2008-09-24

Sonne

2008-09-23

Was der Inder

mit seinem Ex-Chef macht, wenn er den nicht mehr braucht.

Aha, erste Infos sickern durch zum finnischen Amokläufer. Bevor die Mutter was sagen konnte, haben die Medien bereits mit seinem Internet-Account gesprochen. Böser Jugendlicher hatte Hobies: Computer, Waffen, Bier.

Mal gucken, was in den Medien in den nächsten Tagen als mehr «evil» verkauft wird: der PC und seine Spielchen oder das den Staatsaushalt mitfinanzierende Bier.

Schräg

Habe eine Mail erhalten, im Enftferntesten soll's eine Einladung sein, sich mit Bierkasten und Badehose den Propagandafilm* des Jahres (*O-Ton Mail) anzugucken.

«Die Antwort ist simpel: die RAF hat die BRD einfach mal gewaltig gefickt. Noch nie in der bundesdeutschen Geschichte hatten es Menschen gewagt dem Machtmonopol der BRD einen so gewaltigen Gangbang zu verpassen. Im linken Politsprech würde es „Autorität des Staates in Frage stellen“ heißen. Die Rote Armee Fraktion waren quasi „Antideutsche“ reinsten Wasserns, den bis heute hat es der herrschenden Klasse Deutschalnds keiner so besorgt wie die fiesen „ML-Hassprediger“ der RAF. Deutschlands Rosette hat sich davon jedenfalls bis heute nicht erholt. Filme wie der „Baader-Meinhof-Komplex“ legen Zeugnis davon ab.»

Steht da außerdem drinnen. RAF in Porn-Sprech. Mensch, da kann man mal sehen, was kleine unschuldige Bücher wie «Feuchtgebiete» diesem Land antun können. Übrigens irritierte mich sehr, dass bei Frau Anne Will dieser Tage über das Filmwerk diskutiert wurde. Authentizitätsbesprechung mit Schauspielern (voll-die-Ahnungshaber) und Alt-Politikern (voll-betroffen-weil-Opferkenner). Das ist so … Polit-Talk goes Yellow Press. Auch nichts, was man wirklich sehen möchte. Natürlich könnten wir bei Gelegenheit darüber nachdenken, Herrn Eichinger zum Kanzler zu wählen. Der illusioniert Luftblasen wenigstens schön in Szene und besetzt die Marionetten mit den hübscheren, wenn auch immer gleichen Gesichtern. Meist mit Gewinn.

Die Besitzerin des erst Anfang des Jahres an der Ecke eröffneten lustigen Swinger-Clubs hat im Sommer schon ihrem Smart Sportfelgen und richtige breite (hihi) Reifen gönnen können. Es wird aber rund um die Uhr gearbeitet, morgens schon werden einsame ältere Herren zum Swingen vorgelassen. Alles Terroristen.

Brieftäubchen schläft

2008-09-22

Sarah Lund

Geständnis: ich gucke deutlich seltener Tatort als das ich die Krimis am späteren Sonntagabend im ZDF gucke. Das sind die britischen schrulligen Kommissare oder die ewig deprimierten Ermittler aus dem hohen Norden Europas. Und im Moment ermittelt seit zwei Sonntagen neu »Kommissarin (Sarah) Lund – Das Verbrechen».

Kurz die Story: die Komissarin Lund hat ihren letzten Arbeitstag in Kopenhagen, will am Abend mit ihrem Sohn zu ihrem Freund nach Schweden ziehen. Zunächst wird sie mit ihrem etwas ungestüm ermittelnden Nachfolger zu einer Waldlichtung zum Fundort eines mit Blut benetzten Schals beordert. Wegen einer am Ort gefundenen Videothekkarte wird gegen den ersten Verdächtigen ermittelt wird, obwohl man noch gar keine Tat nachweisen kann. Es stellt sich heraus, dass dieser erste Verdächtige der Vater einer 19-jährigen Schülerin ist, deren Schal es auch ist, der gefunden wurde und die zum gleichen Zeitpunkt anderen Orts in der Schule erstmals von der Schulfreundin vermisst wird. Das ist ein anderer Einstieg in eine Mordermittlung als sonst üblich.

