sich fotografieren zu lassen. Die spielt sehr glücklich mit einem Restabschnitt vom roten Jersey.



2013-09-21

Platzset Update

Katzenplatzset mit Kartenupdate unten rechts (dank freundlicher Spende einer Freundin). Für einzelne Pummel-Hummeln …

2013-09-20

Richtig gemacht

Hinsichtlich des selbst verordneten Therapieprogramms „Der dunklen Jahreszeit in den Hintern treten” zu dem u.a. der Nähkurs an einem Montagvormittag für den gelungenen Start in die Woche zählt, mich auch in einen Fotokurs in der VHS eingebucht. Den gleichen Kurs hatte ich 2008 schon belegt und ich schwärme heute noch von der Dozentin, einer altgedienten schwedischen Reportagefotografin mit Esprit, Können, riesigen Fundus an Geschichten und einer so charmanten Art unaufdringlich ihr Wissen mit uns zu teilen. Einem Kurs, der damals schon jedes Mal in der benachbarten Pizzeria endete. Mit langen Gesprächen über Gott und die Welt und Fotografie.

Ein Kurs der über drei Semester geht, in einer Ausstellung und Katalogveröffentlichung endet, die Kursteilnehmer auf vielen unterschiedlichen Ebenen zusammen arbeiten lässt – eine runde Sache also. Ein Kurs in dem sich die Leute am Anfang erzählen, wie wirklich viel Bock sie auf das Thema haben. Und dann – für mich – das Glück haben, dass noch ein Platz frei war – keine Selbstverständlichkeit, denn die Dozentin steht für mehrfache Belegung. Sie ist definitiv anders als die Dame aus der Schneiderecke.

Gestern Abend dann ging es los. Die Freude, die Dozentin wieder zu gesehen prima signalisiert durch die Tatsache, dass ich 20 Minuten zu früh dort bin. Man steht vor der Tür und quatscht schon mit den Leuten (kein Merkmals sonstiger VHS-Kurse.) Ein Teil der Teilnehmer kommt aus einem Digitalfotografiekurs, denn die Dozentin im Frühjahr gegeben hatte. Man hatte dort die schöne Tradition gepflegt, dass jeder, der seine Hausaufgaben nicht machte, eine Flasche Rotwein dem Kurs zu stiften hatte. Läuft.

Die Dozentin kam, es wurde los gelegt, die Energie war da. Ihr Chaos, ihr Spaß am Genre. Es war toll. Spät am Abend mit ihr noch zur Freiluftausstellung der Ostkreuz-Schule gefahren. Ich freue mich einfach über das Wiedersehen – und auf den Kurs.

Gute Entscheidung!

2013-09-19

Es muss …

… diesem einen Jobcenter in Berlin-Mitte unglaublich schwer fallen, die Hintergründe einer fortlaufenden Krankschreibung zu verstehen und daraus die Konsequenz zu ziehen: „Laden wir solange nicht zu Gesprächen ein.”

Rein rechtlich bewegen die sich, man kann es nicht anders sagen, schlicht und einfach auf eher strafrechtlichen Ebene damit. Aber gut …

Oh und zum Thema Stufe IV der Hartz-Konzeption, Abbau der Bürokratie. Ich lasse mir ja nun alles, was ich dort abgebe, mittlerweile bestätigen. ALLES. Wobei mir ja ein Stempel mit Datum reichen würde. Nein, das machen sie nicht. Sie drucken dann immer eine Din A4-Seite aus, für die Krankschreibung eine. Für die Terminabsage eine.

Alle irre. Außer Elli.

Lomo-Tally

2013-09-16

Im Hier und Jetzt …

Heute etwas frühpünktlich beim Nähkurs gewesen und mit einigen anderen Teilnehmerinnen über die erste Stunde gesprochen. Vor allem bei uns Anfängerinnen kam die eine oder andere Kritik hoch. Das haben wir dann direkt nett und höflich angesprochen, als die Dozentin die nächste Runde eröffnete und haben uns einfach mehr Theorie, zumindest am Anfang, von ihr gewünscht. Das Klären einiger Grundbegriffe, Erläuterung der Stoffunterschiede, Fadenverlauf etc. Alles das halt, was man auf YouTube dann doch nicht lernt.

War sie ein bisschen sperrig unserem Vorschlag gegenüber. Na gut, ist Montag vormittags, da braucht niemand derartig konstruktive Ideen, die das eigene Konzept berühren. Ihrer Meinung nach würden wir das während des Zuschnitts etc. alles lernen (auch wenn dann die Stoffkunde vor dem Einkauf fehlt). Außerdem meinte sie, wir würden das eh wieder alles vergessen haben (sic!) und sie müsste uns dann alles zwei Mal erzählen. Hielt ich für keine so üble Idee an sich. Denn so ihrem Konzept nach wird sie es jedem einzeln erklären müssen, also acht Mal im Schnitt … oder auch 16 Mal. Naja …

Ansonsten habe ich heute meinen künftigen Jersey-Rock zugeschnitten und werde diesen dann demnächst nähen – in Größe 44. So wie Burda das von mir will. Da bin ich jetzt auch hart.

