2010-02-13

Übrigens …

der Nicht-Linke und womöglich von seiner eigenen Arbeitsleistung noch nicht körperverletzte Guido Westerwelle hatte im Wahljahr 2009 mindestens 70.000 Euro Nebeneinkünfte.

Nun war 2009 Wahljahr, vermutlich hatte Guido daher weniger verfügbare Zeit für seine zahlreichen (aufgelistet sind 38 Funktionen in Vereinen, Unternehmen, öffentlich rechtlichen Sendeanstalten und sonstigen entlohnten Tätigkeiten in diversen Unternehmen) Nebentätigkeiten. Die Höhe der Einnahmen wird sich 2010 ändern für Herrn Westerwelle. Dabei ist zu vermuten, dass die Trendkurve nach oben zeigt

Die arbeitslose linke faule überqualifizierte Frau, um die 47, bekommt im Jahr 4.308,– Euro Regelleistung, wenn sie ALG II beziehen muss, zusätzlich der Miete. Auf diese Höhe wird der Frau die Leistung aufgestockt, falls sie mit ihrem 400 Euro-Minijob nicht ihren kompletten Lebensstandard bestreiten kann. (Die Menschen mit Bezug von Transferleistungen, sind die Menschen, die die höchste Zuwachsrate der letzten Jahre bei der ARGE stellen.) Oder mit ihren drei Minijobs ihre zwei Kinder als Alleinerziehende, deren Vater keinen Unterhalt zahlen kann/zahlt, nicht ernähren kann, auch weil die in den letzten 5 Jahren explosionsartig gestiegenen Nebenkosten ihrer Miete bereits 50 % ihrer Einnahmen in Anspruch nehmen.

Die gleiche Regelleistung erhält der vielleicht 53-jährige Polier, der aufgrund eines Bandscheibenvorfalls, den er sich womöglich nach Jahren körperlich schwerer Arbeit auf dem Bau zugezogen hat, an sich arbeitsunfähig ist. Dennoch aber für mindestens drei Stunden am Tag für generell – wenn auch nicht in seinem Beruf – arbeitsfähig befundet und damit nicht frühberentet wird. Der womöglich CDU-Wähler ist, weil er nach den Erfahrungen der letzten Jahre das Wort Soziale Partei Deutschlands nicht mehr über die Lippen bekommt.

Ein Minister der Bundesregierung angehörend, verheiratet ohne Kind, erhält in Deutschland 12.860 Euro im Monat (11.303 Euro + 1/3 (Besoldungsgruppe 11B), Dienstwagenentschädigung etc. noch nicht einkalkuliert. Mitglieder der Bundesregierung nehmen am Tarifabschluss im öffentlichen Dienst teil. (Wenn auch Bundeskanzlerin Merkel die letzte allzu flinke Diätenerhöhung selbst zu peinlich war und sie diese ausnahmsweise ausgesetzt hatte.)

Ich bezweifle nicht, dass es Menschen geben mag, die sich auf dem ALG II-Satz mittlerweile eingerichtet haben. Aber mal ganz ehrlich, der „schnorrende Arbeitslose“, der neulich durch die Presse gereicht wurde: welcher Unternehmer will diesen Mann denn überhaupt einstellen – selbst wenn dieser noch wollte?

Mich ärgert sehr, dass wir seit Jahren steigende Arbeitslosenzahlen haben. (Für die im übrigen unsere inkompetenten Politiker mit viel zu großer Lobbygläubigkeit in der Hauptsache verantwortlich sind). Also immer mehr Menschen aus einem Arbeitsverhältnis – somit beileibe nachgewiesen alles andere als faul! – kommend, ihre Arbeitsplatz verlieren und eben keinen neuen finden bei der nur allzu bekannten arbeitsmarktpolitischen Situation in Deutschland. Und wenn sie dann doch noch einen finden, damit aktiv zur weiteren positiven Entwicklung des niedrigen Lohnsektors in Deutschland beitragen, weil sie von Schlecker rausgeschmissen werden und sich von der Schlecker-Leiharbeit-Subtochter für ein Drittel weniger wieder einstellen lassen. Weil ja die Verkäufer sowieso immer schon so viel verdient haben in diesem Land?!

Auf diese Menschen, auf dem hohen Ross des Ministereinkommens sitzend, verbal einzuprügeln, ist einfach nicht fair!