Später wird ein Leihwagen der Wahlkampfabteilung des, den alteingesessenen Bürgermeister herausfordernden, Lokalpolitikers aus dem Wasser geborgen, im Kofferraum die Leiche des Mädchens. Vor dem Leichenfund hat der Zuschauer bereits so viele Charaktere kennengelernt, dass er vier Verdächtige zur Auswahl hat: den Arbeitskollegen vom Vater, einen Schulfreund, den netten Lehrer, den netten jungen aufstrebenden Politiker, den Bürgermeister als etwaiger Fadenzieher, einen Aushilfsfahrer.

Zwei von ihnen möchte man aus Sympathiegründen direkt abwählen, darf aber nicht. Am Ende des ersten Teiles verletzt einer der Verdächtigen (der Aushilfsfahrer) im Nahkampf die Kommissarin, die ihre Dienstzeit in Kopenhagen um eine Woche verlängert hat, weil ihr Ehrgeiz nicht zulässt diesen Fall ihrem Kollegen alleine zu überlassen. Der Verdächtige wird auf der Flucht schwer verletzt, liegt kurz darauf mehr tot als lebendig, dafür aber nicht mehr verdächtig, im Krankenhaus. Im gestern ausgestrahlten zweiten Teil sind noch ein paar Verdächtige hinzugekommen.

Das ist mal ein excellenter Krimi, wie üblich bei den Nordlern vom Weißabgleich in düsteres Blau getaucht, dessen einzelne Folgen recht lang sind aber – obwohl ruhig geschnitten – keine Langeweile aufkommen lassen. Selbst kleinste Nebenrollen sind mit unglaublich guten Schauspielern besetzt, denen viel Raum gegeben wird. Wie man geführt wird, die Mutter innerhalb ihrer Trauer und ungeklärten Fragen begleiten zu müssen, lässt nicht kalt. Oder sich hinter den Kulissen des Lokalpolitkers die kleinen Machtgespinste in seinem Team entwickeln, das ist unerwartete Fernsehqualität. Jede Folge dauert ca. 110 Minuten – ohne Werbeunterbrechung. Acht Folgen werden die kommenden Sonntage jeweils um 22:00 Uhr noch ausgestrahlt.

Kleines Problem für diejenigen, die gestern erst eingestiegen sind: beim ZDF ist nur die jeweils aktuelle Wochenfolge online. Hat zufällig jemand Teil eins für's stilhäschen?

Muss mir dringend abgewöhnen,

den Stift vom Wacom Tablett immer durch die Wohnung mitzuschleppen, wie ich es sonst mit allen Stiften tue. Man kann die Dinger nämlich nicht anrufen, wenn man sie verlegt hat.

Taube ‘n Poesie

«Ich zuckte mit den Achseln, etwas zu heftig, so dass ich mir beide Ohren prellte.» Der einzige Blogger, der gleich drei Blogger ist, ist der Taubenvergrämer aus Leidenschaft.

Anton Corbijn in LUX

Im Frühjahr diesen Jahres hatte der niederländische Sender Canvas in seinem Format LUX ein Wochenspecial mit Anton Corbijn in seinem Programm. Corbijn spricht darin über seine anderen künstlerischen Obsessionen: Musik, Malerei und Design. Auf der Homepage sind kleine Trailer des Specials denen ein Radiointerview in vier Teilen folgt (für die weiteren Trailer bzw. Interviews oben der Tagesnavigation folgen) abrufbar.

