2010-04-07

Migration

2010-04-06

Zukunft

2010-04-04

Der Kuchenladen

Neulich mit Frau Indica ihr erstes freies Wochenende nach Wochen zelebriert und mit ersten Frühlingssonnenstrahlen gekuschelt. Der kulturelle Beitrag war der Besuch der Fotoausstellung „Porträts und Stillleben“ von Vera Mercer, die ich nur empfehlen kann! Ihre Fotos sind eine große Freude und Inspiration für mich.

Danach mussten wir den von mir neulich zufällig in der Kantstraße 138 gefundenen „Der Kuchenladen“ testen, der mit solchen Schaufenstern für sich wirbt:



Während ich bereits zum zweiten Mal meine erste Wahl Aprikosen-Mandel-Tarte zugunsten einer Friesentorte aufgab



(beim meinem ersten Besuch war die Mascarpone-Cheese-Torte mit Erdbeere und Basilikumzucker schuld, wegen der ich direkt zu Hause Basilikumzucker „angesetzt“ habe), entschied sich Frau Indica für Espresso-Schokolade, die hier aufgrund schlimmer leidenschaftlicher Tortenanblickverwackelung nicht gezeigt werden kann. Damit die Aprikosen-Mandel-Tarte nicht weinen muss, haben wir uns hinterher noch ein Stück geteilt.



Die Torten sind allesamt im Geschmack sehr wundervoll, schmecken genau nach den Zutaten aus denen sie vorgeben zu sein, dabei immer unauffällig – also offensichtlich nicht aromengetunt – und offerieren eine angenehme längst verloren geglaubte Säure, die sie nie zu süß geschmacklich erscheinen lässt. Ein ursprüngliches Recht, dass der Tortenkonfektionsware heute ja leider nicht mehr zugestanden wird. Kurz: dieser Konditor hat wirklich mehr als nur Ahnung von seinem Metier! Und so hat der Kuchenladen mit Abstand das beste und unterschiedlichste Tortenangebot in der Stadt, das mit in letzter Zeit begegnet ist und – ist endlich mal NICHT in Mitte sondern im wundervollen Charlottenburg etabliert!

Am Wochenende ist das kleine Café fast schon zu klein und man kann sich glücklich schätzen,



erhält man noch einen Platz. Der umfangreiche Ladenbetrieb der Außerhaus-Kuchen-Käufer macht den Aufenthalt etwas umtriebig. In der Woche ist das besser und die Torten sind dann zum Glück genauso gut. Der Service, meist Herren in rosa Hemden, ist schnell und nimmt sich angenehm zurück. Der ausgeschenkte Kaffee schmeckt wundervoll, die Milch ist perfekt geschäumt und beides ist sein Geld schlicht wert. Die Preise stimmen und lassen zum Glück den typischen „Ist Mitte/ist in“-Zuschlag missen. Natürlich kann man dort die grandiosen Torte vorbestellen und die exaltierte Kaffeerunde im eigenen Heim genauso extatisch stimmen, wie sich selbst im Kuchenladen vor Ort. Bitte unbedingt hingehen, es wird für Euch ein glücklicher Moment sein!

Und nun sucht Euch Eure Lieblingstorte aus dem Schaufenster aus:




(Mein persönlicher Favorit: die Kuchen-Volière.)










(Die Torte für Herrn Exit allein! „Das weiße Hirschl am Tortensee“)

Der Kuchenladen, Mo-So 10:00 - 18:30 Uhr, Kantstraße 138 (zwischen Schlüter und Bleibtreustraße), 10623 Berlin – Tortenbestellung nach Bedarf und eigenen Ideen unter Telefon 030 310 184 24.

2010-04-03

O-Ton Berliner U-Bahn

„Jetzt nur noch 2x gewinnen!“ (Sa, 3.4.2009, direkt nach Abpfiff, 3:0.)

(Aus der Reihe: Wer uns Berliner jetzt immer noch nicht begriffen hat, …)

Nennen wir's Frühling!





2010-04-02

Metamorphose



(Passt zum heutigen Feiertag.)