Wenn ein Minister in seiner beruflichen Vergangenheit das große Glück hatte, niemals arbeitslos gewesen zu sein, freut mich das sehr für ihn. Aber Guido Westerwelle, wenn Du keine Ahnung hast von Arbeitslosigkeit: einfach mal die Klappe halten!

Ich neide keinem Minister seine Besoldung, auch nicht Herrn Westerwelle. Womöglich sollte man langsam dennoch über ein Verbot von Nebeneinkünften der Minister nachdenken. Könnte eventuell auch ein anderes Problem in Deutschland an seinem Kern packen: den für Lobbyismus allzu offensichtlich empfänglichen Minister.

Ich hasse Valentinstage!

Immer noch! Aber für die Aktion der Freedom Task Force hege ich große Zuneigung! Zeige Deine Liebe einem OpenSource-Entwickler und kuschle mit OpenStandards!

2010-02-11

Hartz IV und der hausgemachte Niedriglohnsektor

Der Heise-Artikel von Jens Berger. Empfehle ich dringend zu lesen!

eBook: „Mehr Würze ins Marketing“

Ihr erinnert Euch vielleicht noch an mein „Salz ins Meer tragen“-Post aus dem Dezember? Darin habe Euch von meiner Reise nach Mallorca im Frühjahr 2009 und von der Gustomondial-Geschäftsführerin Katja Wöhrl erzählt, sowie Euch das Flor de Sal d'es Trenc an Euer offenes Gourmetherz gelegt.



Die Idee zu dem Post entsprang ja aus dem Blog-Adventskalender 2009 von Heide Liebmann, die Blogger aufgerufen hatte im Dezember zu jeweils einem würzigen Thema sich Gedanken zum Marketing zu machen. Sie gab uns die Überschrift vor, wir durften etwas daraus machen. Heide berät ihre Kunden rund um's Thema Selbstmarketing und coacht sie dementsprechend. Das als logischer Hintergrund zum Adventskalenderaufruf. Nun hat sie wahrgemacht, was Sie im November auch im Vorfeld angekündigt hatte, alle 24 sehr unterschiedliche, interessante und lesenswerte Blogbeiträge sind zu einem eBook „Mehr Würze ins Marketing“ verschmolzen, das gesammelt und grafisch aufbereitet bei Interesse zum Download bereit gestellt wurde. Viel Spaß beim Lesen!

Anlässlich der Herausgabe diese eBooks wurde Heide vorgestern vom BlogTalkRadio interviewt. Das ist ein sehr interessantes Interview geworden – auch gerade für selbstständige Frauen. Mich hat sie an so mancher Ecke ziemlich gut abgeholt (doofer Perfektionismus)! Anhören, sind 30 Minuten, die sich wirklich lohnen!

2010-02-10

Meine erste de Buyer-Pfanne



Mit dem ersten Plus auf meinem Konto im letzten Jahr nach langer Arbeitslosigkeit, habe ich als erste Küchenmaßnahme meinen Pfannen-Fuhrpark erneuert. Die meisten Pfannen hatten deutlich mehr als ein Jahrzehnt auf dem Buckel, teilweise lebten sie mit mir schon in der Vorgängerwohnung und da sie alle zu der beschichteten Sorte gehörten, wiesen sie deutliche Merkmale des Verfalles auf. Ich habe mir sagen lassen, dass das alle Teflon-Pfannen mit der Zeit tun, auch die sehr teuren Pfannen. Die Beschichtung ist für eine lebenslange Haltbarkeit nicht gemacht.

Also habe ich meine alte Ikea-365+-Pfanne – die von allen noch mit am besten in Schuss war – mit einer neuen aus der gleichen Baureihe ersetzt. Und meine kleine verbogene Alu-Pfanne gleich durch die 24 cm kleinere Pfanne aus dieser Baureihe mit. Die 365+ mit 28 Zentimeter Durchmesser kostet 19,– Euro. Und das ist völlig okay für eine Pfanne von der ich weiß, die hält zehn Jahre durch bei hoher Nutzungsrate. Wenn ich sie in 10-15 Jahren wieder ersetzen müsste, tut es nicht so weh als hätte ich dafür die üblichen Fissler- oder Tefal-Preise hingeblättert. Zumal ich ja heute mit ihr auch nicht die Fehler machen würde, die ich der älteren Pfanne noch zugemutet hatte, wie Hitze-Kälte-Schocks oder am Anfang noch die Nutzung von Metalkochbesteck. Da bin ich mittlerweile komplett auf Holz. Auch liegen zwischen den Pfannen nun Servietten zum Schutz, da ich aus Platzgründen meine Pfannen gestapelt im Ofen aufbewahre. Das sind die Pfannen für die üblichen 08/15-Anwendungen in meiner Küche, einschließlich der Crêpes-Produktion.

