2009-07-11

Nutzungskonzept für Flughafen Tempelhof veröffentlicht!

Nach einem kurzen Modellversuch, einer Stellprobe in der vergangenen Woche, hat der Berliner Senat das neue Nutzungskonzept für den Berliner Flughafen Tempelhof nach seiner Stilllegung im Oktober vergangenen Jahres jetzt bekannt geben. „Wir zollen dem einzigen boomenden Wirtschaftsmarkt in Berlin-Tempelhof in den letzten Jahren Respekt“, sagt ein Sprecher ins Blaue „Tempelhof wird zu einem einzigen großen Gebrauchtwagenmarkt und schafft somit ein noch nie da gewesenes Potential der Vielvölkerverständigung. Gleichzeitig spendet Berlin damit sozialen Trost der am Boden liegenden deutschen Automobilindustrie.“

2009-07-10

Hi hi …

Yoga hilft gegen's schwul sein, klar.

Könnte der Yogi mal meinem schwulen Yoga-Lehrer erklären. Der atmet offensichtlich echt falsch.

Alles meins!

2009-07-09

Über so etwas kann ich mich ja ärgern …

stundenlang. Und zwar richtig! Da geht es jemandem, im aktuellen Fall Joachim Deutschland, gesundheitlich schlecht und er wird in ein Krankenhaus auf dessen psychatrische Abteilung eingeliefert und eine große deutsche Boulevard-Zeitung nennt das, was immer noch in den meisten Köpfen der Menschen (auch leider von ansonsten sehr klugen Menschen) verankert ist: Absturz!



Ich bin so sauer über diese dumpfe Stigmatisierung: kommen Menschen, die nebenbei Prominente sind, aufgrund eines Unfalls in die Klinik, sind sie krank und werden mitleidsvoll als „schwer verletzt“ beschrieben, hat die schöne Moderation Krebs, wird sie über mehrere Bildstrecken bedauert und alles an ihr ist tapfer, schön, strahlend, selbstbewusst. Der psychisch kranke Prominente indes „rastet aus“, ist „völlig durchgeknallt“ oder „ausgeflippt“.

Diese Symptomatik in der Folge eines Krankheitsbildes hat aber einen Namen, man nennt so einen akuten Krankheitsmoment affektive Störung. Die Ursachen dafür können so vielfältig sein, wie es unterschiedliche Carzinom-Tumore gibt. Und es ist ein völliger Trugschluss, dass Drogen eine Ursache für eine Psychose sein müssen, auch wenn sie es sein können. Es gibt ein Riesenrepertoire an Auslösern und Diagnosen, die für einen akuten Schub in der Krankheit verantwortlich sind, ob nun ein gerade erlebtes Trauma oder eine familiäre Disposition.



Bei gmx wurde der Mann sogar vom Notarzt begleitet in die Klinik „verfrachtet.“ Verfrachtet werden üblicherweise Sachen, wir lernen also: in deutschen Medien wird man als psychisch Kranker wie Vieh transportiert! Bei jedem anderen Krankheitsbild übrigens werden Menschen indes in das Krankenhaus begleitet, gefahren oder eingeliefert. Ich muss es mal so deutlich sagen: das letzte Mal, dass mir in Zusammenhang mit dem Transport von Menschen das Wort „verfrachtet“ begegnet ist, ist in den Berichten aus dem 3. Reich als man Menschen tatsächlich wie Vieh in die Konzentrationslager „verfrachtet“ hatte.