In den vier filmischen Kurzbeiträgen besucht Corbijn die zu dem Zeitpunkt in Den Haap positionierte Werkausstellung des Malers Lucian Freud und eine unterirrdische Straßenbahnhaltestelle in Antwerpen, die gleichzeitig auch als Parkgarage fungiert. In London, dem zweiten Wohnsitz des Fotografen neben Den Haag, stehen ein Spaziergang durch Primrose Hill sowie die Ausstellung des Malers Peter Doig in der Tate Britain auf dem Programm. In dem Radiointerview spricht Corbijn über sein Verhältnis und seine Leidenschaft zur Malerei, Musik u.v.m. All das auf niederländisch, natürlich. Die Filmaufnahmen lohnen sich auch bei nicht vorhandenem niederländischen Sprachschatz anzusehen, denn sie sind außergewöhnlich schön gefilmt, geschnitten und angenehm humorvoll inszeniert.

2008-09-21

Freiheit statt Angst – Demonstration 11.10.2008

Der Film zur Demo, der deutlich macht, wo überall weltweit gegen Vorratsdatenpeicherung und Überwachung gekämpt wird.

Kochtipp 07/2008 Pflaumenkompott



Herr Exit und Herr Bellerophon haben heute zum Waffeleisenkampftestessen (bulgarisch alt / deutsch neu) in den Sozialpalast geladen. Wir haben uns auch schon auf ungefähr 20.000 Waffelrezepte geeinigt, die wir ausprobieren wollen, also einfache Waffeln, feine Waffeln, Hefe-Waffeln, Kartoffel-Waffeln, Sahne-Waffeln, harte Waffeln, weiche Waffeln, gestreifte Waffeln …

Herr Exit ist jetzt bestimmt schon im Grunewald unterwegs, einen Weihnachtsbaum schlagen. Wir diskutierten gestern per elektronischer Depesche, wie schön und fein auf das gefühlte Wetter abgestimmt eine erste zaghafte Weihnachtsdekoration wäre. Ja, wir schreiben erst den 21.09.08 und der Sommer wird gerade offiziell vom Herbst abgelöst. Aber die Gefühle …

Ich stimmte mich also gestern vieler Orts weihnachtlich ein und ließ in meiner Küche eine nette Waffelbeilage entstehen, dem Herbst gewidmet: Pflaumenkompott. Mit dem mir eigenen Glück ewarb ich ein Kilo Zwetschgen, das zwar wie Zwetschgen aussah aber nur im entferntesten eine geschmackliche Bekanntschaft zur Pflaume vorweisen wollte (und überhaupt sich die Kerne ganz schlecht vom Fruchtfleisch lösen ließen, das mag ich ja!) … wie schaffen die das im Monat der Pflaumen etwas derartig Geschmackneutrales anzubieten? So eine pflaumige Nulllösung muss man ja auch erst einmal gezüchtet bekommen! Aber was nach nix schmeckt, kann zur Not weihnachtliche Aromen treffen, als da zu nennen wären: Karamell, Rotwein, Nelke, Zimt.




Zutaten

1 kg Zwetschgen (beim nächsten Mal stur probieren!)
200 ml trockener Rotwein
150 g Zucker
2 EL Wasser
1 Zimtstange in vier Teile gebrochen
2 Nelken
abgeriebene Schale einer halben Zitrone
1 Päckchen Vanillezucker
1 knapper El Speisestärke
2 El Wasser


Zubereitung

Die Zwetschgen waschen, entsteinen und die Fruchthälfte in Streifen schneiden. Den Zucker mit EL Wasser in einen Topf mit geradem Boden geben und kramellisieren lassen. Sobald der Zucker anfängt sich zu verfärben und der feine Kramellgeruch zu vernehmen ist, die Pflaumen in den Topf geben und mit dem Karamell vermengen, Hitze sofort reduzieren. Den Rotwein angießen und den Zimt, die Nelken, Vanillezucker als auch die Zitronenschale dazu geben. Alles auf kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Rotwein etwas reduziert ist. Zum Schluss die mit dem Wasser angerührte Speisestärke einrühren, noch einmal aufkochen lassen. Soll ein Teil vom Kompott etwas länger aufgehoben werden, die heiße Masse in sehr saubere Gläser füllen. Das Glas nach dem Verschließen sofort auf den Kopf stellen.