2010-04-01

Feng Shui im Tempelhofer Hafen

Ich kann wie ein Rohrspatz schimpfen auf alles was in dieser Stadt bautechnisch verbrochen wurde, seit dem Fall der Mauer. Das einzige Gebäude der Berliner Neuzeit auf das ich nicht mit verzweifelter Qual gucke, ist das Jüdische Museum. Bei allem anderen wird mir im gemäßigten Fall unwohl. Insofern habe ich damals sehr kritisch geguckt, als man anfing den alten Speicher vom Tempelhofer Hafen zu entkernen, um hier eine der vielgeliebten 1:1 abbildbaren Einkaufshöllen zu integrieren. Da man dem Bezirk ein allgemeines Sterben vorhersagte – nachdem der Flughafen Tempelhof dicht gemacht wurde, der das prognostizierte Wiederbeleben dieses Bezirks in den ganzen 20 Jahren nach Mauerfall auch nicht ermöglicht hatte – fand ich den anlässlich seiner Schließung prognostizierten Bezirksbankrott etwas fern von der Realität geäußert: in keinem Bezirk der Stadt, trotz relativ mittiger Lage, gibt es so viel Büro-Leerstand wie hier. Und auch Miet-Leerstand, denn dank der 4. Stufe der Hartz-Konzeption, dürfen Menschen ohne Arbeit mit Familie keine Vierzimmerwohnungen mehr bewohnen. Dieser Bezirk war schon mit Flughafen mehr tot als lebendig.



Tempelhof sollte also nach Schließung des einen Lufthafens mit Restaurierung der anderen Wasserhafen reanimiert werden. Und auch wenn ich mir den Speicherausbau zur Straßenseite deutlich spannender gewünscht hätte, anstelle der farblosen weißen schnörkelfreien Fassade, zur Wasserseite hin haben sie einen ganz guten Job gemacht. Nun, nach gut einem Jahr der Öffnung, ist der Tempelhofer Hafen als Einkaufsmeile gut akzeptiert. Mittlerweile nimmt auch der Hafen-Ausbau Formen an, die ersten Anlegestellen sind gesetzt – alleine mir fehlt noch das Boot – und die gastronomischen Einrichtungen, in denen man gerne am Wasser sitzend seine Zeit verstreichen lässt, addieren sich in diesem Frühjahr von dem einen Café im letzten Jahr zu mehreren in diesem Frühjahr. Das Gebäude auf der Brücke, der so genannte Wieneke-Bau, das ich ihm Rohbau noch ängstlich als mögliche Parkhauszufahrt zu interpretieren bereit war, hat sich als Behausung für mehrere Fress-Etablissements und einem Ärztehaus geoutet und in der einen Restauration war ich neulich, um mich der Feng Shui-Kompetenz des stillstehenden Hafenwassers hinzugeben.



Noch wird gebaut am alten Speicher der Querachse vor der der alte Kahn „Tempelhofer Liebe“ liegt, die natürlich irgendwann ein Restaurationsschiff sein wird. Und wenn sie endlich wieder die Uhr vom Ullstein-Haus in Gang brächten, könnte eigentlich alles „chic“ sein da in Tempelhof am von mir so geliebten Wasser.



„Sensai“ heißt das Thai-Restaurant, das schon am Anfang zwei elementare Fehler für sich vereint. Es vergisst in seiner Feng Shui bedingten Harmonie die Kommunikation mit dem Kunden und weigert sich außen auf das Vorhandensein oder die Qualität seiner Speisen bildhaft hinzuweisen. Man muss blind Vertrauen schenken und das ist schwierig bei einem Restaurant, das den in Berlin üblichen Spagat von Thai-Küche zur Sushi-Küche macht, womit auch schon Fehler Nummer 2 benannt ist. Zwar liegen Thailand und Japan bekanntermaßen gemeinschaftlich im Asiatischen Teil der weltlichen Anordnung, Nachbarn sind diese Länder deswegen aber noch lange nicht und daher sind ihre Küchen als grundverschieden zu bezeichnen. Warum sich zunehmend immer mehr Läden aufmachen, uns einen nur minimalen Teil (Curryhuhn in rot-gelb-grün und Reisbandnudel) der einen Landesküche mit einem minimalen Teil (Maki, Sashimi) der anderen Landesküche im langweiligen Kollektiv zu offerieren, begreife ich nicht. Aber ich stehe ja auch immer noch fassungslos vor Döner-Buden, die auch Currywürste ohne Zusatzkennzeichnung „aus Rind“ anbieten oder einen auf türkischen Chinesen machen.