Menschen im Moment einer akuten Psychose sind sicherlich anders und ich verstehe auch, dass sie einem Angst machen können. Aber sie sich nicht abgestürzt, ausgeflippt oder durchgeknallt: sie sind krank. Und es ist überhaupt nicht zu akzeptieren, dass heute – immerhin im 3. Jahrtausend – Menschen von deutschen Medien aufgrund ihrer Krankheit dumm und perfide vorsätzlich stigmatisiert werden. Weil so ein Meinungsbild von Zeitungen in deutschen Köpfen manifestiert wird, können Menschen heute in Deutschland – immerhin das Land mit einem der besten Gesundheitssystemen – immer noch nicht vor Freunden, Nachbarn oder Arbeitgeber zugeben, dass sie psychisch erkrankt sind, ohne sehr bittere Konsequenzen fürchten zu müssen. Ein Freund von mir im Studienaustausch ist neulich in einem Studentenwohnheim untergekommen, in dessen Gebäude wohl so etwas wie integriertes Wohnen mit psychisch Kranken praktiziert wird. Was da im Vorfeld aus dem sonst sehr klugen Kopf an Vorurteilen und Ressentiments diesen Menschen gegenüber geäußert wurde, war nicht sehr schön zu erleben.

Die Weigerung sich hier einer Öffnung hinzugeben und Entwicklung zu den Betroffenen hin voranzutreiben, wird uns übrigens sehr bald mehr um die Ohren knallen, als alles das, was wir uns überhaupt vorstellen können: denn die Generationen, die sich heute begeistert mit Denkdrogen (legalisierte Partydrogen, legal nur deshalb weil die Pharmazie aus den Partydrogen Wirkstoffe separtiert als Medikament auf dem Markt gebracht haben – und das ist DER Wachstumsmarkt zur Zeit im Pharma-Business) vor allem aber Partydrogen dopen, werden zwangsläufig irgendwann mit Depressionen und Manien zu kämpfen haben. Die Allermeisten von ihnen. Denn man manipuliert seine Synapsen nicht dauerhaft ohne daran ernsten Schaden zu nehmen.

Letztendlich ist es aber egal, warum es einem Menschen aktuell psychisch nicht gut geht: denn er ist dann einfach nur krank!

Und kranke Menschen haben ein Recht darauf würdevoll durch ihre Krankheit ge- und begleitet zu werden. Auch von den Medien.

2009-07-07

Könnte im Prinzip

nur noch getoppt werden, wenn Michael Jackson jetzt auferstehen und auf dem Mond gleichzeitig landen würde.

Sie verschieben die Tagesschau …

Ist doch immer wieder schön, …

einen bloggenden und twitternden Wissenschaftler um sich zu haben. Sie unterhalten so fein und humorvoll,


… sind dabei so herrlich pragmatisch.

2009-07-06

summa cum laude!

Dr. The Exit!

Jetzt ist er los …

sich den Doktor-Titel holen, der Herr Exit.

Ab 10:00 Uhr kümmert Euch bitte um ordnungs- und sachgemäße Daumendrucksstellen!

2009-07-05

Zurück

ist Frau Antsche aus dem Känguruland, nun mehr besitze ich zwei australische Muscheln, roten Sand, eine Aloe Vera von Frazer Island (Fotos), ein Buch, das mir die eine wichtige Frage



meines Lebens beantworten wird. Und ein Glas mit Zauberkräutern, das mir Frau Antsche überreichte mit „das sind die Kräuter zum Känguru-Steak!“



Die Kräuter haben bei mir schlechte Karten, denn obwohl es in Berlin auch australische Shops gibt, in denen ich das Fleisch vom australischen Hasen aus der Tiefkühltruhe ziehen könnte: Helden werden nicht gegessen. Krokodil und Nemos sollen auch gut schmecken, meinen Frau Antsche und Herr Micha. Zum Glück haben sie unter Wasser keine Schildkröten gesehen, die wären auch noch im Topf gelandet. Pfff … die würden auch Balu, den Bären essen.

Habe Lebensweisheiten gehört, wie „man muss das Leben knallen lassen, sonst ist es zu spät.“ (Recht hat sie ja.) Und ein nachdenkliches: „Man hat es schon schwerer da, du bist da eben Ausländer.“

Bin schon froh, dass beide wieder gesund zurück sind, hatte das komische Gefühl im Bauch irgendwann eine Mail zu bekommen mit der Bitte, beide Wohnung aufzulösen. Aber Frau Antsche hat ein Bein in Australien, das ist nicht zu ignorieren. Sie muss eh noch mal hin, den von mir für uns bestellten Koala hat sie nämlich vergessen.