Die Zimtstange und Nelken (falls diese noch gefunden werden) ruhig bis kurz vor dem Servieren aus dem Kompott fischen.

Zu dem Kompott und den Waffeln gibt es noch eine leckere Überraschung, kann ich aber hier und jetzt noch nicht verraten. Waffeleisenexperten lesen mit!

2008-09-20

Definiere: Mut

Kann man nach hinlänglicher Definition das Absetzen anonymer Bäuerchen, die alleine der Herabwürdigung des Tuns eines Blogbetreibers, Autoren oder Kommentatoren dienen, in den Kommentaren eines Blogs als mutig bezeichnen?

Ich würde so gerne, traue mich aber nicht! (Es als mutig bezeichnen, nicht selber tun wollen.) Und kommt mir bitte nicht stellvertrend mit lustigen Kompositas wie Übermut, Hochmut oder Missmut. Das ist kein Mut, das sind nur schlechte Launen und ausgelebt allenfalls schlechtes Benehmen.

2008-09-19

Herzschlag









Man wird dieser Tage wohl auch einmal eine politische Depression haben dürfen.

Fotografengeschichten

Der polnische Fotograf Jerzy Lewczyński, geboren 1924, erzählt in dem Deutsch-Polnischen Format im rbb, wenn er ein Foto findet, hebt er es immer auf – egal wen es zeigt. Dann erzählt er die Geschichte, wie er einmal auf einem Dachboden Fotos findet. Sehr alte Fotos, die Negative teilweise noch richtig auf Platte. Er fragt im Ort umher und erfährt, es sind die Fotos einer Apothekerfamilie. Einer interessanten Familie, leider mit dem typischen Schicksal, das viele Familien im 2. Weltkrieg genommen haben. Es sieht aus, als wären alle Familienmitglieder inzwischen verstorben, doch dann findet er durch Zufall noch einen überlebenden Mann in Israel und schreibt ihm. Der Mann schreibt zurück, «die Antwort ist nass von Tränen», erzählt der Fotograf, und kommt den alten Fotograf besuchen. Der kann ihm seine Familie und Vergangenheit auf Fotos zurück geben.

Das bewirkt die Fotografie.

Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie im November in Berlin stellt das Polnische Institut die Bilder von Jerzy Lewczyński aus. Eröffnung 30.10.2008 19:00 Uhr. Der Künstler ist anwesend.

Falls zufällig einer

meiner Blogleserinnen oder -leser von Berlin aus mit dem Auto zur Photokina (23.-28.09.) nach Köln fährt und noch einen Platz frei hat … ich könnte dafür im Gegenzug eine Eintrittskarte bieten!

Herbstliebe

2008-09-18

Der Lack ist ab.



Muss ich mir gerade in der Vorbereitung auf das neue Lebensjahr eingestehen: die Augen schwächeln. Korrekt: das eine Auge. Ich komme nicht umhin an mir das zu diagnostizieren, was man gemeinhin – wie ich als Betroffene sensibel anmerken möchte – ziemlich taktlos als «altersweitsichtig» bezeichnet. «Alter», verdammt, meine Generation hatte soviel Zeit und gelebtes Vorwissen, um dafür zu sorgen, den einen oder anderen Begriff aus dem persönlichen Umfeld zu bannen. Längst hätten wir aus dem Phänomen der länger werdenden Arme im Alter eine «Best-Ager-Softness» basteln können. Und? Verpennt haben wir das. Aber volle Kalotte! Und wir glauben immer noch an Wunder und schreien immer noch nicht «Lasst das!», wenn sie im Stadtbild wieder mal hier und dort von den Alten genutzte, also ehrlich «altgediente» Sitzbänke entfernen. Verdammt, ich sehe da schwarz für uns und ich persönlich für mich offensichtlich zunehmend nur noch auf die Entfernung hin scharf.