Es stehen trotz Sonnenschein draußen viele leere Stühle vor dem Restaurant, das sich innen im Feng Shui-Chic als rund und weich eingerichtet outet – mit ebenso vielen leeren Sitzgelegenheiten. Der mangels Arbeit gelangweilte sehr nette Kellner springt mit Ultraschallgeschwindigkeit auf mich zu und bevor ich in die Karte gucke von der ich eh keine Überraschungen erwarte, entscheide ich mich für eines der über der offenen Küche offerierten Tagesgerichte mit üblicher Tom-Kha-Kai-Suppe und einem Ananas-Minze-Shake und nehme draußen mit Blick auf's Wasser Platz.



Die Thom-Kha-Kai kommt sehr schnell und ärgert mich ehrlich gesagt, weil sie offensichtlich aus Tüten-Curry fabriziert wurde. Allererstes Merkmal dafür: sie ist schlicht versalzen – wie eigentlich alle Suppen dieser Art versalzen waren, die ich in letzter Zeit in dieser Stadt zu mir genommen habe (einzig akzeptable Ausnahme ist die aus dem dreckigen Imbiss in der Brunnenstraße.) Es fällt unangenehm auf, dass die Hühnerfleischstücke einen mundgerechten Passus offerieren über den sich ein Löwe freuen würde – hier mit einem Löffel zu essen, ist es allenfalls eine unangenehme und eine für die Klamotten schwer zu meisternde Herausforderung. Den Rest des Suppenamüsements teilte ich mit der Aufgabe, der in der Suppe in Übermacht vorhandenen in kleine aber eben nicht hauchdünne Streifen geschnittene gefühlt aus mindestens sechs Kaffir-Limetten-Blattsammlung Herr(in) zu werden. Ich überlege, warum ich nicht gleich in der Tierhandlung eine Packung Heu und einen Salzstein geordert habe … und gebe mit dem bitteren Gedanken hier zwangsläufig zu einem Hasen degradiert zu werden bei der Suppe auf.



Lustig finde ich immer, dass die Asiaten, die hierzulande Restaurationen eröffnen, das Speiseangebot in sträflicher Weise dem europäischen Geschmack anpassen, andererseits aber gerne die hier übliche Servierreihenfolge von Hauptspeise folgt Vorspeise gänzlich ignorieren. Der Hauptgang steht also schon auf dem Tisch als ich noch die Blattstreifen in der Suppe sortiere und friert trotz Märzsonne vor sich hin. Die Reisbandnudeln in einer dunklen Sauce sind reichlich bedacht mit Garnelen und frischem Gemüse und einem etwas zu gut gemeintem Haufen Röstzwiebeln. Auch das asiatische Gemüse ist im „Sensai“ bereits eingedeutscht, ich kann mich nicht erinnern, jemals bei einem Thai Rotkohl und Radieschen in meinem Curry gehabt zu haben. Alles in allem bestärkt mich dieser Ausflug einmal mehr in einem Vorurteil: Tempelhof ist kein Bezirk für Asiaten, das FengShui stimmt einfach nicht in diesem Bezirk. Allerdings, was soll ich sagen, ich kann mich eh nicht erinnern in Tempelhof jemals gut oder sogar außerordentlich gut gegessen zu haben!

Lobend erwähnen kann ich aber den Shake, der ist aus frischer Ananas gemacht, das beweisen die noch minimalen Stücke im Shake (weswegen man sich aber das Anreichen eines Strohhalmes auch hätte sparen können) und ist eine leckere Angelegenheit. Und der Blick auf's Wassser war auch reinigend. Nebenan gibt es übrigens Currywurst.