2009-07-03

Dies und das

Foto gesehen von einem mit dem ich mal was hatte, nichts gefühlt. Gar nichts. Luftnummer, damals und jetzt auch. Hätte ich die Energie doch lieber für einen Gang zur Eisdiele genutzt. Hätte ich wenigstens Schlumpfeisgeschmack auf den Lippen. Visionäres: ein Wochenende voller Arbeit. Morgen aber Frau Antsche nach vielen Monaten Australienaufenthalt, wo sie komisches Englisch lernte und mit ulkigen Tieren wohnte und Herrn Micha, den ich ihr vor drei Wochen hinterher schickte, damit er sie mal flugs wieder zurück holt, am Flughafen abholen. Wird jetzt wirklich Zeit. Beste Freundin so weit weg, ist bedingt drollig. Wird große Augen machen und sofort zurück wollen. Arme Maus. Wenigstens habe ich das mit der Sonne zu ihren Gunsten geregelt. Komische Nachrichten bei creezyne diese Woche, nicht wirklich gute. Kopf. Bauch. Kopf. Bauch. Lösung pending. Bauch. Kopf. Bauch. Kopf. Sommerenergieloch. Diesen Monat sind's drei Jahre. Kopfarbeit und Herzschmerz. Unterbewusstsein funktioniert allerbestens. Forumskollegen für Freundin in Spanien Kamera abgekauft, dessen Mutter sich prompt zum Sterben hinlegt und das auch noch tut. Unbedingtes Déjà vu. Erwähnte ich schon das gut geölte Unterbewusstsein? Sind überhaupt zu viele gestorben diese Woche. Jetzt muss mal Schluss sein. Muss noch dies tun und dann jenes. Entscheidungen treffen, wäre da nicht dieses Sommerenergieloch. Und S-Bahnen mit ohne Klimaanlage, dafür ohne mit zu öffnenden Fenstern helfen auch nicht wirklich über die Straße. Amseln singen in die Nacht. Irgendwas hat der Tag doch immer. Und wenn's nur ein Loch ist, in das die Energie veschwindet.

Krankengeld für Selbstständige

Im Rahmen der gesundheitlichen Reformwut wurde Anfang dieses Jahres den in den gesetzlichen Krankenkassen freiwillig versicherten Selbständigen der Anspruch auf Krankengeld gestrichen. Sie durften alternativ Zusatzversicherungen abschließen, nach deren Abschluss sie erst einmal für mindestens drei Jahre an die jeweilige Krankenkasse gebunden waren. (Schon praktisch, wie man hintenrum das kurzfristige Kündigungsrecht der gesetzlichen Krankenkassen dann doch wieder aushebeln kann, nicht wahr?)

Nur drei Monate später wurde diese Regelung erneut diskutiert und wird in der Konsequenz zum 1.8.2009, also lächerliche acht Monate später, wieder zurück genommen, vorbehaltlich der Zustimmung von Bundestag und -rat. Der Selbständige darf sich in der Folge nun mit einem zusätzlichen Wahltarif auseinandersetzen, entweder bleibt er bei dem alten Krankenversicherungssatz von 15,5 % und erhält (möglicherweise, so ganz klar ist das noch nicht) die gleichen Ansprüche zurück wie vor dem 1.1.2009 – oder sie bleiben bei ihrer Zusatzpolice und versichern sich daneben mit dem neuen Beitragssatz von 14,9 %.

Gegebenenfalls besteht die Möglichkeit bei den Kassen einen Teil der Zahlungen für die dann hinfällig gewordene Police zurück zu fordern. Mehr Infos hier …

Da haben sich die Krankenkassen fein, fein einen fürstliches zinsfreies Kleindarlehen für den kurzen Zeitraum von ihren Versicherten geholt, nicht wahr?

