2008-09-04

Und Mädels!

Wer will denn jetzt zuerst über diese unsägliche Slipeinlagen-Werbung bloggen in der eine ganze albanische Gebrauchtwagenkolonne von flinken Auto-Scootern die (blaue) Ersatzflüssigkeit in Schach hält?

Ich bin so peinlich berührt fasziniert, ich lasse Euch diesbezüglich gerne ausnahmsweise den Vortritt.

(Aus der Reihe, manchmal möchte man Werbetreibende unheimlich gerne mit gebrauchten Tampons füttern.)

Edit: Madame Scholli hat's drauf!

Jungs!

Bitte, wenn Ihr über das erste Frauen-BarCamp schreibt, das am 30.08.08 in München stattgefunden hat, überlegt was ihr schreibt. Und bedenkt: ihr wart nicht dabei. Deswegen verbal auf das Event zu spucken oder an irgendwelchen von dort publizierten Inhalten rumzukritteln, steht keinem Mann richtig gut zu Gesicht.

Ansonsten freue ich mich auf das 3. BarCamp in Berlin:



Und wenn ich mir so angucke, wie stark die Regenbogenfraktion in den Blogs und der Internetwelt vertreten ist, dann könnten sie auch endlich ihr eigenes BarCamp organisieren. Zwar werden sich die Femphobiker, die ziemlich oft gleichzeitig auch Homophobiker sind (Nein, Schwulenwitze erzählen reicht leider nicht als Maskerade!) noch mal extra schön das Blog-Mäulchen zerreißen.

Oommm …

2008-09-03

Lustiger Verleser

Habe ich mich doch glatt bei dem ersten Satz in dem taz-Artikel zur Empfehlung von Wirtschaftswissenschaftlern der TU Chemnitz verlesen:

«Zwei Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler halten einen Hartz-IV-Regelsatz von 132 Euro für ausreichend - nur rund ein Drittel der bisherigen Höhe Hölle.

Okay, ein Versehen. Ich habe gar keine Ahnung, wie mir das passieren konnte. Leider nennt die taz einen der Wissenschaftler beim Namen. Ich finde, das sollten Nachrichtenmagazine bei so offensichtlichem Schwachsinn nicht tun. Ihnen eine Plattform geben. Denn genau darum geht es Leuten, die so einen perfiden Blödsinn verbreiten nur: persönliche Bekanntheit. Macht sich so schön in der nächsten Bewerbung zur Professurberufung.

Manchmal brutzeln die Synapsen im Hirn und die innere Leuchtreklame fordert aggressiv blinkend nach einem Amoklauf.

Edit: Da frage ich mich, wann diese “Herren” das letzte Mal einkaufen waren. Grundbedarf ist ja schön und gut, aber die Behandlung des Skorbut - als Folgeerscheinung der Mangelernährung - wird sicherlich auch etwas kosten. schreibt das reizzentrum

Kochtipp 06/2008 Vodkageschnetzeltes



Ich koche mich mit Hilfe der riesigen Vodkaflasche so durch die Alkoholikarezepturen. Eines meiner Lieblingsessen von vor langer langer Zeit aus dem Café Einstein (also das Ur-Einstein, die Villa in der Kurfürstenstraße) war Geschnetzeltes (dort Kalb) mit einer Vodka-Sahnesauce. Das habe ich irgendwann zu Hause nachgekocht, allerdings in der Hühnerbrustvariation. So auch neulich mit dem Fußballtipprundengewinn. Im Nachhinein würde ich sagen der Vodka ist zu fein dazu, etwas zu geschmacksneutral. Klar, das ist ein Qualitätsmerkmal, weiß ich. Hilft hier aber nix: für die Küche dann doch lieber den Flachmann vom Supermarkt beim nächsten Mal. Auch wenn der blind macht.


Zutaten

500 g Hühnerbrustfilet
1 Eschalotte
1 grüne Gurke
100 ml Vodka
200 ml Sahne
1 Bund Dill
1 EL Öl

Salz & Pfeffer

Als Beilage Reis mit ein paar Safranfäden (Deine, liebe Kaltmamsell!) verfeinert.

