2008-08-04
2008-08-03
Zu dem Verdi-Chef-Bsirske-Bild-Skandal
… also Pseudo-Skandal, den die BILD meint offen gelegt zu haben und natürlich von allen anderen Presseorganen einer bestimmten Verlagskultur kritiklos in Folge aufgegriffen wurde, hatte die taz schon am 1. August d. J. ein wundervolles Gegenstatement geschrieben: Die vermeintlichen Skandale der Bild und sich Gedanken über die besonderen Hoffnungen von Bild und FDP gemacht.
at 10:59 3 comments
Labels: große weite welt
Falsche Handbewegung
Bei mir in der Straße ist so eine betriebswirtschaftliche Kronkorken-Sammelstelle, sprich ein Getränkemarkt mit dem üblichen grölenden Herrenauflauf (selten mit Dame, häufiger mit Hund), täglich spätestens ab 15:00 Uhr außer Sonntags. Fahre ich gestern daran vorbei, kommt so ein Typ von ihnen mir entgegen und begrüßt mich mit 'nem Hitlergruß. Frage ich ihn, «Was bist Du denn für 'ne komische braune Sau?» (Tagsüber blau sein, ist eine Sache. Tagsüber blau sein und mir seine braune Sch… aufdrücken, eine wirklich andere.)
Fiel ihm aber so schnell auch keine Antwort ein.
Komisch.
at 09:38 2 comments
Labels: mein kiez
2008-08-02
Erdbeerjoghurt 150 g
Jekaterina Anzupowa ist Performancekünstlerin aus Berlin. Sie ist den Produktionsweg handelsüblicher Joghurts bis zum Endverbraucher nach Berlin gefahren. In dem Reiseblog Erdbeerjoghurt 150 g, das sie anlässlich ihrer ersten Reise durch Deutschland führte, fährt Jekaterina in einem Pkw die Strecken vom Erzeuger von Erdbeeren, Joghurtkulturen, Milch und Zuckerrüben bis zum Produzenten als auch Verpackungshersteller ab: insgesamt 4521 km Straßenwerk stecken in so einem Joghurt. Das Projekt wird in eine zweite Runde gehen, in der nächsten Reise wird sie sich den Zulieferern weltumfassend widmen.
In dem Zusammenhang sei mir der Link auf dooyoo‘s Joghurtbereitertests gestattet. Und bei Amazon in einer Rezension der Tipp, wie man sich sein Acitmel selber macht. Nur so … falls nach Lesen ihres Blogs Bedarf besteht.
via nachhaltigbeobachtet
at 13:13 0 comments
Labels: blogfreaks
Wen haben die denn befragt?
Äh … gekauft?
Die große Mehrheit der gesetzlich Versicherten befürwortet die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Dies ist ein wichtiges Ergebnis, zu dem eine Forsa-Umfrage im Frühjahr dieses Jahres gekommen ist. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen wurden insgesamt mehr als 2.000 gesetzlich Versicherte zu ihrem Informationsstand und nach ihrer Einstellung zur elektronischen Gesundheitskarte befragt.
Lauthals weiterlachen
via psychomüll
at 10:38 4 comments
Labels: große weite welt
Sportler schreiben Blogs
nur nicht während der Olympiade.
Die nächste kleine Einschränkung in der privaten Berichtserstattung.
at 10:13 2 comments
Labels: große weite welt
Hundeerziehung in New Cologne*
In meiner Straße wohnt u. a. eine große braune glattharige keine-Ahnung-was-für'n-Mix-Hündin, dem sie einen ihrer Welpen gelassen haben. Gehen heute beide zusammen Gassie, der Kleine, immer noch allenfalls ein Bruchteil seiner Mutter, wird jetzt erzogen und das hört sich dann so an:
«Mimi! Nein!»
(Mimi hatte irgendwas fressen wollen, was sie nicht soll und liegt nun auf dem Rücken auf dem Gehweg und und glaubt alles was Frauchen mit ihr da macht, ist ein lustiges Spiel ergibt sich breit grinsend.)
«Mimi!»
«Aus»
«Mimi! Du Hundedöner!»
«Nein!»
«Mimi, stehenbleiben!»
«Gehe sofort runter von der Straße!»
«Du Hundedöner. Ich bringe Dich um!»