Mit attraktiver Marienkäferprägung?!



Diese Marketingmessage ist aber auch ein bisschen sehr für'n Ar*… oder?

2009-07-02

Geschäftsmodell

Liebe eines Sommers



Heißen mal französische Bergpfirsiche, mal Wildpfirsiche … vermutlich der letzte Sommer in dem man sie nicht geschmacklos und mehlig überzüchtet erhält, sondern ursprünglich saftig und süß. Kosten einen Euro mehr aber es lohnt sich.

2009-07-01

Rosé

Wer dieses Block schon länger liest, der weiß, dass ich insgeheim ein Verhältnis habe mit und zu Rosé-Weinen. Tatsächlich konnte ich persönlich mit der „Rot zu Wild, Weiß zu Fisch“-Regel schon sehr früh wenig anfangen, bevor überhaupt begonnen wurde, diese öffentlich auszuhebeln. Weine, egal welche Farbe, haben ihren eigenen Charakter und gehören ihm entsprechend zum Essen sortiert. Hinzu kommt das individuelle Empfinden, das ist bei mir Jahreszeiten bedingt ausgelegt, im Winter trinke ich lieber einen guten Roten, im Sommer greife ich lieber zu einem weißen Tropfen, am liebsten aber zu einem Rosé. Ja, einen guten Rosé im Sommer als Abendbegleitung hier und da, das macht für mich einen gelungenen Sommer aus.

Vorhin habe ich ein Blogpost bei Dirk Würtz gelesen über das EU-Vorhaben künftig Rosé-Weine nicht mehr ausschließlich aus gekelterten Rotweintrauben zu produzieren, sondern aus einem Verschnitt von Rot- und Weißweinen. Dazu kann man viel sagen und schreiben, soll aber nicht das Thema sein, wichtiger fand ich seinen abschließenden Satz „[…] weil ich diese Weine (Rosé) nicht besonders mag …“

Legitim seine Meinung, ich finde sie schade. Und ich kann jedem empfehlen, der von den Rosés Abstand genommen hat, seit ihm ein billig produzierter Portugiesischer Weißherbst (es gibt in der Tat auch sehr hochwertige, großartige, die nicht wie rosagefärbte Asti-Verschnitte schmecken) wie eine schwarze Katze von links über die Leber gelaufen ist, sich dem Thema heute wieder zu widmen und den einen oder anderen Rosé an sich heran zu lassen – und vorher die eine oder andere vorherrschende Meinung über Bord zu werfen. Eine davon: ein Rosé muss jung sein. Ja, sicherlich ist ein Rosé kein Wein für die übermäßig lange Kellerlagerung. Dennoch habe ich mir vor Jahren in der Weinabteilung der Galeries Lafayette das Angebot eines damals dreijährigen Rosés gegönnt, sehr zweifelnd, weil auch ich mit dem oben geschilderten Diktat Rosé schnabulierte, der mich dann mit einer Tiefe und einem Charakter beglückte, dass ich wenig später von dem Angebot reichlich nachkaufte. Den besten Rosé meines Lebens hatte ich übrigens einmal auf Mallorca und zwar von einem mallorquinischen Winzer (die, gerade die junge Generation, sehr im Kommen sind!). Wir hatten eine Flasche von dem offenen Rosé der Karte geordert und man brachte uns dann eine Flasche aus den Restbeständen des Weinkellers, die halt „weg“ sollte. Was war das für ein Weinglück in Gläsern, das einen schönen Abend mit meiner Mum gemeinsam am Strand sitzend mitbestimmte und mir immer als wundervolle Erinnerung im Geiste bleiben wird. Leider, die mallorquinischen Winzer produzieren ja nicht in übermäßigen Mengen, haben wir damals diesen Rosé nicht nochmals erwerben können.