Meine erste-Grillpfanne (auch ein Ikea-Modell, wenn ich mich erinnere), mittlerweile mehr als hinüber und noch eine Alu-Variante, durfte ich ja dank meiner lieben Freunde anlässliches meines Geburtstages im letzten Jahr durch eine – durch meine allererste! – Le Creuset-Grillpfanne ersetzen. Diese Pfanne ist nicht nur ein Schmuckstück, sie grillt, dass es eine pure Freude ist, sie zu benutzen. Diese Pfanne macht mich jedes Mal sehr glücklich. Natürlich auch, weil ich sie in der richtigen Farbe gewählt habe. Was glaubt Ihr, wie viel Freude karibikblau in diesen grauen Wintertagen macht?!

Relativ früh in meiner aktiveren Kochzeit hatte ich eine kurz vor dem Ausrangieren stehende Pfanne (Eduscho-Modell) zu meiner Fischpfanne erkoren. Mich stört überhaupt nicht, wenn meine Küche nach Fisch riecht. Aber ich bereite ungern Fleisch in einer Pfanne zu, die sich vorher elementarisch mit Fisch auseinander setzen musste. Diese Pfannen riechen immer nach. Nun, auch diese Pfanne war nicht mehr wirklich als verkehrstauglich zu beschreiben. So wenig, dass sie über die Wuper gehen musste, bevor für sie überhaupt Ersatz einziehen konnte. Und da sie rund war und generell für einen kompletten Fisch zu klein, schlich ich natürlich immer um diese speziellen oval geformten Fischpfannen herum.

Ein großzügiger Weihnachtsobolus meiner Ex-Schwiegereltern-in-spe ließ mich dann mit Wonne zuschlagen! Ich ließ mich bei Holzapfel wie eh und je sehr reizend und unglaublich kompetent beraten und mir aus deren anderen Laden die dort vorrätige de Buyer-Fischpfanne (Carbonne Plus) mitbringen. Eine rustikale Stahlpfanne, meine erste Stahlpfanne, die knapp noch in meinen Ofen passt und eine normale Forelle in der Länge schluckt.

Madame habe ich sogleich ordnungsgemäß mit der Stärke aus Kartoffelschalen „eingekocht“ und mit Öl eingerieben.





Sogleich zeigte sie ihre Freude über ihre Nutzung auf Gas und damit ein Zeichen, dass die Pfanne Willens ist bei mir sich ihrer professionellen Evolution hinzugeben, d.h. mit jeder Nutzung immer besser und besser zu werden.



Mittlerweile sieht sie so aus, sie ist auf dem besten Wege sich die für eine bonfortinöse Bratenqualität so wichtige Patina zu erarbeiten.



Stahlpfannen sind ja nichts für den Besitzer einer belebten Pathologie-Küche. Stahlpfannen sind auch nichts für die sagrotansüchtige Hausfrau. Stahlpfannen sehen schon nach der ersten Nutzung nicht mehr wie neu aus und je schwärzer sie mit der Zeit im Innenraum wird, desto besser werden ihre Brateigenschaften. Stahlpfannen empfinden Spülmittel als Körperverletzung und erbitten eine urständige Form der Reinigung mit reinem Wasser, allenfalls etwas Salz. Aber zum Dank bietet sie dann Brateigenschaften, meine Güte! Vorgestern hatte ich wieder ein Stück Lachsfilet mit Haut angebraten – Restaurants Adé! Den besten Fisch gibt es ab sofort bei mir zu Hause!

Ich bin versucht noch eine … in rund … nicht, dass ich wirklich noch eine Pfanne bräuchte aber das ist schon alles sehr knusprig … eine noch … für die Bratkartoffeln?

2010-02-09

Ich habe einen echten Bloggerschnupfen!

War ich Samstag mit Monsieur Foxxi unterwegs und habe mir den Schnupfen dort abgeholt. Das hat man jetzt davon, wenn noch ein Leben offline hat.