Vielleicht sollte ich anmerken, dass sich die Dame dabei noch relativ liebevoll, wenn auch bestimmt anhörte. Könnten ja sonst Missverständnisse aufkommen.
Hundedöner. Ist doch lächerlich. Dieser Hund bietet noch nicht mal genug Fleisch für 'nen halben ordinären Berliner Schaschlik.
* Neukölln
at 09:59 2 comments
Labels: mein kiez
2008-08-01
Zeiten
Zwei Jahre ist es schon her!
Und liebenswerterweise wurde mir in beiden Jahren pünktlich herzliche aufregende Abwechslung geschickt, die die Zeit viel erträglicher und durchlebenswerter machte als ihm Vorfeld nur zu hoffen war. Dummerweise sterben in den Blogs die Mütter weiter, wie ich gestern erfahren musste. Und überflüssigerweise im wirklichen Leben dazu auch!
Ich denke, im nächsten Jahr komme ich sicher auch ohne Hilfe von außen klar. Deswegen gebe ich dieses Glück besser weiter, an die, die im Kreis der Mutterlosen ungewollt nachwachsen mussten. Es passt dann schon.
at 12:57 0 comments
Labels: abschied
Immer wieder faszinierend.
Die Masse an Kommunikation solange diese Jemands was wollen von einem.
Die Stille in der Kommunikation sobald diese Jemands bekommen haben, was sie wollten von einem.
Ich mag das ja. Es ist so schön konsequent in sich. An sich.
Und Überraschungen kann man auch täglich im Supermarkt haben.
at 10:07 4 comments
Labels: dies und das
Gestern Richi getroffen …
Viel Spaß mit Richi gehabt. Danach ausgesehen wie eine Pottsau. Und dann der Brummer auf der Linse. 'Nen echtes Biotop da am Urbanhafen.
at 09:24 0 comments
Labels: mein kiez
Wenn schon heiß, dann wenigstens

in ordentlicher Rückenlage mit angemessener Aussicht.
Im übrigen geht wirklich nichts über sehr gute Freunde. Gar nichts!
at 01:02 4 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2008-07-31
Federschmaus
Scheint einen neuen Trend in der Blogsphäre zu geben. Ich vermute geboren aus diesem perfiden Überangebot an Katzenfotos und demzufolge Katzencontent, gerne auch hier und da in Mopsvariante – wo man viel eher Liebe zum American Stafford vermutet hätte – aber nie in Boxer- oder Pudelvariation, wird in dieser Woche Vogelcontent offeriert. Vorzugsweise toter Vogelcontent. Hier schön als Operating System verklausuliert. Dort sehr fein medienpolitisch aufgegriffen.
Und keiner kann sagen, diese Piepmätze wären umsonst gestorben.
Die hier im übrigen leben … naja … noch! Edit: Ach ja, doc sno* tanzt wieder aus der Reihe und fischt im Allgäu.
Dieses Post ist unter Umständen kein vor dem Frühstück-, Mittagessen-, Abendessen-, Zigarette-danach-Post.
at 07:19 0 comments
Labels: blogperlen
Effekthascherei
Letztes Modul, nächste Woche letzte Projektwoche. After Effects. Auch wieder so eine wundersame Software in die man stundenlang eintauchen kann ohne Luft zu holen. Vermutlich kenne ich auch nach dem Kurs höchstens 40 % von ihrem gesamten Leistungsspektrum. Alles was oberflächlich verfügbar ist, ist uns natürlich allen begegnet. Und alles was man selbst damit machen kann, gilt es sich nun selbst zu erarbeiten … und das ist hier kein Pappenstiel. Effekthascherei eben. Die kann unendlich sein.
Mein Problem ist nur dieses Mal, ich habe überhaupt keine Idee für ein Projekt. Die Aufgabe: einen bis zu 60 sekündigen Trailer mit Sound zu erstellen. Bei allen anderen Modulen hat sich im Laufe der Zeit irgendeine Idee im Kopf manifestiert, dieses Mal: nichts.
Habt Ihr irgendwelche Ideen?
at 06:58 2 comments
Labels: dies und das
2008-07-30
Ich liebe seine Support-Stories!
»Ich stell mal auf laut.«
So beginnen düstere Abenteuer.