2010-03-31

Eiszeit

2010-03-30

Gegen die Kopfpauschale zeichnen!

Informiert Euch u.a. hier!

Aufruf für ein solidarisches Gesundheitssystem

Die Pläne der Bundesregierung zur Gesundheitsreform untergraben die Solidarität im Gesundheitswesen. Ihre Umsetzung wird auf dem Rücken von Patient/innen, Geringverdienenden und sozial Benachteiligten ausgetragen.

1. Mit der Kopfpauschale zahlen alle einen Einheitsbeitrag - egal, wie viel sie verdienen. Damit stemmen Menschen mit niedrigem Einkommen die Entlastung der Besserverdienenden. Den angekündigten Steuerausgleich müssten Millionen in Anspruch nehmen, was angesichts geplanter Steuersenkungen und leerer Kassen nicht finanzierbar sein wird.

2. Mit eingefrorenem Arbeitgeberanteil werden Kostensteigerungen in der Gesundheitsversorgung allein den Arbeitnehmer/innen aufgebürdet. Das hat eine kontinuierliche Kürzung des Nettolohns zur Folge, denn die Beitragssteigerungen werden sich nicht immer durch höhere Lohnabschlüsse ausgleichen lassen.

3. Zusatzversicherungen sollen ausgebaut und der Wechsel zu privaten Kassen erleichtert werden. Damit verstärkt sich der Wettbewerb um Gesunde und Gutverdienende, der das öffentliche Gesundheitswesen ruiniert. Medizinische Versorgung wird in einem bisher nicht gekannten Ausmaß vom Geldbeutel abhängen.

Deshalb fordern wir: Die gesetzliche Krankenversicherung muss solidarisch finanziert und unter Einbeziehung aller Einkommen weiterentwickelt werden. Sie soll dauerhaft allen Menschen eine gesicherte medizinische Versorgung hoher Qualität garantieren - unabhängig von Einkommen und Alter.

Ich denke 100.000 Stimme dagegen sollten wir mindestens zusammen bekommen! Es geht um Eure gesundheitliche Versorgung, die Ihr jetzt schon teuer bezahlt und die Gesundheitsminister Rössler (FDP) nun zu Euren Ungunsten aber zu Entlastung der kleinen feinen Gruppe der FDP-Wähler Euch noch teurer bezahlen lassen möchte. Also bitte hier bitte gegen die Kopfpauschale zeichnen. Und verlinken bitte!

Film Stills



Wie neulich schon erzählt, waren Foxxi und ich vorletztes Wochenende fotografieren. VHS-Kurs „Film Stills“, zwei Tage durften wir im Rathaus Schöneberg eine Auswahl der Räume (einschließlich der imposanten Bibliothek) und herrschaftliche Treppen gemäß unseren Wunschszenen



ausleuchten lassen und die beiden Modelle mit denen von uns mitgebrachten Requisiten in Szene setzen. Das war alles in allem eine vergnügliche Arbeit und Übung.



Sehr interessant zu erfahren wie der Ehemann der Fotograf und Kursleiterin Ann-Kathrin Greiner, der Beleuchter von Beruf ist, mit vier 800 Watt-Redheads die Szenen ausleuchtete und was wiederum die Bewegung des Fotografen vom Ausgangspunkt mit dem Licht macht, selbst wenn der Aktionsradios wenige Zentimeter ausmacht.



Es hat seinen eigenen Charme wie man dann die Szene im Licht sieht, um später zu erkennen, was die Kamera aus dem Licht und der Szene macht. Gelungen! Aber: das Licht war wiederum zum Fotografieren dann doch zu wenig, über Blende 4 1/60 sind wir nie rausgekommen, Blende 2.8 war mehr Usus und das schränkt die Kreativität doch stark ein.



Trotzdem war's ein schönes Wochenende mit sehr netten Teilnehmern bzw. Fotografen, die ganz klar ihren Spaß nur am Metier, also der Kunst hatten und sich keine – wie sonst leider oft üblich bei Foto-Workshops – Schwanzvergleiche ihrer Technik liefern mussten.