Neulich war ich hier in Berlin bei den Sandsations, die gegenüber vom Hamburger Bahnhof statt finden und der Spanienfan weiß, dass dort auf den Hinterhöfen Mitte & Meer angesiedelt ist, ein spanischer Groß- und Einzelhandel mit einer großartigen Cava- und Weinauswahl sowie ein paar italienischen und französischen Weinen. Einen schlechten Wein habe ich dort nie gekauft, also bin ich neulich nach dem Fotografieren der Sandskulpturen hinüber und habe mich durch die Weinregale gegraben und hier- und dort einen Rosé zum testen mitgenommen. Denn, das muss ich nach meinen Erfahrungen sagen, die spanischen Rosés sind etwas ganz Besonderes. Sie sind nur selten leichtfüßig, kommen dafür mit einer Geschmacksintensität gepaart mit Frisch daher, die seinesgleichen sucht. Wem der spanische Rote zu schwer ist, dem sind deren Rosés ans Herz zu legen. Zugeschlagen habe ich bei einem Viña Albali von 2006 von Felix Solis, in Valdepenas produziert kommt er aus eine kurzweiligen Lagerung in Barriquefässern und, der Jüngste in der Runde, einen 2008er Homenaje Rosada von Marco Réal aus der Granache-Traube – den übrigens gekauft, weil ich das Flaschendesign angenehm modern und daher reizvoll empfand – das Auge trinkt ja bekanntlich mit.

Dieser Wein hier indes, den Ètim Rosat von 2007 aus dem katalonischen Montsant,



dem ältesten spanischen Weinanbaugebiet, den gab es im Angebot für … ich glaube, es waren knapp 4,– Euro. Ja, ich weiß, da fängt der Weinkenner gar nicht erst an und überhaupt sollte man überlegen, ob man für so „wenig“ Geld überhaupt Wein konsumieren sollte, denn so günstig kann man gar nicht produzieren. Andererseits: vier Euro sind frühere acht Mark und dafür konnte man seinerzeit tatsächlich sehr respektable Weine ergattern, denn da fängt die Mittelklasse an. Hier habe ich also „Ja!“ gesagt, denn mich hat noch kein Weinangebot bei „Mitte & Meer“ je enttäuschen können.



Im Glas findet man einen gut gekühlten, in der Farbe tiefgründigen Wein, dem man fast das Attribut „rosé“ ab und „rot“ zu sprechen möchte, aber er ist eben doch schon ein Rosé und die spanischen Rosés haben einfach mehr Farbe. Geschmacklich trifft man vorne auf frische reife Kirsche, später auf eine reichhaltige sommerliche Beerenpalette und hinten grüßt sehr erhaben der Rijoa im Abgang. Ein unverhofftes rosiges Erlebnis mit erstaunlich viel Geschmack. Was für ein fröhlicher Wein und was für Freude an einem schönen Sommerabend! Wenn ich mir angucke, dass der Wein im Web ab 6 Euro gehandelt wird, werde ich diese Woche nochmals an der Einkaufsstelle vorsprechen.

2009-06-30

Der Pentax K7-Test – was die anderen meinen!