2010-02-08

How to entfollow …

Frau Jekylla hat sich 'nen neuen Entfollower-Automatismus für Twitter überlegt, der praktisch ist und der geht so:



MC Winkel hat neulich auf Twitter überlegt, ob möglicherweise die höhere Idee von Eichinger war als er den B.-Streifen auflegte, jenen mit diesem Streifen Deutschlandweit zu demontieren – auf seine ureigene Eichinger-Weise. Ich mag die Idee. Dafür würde ich glatt Eichinger zehn Euro direkt auf sein Konto überweisen. Denn das wird ein Film mit einer sonst von mir sehr gerne gemochten Hannerlore Elsner, den ich ausnahmsweise nicht sehen werde.

B. sollte letzte Woche im Privatfernsehen in der Frühstücksshow seinen Streifen promoten. Frühstückssender hatte vorher höflich seine Zuschauer gebeten, Fragen einzureichen, die man dem jungen Mann stellen wollte (und die der junge Mann sicherlich vorher haben wollte). Als auch fragte man einige Tage zuvor Passanten auf den Berliner Straßen, was sie denn von B. halten und da ihn nicht alle toll fanden, gab es im dementsprechenden, einen Tag vor dem Studiotermin, gezeigten Trailer eben auch kritische Statements.

Hat B. ganz ganzer Kerl, anscheinend gleich den Schwanz eingekniffen und ist einfach kurzfristig nicht zum Set gekommen. Der hauseigene offen schwul lebende Promi-Journalist des Senders versucht auch schon seit längerer Zeit Interviewtermine mit B. zu bekommen. Aber vor Schwulen hat B. möglicherweise genauso viel Angst, wie vor unangenehmen Fragen oder einer Umgebung in der ihn nicht alle so super finden. Vielleicht hat er aber auch nur einen Dauerschnupfen. Homophobie äußert sich ja ganz unterschiedlich.

Ansonsten hatte der MC Winkel ganz nett neulich seine Meinung zum Lichterfelder Star formuliert. B. hat nämlich ein Problem mit unschönen Kritiken und hat offensichtlich noch nicht so ganz kapiert, wie das denn so funktioniert mit echter Qualität von Filmen, die man gut finden kann: einfach weil sie gut sind und in ihnen gut gespielt wird.

Und Alice Schwarzer hat ihm einen wunderschönen offenen Brief geschrieben. (Leider lädt ihre Seite gerade etwas langsam, nachdem spon sich darüber amüsiert hat.)

Ich habe wiederum Sorge, dass B. langsam ein bisschen offensichtlich vor zu vielem Angst zu haben scheint. Nicht, dass das noch eine böse Angstneurose wird. Die soll Eminem mittlerweile auch haben … und darauf hält der garantiert kein Copyright.

Sagt „Hallo!“

… zu Nami!

(Klar, einen knapp sechs Monate alten Hund gibt man zurück, wenn er einen Badvorleger sabotiert. Mit sechs Monaten haben Tier gefälligst fertig erzogen und generell ohne Macken von Tierheimen ausgeliefert zu werden … Mannomannomann!)

Jetzt fehlt Familie Pepaline nur noch ein Vogel!

2010-02-07

Sie haben so Recht!

„Hartz IV ist eine der wichtigsten Ursachen für die massive Absenkung des unteren Lohnniveaus in den vergangenen Jahren.“ Erwerbslosenforum

Aktionen zum Urteilsspruch vor dem Bundesvergassungsgericht am 9. Feburar 2010 zur Verfassungsmäßigkeit des Hartz IV-Regelsatzes am 8. und 9. Februar 2010 auch in Euren Städten.

spring in da house!



Habe dann schon mal vorgesorgt. So ein vorgezogener Geruchsfrühling vollbringt ganze Seelenwunder. Der Thymian ist ein ganz schwerer knochiger guter originaler Thymian, wie man ihn hier nur selten bekommt. Icke freue mir so!

2010-02-06

Letzte Warnung!

Sie gehören zu den Menschen, die zur Zeit gerne Ihr Auto auf dem Fußweg parken. Ungerührt dabei das einzige ca. 50 cm Breite freigeräumte und somit auch einzig gefahrenlos begehbare Stück vom Weg zustellen?

Sie gehören zu den Fahrradfahrern, die es momentan vorziehen anstatt auf den verhältnismäßig freigeräumten Straßen zu fahren, lieber die zugefrorenen Fußgängerwege zu benutzen? Gerne mit hohem Tempo und dem Selbstverständnis, wir Fußgänger könnten ja spontan auf die gefrorenen Eisschollen ausweichen?