Eines meiner Augen wird von Babyalter an mit dem begleitet, was man Amblyopie nennt, Schwachsichtigkeit oder im umgedrehten Fall Übersichtigkeit, weil das andere, das gesunde, Auge die Arbeit von beiden übernimmt und daher gerne besonders gut sieht. In der Praxis sah das beim Augenarzt immer so aus, dass die eine Seite nichts sah oder nur die Buchstaben über 1,80 cm Größe kurz vor's Auge gemeißelt. Die andere Seite sah noch Dinge unten rechts en miniature, die es an sich nicht hätte mehr sehen können. Beispielsweise Fliegendreck als Läusebiss angeordnet. So konnte ich auf am Ku‘Damm auf den Bus wartend, schon bei einem noch drei Kilometer entfernten Bus weisssagen, dass da jetzt die 19 kommt und nicht die 29.

Mir haben sie im Babyalter das Schielen wegtrainiert aber nicht berücksichtigt, dass dies oft ein Zeichen einer Fehlsichtigkeit eines der beiden Augen ist und in der Folge wurde bei mir versäumt, im frühen Kindesalter eines der Augen abzukleben. Als man den Sehfehler pünktlich zur Einschulung in der Vorsorge bemerkte, war es dafür schon zu spät und es gab so gar nichts, womit man mich in irgendeiner Art und Weise vom Tragen des Kassenbrillengestelles hätte überzeugen können. In der Folge lebte ich mit einem Auge, das eine Sehkraft von deutlich weniger als 5 % besitzt und damit gerade das notwenige räumliche Sehen bedient, einem hervorragend ausgeprägten sehr schnellen Reflexsinn und einer ultralangen Einschränkungsliste in meinem Führerschein (im rosa Exemplar doppelseitig mit Niete befestigt!). Beispielsweise darf ich nicht ohne Sehhilfe fahren, obwohl bekannt ist, dass bei dieser Augenerkrankung Sehhilfen genau gar nichts bringen, denn das Auge meldet das, was es sieht nur an einen verkümmerten Sehnerv. Und da ist es völlig egal, was man dem Auge vor die Pupille hält, der verkümmerte Sehnerv kann's trotzdem nicht analysieren und weiterleiten. Basta. Im Gegenteil, empfand ich die Brille beim Fahren eher immer als Störfaktor, der das eingeschränkte Blickfeld noch mehr einschränkte … naja, aber Logik und Auflagen eines Gesetzgebers sind nicht immer ein und Dasselbe.

Die Augenärzte, die ich im Laufe meines Lebens immer mal wieder zwecks neuer Brille (nur für's Autofahren und hier im Prinzip auch nur für's «dabei» haben) kontaktierte und zur Vorsorge (Bruder hatte als Kind einen kleinen Tumor hinter dem Auge), haben, ob der Entscheidung des TÜV-Gutachters, immer nur amüsiert abgewunken und gemeint, «Lassen Sie es so, wie es ist. Das trainiert das Auge. Sie werden halt früher altersweitsichtig werden.» Früher hieß geschätzt ab 35, das habe ich erfolgreich bis vor ca. einem Jahr nach hinten hinausgezögert. Aber jetzt … seit einiger Zeit schon haben mir die aushängenden Stadtpläne der BVG als echte Orientierungshilfe keinen wirklichen Dienst mehr erweisen können. Und ich merke jetzt zunehmend, dass Dunkelheit und Lesen zwei Dinge sind, die nicht mehr fröhlich miteinander Hand in Hand sorglose Nachtspaziergänge machen wollen. Wobei ich und mein Aktionismus in allen Bereichen bei Dunkelheit sonst immer Namensvettern vom Luchs waren.

Ab und zu, alle 18 Monate einmal, habe ich die Brille vor dem Rechner aufgesetzt, wenn ich Anflüge von Kopfschmerzen hatte. Waren die weg, verschwand auch die Brille. Training.

Gestern stellte ich fest, dass das Lesen im Bett bei der üblichen schummerigen Beleuchtung in Assoziation mit den viel zu kleinen (das war immer meine spezielle Kompetenz!), sowohl auch nicht mit genügend Schwärze gedruckten Lettern nicht mehr aussreichend kompatibel zueinander waren. Und die Brille will da auch nicht mehr helfen (klar, im Grunde ist das Glas vor dem gesunden Auge eher Fensterglas).

