Wie schnell man ohne Krankenversicherung sein kann …
… in Deutschland hat die Frau Kaltmamsell in einem Blogpost „Ohne Krankenversicherung in Deutschland” pragmatisch zusammengefasst.
Als ich mein Blogpost „Wohnungslos“ verfasst habe, gab es einige (wenige) Kommentatoren, die den Umstand nicht krankenversichert zu sein in Deutschland als nicht möglich verneinten. Doch, das geht sehr schnell und ich bin Kaltmamsell für diesen informativen Artikel sehr dankbar.
Im übrigen: man fliegt auch als gesetzliche freiwillig Versicherte/r irgendwann aus dem Versicherungsschutz, wenn man die Leistung nicht zahlen kann. Ohne Krankenversicherung zu sein ist also nicht alleine nur ein Privileg der privatversicherten Freiberufler!

5 Kommentare:
Ich werde das hier noch mal alles schreiben, hab damals bei der Kaltmamsell schon von meinen Erfahrungen berichtet, deswegen hier nur Zustimmung.
Ja, es ist möglich, und es ist auch relativ einfach möglich, und wenn man erst mal (ohne großes Eigenverschulden) in die Situation gerät, dann hat man ganz schön Pech gehabt, dann fällt mal nämlich komplett durchs Raster und keiner will mehr verantwortlich sein.
(Bei uns ging es damals tatsächlich um eine Privatversicherung, die gesamte Story ist etwas komplizierter, und hat sich aber immerhin recht schnell geklärt...)
Geht mal in die richtigen Bezirke und ihr werdet eine ganze Reihe unversicherte Famillien finden - nicht krank werden dürfen ist nicht nur irgendwelchen hungernden Kreativlingen vorbehalten.
Selbiges gilt für verdammt viele alleinerziehende Mütter nebst Kinder, die eigentlich über den nicht auffindbaren und nicht zahlenden Vater versichert sein müssten.
Wer so Dinge aus Ignoranz verneint, sollte mal aus seinem Vorort rauskommen und etwas anderes in der Glotze schauen als irgendwelche Renterruhigstellungsundverdummungssendungen …
Ich habe schon während meines damaligen Studiums im Seminar "Sozialrecht" mit der Professorin gestritten, die uns auch weis machen wollte, dass das unmöglich sei, nicht krankenversichert zu sein.
Ein Bekannter von mir war 3 Jahre lang nicht krankenversichert, keiner hat's gemerkt und keinen hat's gekümmert.
Ich war 3 Monate nicht krankenversichert, nicht lange zum Glück, aber das reicht auch. Und warum: keiner hat sich zuständig gefühlt.
Interessant finde ich auch die Reaktionen von solchen Mitmenschen, die zwar einräumen, dass das grundsätzlich möglich ist, dann aber noch hinterher werfen, dass man halt einfach zu blöd war. Sonst wäre das ja nicht passiert.
Und genau DAS fürchten Menschen, die davon betroffen sind und halten deshalb instinktiv den Mund, weil sie sich schämen.
Vielleicht sollte der ein oder andere einfach mal aus seinem eigenen Kosmos aussteigen und sich mal umgucken, was ober- und unterhalb seines beschränkten Horizonts passiert.
Regt mich auf solche Ignoranz.
Ein Freund von mir hat auch 3 Jahre ohne Krankenversicherung gelebt. Selbstgewählt allerdings, da ist das ein bisschen anders. Der hat sich aber ganz schnell anders entschieden, als Zahnschmerzen kamen und er dann doch mal zum Zahnarzt ist. Vorher war der Tatsache in der ganzen Zeit nicht einmal beim Arzt...
Stimmt, ich war in Deutschland ca. 4 Jahre nicht krankenversichert. Bin aus der gesetzlichen geflogen, weil ich die Beiträge nicht zahlen konnte. Das war schlimm. Und ich war nicht mal ein hungernder Kreativling, bloss selbständig und hatte schlichtweg monatlich nicht genug Geld für all das zur Verfügung. Ich durfte halt nicht krank werden. Und wenn ich's doch war, musste ich mich eben zusammennehmen. Wünsche ich keinem, wirklich nicht.
Ach so - Steuern abführen musste ich natürlich die ganze Zeit, sonst kommt ja fix der Gerichtsvollzieher....
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Fröhlich sein, freundlich bleiben und bitte immer gesund wieder kommen!
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