Sie gehören zu den Testosteron gestörten Deppen oder Proll-Tussis, die momentan glauben mit einer Höflichkeitstoleranz im dreistelligen negativen Bereich mit Ihren Händen in der Bomberjacke auf eine einen Meter fünfzig breite Luftlinie die zwanzig Zentimeter eisfreie Fußgängerspur zu bevölkern, ohne bei Gegenverkehr auf die Idee zu kommen, die Steroid gedopten Arme für 0,25 Sekunden einmal anzulegen?

Dann kommen Sie ruhig näher! Keine Angst, ich beiße nicht!

Ich möchte Sie nur sehr gerne endgültig kalt machen!

2010-02-04

„Packe ich Ihnen ein!“

Sagte der freundliche Verkäufer im Asia-Shop, der der Verkäufer ist von dem ich mit Abstand am häufigsten im letzten und in diesem Jahr den Satz „Suchen Sie sonst noch etwas Bestimmtes? Kann ich Ihnen helfen?“ gehört habe. Und so oft war ich in dem Shop gar nicht. Er zieht auch immer ganz traurig ab, wenn ich dankend feststelle, ich wüsste schon wo ich alles fände. Weswegen ich ihn gestern – extra um ihm eine Freude zu machen – nach pulverisiertem Grünen Tee fragte. Keine gute Idee, hatte er nämlich nicht (sind mehr Thai-Asia). Also war er wieder traurig. Die Ehre! Ihr versteht? Jedenfalls sprach er gestern zu mir an der Kasse: „Packe ich Ihnen noch ein in Zeitungspapier. Ist sehr scharf!“ (Bitte versteht das „sehr“ mit vielen zusätzlichen „e“ und das Ausrufezeichen im Megaplural ausgeführt, um der tatsächlichen Bedeutung der angepriesenen Schärfe Herr zu werden.)



Ist somit seeeeehr scharf!!! Hat lächerliche 7,98 Euro gekostet. Und macht alles kaputt, was ihm in die Quere kommt. Nachhaltig. (Ich kompensiere damit mein Chinakohl-Trauma von neulich.)

Ich sollte vielleicht langsam aufhören, ständig diese Krimi-Serien zu gucken.

2010-02-02

Aus meiner Lieblingsreihe:

„Wir Deutschen emanzipieren total super durch das Gendern:

Ach Du Kacke!

Die GEZ hat das Bloggen entdeckt und versucht sich in Imagepflege.

Jedes einzelne Teilnehmerkonto ist anders, jeder Teilnehmer unterschiedlich, kein Brief wie der vorherige. Die Sachverhalte erfordern oft „Sherlock Holmes Qualitäten“

Noch, ähem … haben sie dort die Kommentare nicht auf „off“ gestellt.

2010-01-27

In Haiti …

werden gerade ganz viele supererfolgreiche künftige John Travoltas und Tim Cruises gerettet.

Ich mochte Travolta ja mal, is‘ aber schon ‘ne Weile her. Und persönlich bin ich der Meinung, man soll anderen Menschen und ihrem Glauben gegenüber tolerant sein. Auch ist mir wirklich egal, woran Travolta oder Cruise glauben. Aber wenn sie Menschen helfen wollen, dann sollen sie es verdammt noch mal auf neutralem Wege als Menschen tun und Menschen in der Krise gefälligst nicht mit ihrem Glauben behelligen. Und schon gar nicht ihre Hilfe von einem etwaigen Entgegenkommen der Menschen (gelbe Scientology-T-Shirts tragen), die gerade sehr verzweifelt sind, abhängig machen.

Ich schreibe schließlich auch nicht auf meine Spendenüberweisungsträger, dass ich hier und da buddhistisch denke, fühle, bete.

Hm …

iPad = iTampon
iTupfer geht auch.

Das Ding könnte geschäftsschädigend für die Nagelstudios dieser Welt sein. Vermutlich* schlecht zu bedienen mit Pornoschaufeln.

*Wat weiß denn ich.

2010-01-26

Der eigentliche Skandal …

an dem Oettinger-spricht-Englisch-Skändalchen ist meiner Meinung ja viel eher der, dass diesen Mann auch kaum einer versteht, wenn der Deutsch spricht. Da frage ich mich, wie konnte einer politisch in einem Land soweit kommen ohne von den restlichen 69 Millionen Leuten verstanden zu werden?

sänk ju for jor ättention!