Zubereitung

Das Hühnerbrustfilet wird in feine Streifen geschnitten (gilt natürlich nur für Haushalte ohne Katzen, die einem während dessen die Krallen ins Fleisch pressen, hier darf gröber gearbeitet werden) und mit der geschälten und gewürfelten Eschalotte in dem Öl angebraten. Die Gurke schälen, das Fruchtfleisch mit den Kernen entfernen und die restliche Gurke in kleine Würfel schneiden. Die Gurke zu dem gebratenen Hühnerfleisch hinzugeben und leicht mit angehen lassen. Nicht zu lange kochen, die Gurke darf noch Biss haben. Nun den Vodka darüber gießen und flambieren. (Feuer holdriho!) Die Sahne angießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, etwas frischen klein gehackten Dill dazu – und fertig. Als Beilage passt Reis, nicht nur der Farbe zuliebe mit etwas Safran aromatisiert – oder eine gesunde Nudel.

Das Vodkageschnetzelte ist leicht und sehr schnell zubereitet und wirkt – obwohl «nur» ein Pfannenessen – recht fein und frisch. Traut Euch!

Grün und blau …

Buchempfehlung PDF/X und Colormanagement

Wer hier und da professioneller drucken muss, PDFs aufbereiten muss oder sich schon immer dem heiligen Thema von Colormanagement annhähern wollte – Colormanagement fängt übrigens bereits an, wenn Ihr in Eurer digitalen Kamera RGB oder sRGB als Farbarbeitsbereich definiert –, dem möchte ich das Buch PDF/X und Colormanagement empfehlen. Die Leute von CleverPrinting sind Profis und geben u. a. Seminare zum Thema Druckvorstufe, ein recht komplexes Thema. Aber auch ein ungemein spannendes Thema. Dieses Buch gibt es gedruckt für nur (!) Euro 14,80. Der Kauf des Druckwerk ist zu empfehlen, weil der Druck mit unterschiedlich gedruckten Papiersorten, Testform sowie CMYK-Farbmusterbuch kommt – und das ist bei dem Thema schlicht sinnvoll.

Aber – womit wir diesen Mittwoch zum Schnäppchenmittwoch küren können – das Buch wird ebenfalls und freundlicherweise zum kostenlosen Download angeboten. Auf geht's!

2008-09-02

Pentax-Glück

creezy hat gewonnen!

Ned Bunnel, Chef von Pentax-Imaging in den USA, bloggt auch und versorgt uns Pentaxianer immer mit lustigen Fotos von frischen Pentax-Kameras und Objektiven. Was ich sehr charmant finde, denn er lässt uns dabei an seinen Reisen aber auch seiner Tomatenzucht und Familienevents teilhaben. Ich persönlich freue mich besonders über die Fotos von seiner Mutter oder seinem Stiefvater – Menschen mit wundervollen Gesichtern! (Sie sind sicherlich auch in anderen Dingen sehr wundervoll aber das entzieht sich mangels persönlicher Bekanntschaft logischerweise meiner Kenntnis.)

Ned will hier und da Objektive verlosen, die er zu Testzwecken genutzt hat. Also habe ich neulich auf seinem Blog bei einem lustigen Ratespiel mitgemacht und dabei gelernt wie ein Wagenheber für Kutschen aussieht. Ausgeschrieben war das sehr frische Pentax DA 35 mm/2,8 mm Macro Limited (Limited steht bei Pentax für «noch mit Hand gemacht» und gelten bei uns Pentaxianern als besondere Sahnestückchen.) Und aus der Hand vom Pentax-Chef: also irgendwie noch ein Tick mehr Sahnestückchen.


pix by pentax

Und was ist passiert? Der Name «creezy» wurde aus dem Trade-Joe's-Shopping-Bag (kleiner Insider) gezogen! Und davon kann es nur eine geben! Weswegen ich heute einen guten Teil des Tages auch schon wieder lustig im Kreis grinse.

So oder so, habe ich mir das Objektiv aber auch verdient, weil nämlich:

… ich letzte Woche auf einem sehr netten Canon-Blitz-Workshop war, wo wirklich jede digitale Canon-Kamera für uns zur freien Verfügung stand und jedes Sahne-Canon-Objektiv. Und was hat creezy gemacht? Sie hat an ihrer Pentax *istDs festgehalten und als einzige von 13 Leute schön brav mit Pentax fotografiert und dabei sehr tapfer den fröhlichen Spot des Canon-Dozenten ertragen. (Ich vermute, er war nur neidisch und eigentlich wollte er sie anfassen, aber da bin ich eigen!)