Da sich die vier Testwochen mit der Pentax K7 nun dem Ende neigen und Pentax die Testkameras und Vorserienmodelle wirklich und ernsthaft wieder haben will, was sich, soweit ich die Meinungen überblicke, nicht wirklich mit dem Wunsch der Tester deckt, hier im Folgenden einige Links zu den speziellen Meinungen der anderen Kameraprüflingen, die wie ich das Vergnügen hatten mit ihr zu fotografieren und teilweise deutlich technischer getestet haben als ich, die ich gefühlt „nur“ fotografiert habe. Die Testberichte sind spannend individuell, man sieht sehr deutlich, was zehn Fotografen für sehr unterschiedliche Voraussetzungen an ihre Kamera stellen. Schon alleine für diesen Lesespaß, danke an Pentax für die Aktion! Zuseher* hat sich über den Autofokus Gedanken gemacht und sich schon einmal dem legendären Thema „Schnittbildscheibe“ bei der neuen Pentax genähert. Fotos sind bei ihm in den Links zu Hauf zu finden. Inline-Igel nenne ich nun den Rausch-Papst, Pentax hatte uns in der Mitte der Zeit die finale Firmware zukommen lassen, die im Vergleich zu der mit ihr zuerst gelieferten 0.00er Version erstaunliche Ergebnisse zu Tage brachte. Rauschen? Nun, dann seht Euch die ISO1600-Fotos an. Wenn es auch immer Menschen geben wird, denen das immer noch nicht gut genug ist, ich finde so eine Qualität, vor allem im Vergleich zu den früheren Modellen, sensationell. Die Pentax K7 hat unter anderem als eines ihrer vielen kleinen netten (brauchbaren) Gimmicks eine Verzeichnungskorrektur (man mag ihr bitte nachsehen, das diese nur bei den digital optimierten Objektiven funktioniert). Das heißt, sie kann bei z. B. weitwinkligen Objektiven, die eine recht ausgeprägte Verzeichnung den Fotos als persönliches Merkmal aufdrücken, automatisch korrigierend eingreifen. Sie beschneidet die Fotos zwar zwangsläufig, etwas, was man aber als Fotograf vorab einkalkulieren wird, denn man kennt ja seine abbildenden Früchten. Kafenio hat seinen Test mit dem Pentax DA 14 2.8 online gestellt. Er hat in seinem Blog übrigens auch sein persönlichen Schwachpunkte an der Kamera zur Sprache gebracht, wir sind halt alles Individualisten. Und er hat sich in die Videofunktion so verliebt wie ich, nur wo sind die Filme? Na gut, dafür seine internationale Linksammlung zur Pentax K7 – und er ist wohl der Erste mit einem Fazit zu seinem Test. Falconeye hat sich intensiv mit der Auflösekompetenz der K7 im Vergleich zum Vorgänger K20D beschäftigt. Ja, er bloggt in englisch - die Bilder sprechen für sich. Das umfangreiche Test-Tagebuch von tzcobretti ist auf seiner Homepage zu finden. Der Österreicher, proteus1625, in unserer glücklichen Testerrunde ist mit seiner Test K7 ab in die Grube, Druck testen. Er hat die HDR-Funktion ausprobiert und darüber geschrieben (die ich völlig links liegen gelassen habe.) Jim hat sich dankenswerterweise an die, nennen wir sie liebevoll „Spielfilter“ gemacht. Tatsächlich kann man die Fotos schon in der Kamera recht gut für einen Druck direkt aus der Kamera heraus bearbeiten, sei es, ob man den Bereich eines Fotos freistellen will oder Linien begradigen, die Oma etwas dünner zeichnen als sie in Realität ist und im Nachhinein dem Foto etwas mehr Farbe oder Schärfe geben. Das SchnickSchnack-Programm der Pentax K7 ist da recht umfangreich geworden. Ich bin ehrlich, ich habe dafür Rechner und Software – aber das mag die Erklärung sein, warum wir in zehn Jahren Kameras mit einem 13"-Display mit uns herum tragen werden und der Sucher bei DSLRs weggefallen sein wird, denn uns dann zehn Jahre später das Marketing als Novum wieder teuer verkaufen wird, egal … Jim ist soooooo eine verdammt coole Socke auf dem Rad! Der Film zeigt, dass die K7 das Zeug dazu hat, Pentax-Fotografen auf ein völlig neues Kreativitätslevel zu bringen. Natürlich gibt es und gab es im Blog von Ned Bunnell immer wieder Lesens- und Sehenswertes zur neuen Pentax, hier auch auf englisch. Und last but not least, wurden im DFN-Forum viele, viele Fragen zur Pentax K7 gestellt und viele, viele davon von den Testern beantwortet. Schaut selbst, vielleicht sind Eure relevanten Fragen darunter. Video-Samples der Tester können hier betrachtet werden. Mein Fazit wird in den nächsten Tagen folgen und noch habe ich genügend Material auf dem Rechner, das ich noch gar nicht gepostet habe. (*Forumsnamen der Testkollegen)

Ach, …

und vielen Dank Frau Generator für DEN Virus!