Leider waren gestern in der von Ann-Kathrin freundlicherweise für uns – außerhalb des Zeitplans des Workshops – anberaumten Nachbesprechung nur sehr wenige von uns, die ihre Ergebnisse gezeigt haben – was für mich noch ein inspirierender Moment war. Schließlich haben wir alle mehr oder weniger die gleichen Szenen fotografiert, haben aber aufgrund unserer Anweisungen an die Modelle dann doch sehr unterschiedliche Impressionen aus den Szenen gewonnen.

2010-03-29

Freies Land bei spiegel.de

Samstag schrieb ich erstmals einen Forumsbeitrag bei spiegel.de zu einem Artikel, der die Kritik zu einer Fernsehsendung beinhalten sollte, jedoch eine einzige Zurschaustellung der Abneigung des Autoren zum Sujet der Sendung widerspiegelte. Ich erklärte höflich, dass ich die Dinge anders gesehen und erlebt habe. Ich wies aber den Autor auch darauf hin, dass ich es begrüßen würde, wenn sich die Journalisten des Spiegels einmal mit dem Gebrauch der regulären Anführungszeichen (die sehr wohl jedermann am PC setzen kann) als auch sich mit dem Unterschied eines Gedankenstrichs zum Bindestrich beschäftigen könnten.

Ein Zollzeichen ist nun mal ein Zollzeichen und kein Anführungszeichen und selbst wer nicht die Tasten findet, die im deutschen Schreibgebrauch Niedrig- und Hochstellung des Zeichens zu finden, ein Anführungszeichen sieht völlig anders aus als die Typo, die ein Zoll markiert und somit gehört das korrekte Zeichen verwendet. Und ein Bindestrich hat deutlich andere Aufgaben als der Gedankenstrich, der von spiegel.de grundsätzlich nicht genommen wird, und umgekehrt. Ich kann damit leben, wenn sich Gelegenheitsschreiber mit der deutschen Typographie nicht vollständig auskennen – aber von einem Profi, zu denen ich Journalisten zähle, erwarte ich, dass sich sich bemühen die Sonderzeichen (die ja nicht mal welche sind) korrekt zu setzen. Sonderzeichen, das kann mittlerweile jede Software!

Aber der Spiegel setzt auf seinem Online-Portal ja auch die Ellipse direkt ans Wort, wo gar kein Wortteil ausgelassen wird – überall auf seiner Homepage insbesondere bei jedem Artikel auf der Startseite hinter dem „mehr…“ steht anstatt korrekt „mehr …“ – also falsch.

Vermutlich unnötig zu erwähnen, dass mein Beitrag von der Forums-Redaktion nicht freigeschaltet wurde.

2010-03-27

Wat ‘ne fiese Möpp

Montag habe ich mich noch über ein paar ausufernde Nieser amüsiert und die als Allergie auf den ersten echten Frühlingstag im Jahr abgetan – nach diesem Winter weiß man ja nie. Dienstag dann elementares Flachliegen, gelegentlich unterbrochen durch das Bedienen eines üblichen Reizes bei Entzündungen im Uro-Bereich. Das alles passierte schneller als ich auch nur Zwiebelsirup denken konnte. Das Ganze ging einher mit einer auf drei Tage festgelegten Sehunschärfe und einem direkten Verschluss der Ohren, was mich die Zeit über meinen eigenen Puls durch's Hirn hören und spüren ließ. Das macht insofern wenig Spaß, weil sich das Geräusch verstärkt, bettet man sich zu Bett. Nebenbei macht's nach einem Tag und einer Nacht schon ziemlich weich, nach drei Tagen und Nächten schlicht fertig. Ein passabler Vorgeschmack darauf, wie es sich anfühlen mag, wenn irgendwann einmal ein paar Stimmen zu viel in einem zu einem sprechen werden – würde ich gerne drauf verzichten! Mich hat's beeindruckt, die letzte Erkältung, die sich bei mir auf die Ohren gelegt hatte, gab's vor 20 Jahren und war eher die Folge einer nicht auskurierten Erkältung. Aber so direkt auf's Brot geschmiert? Ich kann mich nicht erinnern.