2013-09-12

Ach Otto, …

Otto Sander, Du großer Mann, Du unglaublich talentierter wundervoller Schauspieler. Du Mensch mit diesem unglaublichen Bass in der Stimme, der Du immer öffentlich zu seinen Schwächen gestanden hast: danke! Danke für die Kunst, die Du mit uns geteilt hast. Danke für die unvergesslichen Stunden in denen Du uns andere Welten vorgelebt hast mit Deinen Rollen!

Danke, dass Du diese Frau geheiratet hast und deren Kinder zu Deinen gemacht hast und ihnen Dein Talent – wie immer Du das auch fertig gebracht hast – vererbt hast. Mindestens musst Du in ihnen den Spaß an dieser Kunst geweckt haben.

Sonntag noch habe ich Deinen Sohn, Ben Becker, im Krankenhaus am Urban lesend erlebt und war tief beeindruckt von seinem Können, seiner Liebe zum Text, zur Literatur. Dann, bevor er Fontanes „John Maynard” las, spielte, lebte, erzählte er, dass dies Dein Part sei, den Du immer zu lesen hattest, wann immer Ihr gemeinsam gearbeitet hattet. Und erzählte, dass Du, sein Vater, sein größter Lehrmeister gewesen bist und – wie immer in der Ehrlichkeit und Authentizität eines Ben Beckers, sehr bekannt auch von einem Otto Sander – sprach er an, dass Du dies auch in einigen nicht so guten Disziplinen gewesen bist. Er nannte Dich eben Vater und nicht Stiefvater. Und er erzählte, dass Du ihm nun gestattet hattest auch den „John Maynard” lesen zu dürfen, aber nur, wenn Du einmal nicht dabei sein können solltest.

Das tat Dein Sohn dann in einer Intensität und Tiefe, die mir – dem ganzen Auditorium – den Atem stocken ließ. Wie muss es ihm innen ergangen sein?

Du bist also so oder so unsterblich, lieber Otto Sander. Mach oben 'ne Flasche auf, stecke die Zigarette an und lass‘ die Beine baumeln – wo Du hingegangen bist, muss es jetzt sehr unterhaltsam sein!

2013-09-10

Sonntag …

… hier gewesen:



Das gemacht:



… und das …



… das auch:



Das gefunden …



– das auch alles:









Und auch 'ne Immobilie gefunden, direkt am Strand. Müssen nur die Hauptpromenade sperren …


2013-09-09

Nähkurs

Als erste Amtshandlung sollen wir Maß von uns nehmen (lassen i.d. Fall.) Dann einen Schnitt raus suchen und anhand er eigenen Maße nachgucken, in welcher Konfektionsgröße man den Schnitt anlegt. Verfügbar sind Burda-Magazine mit Schnittbögen.

Vergleiche ich meine Maße mit Burda habe ich also Konfektionsgröße 44.

Das haben sich alle, die mich in natura kennen, sicher auch immer gedacht. Also, dass ich eine 44 trage. (Trage 38 ggf. 40 damit die Arm- oder Beinlänge stimmt.)

Laut Lehrerin fallen die Burda-Schnitte schon mal kleiner aus. Kleiner? Zwei ganze Konfektionsgrößen? Ich frage mich, was die Frauen machen, die wirklich eine 44 tragen? Die Zeitungen für die Tonne kaufen?

2013-09-08

Ein Jahr …



Ich habe gerade in den Mails gestöbert und musste feststellen, dass ich unser erstes gemeinsames Einjähriges irgendwie verpasst habe. Aber seit dem 17.08.2012 regelt Shiina den Verkehr hier auf ihre besondere Art und Weise. Die längste Katzenvergesellschaftung der Welt ist lange noch nicht abgeschlossen – nur ist mein Kopf dicker als ihrer, was sie nur noch begreifen muss.

Sie ist in sehr vielen Dingen und Vorlieben ganz klar von Linos Genen in direkter Linie abstammend. Sie ist richtig. Goldrichtig. Meine Entscheidung war richtig. Wenn auch sie viel Anstrengung mitgebracht hat. Die Liebe ist groß. Wie sie es eigentlich schon war, als ich die ersten schlimmen Fotos von ihr gesehen habe.