… wie ich neulich schon unter Tränen andeutete, mein Tamron-Zoom gerade den Dienst quitiert. Und hach, Makro …

… ich weiß, wieviele Leute sich schon aufgrund dieses meinen kleinen Blogs hier und den darin enthaltenen Fotos sich digitale Spiegelreflexkameras von Pentax gekauft haben (ich werde hintenrum gerne per Mail befragt und ich berate auch immer gerne, total neutral pentax-leidenschaftlich selbstverständlich). Acht Leser (!) alleine davon wollten sich gar keine DSLR kaufen und haben es dann doch getan – und sind, soweit ich weiß, sehr zufrieden mit ihrer Wahl. Was mich wiederum immer sehr freut. Und das macht holy fruit salad! letztendlich zu dem deutschen Pentax-Marketing-Blog.

Also, ich halte Euch auf dem Laufenden und werde selbstverständlich Fotos posten sobald die charmante Linse mit meiner *istDs kuschelt. Jetzt gehe ich mich weiter freuen!

Erste Fotos hier!

Knackarsch

äh -tomate. Keine Ahnung, warum die ausgerechnet bei mir immer so wachsen.

Ich mag ihre Horoskope sehr …

[…] Add additional space to the beginning and end date of the retrograde, for Mercury is at his most devilish at that point.

Mercury rules moving parts to machines and electronics, so the last thing you want to buy is a pricey electronic during a retrograde. In fact, you will probably find that something in your house needs repair, and off you will go to the repair shop. This is par for the course, and while it's annoying, alas, things do wear out, so be glad there are repairmen who know how to make those items like new again. When it comes to computers, back up all your data the moment the month begins, because you won't want to lose any should your computer give you problems this month. […]

*grunz*

2008-09-01

Das Rache-T-Shirt ist nun online bestellbar

Wir hatten das schon mal zur Abstimmung im Angebot. Nun ist die T-Shirt-Version wie hier abgebildet in schwarz oder weiß als auch in M, L, und XL käuflich zu einem sehr adäquaten Preis zu erwerben. Die T-Shirts werden bei better-merchandising produziert, d. h. Bio-Baumwolle, fair gehandelt und nicht von Kinderhänden produziert. Da hat blogsurdums Michael großen Wert drauf gelegt. Ach ja …!



Hier entlang geht es zum Shop. Und hier entlang zum Banner, falls Ihr das Shirt auch bekannter machen möchtet. Was nett wäre. Und wer schon immer mal einen kleinen schnieken Online-Shop auf 'nem Apple gebastelt gesucht hat, den hat Michael für diese Aktion eben aus der Hüfte geschossen …

Ach ja: nur noch 96 Tage bis Nikolaus und demzufolge nur noch 115 bis Weihnachten.

Ganz ungewollt

ist creezy in die Produktion von Flachbildschirmflachfliegen eingestiegen.



Frage: Den versteht keiner oder? Ich hätte die platte Made wohl doch aus einem anderen Winkel fotografieren sollen …

2008-08-31

Ich weiß genau, wovon er schreibt.

Jan Weiler in der Stern-Kolumne «Mein Leben als Mensch» begegnet dieses Mal in «Hochzeit mit Todeskampf» der Toskanaklitsche. Er beschreibt alles, was ich nicht haben möchte in meinem Leben, weder als Hauptakteurin noch als Beiwohnerin. Aber die geträumte Rede vom Papa ist herzallerliebst, ich habe laut lachen müssen …

Bis mir wieder einfiel, ich brauche neuerdings nur aus dem Fenster und etwas nach rechts gucken:

Immerhin …

nachdem ich in einem Blog meiner Roll nur noch von Verletzungen und Verstümmelungen lesen muss, mit Bedauern und mich in einem ewigen Mitleids-Hammsterrad schnaufend wiederfinde … kann ich mit Fug und Recht und Stolz behaupten in dieser Woche erstmals seit diesem Malheur keine Schmerzen mehr im Rippenbereich gehabt zu haben. Drei Monate für eine lässige Prellung. Nicht schlecht. Meine persönliche Empfehlung im Nachhinein: Finger weg! Von den Rippen. Und von Prellungen sowieso.