Ostkreuz-Zucht

2009-06-29

Jägerglück

Einmal im Jahr gebe ich den Hamster. Einmal im Jahr stelle ich mir – sofern nicht eh schon ein frühmorgendlicher Termin auf der Tagesordnung steht – den Wecker, um auf die Sekunde Punkt 8:00 Uhr an der Tür meines Lieblingsdiscounters um die Ecke (der mit dem kleinen schwarzen Hund im Logo) zu stehen, zielstrebig zu den Sonderverkaufsflächen zu streben, um dann in voller Kraft und Schönheit zuzuschlagen.

Die Jagd wird vorher bereits zelebriert und läuft gut vorsortiert in die Zielgerade. Ab Mitte Juni werde ich nervös und greife mir Samstags immer den vor- oder allerletzten Prospekt für das Angebot der Woche ab. Dann zum Ende Juni hin, gibt es in einer Woche ein Angebot mit Ledergesundheitssandalen, der Zeitpunkt ab dem ich noch nervöser werde, weil ich weiß, die Woche drauf kommen sie: meine Lieblingssommerleder-FlipFlops!

Irgendwann (naja, fünf Jahre ist es her) kaufte ich mir so ein Paar in rot, weil sehr günstig und sehr bequem zu tragen für das zwei Jahre zuvor geschändete Bein, zudem sicher im Halt im Vergleich zu anderen offenen Sommerschuhmodellen und zog es zwei Sommer lang kaum noch aus. Das Jahr drauf (ich rechnete natürlich nicht mit Wiederholung) kam ich zu spät: da waren nur noch die Minigrößen vorhanden. Zu spät heißt bei solchen Angeboten beim Discounter meist, dass Mittags bereits die relevanten Größen weg sind. Das Jahr darauf war ich cleverer, ich fragte beim Einkauf an, ob und wann sie diese wieder im Programm hätten. Auf deren freundliche Antwort hin stand ich am angekündigten Tag morgens um Punkt 08:00 vor der Tür und schlug bei einem Paar in rot zu. Letztes Jahr indes war ich besonders großzügig: rot, weiß und braun. Schwuppdiwupp kaufte ich einmal Größe 40 auf. Letzte Woche war es wieder soweit, Gesundheitssandalen die Woche zuvor, Prospekt und heute war Jagd-Tag. Das Procedere beherrsche ich perfekt und so stand ich dann heute und schoss in Richtung Regal, tat das, was ich tun musste.



Nicht, das sich nicht noch vom letzten Jahr einmal die Version in rot und weiß im Schrank „auf gut“ Vorrat gehalten hätte (das ist die Stelle, in der sich in den Comics der Held immer vor die Stirn schlägt und mit den Augen rollt), da aber die Farben jedes Jahr ein bisschen komischer werden und wir nicht wissen, wohin uns diese Krise noch führt, bin ich jetzt für ca. 3-4 Sommer versorgt. Glaube ich. Zumindest.

Bis nächstes Jahr.

Heute ist ein guter Tag für die Gurke …

und die Haselnuss. Sie dürfen jetzt sein wie immer, bestenfalls auch krumm oder klein. Heute tritt die im November 2009 beschlossene Änderung der EU-Norm 1677/88 in Kraft. Seit 1988 durfte die Gurke auf einer Länge von 10 cm eine maximale Krümmung von nur 10 mm aufweisen, damit ist Schluss – die Gurke ist wieder frei von Zwängen und darf wachsen, wie sie will

Ich freue mich auch für die anderen 26 Obst- und Gemüsesorten, die jetzt wieder auf den Tisch kommen, wie die Natur sie geplant hat und nicht wie es der Verpackungsindustrie angenehm war.

Ich freue mich! Wirklich! Und gehe dann jetzt mal kopfschüttelnd ab … (manche Sachen, die die EU verzappt, möchte man besser nicht wissen.)