Morgen 10:45 Uhr



„Bitte mitbringen: Schnittpapier, Kopierrädchen, Papierschere, Stecknadeln, Zentimetermaß, Schnitte, wenn vorhanden. Materialkosten tragen die Teilnehmenden.”

2013-08-28

Draußen …

bin ich nun aus der Klinik seit drei Wochen. Richtig darüber bloggen kann ich das noch nicht, da ist noch viel Aufarbeitung notwendig. Gegangen bin ich nicht, weil ich mich super fit fühlte und das Gefühl hatte, das Leben wieder anpacken zu können. Die Tatsache, dass der eine für mich zuständige Therapeut in Urlaub geht, danach die Station wechselt; die andere mir wichtige Therapeutin auch in Urlaub gegangen ist, hat mir einen längeren Aufenthalt nicht mehr sinnvoll erscheinen lassen.

Man könnte viel erzählen von diesem „öffentlichen” Krankenhaus, seinen so engagierten, guten, viel wollenden Mitarbeitern, die alle an ihrem Limit arbeiten und von ihrem Arbeitgeber verheizt werden ohne Ende. Letztendlich habe ich alleine ein Drittel der mir zustehenden Einzelgespräche (so viel Zeit ist generell in diesem Therapieprogramm nicht angesetzt) nicht erhalten, weil der Therapeut/Stationsarzt ständig auf anderen Stationen vertreten durfte. Ergo-/Bewegungstherapieangebote finden wochenlang nicht statt, weil die Leute ihren wohlverdienten Urlaub nehmen, man sie auch nicht vertreten sehen will.

Ich bin natürlich froh, dass ich in den hier beschriebenen Krisenzeiten dort eine Anlaufstelle hatte. Sehr froh, mich gäbe es sonst nicht mehr. Aber die eigentlichen Themen, wegen denen ich dorthin gegangen bin, die mich akut daran hindern weiter gehen zu können, wurden gar nicht, allenfalls am Rand besprochen. Im Großen und im Ganzen war der Aufenthalt ein Schuss in den Ofen für mich.

Ja, man trifft gute Menschen, erlebt auch schöne Momente. Aber inhaltlich, therapeutisch? Sitzt man drei Wochen später und es geht einem so schlecht wie zuvor. Nur auf anderen Tabletten. (Die Medikamentenversorgung … auch so ein Thema.)

Ich hatte eine andere Vorstellung. Ich bin weiterhin müde, visionslos, kraftlos. Ich habe Angst vor dem Herbst, vor dem Winter, vor fehlendem Licht. Mir geht schon der wieder der Blick auf die guten Dinge verloren. Im Grunde fühle ich mich schlechter als zuvor, weil einfach die Enttäuschung mit einher geht für das, was hätte sein können, was mir der Aufenthalt hätte bringen können, was nicht hat sein dürfen.

Ich hoffe, ich kann mit etwas Abstand positiver auf das Erleben blicken. Und ich hoffe, ich kann irgendwann diese Krankheit los werden.

Weiter die Harlekinsmütze tragen und so tun, als wäre alles in bester Ordnung.

Zeitdiebe

Aufwachen, Kaffee kochen, sich auf den Balkon setzen. Mit der kleinen spanischen Katze der sehr jungen Krähe im Baum zugucken, wie sie mit dem Eichhörnchen Einkriege im Baum spielt. Fast eine halbe Stunde lang tobten die Beiden ganz friedlich und ohne tierisches Meckern auf den Ästen herum und jagen sich gegenseitig.

Als das Eichhörnchen irgendwann geht, die kleine Krähe enttäuscht anfängt zu zwitschern, kommt das kleine graue Kätzchen an mich gekuschelt, entspannt und möppelt in ihrer eigenen Art „so schön!”

Ja, schön!

2013-08-22

Protipp!

Fragt nie Euren Tierarzt, wenn Ihr eine Woche lang probiert Tabletten in eine Nishia erfolglos zu bekommen, direkt: „Bin ich zu blöd dafür?”

Dann lacht der Mann, der ja berufsbedingt 98 % aller Tabletten in jegliches Getier versenkt bekommt, und meint, ich dürfe so die Frage nicht stellen, denn er müsse sie dann mit „Ja!” beantworten.

(Aus der Reihe: ich habe es nicht leicht!)

2013-08-15

Falls jemand was weiß …

Ich suche eine Beilademöglichkeit für ein gebrauchtes Kajak von Troisdorf (oder Düsseldorf, kann man absprechen) nach Berlin gebrauchen. Möglichst preisgünstig – also fern der Speditionspreise. Das Kajak ist relativ lang allerdings mit 430 cm.

Vielleicht kennt Ihr jemanden, der regelmäßig mit dem Auto so eine ähnliche Strecke fährt und Gepäckträger auf dem Auto sein eigen nennt.

merci!