Hm, und nun? Ich habe so wenig Lust auf Brille, ich kenne viele (und erinnere mich da an meine Mum), die immer erzählten, dass es mit Einsatz einer Gleitsichtbrille überhaupt erst richtig los ging mit der Altersweitsichtigkeit. Und überhaupt und unter uns, darüber hinaus auch im Wesentlichen: ich fühle mich viel zu jung für so ein penetrantes Zeichen der Älterwerdung oder deutlich gesprochen: für so einen Alterscheiß! (pardon my french, aber das musste jetzt raus!)

Irgendwelche Ratschläge? (Lesen hier überhaupt Menschen über 42,99 mit?)

Berliner Postkarte mit Stoßverkehr

Fotos zum Einstauben

Das lässt sich gut an. Ich bin letzte Woche einem Fotoalbum der Neuzeit begegnet: Hochzeitsalbum. Mit dem Rechner selber gestaltet und dann rüber zum Dienstleister geschickt, der das ganze Bildmaterial in festem Einband druckte. Und das sah alles sehr gut aus.

Ich habe das Thema Fotoalbumdruck (oder auch Kalenderdruck) bisher ausgeblendet, weil ich die Exemplare, die ich (naja ist auch schon wieder drei Jahre her) bisher gesehen hatte als qualitativ nicht akzeptabel fand. Uns hatte seinerzeit eine Auswahl von Büchern eine professionelle Fotografin in einem Workshop als ihre Portofolios gezeigt. Die Idee zur Archivierung fand ich gut, den Druck damals hundsmiserabel.

Also habe ich neulich gelernt, dass das Thema Fotobuch nicht mehr in den Kinderschuhen steckt und so begab ich mich am Samstag auf die Seite des Services, dessen Exemplar ich Donnerstag in den Händen hielt: fotobuch.de Die erste angenehme Information, die ich aber schon Donnerstag von der jungen Ehefrau erhalten hatte: deren Software ist für den Mac erhältlich. Ich bin seit zwei Jahren Kundin bei pixum.de (und auch zufrieden mit deren Fotodrucken), aber ihre Gestaltungssoftware als auch Uploadsoftware bieten sie nach wie vor nur für Windows-Anwender an. Das ist nach zwei Jahren nicht mehr akzeptabel.

Gut, erster Eindruck auf der Seite von fotobuch.de: sehr angenehm gestaltet. Sofort die Software geladen (habe noch nicht reingeguckt, bin noch am Fotos sortieren). Und ratzfatz die ersten wichtigen Hinweise gefunden: «Wir schicken Ihnen Mustervorlagen und Kalibrierungsbilder als auch Hinweise, wie man den Screen richtig kalibriert für den Druck. Rufen Sie unsere Hotline an.» Die ist Samstags bis 18 Uhr besetzt, also rief ich da an, sprach mit einer netten Dame, die mir die Unterlagen versprach umgehend zuzusenden und mir einen € 10,– Erstkunden-Gutschein in Aussicht stellte.

Keine 60 Sekunden später hatte ich das erste Kalibrierungsbild für den Rechner im Postfach in einer Mail in der mir die Dame sich als meine weitere Ansprechpartnerin mit personifizierter E-Mail-Adresse als auch telefonischer Durchwahl empfahl. Und das alleine finde ich in diesem heutigen Callcenter-Hotline-Mist so etwas von angenehm.

Wie immer sich das noch entwickelt aber im Moment fühle ich mich dort wie ein Kunde behandelt, den man gerne als solchen betreuen möchte. Überlege gerade, wann ich das Gefühl das letzte Mal hatte …

2008-09-17

Super Messekonzept!

Der Messe-Eintrittspreis im Messe-Eintrittspreis! boschblog war auf der eat‘n style und hätte sich dumm und dämlich bezahlen können.

Think: Rollkragenpullover