Ein kleines Update von ker0zene
at 23:37 2 comments
Labels: blogfreaks
Vielen lieben Dank!

an die/den sehr herzliche/n LeserIn, immer noch anonym. Aber so lieb und reizend mit riesengroßem Herz. Und mir bleibt nur mit großer Freude «Herzliches Dankeschön» zu sagen!
Und das alles im Jahr des Piraten … ich habe so grandiose Leser.
at 07:25 0 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2008-07-29
Das Problem, das ich mit Sarrazin habe,
ist ja nicht, dass er es partout als seinen Auftrag verstanden hat zu sparen, wo er nur kann. Das Problem, das ich mit Sarrazin habe ist, dass er mit seinen plumpen Äußerungen genau verdeutlicht, was er von dem Volk denkt, dem er zu Dienst steht. Nämlich, dass wir, die Wähler, offensichtlich zu blöd sind seiner Meinung nach, alleine ohne seine Ratschläge über die nächste Straße bei grün zu gehen.
–
Dass ich 'nen Pulli mehr anziehe, wenn mir kalt ist, habe ich in frühester Jugend von meinen Eltern gelernt. Omas Spruch: «Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur … bla bla.» Und dass ein sehr sehr großer Teil des deutschen Volkes seit Jahren schon nicht mehr heizt wie blöd, nur weil's ihm zu teuer ist, sondern viel früher umgedacht hat, weil viele dieser Menschen ihre Aufgabe zum Schutz ihrer Umwelt erkannt haben, dazu brauchen wir Sie und ihre Vorschläge also auch nicht! Wirklich: niemand braucht die, wir sind alleine gut und zu durchaus lebensfähigen Menschen erzogen worden! Schon gar nicht während Sie, Herr Sarrazin, immer noch mit einem dicken, fetten, Sprit ohne Ende schluckenden Töfftöff Ihre Meilen runter reißen … ach, lassen wir das.
Nein, im Ernst: es ist dieses Image, das Sie als Politiker nach Außen transportieren. Dieses «nur Sie haben die Weisheit mit Löffeln gefressen» und die, die Ihrer Partei die Stimme gegeben haben (oder auch nicht), sind anscheinend zu blöd ohne Ihre Weisheiten durch's Leben zu kommen. Das ist der der Hauptgrund, warum Sie abgesetzt gehören. Auch wenn Sie vielleicht einen guten Job machen im Sinne der Sparpolitik. Keine Partei kann sich jemanden leisten, der so offensichtlich das Image von Politikern generell und seiner Partei im Einzelnen zerstört.
Die SPD ja nu mal schon gar nicht.
Edit: Das Hauptstadtblog gibt heute auch ein paar großartige Spartipps!
at 13:50 7 comments
Labels: große weite welt
Dozentenzitat
Ich bewege mich ja nicht wie ein Roboter.
Zumindest nicht tagsüber.
(Beim Erläutern der Kamerafunktionen in After Effects.)
at 11:53 0 comments
Labels: dies und das
Von etwas Partei ergreifen
«eintreten für, kämpfen für, sich annehmen um»
Bin ich wirklich gut darin, wenn ich mich diesbezüglich nur für das bestimmte Thema einsetze ohne nach rechts und links zu schauen? Oder bin ich besser, wenn ich mir Gedanken über die andere Seite zu mache? Möglicherweise zunächst versuche, deren Ideen oder Beweggründe zu verstehen?
Persönlich glaube ich, sich der anderen Seite zu nähern kann nur Punkte bringen, in der Entwicklung der eigenen Meinung bzw. Ansicht. Es weitet den Horizont. Und sei es nur, um im Vorantreiben der eigenen Sache erfolgreicher sein zu können, weil man danach die Stärken und Fehler der anderen Seite besser einschätzen kann. Doch ich denke, das Beste, was man für sich und seine eigene Entwicklung tun kann, ist über den Tellerrand zu schauen und sich auch anderen Standpunkten zu nähern.