2008-08-30

Die Socke

Im lustigen «Wir haben alles für Tiere»-Laden gewesen. Der 10 kg Futtersack, Ihr wisst schon. Schön auf dem Rad nach Hause geschoben. Weil die Sonne schien und überhaupt und so, den Katzen eine Socke mit Catnip und einen Ball dazu geschenkt. Socke in Blau gekauft, an den Kater gedacht. Rote Version ist schon völlig zerfetzt vorhanden, hat, wenn ich mich richtig erinnere, der Kater auch mitgebracht. Schande auf mein Haupt aber ich habe die Millionen Spielzeugmäuse, -bälle, -elefanten, -wellensittiche nicht mehr dem jeweiligen Fellträger zugeordnet im Kopf. Ist aber auch egal, denn Socke wird sehr von Talytha verehrt.

Zu Hause angekommen, Socke dem Kater hingelegt. Socke hat kleine Klingel angebunden. Nishia den Ball geschenkt, Talytha schläft. Socke interessiert Lino nicht die Bohne. Nishia interessiert der Ball nicht die Bohne. Nishia findet Socke indes toll. Talytha mittlerweile wach, findet den Ball toll. Korrigiere mich, Nishia findet hauptsächlich die Klingel an der Socke toll. Nach nur zwei Minuten Nishia-mit-Socke-im-Klingel-Glück, muss ich feststellen, dass die Klingel einen gewissen Nervfaktor hat. Nach zwei Minuten und 15 Sekunden muß ich feststellen, dass ich die Klingel an der Socke überhaupt nicht toll finde. Nach nur zwei Minuten und dreißig Sekunden überlege ich, wo ich die Socke nachts verstecken könnte. Schwierige Aufgabe, Nishia ist nun mal alles – aber nicht blöd.

Nach zwei Minuten und 45 Sekunden stellt Lino fest, dass er kleine grauen Katzen, die ganz wild klingeln und an deren Pfote eine blaue Socke hängt, total toll findet.

Dies & Das

Erstaunliches
Geht eine Tür zu, gehen zwei neue Türen auf.

Merkwürdiges
Glauben können und wollen. An Jemanden. Keine Zulassung dafür bekommen.

Feiges
Einfach keinen Arsch in der Hose haben. Obwohl sie stramm sitzt.

Fröhliches
Kindergeburtstag im Hof.

Irrtümliches
Jemanden nicht mögen wollen, dann lieben sollen.

Banales
Wichtiges verliert innerhalb von fünf Tagen an Gewicht. Weniger wichtig.

Rätselhaftes
Die Gedanken, die eigenen. Die Unverständlichen.

Faszinierendes
Tagesanfang und Tagesende. Alle gleich und jeder anders. Immer wieder aufs Neue.

Idiotisches
Der eigene Fehlerkreislauf. Bestens gepflegt und keine Abnutzungserscheinungen vortäuschend.

Gagaiggypop

Frau Gaga war bei Herrn Iggy und hat fotografiert. Echte Popper wollen das sehen!

2008-08-29

Wenn der Joopi,

also der Heesters im zarten Alter von kurz vor seinem 105. vollendeten Lebensjahr in die Kamera säuselt, er hätte für andere Frauen seit seiner Hochzeit keine Augen gehabt und seine Frau in den 17. Ehejahren (sie 43, er 88 zum Zeitpunkt der Hochzeit) niemals betrogen, dann … glaube ich ihm das einfach mal!

iSwine ist da!



Das iSwine ist die Antwort für alle Vario-, Dell- und sonstigen Notebook-Besitzer, die schlichtweg angefressen sind, weil ihr eigenes Computerlogo ihnen nicht angefressen genug erscheint. Oder aber die stolz darauf sind mit iPC-Vegetarismus nichts zu tun haben zu müssen.

Lauter gute Nachrichten: iSwine kann ab sofort von Jedermann in zwei Größen (105/210 mm Länge) und Farben (weiß/silber) geordert werden! Noch 'ne gute Nachricht: iSwine kommt vom stilhäschen. Somit ist iSwine 'ne echte Bloggersau! Und wer sich oder anderen ein iSwine schenkt, unterstützt eine reizende Bloggerin in ihrer beruflichen StartUp-Phase! Hier kann man das iSwine in Aktion erleben und erfahren, was es kosten will.