Ich habe bei keinem Infekt vorher so viele Taschentuchpackungen verbraucht wie bei diesem – und arbeite weiter an diesem Rekord. Und da ist nun das trügerische Gefühl, mich an sich ganz gut zu fühlen, aber dennoch wie eine bis auf die Schale ausgesogene Zitrone. Was mit daran liegt, dass ich das Fieber erst die letzten zwei Nächte – also schon auf dem Weg der Besserung hatte. Das hier ist also die fiese Nummer, die einen zu früh aufstehen lässt, um einen dann noch mal richtig niederzuknüppeln. Der erste Tag gestern wieder draußen, es mussten ja Taschentücher nachwachsen, bringt heute prompt wieder Hals- und Ohrenschmerzen.

Also lange Rede, kurzer Tipp: wenn Ihr diesem echt gemeinen Osterinfekt 2010 ansichtig werdet: direkt um- und abdrehen! Gar nicht erst sich auf die Diskussion, die eine Tröpfcheninfektion so mit sich bringt, einlassen. Das Ding heißt nicht ohne Absicht Infekt und nicht Konfekt!

2010-03-26

Premium- und Balkoncontent in einem



(Die kleine Mistbiene hat eben als ich ihr kurz den Rücken zugedreht habe, sofort versucht den Weg zu gehen, den die Besucherin letztes Jahr gegangen ist und hing schon im Katzennetz, das freundlicherweise gehalten hatte.)

2010-03-25

Bestes Fotografen-Blogpost 2010

für mich bis jetzt: Herr Olsen hat die Fototrends 2009/2010 in einem Foto zusammengefasst.

Neulich bei Facebook …

Yo!

2010-03-24

Dem Westerwelle ist zu wünschen …

dass er sich dieses Artikels über ihn und die darin enthaltene wahrheitsgemäße Kritik annimmt und sich direkt einen Coach besorgt, um sich seinen persönlichen und politischen Fehlern zu stellen.

Der Bürger, wie ihn Westerwelle sich wünscht“, sehr guter Artikel von Tanja Dückers bei ZEIT ONLINE.

2010-03-22

Die Wilde auf den Tisch!

Katha von esskultur feiert heute Premiere: sie hat die zahlreichen vom Koch Meinrad Neunkirchner kreierten Gerichte mit den kleinen faszinierenden und oft unterschätzten Attraktionen, die unsere Natur hierzulande bereit hält, in Worte gefasst und das Buch „„So schmecken Wildpflanzen““ geschrieben, das heute erschienen ist.



144 Rezepte aus 30 alteingesessenen Wildpflanzen wundervoll vom Fotografen Thomas Apolt in Szene gesetzt, machen Lust auf die kommenden grüne Jahreszeit und Sammelspaziergänge. Zum Auffinden der künftigen Tellergenüsse stehen in „So schmecken Wildpflanzen“ den Lesern ein Saisonkalender und der Wildpflanzen-Wegbegleiter erkenntlich zur Seite – so dürfte auch dem noch unbedarften Stadtkind dieses Buch ganz neue Gourmetwelten eröffnen. Anfangen können wir mit dem Nachkochen der Rezepte sofort, denn Gänseblümchen, Löwenzahn oder Brennessel stehen ja in ihren vegetativen Startlöchern und können so jungfräulich auf den Tisch. Appetitmacher sind sichtbar bei Klick auf das Buchcover.

Zu bestellen ist „So schmecken Wildpflanzen“ bei Katha selbst – die gerne signiert, beim heraus gebenden Löwenzahn-Verlag oder wie üblich bei Amazon. Wer Kathas Blog esskultur.at liest, der weiß, dass bei ihr hochkompetentes Wissen und kochende Leidenschaft einhergehen; wer ihr Blog nicht kennt, dem sei versichert: hier stimmt die Qualität!

2010-03-21

Film Stills



Macht Spaß so ein Rathaus nur für sich zu haben …

2010-03-19

Fenchel



Könnte ich momentan morgens, mittags und abends essen: frischer Fenchel, saftige Orange, gutes Olivenöl, Pfeffer, Fleur se Sel.