Wohlgemerkt …

die Anweisung an die deutschen Krankenkassen endlich mal Vorschläge zu machen, wie sie denn in Zukunft und überhaupt zu sparen gedenken, kommt von der Ministerin für Verbraucherschutz Ilse Aigner. Der Vorschlag kam nicht von Philipp Rösler, unserem jungen FDP-Freund im Gesundheitsministerium. Das wäre auch für mich Plan A gewesen, zuerst Sparmodelle vorzulegen bevor ich mich an eine Drittförderung von Versicherten vergreife – die immer mehr bezahlen sollen, dafür interessanterweise immer weniger relevante Leistung erhalten. Davon abgesehen, dass alleine das Reinholen dieser Zusatzbeiträge Millionen kosten wird. Sogar der „Stern“ fragt bereits „Was macht eigentlich der Gesundheitsminister? Gibt es ihn noch? Und wenn ja, warum?“ und fordert den jungen ärztlichen Freund höflich auf, endlich seinem Job nachzugehen.

Mag eine/r bitte nachgucken gehen, wie viel Spenden die FDP von der Kassen- bzw. Ärzte-Lobby und der Pharmaindustrie kürzlich erhalten hat? Ich frag nur weil die FDP ganz plötzlich neulich so viel Sonne im Herzen hatte.

2010-01-25

Kochtipp 01/2010 Nudeln mit Zucker und Zimt

Gestern war Mümmelwetter. In Berlin und Umgebung ist es ja zur Zeit etwas kühler. Und zwar so kalt, dass das Draußen sein nur noch bedingt Spaß macht – egal, wie warm man sich anzieht dabei. Okay, es scheint wenigstens die Sonne wieder. Großer Fortschritt für's eingetrübte Gemüt!



Lange Rede, die äußeren Temperaturumstände ließen mich gestern sehnsuchtsvoll auf Twitter meine Gelüste zum Kaffee äußern und die bestanden lapidar aus Nudeln mit Zucker und Zimt. Das setzte in den einen Tweets viel Erstaunen, in den anderen mehr Äußerungen des Ekels … kennt denn wirklich keiner Nudeln mit Zucker und Zimt mehr? Dieses Kindernudelgericht gab es bei meiner Oma früher schon, damals in der Milchvariante mit Spiralnudeln und natürlich noch nicht mit Spaghetti oder Spaghettini und es ist trivial in der Zubereitung, weil ein typisches Nudeln-Resteessen (in meiner Familie wenigstens). Wenn übrigens auch den Schlesiern (und deren Vertriebene) als vollwertiges Mittagessen bekannt und dann gerne mit geschmortem Backobst serviert. Denn bei den Schlesiern kommt ja hier und da zum Glück auch mal ein süßes Mittagessen auf den Tisch (kommt wie viele Mehlspeisengerichte aus der Fastenzeit). Davon abgesehen, waren Milchnudeln tatsächlich früher eine selbstverständliche Beilage zum deftigen Fleischgericht.

Man nehme die vom Vortag übrig gebliebenen Nudeln und erwärme diese in einem Topf, wahlweise einer Pfanne (ich mag sie ja am liebsten leicht angebacken, plädiere also für den Pfannenmode). Dann schwenkt man sie in etwas Butter, streut Zucker und Zimt darüber – et voilà! Ein macht-creezyne-happy-Essen. Und wenn es kein Resteessen ist, dann setzt man die Nudeln anstatt in Wasser in Milch mit einem guten Stück Butter und etwas Zucker auf und gart sie bei leichter Hitze. Selbstverständlich kann man sie auch in der im Kühlschrank vorrätigen Caramelsauce schwenken und den Zimt so darüber streuen. Aber was mit Milchreis geht, geht natürlich auch mit Nudeln.

Ich verstehe gar nicht, wie Milchnudeln aus der Mode kommen konnten.

2010-01-24

Sonntagsgeständnisse

Ich lese Sonntags zum Frühstückskaffee sehr gerne die als Regionalmagazine getarnten Briefkasteneinwurfssendungen aller Discounter und Möbelgeschäfte im Dreh (was sich in Berlin gelegentlich auf Mecklenburg Vorpommern erstreckt), die ich dem Nachbar aus dem Briefkasten klaue, weil ich selbst auf dem Briefkasten den Einwurf von Werbung per ausgeschilderter Anordnung verbiete, wie meine Sonntagsfrühstückszeitung.

Dabei stelle ich jeden Sonntag aufs Neue fest, dass ich wohl nicht der klassische Typ für Wohnlandschaften bin.

Und ich merke jedes Mal aufs Neue, dass mir Fertigkuchen vom Discounter schreckliche Angst einjagen.