Ich durfte das iSwine auf etwaige Unverträglichkeiten vorab schon testen – an meinem vegetarischen Rechner. Die kleine Sensation: iSwine frisst wie jede gesunde Sau auch Äpfel! Was den Grund für angeknabberte Apple-Logos ein für alle Mal erklärt haben dürfte.



Und nun geht bitte alle raus und traget die frohe iSwine-Kunde in die Bloggerrunde! Den Apple-Trägern winkt, sofern wir aussreichend Begeisterung zeigen, übrigens schon das iCebein!

dead or not dead

Gut, seit gestern machen sich Medien darüber lustig, dass «The Bloomberg Financial Newswire» gestern in ihrem Contentmanagementsystem den Nachruf für Steve Jobs nicht nur updatete sondern leider gleich auch noch für einen kurzen Moment veröffentlichte. Gawker hat den kompletten Text online stehen. Schwarzer Humor wie «iDeath» oder das «iGrave» folgt in den Kommentaren.

Für die absoluten Nichtinsider: Steve Jobs ist einer der Applegründer und heute noch (wieder) als Head of Desaster dort hyperaktiv. Bei der letzten Keynote trat er allerdings ziemlich krank aussehend vor das Publikum. Extrem abgemagert, was natürlich sofortige Gerüchte in Umlauf brachte, er sei erneut an Krebs erkrankt. Bei Jobs wurde 2003 ein bösartiger Tumor in der Pankreas diagnostiziert und operativ entfernt. Hier ein interessanter Artikel in dem erklärt wird, warum Patienten nach dieser speziellen operativen Behandlung immer wieder nicht besonders fit aussehen werden, auch wenn sie bezüglich der eigentlichen Krebserkrankung erfolgreich verlaufen ist.

Nun ist das Spannende in diesem besonderen Fall, dass Steve Jobs offiziell so gar keine Zeichen setzen möchte, inwieweit er eine Nachfolge für Apple regeln würde. Falls er sie überhaupt regelt. Das ruft findige Journalisten auf den Plan ein bisschen zu spekulieren, wir sind ja alle ein bisschen iPod- und iPhone-gaga. Bei SPON gab es neulich so einen Artikel, der sich ausführlich den Kopf über das «Was passiert mit Apple, wenn …?» gemacht hatte. Ein kleines bisschen wie ein Nachruf im Futura geschrieben, aber der Autor hatte hinsichtlich der Apple-Nachfolge mehr Recherche und Hirnarbeit vollbracht als Bloomberg. Trotzdem mageres Fazit: nichts Genaues weiß man nicht, aber alles wird gut!

Redaktionen haben für die allermeisten Köpfe aus Politik, Wirtschaft, Pop- und Filmbiz, neuerdings vermutlich auch für Kochmützentragende, Nachrufe vorgeschrieben, die immer wieder auf den aktuelle Lebensstand gebracht werden, um dann im schlimmsten Fall sofort zur Verfügung zu stehen. Das ist bekannt. Es ist aber zunehmend ein besonderes Qualitätsmerkmal, das man den meisten Nachrufen hierzulande anmerkt, sie wurden noch mit Zeit geschrieben. Ich lese Nachrufe gerne. Sie bieten gelegentlich ein Fülle von Informationen, die einem vorher über den Verstorbenen tatsächlich nicht zugänglich waren. Sie lassen trotz aller Endgültigkeit der verstorbenen Persönlichkeit etwas Freiraum und gönnen ihnen Wahrheit, was auflagengeiler Journalismus vorher ihnen zu Lebzeiten längst nicht mehr gestattet. Ja, man kann sogar, wenn es passt, Humor finden. Immer öfter steht man im Nachruf einer kompetenten Form des Journalismus gegenüber, die man in der restlichen der Tagesausgabe vermisst, die man in letzter Zeit überall im Journalismus vermisst. In den Nachrufen kann man sie noch finden. Trotzdem schade, dass dafür erst immer jemand über die Wupper gehen muss.

Ach ja: Steve Jobs lebt. An apple a day …

P. Diddy oder auch Puffy Duck ist traurig.

Er musste nämlich downgraden.