Gelernt habe ich das von einem guten Freund, in der Berliner Subkulturszene engagiert, der für die Sachen und Mitstreiter für die er einsteht, immer wieder gegen Nazi-Vorwürfe – zum Teil sogar aus den eigenen Reihen – kämpfen muss. Das ist leider gelegentlich üblich in den Kreisen, sie denunzieren sich gegenseitig, wenn sie glauben, jemand nimmt ihnen etwas weg, anstatt gemeinsam für die Sache zu gehen. Image ist alles und ihr Image, selbst wenn es ein völlig belangloses ist, das gilt es mit aller Macht zu verteidigen. Im Zweifelsfalle auch blind. Da wissen sie genau, wo die eigenen Mitstreiter am ehesten angreifbar sind. In der Folge gibt es die Mitstreiter, die gänzlich uninformiert verbal raufhauen. Ungachtet dessen, dass der Zitierte gerne aus einem völlig belanglosen Zusammenhang falsch zitiert wurde, nur um ihn öffentlich zu denunzieren. Das passiert dann «für die Sache!» oder «für die Freunde!» Und das Handeln scheint so naiv legitimiert.
Und es gibt die, die sich ruhig zurücklehnen und zunächst nichts sagen. Erst andere Meinungen einholen, das Gespräch suchen mit den vermeintlichen Rechtabtrünnigen, versuchen die tatsächliche Wahrheit erfahren, sich noch mal ruhig zurücklehnen und dann weiter für die eigentliche Sache kämpfen, weil an der Vorwürfen so rein gar nichts dran ist. Ja, manchmal geschieht es tatsächlich, dass man auf diesem Weg realisieren muss, da hat jemand, den man schätzt, zu den Dingen eine ganz eigene Meinung, der man für sich nicht folgen kann und will. Tsja, dann hat man ein Gespräch, um beim aktuellen Beispiel zu bleiben, tatsächlich mit einem Neo-Nazi geführt. Aber gleichzeitig hat man auch ein klein wenig sich dessen Gedanken nähern zu können – was beileibe nicht dasselbe ist, wie sich dessen Gedanken anzunehmen. Und der das Gespräch Suchende wird davon profitieren können, eines Tages, wenn er seinen Standpunkt gegenüber der Gegenseite klar machen wird.
Ein schlechtes Gegenbeispiel hierfür indes ist unsere deutsche Politik. Jahrelang hat man die braunen Kandidaten lieber in eine Ecke gestellt, ungehört, ab und zu von oben arrogant drauf gehauen, meist ignoriert. «Die laufen sich schon tot!», hat man sich gedacht. Nun laufen sie sich erwiesenermaßen immer weniger tot, wie sich zeigt. Aber um sie wirklich zu bekämpfen und wieder aus den Parlamenten zu bekommen, hat man leider mittlerweile viel zu wenig Ahnung über sie, weiß nicht, wie sie wirklich denken und funktionieren. Sie «glauben» nur, sie wüssten es. Sie «wissen» es aber nicht. Chance vertan?
Kurz und gut: die Dinge, auch die, die einem täglich im Web begegnen, haben immer eine zweite Seite. Und diese muss, nebenbei gesagt, nicht mal die Schlechtere sein. Das sieht man aber nur, wenn man sich die Mühe macht oder auch nur die Blöße gibt und erst einmal hinsieht.
Und: das habe ich auch erst lernen müssen. Übrigens hat mir dabei einmal ein Blogger, Don Dahlmann, geholfen, mir einmal meine einseitig gefärbten Augen bezüglich der Blogwelt zu öffnen. Blogger können ungemein konstruktiv sein, wenn sie es sein wollen!
at 09:06 2 comments
Labels: dies und das
2008-07-28
Neues aus dem Leben der Überwachten
Anne Roth bloggt immer noch aus ihrem Alltag als Lebenspartnerin des im Juli 2007 in Berlin als potentiellen Terroristen verhafteten Andrej Holm. Mit seiner Freilassung sind die Überwachungsschikanen seitens des BKA gegenüber der Familie natürlich nicht eingestellt - auch wenn Andrej Holms Geschichte mittlerweile natürlich so gut wie aus den Medien verschwunden ist. Dank dafür, dass es Blogs gibt. Zwei Bloganträge von Anna aus der neueren Zeit bieten spannende Einblicke in die Arbeit von Bundeskriminalamt und Bundesanwaltschaft:
BKA und moderne Technik
Die BAW und die DNA
at 12:20 0 comments
Labels: blogfreaks, null-eins-null

